Wilhelm Schmid Gelassenheit

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Inhaltsangabe zu „Gelassenheit“ von Wilhelm Schmid

Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn, insbesondere aber beim Älterwerden. Dieses Buch zeigt in zehn Schritten den Weg zu ihr auf.

Es scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne Weiteres gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft eine gelassenere sein?
Der Berliner Lebenskunstphilosoph und Bestsellerautor (Glück) präsentiert ein Buch, in dem es ihm darum geht, Gelassenheit nicht einfach nur zu proklamieren, sondern lebenspraktisch zu zeigen, wie sie erreicht werden kann. Ein Buch für die Zeit, in der Gelassenheit zur begehrten Ressource wird, sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft.

Ein Büchlein, das sich gut lesen lässt und uns darin bestärkt, die Vorteile des Älterwerdens zu genießen.

— gst

Ein hübsches kleines Lesebüchlein voller netter Alltagsweisheiten.

— Petra54

Ach wie wahr - gut geschrieben

— leserin

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  • Das Älterwerden von der positiven Seite her beleuchtet

    Gelassenheit

    gst

    11. June 2016 um 14:13

    Manchmal möchte ich doch wissen, wie andere das Älterwerden empfinden. Wenn mir dann noch so ein handliches Büchlein in die Finger gerät, dann gibt’s kein Halten mehr. Lustig, wie mir dieses Büchlein in die Finger geriet: meine bessere Hälfte hat es irgendwo gefunden und auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen …In zehn Kapiteln hält der 1953 in Billenhausen (Bayrisch-Schwaben) geborene Autor seine Gedanken fest. Er lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosphie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Nachdem er in Berlin, Paris und Tübingen Philosophie und Geschichte studiert hatte, war er als Gastdozent in Riga/Lettland und Tiflis/Georgien als Gastdozent tätig. In der Schweiz arbeitete er als „philosophischer Seelsorger“ an einem Krankenhaus in der Nähe von Zürich/Schweiz. Nach umfangreichen Vortragstätigkeiten wurde ihm der deutsche Meckatzer-Philosphiepreis für besondere Verdienste bei der Vermittlung von Philosophie verliehen, 2013 der schweizerische Egnér-Preis für sein bisheriges Werk zur Lebenskunst. Ganz ohne Lebenskunst macht das Älterwerden sicherlich keinen Spaß. Das merkt man am ehesten im Umgang mit alten Menschen. Wenn die allerdings gelassen ihren Alltag meistern, dann kann man eine Menge von ihnen lernen. Das weiß auch Wilhelm Schmid, der schon einige Bücher über das Miteinander von Menschen veröffentlicht hat. Seine Gedanken sind leicht lesbar. Er hat mich mehrmals zustimmend nicken lassen. Zwar fand ich nicht allzu viel neue Sichtweisen, doch allein das mal wieder Bewusstwerden wie das Leben so läuft, zeigte mir, dass ich mich nicht auf den Holzweg befinde. Nur die letzten beiden Kapitel, in denen Schmid seine Angst vor der Endlichkeit thematisiert, wichen von meiner Einstellung zum Alter ab. Fazit: Ein Büchlein, das einem zeigt, wie gut es tut, nach der Berufstätigkeit endlich etwas mehr Zeit zum Leben zu haben. Wer sich das verdeutlichen will, kann es gut lesen – muss aber nicht. 

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    • 2
  • nettes Büchlein

    Gelassenheit

    Petra54

    29. November 2015 um 14:57

    Gelassenheit - das ist seit Jahren mein wichtigstes Lebensziel. Der Autor führt zehn Wege auf, wie man gelassen älter werden kann. Im Grunde erzählt er nichts Neues, aber es schadet nicht, sich diese Alltagsweisheiten immer mal wieder durchzulesen.

  • Reflektionen zum Älterwerden

    Gelassenheit

    Babscha

    24. January 2015 um 02:50

    In seinem kleinen, feinen Buch widmet sich der Philosoph Wilhelm Schmid dem eigentlich eher unschönen, ungeliebten Thema des menschlichen Alterns mit all seinen Konsequenzen und Begleiterscheinungen. Über zehn Thesen, die er in bildhaften, kraftvollen Worten und mit tiefem Gespür für die menschliche Natur vorstellt, bietet er dem Leser gute und lebensnahe Denk- und Lösungsansätze, wie man für sich selbst bestmöglich mit dieser unabänderlichen Tatsache umgehen sollte und vor allem wie man eine Haltung von Entspanntheit, Abgeklärtheit und Gelassenheit beim Blick auf den sich langsam immer mehr schließenden Lebenskreis erreichen kann. Ein gutes, tröstliches und in seinen Denkmodellen überzeugendes Buch.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Für mehr Gelassenheit (nicht nur) im Alter

    Gelassenheit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. July 2014 um 15:13

    „Gelassenheit“, ein erstrebenswerter Zustand, besonders im Hinblick auf das Altern und dem grassierenden Altersrassismus unserer Gesellschaft. Damit beschäftigt sich das Buch von Wilhelm Schmid auf eine sehr erfrischend unesoterische Weise. In zehn Punkten gibt der Autor Denkanstöße  zur Selbstreflektion und das, wie ich finde, nicht nur im Umgang mit sich selbst, sondern auch mit Mitmenschen. Meiner Meinung nach wird der Tod, sei es der bevorstehende eigene oder der geliebter Angehöriger, heutzutage viel zu sehr verdrängt. Ein bisschen größeres Bewusstsein für die Endlichkeit allen Lebens zu schaffen, kann nicht nur den Abschied leichter machen, sondern auch dazu beitragen das aktive Leben lebenswerter gestalten zu können. Natürlich muss ich sagen, hat die Lektüre mich auch ein wenig traurig gestimmt. Aber Traurigkeit gehört eben dazu und ist in Ordnung, wenn trotzdem die Freude über das Leben auch am Ende überwiegt. Das ist die Moral dieses kleinen Ratgebers, der nicht nur für die Ältesten unter uns eine Bereicherung sein dürfte.

