Wilkie Collins

 4.1 Sterne bei 243 Bewertungen
Autor von Die Frau in Weiß, Der Monddiamant und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wilkie Collins (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Wilkie Collins

Wilkie Collins wurde als Begründer des englischen Kriminalromans berühmt. 1824 in London geboren, studierte er Rechtswissenschaften, arbeitete aber nie als Jurist. Als Journalist, Dramatiker und Romanautor schuf er ein umfangreiches Werk, das auch Sachbücher, Novellen und zahllose Zeitungsartikel umfaßt. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen ›Die Frau in Weiß‹, ›Der rote Schal‹ und natürlich ›Der Monddiamant‹. Wilkie Collins starb 1892 in London.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Der Hausknecht

Neu erschienen am 07.05.2020 als Taschenbuch bei JMB Verlag.

Alle Bücher von Wilkie Collins

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Die Frau in Weiß9783959231824

Die Frau in Weiß

 (68)
Erschienen am 10.09.2015
Cover des Buches Der Monddiamant9783104022826

Der Monddiamant

 (34)
Erschienen am 21.11.2012
Cover des Buches Der rote Schal9783104032450

Der rote Schal

 (19)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Jezebels Tochter9783423423144

Jezebels Tochter

 (12)
Erschienen am 24.07.2014
Cover des Buches Die Frau in Weiß, .B0025WOG60

Die Frau in Weiß, .

 (4)
Erschienen am 01.01.1965
Cover des Buches Der Mondstein9788490078273

Der Mondstein

 (3)
Erschienen am 28.07.2014

Neue Rezensionen zu Wilkie Collins

Neu

Rezension zu "The Haunted Hotel (Vintage Classics)" von Wilkie Collins

Ein bisschen wenig Spuk für den Titel
HarIequinvor 8 Monaten

Ich liebe ein bisschen Gothic Horror hin und wieder, also wie könnte ich dem Titel widerstehen? Leider gab es nicht so viel Spuk und Horror wie erhofft, obwohl manche Szenen sehr nahe dran kamen – ein halb verwester Kopf in einem geheimen Durchgang und nächtlicher Terror gegen Ende.

Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts, wo der englische Lord Montbarry unter verdächtigen Umständen in seinen Flitterwochen in Venedig stirbt. Hinzu kommt, dass sein Bote und Reisediener Mr. Ferrari Tage zuvor verschwunden ist. Das Haus, in dem Montbarry stirbt, wird später zu einem Hotel umgebaut, in dem sein Geist scheinbar keine Ruhe findet. Als seine Verwandten anreisen, bekommen sie das mal mehr mal weniger zu spüren: „He never slept at all. An indescribable sense of depression and discomfort kept him waking through darkness and daylight alike.“ (126).

Obwohl der Anfang fesselnd ist, stagniert die Geschichte schon bald. Die Hälfte des Buchs wird nur dafür genutzt, das Rätsel um Montbarrys Tod zu etablieren und alle Charaktere vorzustellen; andere Bücher dieser Art fangen eher mittendrin an und geben nach und nach Details. So wird hier ein Kapitel dafür verschwendet, 2 Charaktere zu verkuppeln und heiraten zu lassen, von denen man weder vorher noch nachher etwas liest - nur damit die Gesellschaft sich in Venedig zusammenfindet. Das hätte man auch in 2 Sätzen erklären können. Von allen Charakteren war der Schwager Montbarrys vielleicht noch der interessanteste, wegen seiner skrupellosen Art und Affinität zur Alchemie; aber sein Potential wurde auch kaum ausgeschöpft, da er kaum thematisiert wurde.

In der zweiten Hälfte geht es endlich nach Venedig und in das namengebende Haunted Hotel. Ich weiß nicht, wie man vorher so viele Seiten „verschwenden“ kann, wenn man so ein gutes Setting in petto hat. Hier gibt es endlich Alpträume und unerklärliche Geschehnisse. Des Rätsels Auflösung ist sowohl gut gemacht, wie auch enttäuschend. Gut gemacht, weil die Art der Auflösung originell ist; enttäuschend, weil es einem buchstäblich und hastig präsentiert wird. Auch der Umgang damit ist ernüchternd und lässt die Geschichte bedeutungslos erscheinen.

