Wilkie Collins

 4.1 Sterne bei 215 Bewertungen
Autor von Die Frau in Weiß, Der Monddiamant und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Wilkie Collins

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Wilkie CollinsDie Frau in Weiß
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Die Frau in Weiß
Die Frau in Weiß
 (46)
Erschienen am 10.09.2015
Wilkie CollinsDer Monddiamant
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Der Monddiamant
Der Monddiamant
 (29)
Erschienen am 01.11.2003
Wilkie CollinsDie Frau in Weiß: Fischer Klassik Plus
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Die Frau in Weiß: Fischer Klassik Plus
Die Frau in Weiß: Fischer Klassik Plus
 (14)
Erschienen am 14.11.2012
Wilkie CollinsDer rote Schal
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Der rote Schal
Der rote Schal
 (16)
Erschienen am 01.04.1995
Wilkie CollinsJezebels Tochter
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Jezebels Tochter
Jezebels Tochter
 (10)
Erschienen am 01.06.1997
Wilkie CollinsVergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosen
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Vergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosen
Wilkie CollinsDie Frau in Weiß, .
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Die Frau in Weiß, .
Die Frau in Weiß, .
 (4)
Erschienen am 01.01.1965
Wilkie CollinsDer rote Schal: Roman
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Der rote Schal: Roman
Der rote Schal: Roman
 (3)
Erschienen am 25.09.2014

Neue Rezensionen zu Wilkie Collins

Neu
A

Rezension zu "The Moonstone" von Wilkie Collins

The Moonstone - Ein Krimi aus dem 19. Jahrhundert
anna_mvor 4 Monaten

Da ich ein großer Krimi-Fan bin, war es bei mir nur eine Frage der Zeit, bis ich zu diesem Klassiker griff, der zu den ersten richtigen Detektivgeschichten in englischer Sprache zählt. In „The Moonstone“ geht es um einen geheimnisvollen Diamanten, beziehungsweise die Aufklärung seines Verschwindens. Die junge englische Lady Rachel Verinder bekommt zu ihrem Geburtstag eben jenen sagenumwobenen und leider auch „verfluchten“ Mondstein vermacht. Er stammt aus dem Besitz eines verstorbenen Onkels, der ihn während seiner Zeit bei der Armee in Indien aus einem Schrein entwendet hatte. Deshalb setzt eine Gruppe von Brahmanen alles daran, den Stein zurückzubekommen. Während ihrer Geburtstagsfeier trägt Rachel das kostbare Juwel. In der folgenden Nacht wird der Diamant dann gestohlen und von nun an stehen die Ermittlungen im Mittelpunkt der Geschichte.

Das Geschehen wird aus der Perspektive unterschiedlicher Personen erzählt, in Form von Briefen oder tagebuchartigen Einträgen, und greift neben der Suche nach dem Diamanten auch verschiedene Themen der damaligen Zeit auf: indische Kolonien und Kritik am britischen Kolonialismus, Fortschritte in der Medizin, Opiumkonsum... Die verschiedenen Erzähler kommen mit mehr oder weniger Humor daher und Collins nimmt sie und ihres Gleichen teilweise ganz schön auf die Schippe, wie zum Beispiel die religiös engagierte Miss Clack, die immer ein moralanpreisendes Flugblatt zur Hand hat und es jedem ungefragt zusteckt. Der Roman enthält eine ordentliche Portion an Gesellschaftskritik und vertauscht klassische Rollen. So sind es die armen, einfachen Leute, wie das junge Dienstmädchen Rosanna, die der Lösung des Mysteriums um den Diebstahl am nächsten kommen, und nicht etwa die dilettantische örtliche Polizei oder der renommierte Ermittler aus London.

Mir hat vor allem die humorvolle, ironische Erzählweise des Gabriel Betteredge, dem Gutsverwalter der Familie Verinder, gefallen, aber auch über Miss Clack konnte ich mich gut amüsieren. Der Roman enthält viele typische Elemente des Genres, das er ja auch mit begründete, und weiß auch den heutigen Leser zu unterhalten und zu überraschen, denn es ist nichts wie es scheint und die Verdächtigen stehen Schlange. Während des Lesens kann man ordentlich miträtseln, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hatte immer mal wieder eine neue Theorie und konnte das Ende auch nicht vorhersehen. Das Buch ist etwas dicker, aber es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen. Ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen, vor allem, als es mit den Ermittlungen erstmal so richtig losging. Im Mittelteil gab es zwar ein paar Längen, die der Veröffentlichungsform in mehreren Episoden in einer Zeitung geschuldet sind, da im Nachhinein ein paar Kapitel hinzugefügt worden sind, um die Geschichte noch ein bisschen in die Länge zu ziehen, aber die hat man schnell überwunden. Mich haben sowohl die kriminalistischen als auch die humoristischen Elemente überzeugt.