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  • „Gelassenheit ist das Gefühl und der Gedanke, sich in einer Unendlichkeit geborgen zu wissen.."

    Gelassenheit

    WinfriedStanzick

    20. June 2014 um 15:48

        Selbst vor einigen Tagen  sechzig Jahre alt geworden und auf meine bisherigen sechs Lebensjahrzehnte ehrlich und dankbar zurückblickend, habe ich in den letzten beiden Tagen das kleine Büchlein des Philosophen Wilhelm Schmid mit großer innerer Zustimmung gelesen. In zehn Schritten, bei dem man mit jedem einzelnen beginnen, aber auch mehrere gleichzeitig sozusagen „in Übung“ nehmen kann, zeigt Schmid auf, wie man insbesondere beim Älterwerden zu mehr Gelassenheit im seinem Leben finden kann. Eine Gelassenheit, die sich einstellt, nachdem man seinen Krisen und Crashs ins Auge gesehen hat, nachdem man sein eigenes Wesen mit all seinen Schwächen und Stärken gelernt hat anzunehmen und Ja zu ihm zu sagen. Eine Gelassenheit, die sich nicht mehr schert um die Schönheits- und Ewigkeitskulte der Gegenwart, sondern die gelernt hat, aus sich heraus zu leben und in sich selbst und seinem einzigartigen Leben auch einen bzw. den Sinn des Lebens zu sehen: „Ich bin eine der Möglichkeiten, die das Leben bereichern, das ist der Sinn des Lebens, von Anfang an und bis zuletzt. Für alle ist das so.“   Und zu den Gedanken zu einem möglichen Leben nach dem Tod, die viele in ihrem Älterwerden umtreiben, schreibt er einen wunderbaren Satz, den ich als christlicher Theologe nur unterschreiben kann, weil er mich seit meiner Jugend trägt, durch Höhen und Tiefen hinweg: „Gelassenheit ist das Gefühl und der Gedanke, sich in einer Unendlichkeit geborgen zu wissen, für die es nicht wichtig ist, welchen Namen sie trägt.“   Wer sich traut, seinem Älterwerden und seiner Vergänglichkeit ins Auge zu schauen, auch wenn er vielleicht noch nicht sechzig der siebzig Jahre alt ist, wer noch etwas lernen will über sein Leben und dessen Sinn, wer sich losmachen möchte von Altem und Beschwerendem und gelassen sein Leben auch genießen will, dem sei zur Lektüre dieses weisen Buches nur geraten.      

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  • Grossartige Lebenshilfe

    Gelassenheit

    Duffy

    27. May 2014 um 17:00

    Eigentlich schon eine falsche Überschrift, denn es handelt sich vielmehr um eine Betrachtung, wie man mit fortschreitendem Alter den damit verbundenen Fragen und vielleicht auch Ängsten begegnet. Und es ist auch ganz sicher nicht altersgebunden, sich darüber Gedanken zu machen, denn irgendwann kommen die Zeiten, in denen man sich Fragen stellt. Nun nicht gerade nach dem Sin des Lebens, in erster Linie aber nach der Zeit, um was zu machen? In zehn Schritten erfahren wir viel über die wiederkehrenden Mechanismen des menschlichen Lebens und Schmid gibt ein Impulse zur Deutung. Keinesfalls macht er das als oberlehrerhafter Philosoph mit Universalanspruch auf Wissen. Gerade weil es hier um Themen geht, die intimer und individueller gar nicht sein können, ist er sensibel, nimmt Ängste, wo es Ängste geben könnte und führt uns hin zu Themen, die uns bekannt vorkommen, die wir aber noch nicht gedacht haben oder uns nicht trauen zu denken. Wenn man so will, ist das ein Buch der inneren Einkehr, eine Einladung, sich mit sich selbst ehrlich und unvoreingenommen zu beschäftigen. Es ist ein wunderbares Werk des seelischen Friedens, der Ruhe. Es sind unsere noch nicht gestellten Fragen und statt der Antworten gibt Schmid Anregungen, wie man die Zusamenhänge sehen könnte. Es ist das beste Buch, das ich je über das Älterwerden gelesen habe, Es war mir Trost, Ansporn und ein Quell der Selbsterkenntnis. Manche Dichter und Denker brauchen dafür Tausende von Seiten und ihr ganzes Leben. Auch Schmid brauchte wohl 60 Jahre, um das niederzuschreiben. Aber er brauchte nur 115 Seiten. Dieses Büchlein ist mein Freund geworden, der nur einen kleinen Makel hat: Er ist mir nicht früher begegnet. Herrlich!

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