Wilhelm Weischedel

 3,9 Sterne bei 117 Bewertungen

Lebenslauf von Wilhelm Weischedel

Wilhelm Weischedel, geb. 1905 in Frankfurt a.M., studierte in Marburg evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte. 1932 Promotion zum Dr. phil. in Freiburg. Nach 1945 Dozent, dann Professor der Philosophie in Tübingenund in Berlin; 1970 emeritiert. Er starb 1975 in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wilhelm Weischedel

Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)

Die philosophische Hintertreppe

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Erschienen am 13.03.2017
Cover des Buches Die Kritiken (ISBN: 9783518093276)

Die Kritiken

 (6)
Erschienen am 09.02.2011
Cover des Buches Werkausgabe in 12 Bänden (ISBN: 9783518277928)

Werkausgabe in 12 Bänden

 (4)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Größe und Elend des Menschen (ISBN: 9783458321415)

Größe und Elend des Menschen

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Erschienen am 02.12.1979
Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe, Vol. 1-3 (ISBN: 9783784442167)

Die philosophische Hintertreppe, Vol. 1-3

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Erschienen am 13.12.2011
Cover des Buches Vorkritsche Schriften Bis 1768; Tl.1 (ISBN: 9783518277867)

Vorkritsche Schriften Bis 1768; Tl.1

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Erschienen am 17.02.2010
Cover des Buches Der Gott der Philosophen (ISBN: 9783534011957)

Der Gott der Philosophen

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Erschienen am 01.01.1998

Neue Rezensionen zu Wilhelm Weischedel

Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)
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Rezension zu "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel

Ein wenig leserfreundlicher Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte
wordworldvor einem Jahr

"Die philosophische Hintertreppe" erreichte mich als Geburtstagsgeschenk und kann von mir als solches für Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch auch weiterempfohlen werden. Ein "Buch für jedermann" ist Weischedels Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte aber definitiv nicht. Die passende Zielgruppe, die dieses Büchlein anregend und interessant finden wird, ist stark vom jeweiligen Wissensstand abhängig. Für komplette Neueinsteiger dürften die hier erläuterten Inhalte definitiv zu wenig anschaulich, für LeserInnen mit mehr Vorwissen hingegen zu oberflächlich und lückenhaft sein. Der Autor steigt in jedem der 34 Kapitel mit einer anekdotische Einführung in das Leben und Schaffen des jeweiligen Philosophen ein. Wenn wir uns dann ein Bild von der Person gemacht und verstanden haben, in welchem Kontext er gelebt hat, werden exemplarisch die wichtigsten Errungenschaften und Thesen vorgestellt. Da nur jeweils acht bis zehn Seiten für einen Denker aufgewendet werden und davon oftmals über ein Drittel für die Kurzbiografie wegfällt, ist die Erklärungstiefe der Theorien natürlich stark begrenzt. Auch hinsichtlich der Auswahl der vorgestellten Philosophen ergeben sich einige Lücken und es wird wie so oft die Brille der europäischen Kultur deutlich. Trotz aller Einschränkungen dieses Formats wird ein Rundumschlag und ein Gang durch die Geschichte des Denkens über Sein, Wirklichkeit, Menschenbild, Gesellschaft, Gott, Kirche und Sinn ermöglicht.


Nach einem kurzen Blick in das Impressum wird klar, dass die erste Ausgabe dieses Sachbuchs schon 1975 erscheint. Demnach angestaubt ist leider auch der Schreibstil. Wilhelm Weischedel stellt seine 34 Denker in prägnanzlosem, trockenen Plauderton vor, der zwar zwischendurch das ein oder andere Augenzwinkern enthält, alles in allem aber doch recht theoretisch und realitätsfern wirkt. Auch wenn hier statt der vornehmen, komplizierten Vordertür mit all ihren Eingangsbeschränkungen, die "Hintertreppe" gewählt wurde, muss man diese auch erstmal erklimmen - und das ist harte Arbeit. Statt die Kernaussagen der jeweiligen Denker greifbar und durch handliche Alltagsbeispiele zu veranschaulichen wie es zum Beispiel Jostein Gaarder in "Sofies Welt" hält, sind die Aufsätze eher sperrig und beinhalten viele Zitate aus Originalarbeiten. Zwar hat "Die philosophische Hintertreppe" einen deutlich akademischeren Anspruch als "Sofies Welt", weshalb der direkte Vergleich etwas hinkt, die Leserfreundlichkeit dieses Buches ist aber dennoch ein wenig zu bemängeln.


Die geringe Leserfreundlichkeit wird auch durch Satz und Gestaltung des Buches mitverantwortet, in welchem ebenfalls deutlich wird, dass das Buch schon etwas älter ist. Kaum Absätze, schmucklose Kapitelüberschriften und ein sehr geringer Zeilenabstand sorgen dafür, dass das Büchlein nicht gerade darum bettelt, zur Hand genommen und gelesen zu werden. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte am Kapitelende, Querverweise zu vorherigen Kapiteln und gerne auch die ein oder andere graphische Aufbereitung hätten den Lesekomfort deutlich verbessert. Sehr gut gefällt mir hingegen das Cover, dass - passend zum Thema - Raffaels "Die Schule von Athen" zeigt.




Das Urteil

Ein interessanter Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte, welchen ich aber aufgrund des prägnanzlosen Plaudertons, der geringen Anschaulichkeit und der nicht gerade leserfreundlichen Aufmachung nur an Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch weiterempfehlen kann. Komplette Neueinsteiger können stattdessen zu "Sofies Welt" greifen, bei größerem Vorwissen dürften die Beschreibungen hier zu oberflächlich und lückenhaft sein.

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Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783485008631)
siggie_smallss avatar

Rezension zu "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel

Rezension zu "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel
siggie_smallsvor 11 Jahren

Wurde mir 2009 von meinem damaligen Philosophie-Lehrer als kleinen Schnupperkurs in die Philosophie empfohlen.

Auch wenn es mich nicht so beeindruckt hat, fand ich es doch angenehm zu lesen , da nicht nur die philosophischen Thesen der einzelnen vorgestellten Philosophen im Groben erläutert wurden, sondern auch die Hintergründe gezeigt wurden, wie der einzelne Philosoph gelebt hat ( Freundschaften, Liebschaften, Eltern etc).

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Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783784440279)
M

Rezension zu "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel

Rezension zu "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel
MissSophievor 11 Jahren

Wenn Jo Brauner liest, dann kann man gar nicht anders, als an die "Tagesschau" zu denken. Das ist jetzt an sich schon nicht besonders anregend, paßt hier aber leider perfekt zum Inhalt des Buches. Die Idee an sich hat mir gut gefallen und man konnte auch einiges Interessantes über den Hintergrund der Philosophen erfahren. Allerdings merkt man der Erzählweise meiner Meinung nach ziemlich deutlich an, daß das Büchlein schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und es wirkt manchmal ein bißchen "professoral-possierlich". Außerdem gelingt es auch mit Hilfe der Hintertreppe nur selten, wirklich die zentralen Ideen ganz eindeutig klarzumachen. Entweder hat man das Gefühl, doch arg an der Oberfläche zu kratzen, oder man kommt nicht mehr so richtig mit, vor allem bei den moderneren Philosophen. Sicherlich Geschmackssache, aber auf jeden Fall nicht so ganz mein Ding.

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