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Rezension zu "Der rote Schal: Roman" von Wilkie Collins

Eine Namensgleichheit mit ungeahnten Folgen
Betsyvor 5 Monaten

"Der rote Schal" erzählt die Geschichte von zwei Männern, die beide den Namen Allan Armadale tragen und deren gemeinsame und unheilvolle Verstrickung zwei Jahrzehnte später ihre beiden Söhne heimsucht, die ebenfalls denselben Namen tragen und deren Wege sich schickalsmäßig kreuzen. Ozia Midwinter, wie sich hier einer der Allans aufgrund besonderer Umstände nennt, erfährt nach Kennenlernen des anderen Allan Armadale, mit dem ihm alsbald eine ungewöhnliche, aber sehr enge Freundschaft verbindet, durch einen Brief seines verstorbenen Vaters von der unheilvollen Verbindung zwischen ihren Familien und was dabei auf dem Spiel steht. Ozia versucht seinen Freund vor der Wahrheit zu schützen, doch das Schicksal, die Liebe, hinterhältige Pläne und seine eigenen Gefühle für Allan machen ihm einen Strich durch die Rechnung und bald schon scheint alles auf ein verhängnisvolles Ende zuzusteuern vor dem er durch seinen Vater gewarnt wurde. Doch welche Rolle spielt dabei eine unbekannte Frau mit rotem Schal und noch wichtiger, müssen die Kinder hier für die Sünden ihrer Väter bezahlen oder besteht doch noch Hoffnung auf einen guten Ausgang?

Wer bereits andere Bücher von Wilkie Collins gelesen hat, erkennt auch hier den recht typischen Stil des Autors wieder, selbst wenn es diesmal weit weniger spannungsgeladen und rätselhaft zugeht wie man es vielleicht von ihm gewöhnt ist und die Handlung auch anders aufgebaut ist als man es von "Die Frau in Weiß", "Jezebels Tochter" oder "Der Monddiamant" bislang kennt, da diese Geschichte nicht aus reinen Berichten und Briefwechseln erzählt wird, wo sich nach und nach aus der jeweiligen Sichtweise die ganzen Einzelheiten dazu entfalten. Wie gewohnt darf hier aber ein wenig Ironie nicht fehlen und Collins nimmt erneut die damalige Gesellschaft und die Beziehung Männer/Frauen aufs Korn und sorgt damit für etwas Unterhaltung. Überdies weist die Geschichte wieder eine ganze Menge an unheilvollen Verstrickungen auf, die sich natürlich vor allem um die Thematik mit den Doppelidentitäten dreht und der geheimnisvollen Frau mit dem roten Schal. Wie diese Namensgleichheit ursprünglich zustande gekommen sind und was hinter der eindringlichen Warnung von Ozias Vater steckt erfährt der Leser gleich zu Beginn in der Vorgeschichte, die hier der eigentlichen Geschichte den Weg ebnet.

Die Handlung läuft relativ ruhig vor sich hin und nimmt etliches gleich vorweg, auch wenn es durchaus Spekulationen über den einen oder anderen Unglücksfall gibt oder über Personen die erstmals nur am Rande vorkommen oder erwähnt werden. Da man als Leser schon vieles weiß was den Figuren noch nicht bekannt ist, würde man den einen oder anderen am liebsten schütteln und ihn auffordern doch sein Hirn einzuschalten und ein wenig argwöhnischer zu sein, da man sie geradewegs in ihr eigenes Unglück hineinrennen sieht, aber selbst der klügste Kopf sitzt hier teilweise gekonnten Täuschungen auf.

Trotz des breiten Figurenspektrums, die in den verschiedensten Milieus angesiedelt sind und eine jede ihre ganz spezielle Eigenart hat, sind sie großteils alles andere als Sympathieträger und fallen recht eindimensional aus. Durch ihre einzeln stark hervorgehobenen Charakterzüge, zehren die Figuren im weiteren Verlauf der Handlung mit ihrer Art durchaus an den Nerven des Lesers, auch wenn es durchaus ein paar Weiterentwicklungen gibt, die man aber ebenfalls nicht immer wirklich nachvollziehen kann oder als glaubwürdig empfindet. Dies zeigt sich zB sehr schön an den Hauptfiguren Ozias und Allan selbst, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich wundervoll ergänzen, aber deren jeweilige Rolle bis aufs äußerste ausgereizt wird und weniger Facetten zeigt als gedacht. Beide sind hier so auf ihre Eigenarten festgelegt, dass es einfach irgendwann zu viel wird und man es gar nicht mehr mitansehen kann wie sie sich aufführen. Ozias steigert sich regelrecht in einen Wahn hinein und Allan jammert rum und kriegt scheinbar nichts gebacken. Vor allem in Sachen schönes Geschlecht scheint ihr Verstand alles andere als zu funktionieren, aber gut, sie sind eben junge Männer die ihren Hormonen hilflos ausgeliefert sind, vor allem wenn die Dame sich ihrer Verführungskünste nur allzu zu bewusst ist und eine regelrechte Schauspielerin an ihr verloren gegangen ist.

Es gibt hier teilweise recht fade Passagen, wo man sich als Leser durchaus etwas durchquälen muss, allerdings gibt es auch Momente da wird man wieder regelrecht von der Geschichte gepackt, vor allem wenn es um Intrigen geht und die Frauen mal wieder zu regelrechten Miststücken werden, die man einfach nur bewundern kann wie geschickt sie hier agieren und die Männer gekonnt an die Wand spielen. Briefe in den passenden Untertönen der Charaktere und Tagebucheinträge lockern das Ganze auf, auch wenn diese Einträge im weiteren Verlauf ein recht inkonsequentes Handeln aufzeigen und das Verhalten des Schreibers immer unglaubwürdiger und unverständlicher wird, sodass auch diese Figur leider immer mehr ihren anfänglichen Glanz verliert.

Trotz wenig wirklicher Überraschungen, da wie gesagt die Verbindungen oftmals gleich nebenbei aufgedeckt werden oder sich schnell erahnen lassen, ist man dennoch sehr gespannt auf das Ende des Buches und fiebert mit, da man letztendlich natürlich wissen will wo das Ganze hinführt und Collins oftmals am Schluss noch zu überraschen vermag. Das Ende wird durchaus dramatisch, wirkt aber, wie so manches hier, auch recht konstruiert. Es ist kein schlechtes Ende, auch wenn es durchaus etwas enttäuschend ist in mancherlei Hinsicht und bei weiterem Nachbohren nicht alles stimmig wirkt. Alles in allem ist es durchaus eine gute Geschichte mit einer interessanten Thematik, auch wenn der Zufall verteufelt oft seine Finger im Spiel hat und immer wieder der Aberglaube und das Schicksal eine wichtige Rolle spielen. Nichts was man von anderen Büchern nicht schon kennt, aber es wirkt doch ein wenig abgelutscht und bietet weniger Finesse als sonst. Dazu etliche Liebeswirren, wobei letztendlich keine der Liebesgeschichten hier wirklich völlig überzeugen kann bzw. das Herz des Leser gewinnt.

Fazit: Wer bereits andere Werke des Autors kennt, wird von dieser Geschichte vielleicht ein wenig enttäsucht sein, da sie trotz der spannenden Thematik weniger mysteriös ausfällt als erwartet und etliche Längen aufweist. Echte Gänsehautmomente sind ebenfalls recht spärlich gesät und auch die Figuren fallen im Großen und Ganzen recht eindimensional aus und gehen einem im weiteren Verlauf sogar regelrecht auf die Nerven, während die angenehmsten Figuren recht wenig Raum bekommen und selbst die genialen Intrigenspinner, die hier mal für Stimmung und Spannung sorgen, ebenfalls immer mehr verblassen und eine Richtung einschlagen die einfach nicht ganz glaubwürdig erscheint. Dennoch eine gute Geschichte und anfänglich bleibt es reine Spekulation inwieweit die ominöse Frau mit dem roten Schal alles geplant hat oder der Zufall wieder einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Stelle war. Auch wenn dieser Roman mit anderen Werken von Collins nicht so ganz mithalten kann, kann sie dennoch punkten, da sich die Handlung trotz fader Passagen recht komplex entwickelt und man auf das Ende nichtsdestotrotz gespannt ist.

