Wilkie Collins

 4,1 Sterne bei 271 Bewertungen
Autor von Die Frau in Weiß, MOONSTONE und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wilkie Collins (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf

Wilkie Collins, 1824 in London geboren und 1889 dort gestorben, enger Freund Charles Dickens', begann nach kurzer juristischer Tätigkeit die Schriftstellerlaufbahn. Er schrieb eine Reihe äußerst spannender, melodramatischer Romane, die, geschickt konstruiert, den Leser auf falsche Spuren locken und als Vorläufer des modernen Detektivromans gelten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Gesetz und Frau. Kriminalroman (ISBN: 9783150208014)

Gesetz und Frau. Kriminalroman

(7)
Neu erschienen am 18.03.2026 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.
Cover des Buches Die Frau in Weiß: Roman (ISBN: B0FJGC188Q)

Die Frau in Weiß: Roman

Neu erschienen am 01.04.2026 als eBook bei Uksak E-Books.

Alle Bücher von Wilkie Collins

Cover des Buches Die Frau in Weiß (ISBN: 9783959231824)

Die Frau in Weiß

(75)
Erschienen am 10.09.2015
Cover des Buches Der rote Schal (ISBN: 9783104032450)

Der rote Schal

(20)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Jezebels Tochter (ISBN: 9783423143332)

Jezebels Tochter

(11)
Erschienen am 01.08.2014
Cover des Buches Gesetz und Frau. Kriminalroman (ISBN: 9783150208014)

Gesetz und Frau. Kriminalroman

(7)
Erschienen am 18.03.2026
Cover des Buches Die Frau in Weiß: Erweiterte Ausgabe (ISBN: B009DCTQYW)

Die Frau in Weiß: Erweiterte Ausgabe

(5)
Erschienen am 21.07.2012
Cover des Buches Die Frau in Weiß, . (ISBN: B0025WOG60)

Die Frau in Weiß, .

(4)
Erschienen am 01.01.1965

Neue Rezensionen zu Wilkie Collins

Cover des Buches Gesetz und Frau. Kriminalroman (ISBN: 9783150208014)
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Rezension zu "Gesetz und Frau. Kriminalroman" von Wilkie Collins

AmberStClair
Gesetz und Frau. Kriminalroman: Die erste weibliche Ermittlerin in der Geschichte des Kriminalromans

Klappentext:

Die erste Ermittlerin der Kriminalliteratur

Valeria Woodville ist frisch verheiratet, als sie erfährt, dass ihr Mann nicht nur verwitwet ist, sondern ihre Vorgängerin mit Arsen vergiftet haben soll. Freispruch aus Mangel an Beweisen. Seine Ablenkungsmanöver durchschaut Valeria sofort – und nun liegt es an ihr, einem dunklen Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen ...
Mit Valeria Woodville erschuf Wilkie Wollins in Gesetz und Frau (1875) eine der ersten weiblichen Ermittlerinnen überhaupt. – Mit einer kompakten Biografie des Autors.



Meine Meinung:

Ein sehr interessanter Kriminalroman von Wilkie Collins. Der Autor läßt nicht zu das man als Leser die Spannung verliert, auch nicht das man sofort den Täter erkennt. Hier ermittelt eine Frau weil sie die Unschuld ihres Mannes beweisen will. So begibt sie sich in gefährliche Situationen, die sie geschickt meistert.

Der Autor beschreibt alles absolut präzise. Die Argumentationen die er hat sind gut formuliert und zieht den Leser förmlich in dem Geschehen mit rein. Eine beeindruckende und spannende Geschichte, mit hervorragende Charaktere die gut beschrieben sind. 

Cover des Buches Gesetz und Frau. Kriminalroman (ISBN: 9783150208014)
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Rezension zu "Gesetz und Frau. Kriminalroman" von Wilkie Collins

Lesebiene017
Ein beeindruckend frischer, aktueller Klassiker (Neuübersetzung Reclam 2026)

Wilkie Collins (1824 – 1889) schrieb während des viktorianischen Zeitalters mehr als 30 Bücher, studierte zuvor Jura und war ein enger Freund von Charles Dickens. Seine juristischen Kenntnisse lässt Collins mit Vorliebe in sein Werk einfließen, so auch in „Gesetz und Frau“ (erschienen 1875).


Was kann man über diesen fesselnden, effekt- und wendungsreichen Roman sagen, ohne etwas Wesentliches vorwegzunehmen? (Ich empfehle, nicht einmal den rückwärtigen Klappentext zu lesen.)


Valeria Brinton hat mit Anfang zwanzig ihre Eltern bereits verloren, als sie Eustace Woodville in kleiner, feiner Zeremonie heiratet. Sie verhält sich der Zeit entsprechend zunächst wie eine angepasste Ehefrau, die sich auf die Gründung einer eigenen Familie freut. Schnell jedoch spürt sie, dass ihren Mann dunkle Gedanken umtreiben, die seine Vergangenheit und ein diesbezügliches Geheimnis betreffen. Sie findet heraus, dass er sie unter falschen Namen geheiratet hat und dass seine Mutter entgegen seiner eigenen Aussage noch am Leben ist. Was hat Eustace zu verbergen?


Mit Raffinesse beginnt Valeria ihre Recherche. Sie steigt aus dem erwartbaren Rollenbild ihrer Zeit aus, befragt selbstbewusst Freunde und Weggefährten ihres Mannes, macht auf dem Weg zur Wahrheit auch vor der gebildeten Jurisprudenz nicht Halt. Große Relevanz im Romangeschehen besitzt ein fragwürdiges „schottisches Urteil“, das im Gegensatz zum deutschen Recht nicht auf „nicht schuldig“ lautet, sondern auf „nicht erwiesen“. In beiden Fällen kommt der Delinquent zwar auf freien Fuß, ist jedoch im zweiten Fall mit einem bleibenden, schwelenden Verdacht belastet, der die gesellschaftliche Ausgrenzung zur Folge hat.


Eine der Stärken des Autors liegt in der vielfältigen, kreativen Figurengestaltung. Valeria (der Name ist Programm) macht ihrem Geschlecht ganz bewusst alle Ehre. Sie ist eine ungewöhnliche, ja revolutionäre Heldin. Sie widersetzt sich der vorgegebenen Rolle, hinterfragt klug, zweifelt an, kann sich selbst widerlegen und zu ihren Fehlern stehen. Sie hat keine Angst vor Autoritäten, handelt aktiv und verzichtet auf Anstandspersonen. Valeria widersetzt sich geltenden gesellschaftlichen Normen und wird so zur ersten weiblichen Ermittlerin der Literaturgeschichte.


Es gibt weitere schillernde und überraschende Charaktere, die dafür sorgen, dass man den Roman so schnell nicht vergisst. Collins liebt das Spiel mit genderspezifischen Rollenzuweisungen, zeigt psychologische Tiefe in der Figurengestaltung und ist seiner Zeit damit eindeutig voraus. Darüber hinaus zeichnet er ein umfassendes Gesellschaftsportrait des viktorianischen Englands unter besonderer Berücksichtigung des damaligen Rechtswesens: Die Wahrheit ist nicht absolut, sondern hängt von Perspektiven, Interpretationen, Wissen, Vorurteilen und sozialem Status ab.


Der Roman liest sich dank der Neuübersetzung von Sebastian Vogel flüssig, auch humorvolle, höchst originelle Szenen finden Eingang in den Plot. Collins besitzt seiner Zeit gemäß Liebe zum Detail. Manchmal wiederholt er sich. Die Ursache sehe ich darin, dass die Geschichte zunächst als Fortsetzungsroman erschien. Das kenntnisreiche Nachwort von Stefani Brusberg-Kiermeier über Autor und Werk rundet den Text sehr gut ab.