Mehr Mystery als Gothic Horror, passt der Untertitel A Mystery of Old Venice mehr als das eigentliche The Haunted Hotel. Das Buch war für mich keine Zeitverschwendung und hat mich kurzweilig unterhalten, aber war auch nicht verrückt danach. Ich empfehle es Leuten, die ein bisschen Gothic Stimmung suchen, aber nachts noch beruhigt schlafen möchten; oder für die kalte Jahreszeit und regnerische Tage.


Kommentieren0
1
Teilen

Als Valeria ihren Eustace heiratet, ist die junge Frau überglücklich. Doch nur kurz darauf entdeckt sie, dass ihr Mann sie unter einem falschen Namen geheiratet hat. Valeria bohrt weiter nach und findet heraus, dass Eustace einst wegen Mords an seiner ersten Frau angeklagt war, aber aus Mangel an Beweisen konnte kein Urteil erfolgen. Während Eustace vor Scham flieht, setzt Valeria alles daran, die Unschuld ihres Mannes zu beweisen.

Wilkie Collins' Roman „The Law and the Lady“ ist 1875 erschienen und gilt als der erste Kriminalroman mit einer Frau in der Ermittlerrolle. Valeria ist hartnäckig, schlagfertig und von der Unschuld ihres Mannes überzeugt. Sie durchbricht die damals übliche weibliche Geschlechterrolle und wirkt dadurch auf heutige Leser sehr modern, vielleicht manchmal zu sehr. Trotzdem war sie ein äußerst sympathischer Charakter.

Wie meist in Collins' Romanen ist ein exzentrischer Charakter dabei, der zwar in der Bösewicht-Rolle ist, aber trotzdem fasziniert. Hier ist es Miserrimus Dexter, ein Mann ohne Beine, der durch groteske bis grausame Behandlung seiner Mitmenschen mich leider nicht faszinieren konnte. Ich schwankte zwischen Abscheu und Mitleid bei diesem Charakter.

Nach einigem Hin-und-Her zwischen den Verdächtigen, hat Collins dann die Auflösung der Geschichte gut eingebaut. Wie so oft in tragischen Geschichten, wurden aus Liebe fatale Fehler begangen.

„The Law and the Lady“ ist nicht Wilkie Collins' bester Roman, trotzdem für mich als Fan des Autors lesenswert.

Kommentieren0
5
Teilen

Rezension zu "Vergessene Schätze der englischen Literatur / Eine Frau will Gerechtigkeit" von Wilkie Collins

Die Wahrheit um jeden Preis
Buchgespenstvor 8 Monaten

Valerias Eheglück hält nur ein paar Tage bevor das düstere Geheimnis ihres Mannes Eustace alles zerstört: Er war des Giftmordes an seiner ersten Frau angeklagt und nur aus Mangel an Beweisen mit einem schottischen Urteil – „Nicht bewiesen“ – in die zweifelhafte Freiheit einer Gesellschaft entlassen, die ihn längst schuldig gesprochen hat. Eustace reagiert auf Valerias Entdeckung mit Flucht, doch Valeria lässt sich nicht entmutigen. Aus Liebe zu ihrem Mann macht sie sich gegen alle Widerstände daran, seine Unschuld zu bewiesen und das Glück ihrer Zukunft zu retten.

Von Wilkie Collins-Romanen verspreche ich mir immer einiges. Mystery-Flair und faszinierende Geheimnisse, interessante und skurrile Charaktere und eine packende Geschichte. Dieses Buch hat mich in einigen Punkten sehr enttäuscht. Von Mystery keine Spur, faszinierende Geheimnisse – rudimentär, skurrile Charaktere – ja, allerdings weit über das Ziel hinausgeschossen, sodass faszinierend schnell zu abstoßend wurde.

Fesselnd erzählt ist die Geschichte, trotz einiger Längen, dennoch, allerdings auf eine völlig andere Art als „Der Monddiamant“, „Jezebels Tochter“ oder „Die Frau in Weiß“. Für einen Collins ist mir der Ton zu reißerisch und Valerias Gejammer und Gezeter fing irgendwann an mich zu nerven.