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Buchgespensts avatar

Rezension zu "Der rote Schal" von Wilkie Collins

Die Sünden der Väter
Buchgespenstvor 5 Monaten

Ein düsterer Fluch überschattet das Leben zweier Freunde. Die Sünden der Väter suchen sie heim. Während der eine Allan Armadale sorglos und nichtsahnend sein Leben und Vermögen genießt, ahnt er nicht, dass sein bester Freund auch sein Namensvetter ist. Als Ozias Midwinter sieht dieser seine Lebensaufgabe darin, Allan vor dem Fluch der Familie zu bewahren. Seine diffusen Ahnungen einer düsteren Bedrohung werden real als die Vergangenheit sie einholt.

Der bisher schwächste Collins, den ich gelesen habe. Die Geschichte ist gewohnt düster und spannend, doch ich konnte keinerlei Bindung zu den Charakteren aufbauen. Sympathieträger fehlen völlig. Ozias kommt dem zwar noch am nächsten, ist aber mit seiner manischen Art bald anstrengend. Allan ist so fröhlich, naiv und oft geradezu plump, dass er einem schon nach kurzer Zeit auf den Geist geht. So ist auch jeder andere Charakter auf die eine oder andere Art schnell disqualifiziert. Erschwerend kommt hinzu, dass ihre Motivation oft gekünstelt wirkt und sie gleichzeitig inkonsequent sind.

Außerdem fehlt dieser Geschichte der Mystery-Faktor, der die anderen Werke von Collins (Die Frau in Weiß, Der Monddiamant) so faszinierend machte. Das Düstere und Geheimnisvolle fehlt hier gänzlich. Der Leser wird bereits früh über alle Hintergründe und Motivationen aufgeklärt. Es bleibt nur noch die Frage, zu was für einem Ende Collins die Geschichte führen wird.

Fazit: Ein durchaus gut konstruierter und lesenswerter Roman, dem allerdings der entscheidende Reiz der Collins-Werke fehlt.

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Gespräche aus der Community

Neu
Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Nachdem wir zuletzt schon "Der Monddiamant", "Die Frau in Weiß" und "Jezebels Tochter" gelesen hatten, nehmen wir uns nun "Die Namenlosen" bzw. im Original "No Name" vor.

Jeder der möchte kann sich uns mit eigenem Exemplar anschließen.

Die Leserunde startet am 19.10.!
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Letzter Beitrag von  Apfelgruenvor 9 Stunden
Zur Leserunde
Apfelgruens avatar
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Wilkie-Collins-Leserunde! :-)

Letztes Jahr fanden sich einige Interessierte zusammen, um "Jezebels Tochter" von ihm zu lesen, und da uns das so gut gefiel, machten wir gleich weiter mit "Die weiße Frau" und "Der Monddiamant".

Nun wollen wir uns also "Der rote Schal" vornehmen.

Die Leserunde beginnt schon *morgen* am 20.4. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
Apfelgruens avatar
Letzter Beitrag von  Apfelgruenvor 5 Monaten
Viel Spaß! 🙋🏼‍♀️
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Apfelgruens avatar
Nachdem wir von Wilkie Collins schon „Jezebels Tochter“ und „Die Frau in Weiß" gelesen haben, machen wir nun mit „Der Monddiamant“ weiter.

Über den Autor:

Wilkie Collins wurde als Begründer des englischen Kriminalromans berühmt. 1824 in London geboren, studierte er Rechtswissenschaften, arbeitete aber nie als Jurist. Als Journalist, Dramatiker und Romanautor schuf er ein umfangreiches Werk, das auch Sachbücher, Novellen und zahllose Zeitungsartikel umfaßt. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen ›Die Frau in Weiß‹, ›Der rote Schal‹ und natürlich ›Der Monddiamant‹. Wilkie Collins starb 1892 in London.

Die Leserunde beginnt am 18.11. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
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Zusätzliche Informationen

Wilkie Collins wurde am 08. Januar 1824 in London (Großbritannien) geboren.

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