Für mich ist der Autor eine Entdeckung und ich freue mich, dass ich noch zwei weitere seiner Bücher aus dem Nachlass meiner Eltern behalten habe.


Leseempfehlung!

Cover des Buches Gesetz und Frau. Kriminalroman (ISBN: 9783150208014)
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Rezension zu "Gesetz und Frau. Kriminalroman" von Wilkie Collins

Eternal-Hope
Eine der ersten weiblichen Ermittlerinnen - und was für eine!

Ein Krimi aus dem Jahr 1875 mit einer weiblichen Ermittlerin, herausgegeben im Reclam Verlag, der in den letzten Jahren ein Händchen für die Wiederentdeckung literarischer Perlen mit besonderem Bezug zu Frauen bewiesen hat? Das klang spannend, so etwas wollte ich unbedingt lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht.

Wer sich komplett überraschen lassen möchte, der sehe davon ab, die Beschreibung auf der Rückseite des Buches zu lesen, denn diese nennt schon ein Detail, das bei der Lektüre erst nach 100 oder mehr Seiten bekannt werden würde. Doch tut dies dem Lesegenuss keinen Abbruch, auch wenn ich mich bemühen werde, in dieser Rezension nicht zusätzlich zu spoilern.

Was ich jedenfalls sagen kann: im Zentrum dieses unterhaltsamen Kriminalromans steht die 23-jährige Valeria, frisch verheiratet und schon mit einer großen Herausforderung in Bezug auf ihre Ehe konfrontiert. Die junge Frau ist leidenschaftlich in ihren Mann Eustace verliebt, außerdem intelligent, gewitzt und selbstbewusst - eine mir sehr sympathische Hauptperson! So macht sie sich auf, um einen Mord neu aufzuklären, bei dem das Gericht kein eindeutiges Urteil fällen konnte. 

Geschrieben wurde das Buch zu einer Zeit, in der die inneren Uhren der Menschen wohl etwas langsamer tickten als heute. So bleibt Zeit für vieles: für ein ausführliches Durchsuchen eines Zimmers, lange Unterhaltungen, diverse Beobachtungen. In viele kurze Kapitel aufgeteilt ist das Buch aber insgesamt so unterhaltsam und interessant geschrieben, dass ich mich an keiner Stelle gelangweilt, sondern immer gut unterhalten gefühlt habe. 

Dazu bekommt man einen guten Einblick in das viktorianische Großbritannien gegen Ende des 19. Jahrhunderts, in das herrschende Klassensystem sowie einerseits in die Begrenzungen der Geschlechterrollen, aber andererseits auch in die offensichtlich durchaus vorhandenen Möglichkeiten, damit spielerisch flexibel umzugehen, wie die selbstbewusste Valeria es tut. 

Auch Menschen, die nicht in die gängigen Geschlechterrollen passen bzw. eine Person mit einer starken körperlichen Beeinträchtigung, aber gleichzeitig wachem Geist, spielen in diesem Buch eine Rolle. 

Insgesamt sind die Charaktere alle detailliert und unverwechselbar ausgearbeitet, das Buch verfügt über einen gut konstruierten Spannungsbogen, war bis zum Ende für mich interessant zu lesen und hat mich für den mir bis dahin unbekannten Autor Wilkie Collins eingenommen, sodass ich nun gerne noch weitere Bücher von ihm lesen würde. 

Gespräche aus der Community

Leserunde des "Wilkie-Collins-Fanclubs" :-)

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Betsys avatar
Letzter Beitrag von  Betsy

Ich fand es hier auch schön, dass am Ende der Major noch mal seinen Auftritt hat, allerdings hat es mir gar nicht gefallen wie es für ihn ausging, vor allem weil ich nicht ganz verstanden habe, warum er überhaupt geheiratet hat. Ihre Gründe kann man ja verstehen sie hat ja wie sie gegenüber Valeria zugibt einiges davon, aber er ist ja regelrecht verkümmert so wie er hier im Martyrium der Ehe dargestellt wird.