Der Schluss hat mich nach den vielen unheilschwangeren Ankündigungen und düsteren Prophezeiungen schließlich enttäuscht. Er ist logisch, in sich schlüssig und ein zweifellos passendes Ende, aber es passt nicht zum Unterton des Romans.

Wilkie Collins kann es definitiv besser. Seine Mystery-Romane sind um Längen packender. Mit „Eine Frau will Gerechtigkeit“ liegt ein solider Krimi vor, der mit der weiblichen Detektivin sicherlich ein Meilenstein in der Weltliteratur ist, aber von Collins habe ich noch ein bisschen mehr erwartet.

Zwischen 3 ½ und 4 Sternen – wer Wilkie Collins-Romane mag, sollte den hier nicht verpassen. Wer sich zum ersten Mal an ihn wagen will, sollte zu einem seiner anderen Bücher greifen.

Kommentieren0
118
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Vergessene Schätze der englischen Literatur / Eine Frau will Gerechtigkeitundefined

Leserunde des "Wilkie-Collins-Fanclubs" :-)

Dies ist nun unsere sechste gemeinsame Wilkie-Collins-Leserunde. :-)

Der Roman gilt als der erste mit einer weiblichen Detektivin - ich bin gespannt!

Die Leserunde beginnt am 12. September!

180 Beiträge
Letzter Beitrag von  Betsyvor 8 Monaten

Ich fand es hier auch schön, dass am Ende der Major noch mal seinen Auftritt hat, allerdings hat es mir gar nicht gefallen wie es für ihn ausging, vor allem weil ich nicht ganz verstanden habe, warum er überhaupt geheiratet hat. Ihre Gründe kann man ja verstehen sie hat ja wie sie gegenüber Valeria zugibt einiges davon, aber er ist ja regelrecht verkümmert so wie er hier im Martyrium der Ehe dargestellt wird.


Zum anderen fand ich es hier wirklich großartig, dass gerade Mrs. Beauly, die uns alle während der ganzen Geschichte beschäftigt hat hier kein einziges Mal in Erscheinung tritt und es wie man am Ende erfährt auch nicht notwendig ist, dennoch hätte ich ja zu gerne gewusst was aus ihr geworden ist. Für mich ein echter Kunstgriff von Collins, der hier so schnell die Aufmerksamkeit auf diese Dame lenkt, die am Ende eigentlich gar nichts getan hat, was letztendlich ihr Fehler war. Hätte sie Eustace von Herzen geliebt, dann hätte sie wohl auch nicht so schnell aufgegeben als er sie abgewiesen hat. Tja, Glück für Valeria die aus gänzlich anderem Holz geschnitzt ist und auch für Eustace, der in ihr jemanden gefunden hat, der ihn so abgöttisch liebt, dass sie immer für ihn kämpfen würde. Umso trauriger dafür Sara, die ihn ebenfalls so sehr geliebt hat, dass sie sogar für ihn den Tod gewählt hat, während er es nicht geschafft hat sie auch nur irgendwie liebzugewinnen, weil ihre Anwesenheit ihm immer nur neu gezeigt hat, dass sie der Grund ist warum Helena für ihn unerreichbar bleibt.

Cover des Buches Vergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosenundefined
Herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Nachdem wir zuletzt schon "Der Monddiamant", "Die Frau in Weiß" und "Jezebels Tochter" gelesen hatten, nehmen wir uns nun "Die Namenlosen" bzw. im Original "No Name" vor.

Jeder der möchte kann sich uns mit eigenem Exemplar anschließen.

Die Leserunde startet am 19.10.!
189 Beiträge
Cover des Buches Der rote Schalundefined
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Letztes Jahr fanden sich einige Interessierte zusammen, um "Jezebels Tochter" von ihm zu lesen, und da uns das so gut gefiel, machten wir gleich weiter mit "Die weiße Frau" und "Der Monddiamant".

Nun wollen wir uns also "Der rote Schal" vornehmen.

Die Leserunde beginnt schon *morgen* am 20.4. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
236 Beiträge
Letzter Beitrag von  Apfelgruenvor 2 Jahren
Viel Spaß! 🙋🏼‍♀️

Zusätzliche Informationen

Wilkie Collins wurde am 08. Januar 1824 in London (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 336 Bibliotheken

auf 37 Wunschlisten

von 12 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks