Wilhelm Schmid Glück

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Inhaltsangabe zu „Glück“ von Wilhelm Schmid

Einfach nur glücklich sein: offenbar ein schwieriges Unterfangen. In seinem neuen Buch denkt Wilhelm Schmid darüber nach, was unser Glück ausmacht, was die Philosophie dazu beitragen kann und was wir persönlich tun können und müssen. Es geht um die geistige Haltung, die wir dem Leben gegenüber einnehmen; die Kunst, neben den Höhen auch die Tiefen des Lebens anzunehmen; und das Erkennen von Sinn und Zusammenhängen mit allen Sinnen. Was ist Glück? Die Frage danach treibt uns um. Könnte es aber sein, daß gerade die ständige die Jagd nach Glück unglücklich macht? Dabei ist Glück nichts als ein Wort. Entscheidend ist, was damit bezeichnet wird, welche Bedeutung dem Wort gegeben wird, das nicht nur "das" Glück in der Einzahl bezeichnet. Der Lebenskunst- Philosoph Wilhelm Schmid unterzieht in seinem neuen Buch die Vielfalt der Bedeutungen einer genaueren Betrachtung: das Zufallsglück, das Wohlfühlglück, das Glück der Fülle, das Glück des Unglücklichseins. Gegen die Glückspropheten, die mit wohlfeilen Rezepten alle Welt beglücken wollen, macht Schmid geltend, daß Glück nur ein Stellvertreterbegriff für die wichtigere Frage nach "Sinn" ist. Wenn aber Sinn nicht mehr von selbst zur Verfügung steht, dann wird eine Art von Arbeit daraus, Sinn zu finden und neu zu gründen.

kurzes Buch über Glück und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Sehr gut.

— rainybooks
rainybooks

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  • Rezension zu "Glück" von Wilhelm Schmid

    Glück
    HeikeG

    HeikeG

    12. August 2008 um 19:13

    Philosophische Seelsorge Unzählige Ratgeber und sonstige Bücher über den wohl schönsten menschlichen Bewusstseinszustand - dem Glück - sind auf dem Markt. Darunter durchaus ein paar wertvolle und tiefgründige, andere wiederum oberflächlich und nichts sagend. Und nun noch Wilhelm Schmid, ist man versucht zu sagen. Was will der Berliner Philosoph denn noch Neues vermitteln? Das Format des winzigen Büchleins mit gerade mal 80 Seiten spricht gegen ihn. Der Inhalt jedoch hat es in sich. Manchmal kann weniger durchaus mehr sein. Schmid verwahrt sich bereits mit seinen ersten Sätzen dagegen, dass dieses Buch dazu beitragen wird, dass man sein Glück finden kann. Wozu ist es denn dann gut, dieses "Glücksbuch"? Welchen Sinn offenbart es? "Einen Moment des Nachdenkens, sonst nichts. Eine kleine Atempause inmitten der Glückshysterie, die um sich greift.", so der Autor. Und Recht hat er. Alle reden vom Glück. Nicht wenige Menschen aber werden unglücklich, nur weil sie glauben, immer glücklich sein zu müssen. Schmid möchte diese "Glückshysterie" etwas dämpfen und in nachdenklichere Bahnen lenken. Dazu setzt er sich erst einmal mit dem eigentlichen Begriff auseinander: Was ist Glück? Und erstaunlicherweise offenbart die scheinbar einfache Antwort eine Vielzahl von Glücksformen, die auseinander zuhalten sinnvoll erscheint. Da gibt es das Zufallsglück (vielleicht ein Lottogewinn), das Wohlfühlglück (z. Bsp. Sauna, Schokolade, ein schöner Film), das Glück der Fülle (eine Lebenshaltung, die auf Gelassenheit und Heiterkeit beruht) oder gar das Glück des Unglücklichseins (die Melancholie zum Beispiel, die geradezu als Lebensphilosophie verstanden werden kann). Doch in Wahrheit ist nicht wirklich Glück das Wichtigste im Leben. Ja, was denn dann, wird sich der Leser fragen. Aber auch darauf hat der "philosophische Seelsorger", wie sich Schmid selbst bezeichnet, eine Antwort parat: Es ist der "Sinn"! "Wer Sinn erfährt, ist automatisch glücklich.", sagt der Philosoph. In tiefgehenden, aber verständlichen philosophischen Disputen erklärt der Autor den "Sinn" oder auch "Zusammenhang", wie er ihn bezeichnet. "Sinn, das ist Zusammenhang.", so Schmid, "Jede Geselligkeit spendet Sinn aufgrund der Zusammenhänge mit Anderen (…) Ein Beruf 'macht Sinn' aufgrund der hingebungsvollen Arbeit am Zusammenhang eines Werkes". Schmid empfiehlt, seine Sinne voll zu entfalten, denn nur dann wird man vom Leben durchströmt und nimmt die tausendfältigen Erscheinungsformen der Welt wahr. In mehreren kleinen Kapiteln widmet er sich den verschiedensten "Sinnen": dem körperlich wahrnehmbaren; dem, der in tiefster Seele zu fühlen ist; Sinn, der im Geist zu denken ist und letztendlich dem höchsten und wertvollsten Sinn über sich hinaus, der zu denken und zu fühlen ist. Und wenn man den Erläuterungen und philosophischen Folgerungen des Autors folgt, dann stellt sich durchaus so etwas wie Erbauung, Glück oder gar Sinn ein. Dabei lässt er die naturwissenschaftlichen und ganz speziell neurowissenschaftlichen Abhandlungen außen vor. Schmid besinnt sich ganz allein auf die "therapeutischen Wurzeln der Philosophie". Das Buch lockt heraus, Gedanken spielen zu lassen: sehr sinnvoll! Fazit: "Glück" ist eine kleine, aber dichte Abhandlung zum philosophischen Glücksbegriff, weder oberflächlich oder esoterisch glücksselig, sondern mutig. Denn der Autor versucht auf hohem Niveau, zudem völlig uneitel, zu erklären, was die Philosophie zu den großen Lebensfragen der Menschen zu sagen hat.

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