Zum anderen fand ich es hier wirklich großartig, dass gerade Mrs. Beauly, die uns alle während der ganzen Geschichte beschäftigt hat hier kein einziges Mal in Erscheinung tritt und es wie man am Ende erfährt auch nicht notwendig ist, dennoch hätte ich ja zu gerne gewusst was aus ihr geworden ist. Für mich ein echter Kunstgriff von Collins, der hier so schnell die Aufmerksamkeit auf diese Dame lenkt, die am Ende eigentlich gar nichts getan hat, was letztendlich ihr Fehler war. Hätte sie Eustace von Herzen geliebt, dann hätte sie wohl auch nicht so schnell aufgegeben als er sie abgewiesen hat. Tja, Glück für Valeria die aus gänzlich anderem Holz geschnitzt ist und auch für Eustace, der in ihr jemanden gefunden hat, der ihn so abgöttisch liebt, dass sie immer für ihn kämpfen würde. Umso trauriger dafür Sara, die ihn ebenfalls so sehr geliebt hat, dass sie sogar für ihn den Tod gewählt hat, während er es nicht geschafft hat sie auch nur irgendwie liebzugewinnen, weil ihre Anwesenheit ihm immer nur neu gezeigt hat, dass sie der Grund ist warum Helena für ihn unerreichbar bleibt.

Herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Nachdem wir zuletzt schon "Der Monddiamant", "Die Frau in Weiß" und "Jezebels Tochter" gelesen hatten, nehmen wir uns nun "Die Namenlosen" bzw. im Original "No Name" vor.

Jeder der möchte kann sich uns mit eigenem Exemplar anschließen.

Die Leserunde startet am 19.10.!
189 Beiträge
Betsys avatar
Letzter Beitrag von  Betsy
So, also für mich war dies insgesamt doch der schwächste Collins, gefolgt vom Monddiamanten. Interessanterweise fand ich die Passagen mit Briefen und Tagebucheinträgen viel stärker als den Rest, das liegt Collins wohl einfach und die verschiedenen Perspektiven vermitteln vom Ganzen ein schönes und kurzweiliges Bild, während der Rest doch phasenweise extrem langwierig war und man zwar eine gute Mischung an Charakteren hatte, aber deren Darstellungen nicht so zu überzeugen vermochten wie andere aus seinen anderen Romanen. Es gab dann zwar auch immer mal wieder etwas Spannung, aber das gewisse Etwas fehlte einfach. Vielleicht war seine Idee mit dieser Familiengeschichte und den Entwicklungen aber auch einfach zu simpel um nicht zu sagen zu gewöhnlich, da sowohl der Mondstein, als auch die Frau in Weiß, Der rote Schal und Jezebels Tocher, in Hinblich auf ihre doch eher ungewöhnliche Handlung und den Mystery bzw. Krimielementen einfach mehr punkten konnten. Von mir daher auch nur eine solide 3 Sterne Bewertung.

Ich glaube eine Rezi werde ich dazu nicht mehr schreiben, da ich einfach nur froh bin, dass ich es nun auch endlich fertig geschafft habe ;)
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Letztes Jahr fanden sich einige Interessierte zusammen, um "Jezebels Tochter" von ihm zu lesen, und da uns das so gut gefiel, machten wir gleich weiter mit "Die weiße Frau" und "Der Monddiamant".

Nun wollen wir uns also "Der rote Schal" vornehmen.

Die Leserunde beginnt schon *morgen* am 20.4. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
236 Beiträge
Apfelgruens avatar
Letzter Beitrag von  Apfelgruen
Viel Spaß! 🙋🏼‍♀️

Zusätzliche Informationen

Wilkie Collins wurde am 08. Januar 1824 in London (Großbritannien) geboren.

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