Vergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosen

von Wilkie Collins 
4,6 Sterne bei5 Bewertungen
Vergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosen
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Klassischer Spannungsroman über die Situation der Frau im viktorianischen England. Große Literatur, durchdrungen von Kolportageelementen.

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Spannende Geschichte zweier Schwester denen im viktorianischen Enland Ungerechtigkeit wiederfährt.

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Inhaltsangabe zu "Vergessene Schätze der englischen Literatur / Die Namenlosen"

Die Schwestern Norah und Magdalen Vanstone leben mit ihren Eltern und ihrer Gouvernante glücklich und zufrieden auf dem Landgut Combe- Raven. Aber dann schlägt das Schicksal zu, und die beiden jungen Frauen müssen erfahren, dass dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ihres Vaters sie eingeholt haben. Die Folge: Ein grausames Gesetz beraubt sie nicht nur ihres Vermögens, sondern sogar ihres Familiennamens. Und Magdalen verliert auch noch den Mann, den sie liebt. Norah, die Ältere und Ruhigere, fügt sich in ihr Schicksal und fängt in aller Bescheidenheit ein neues, tugendhaftes Leben an. Magdalen ist dafür viel zu impulsiv: Sie setzt alles daran, das verlorene Glück zurückzuholen. Dazu versichert sie sich der Mithilfe des Spitzbuben Captain Wragge, dem es mit seinen zweifelhaften Methoden gelingt, das Familienvermögen in Magdalens greifbare Nähe zu rücken. Wird es ihr und ihrer geliebten Schwester gelingen, am Ende wieder in Glück und Wohlstand zu leben?

In seinem spannenden, 1862 erstmals erschienenen Roman "Die Namenlosen", der hier in einer völlig neuen deutschen Übersetzung vorliegt, zeichnet Wilkie Collins mit großer Erzählkunst und einem gehörigen Schuss Humor ein Sittengemälde des viktorianischen England mit seinen Widersprüchlichkeiten und Absurditäten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783745051827
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:756 Seiten
Verlag:epubli
Erscheinungsdatum:06.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    abetterways avatar
    abetterwayvor 10 Monaten
    Die Namenlosen

    Inhalt.
    "Die Schwestern Norah und Magdalen Vanstone leben mit ihren Eltern und ihrer Gouvernante glücklich und zufrieden auf dem Landgut Combe- Raven. Aber dann schlägt das Schicksal zu, und die beiden jungen Frauen müssen erfahren, dass dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ihres Vaters sie eingeholt haben. Die Folge: Ein grausames Gesetz beraubt sie nicht nur ihres Vermögens, sondern sogar ihres Familiennamens. Und Magdalen verliert auch noch den Mann, den sie liebt. Norah, die Ältere und Ruhigere, fügt sich in ihr Schicksal und fängt in aller Bescheidenheit ein neues, tugendhaftes Leben an. Magdalen ist dafür viel zu impulsiv: Sie setzt alles daran, das verlorene Glück zurückzuholen. Dazu versichert sie sich der Mithilfe des Spitzbuben Captain Wragge, dem es mit seinen zweifelhaften Methoden gelingt, das Familienvermögen in Magdalens greifbare Nähe zu rücken. Wird es ihr und ihrer geliebten Schwester gelingen, am Ende wieder in Glück und Wohlstand zu leben? "

    Meinung:
    Also mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Erzählung ist reichlich ausgeschmückt. Jedes Detail wird erwähnt, allerdings ist dies sehr interessant, da es wirklich sehr positiv ist und nicht langweilig wird sondern immer spannender.
    Also die Geschichte ist sher gut konstruiert und es macht wirklich Spaß das Buch zu lesen.

    Fazit:
    Ein sehr schönes Buch.

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    Ratzifatzs avatar
    Ratzifatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Klassischer Spannungsroman über die Situation der Frau im viktorianischen England. Große Literatur, durchdrungen von Kolportageelementen.
    Regelmäßig gegen jede Konvention


    Der 1862 erstmals erschienene Spannungsroman "Die Namenlosen" (engl. "No Name") von Wilkie Collins dreht sich um die hochproblematischen Folgen einer wilden Ehe im viktorianischen England. Als die beiden in einem überaus behüteten und liebevollen Elternhaus aufgewachsenen Misses Vanstone nach dem schlagartigen Tod beider Elternteile erfahren, dass sie einer wilden Ehe entspringen, stehen sie nicht nur aus juristischen Gründen - das Testament des Vaters ist ungültig - vor dem Nichts. Die Gesetzgebung der damaligen Zeit führt dazu, dass die beiden jungen Frauen ihren Nachnamen verlieren und damit - der Romantitel bezieht sich darauf - zu "Namenlosen" werden. Der Text thematisiert daraufhin die grob unterschiedlichen Vorgehensweisen der Schwestern, mit der schwierigen Situation umzugehen. Während die ältere der beiden sich ihrem "Schicksal" fügt, entwickelt sich die jüngere und wildere Schwester zu einem hochtalentierten Racheengel, der mit jeder Konvention bricht - zumindest vorerst. 


    Von Gesichtspunkt der Spannung aus betrachtet, unterscheidet sich der Roman - Collins spricht es selbst schon im Vorwort an (S.5) - von seinen berühmtesten Romanen ("Die Frau in Weiß", "Der Monddiamant"). Während dort das Spannungsgeheimnis erst gegen Ende aufgelöst wird, lüftet Collins hier das einzige Geheimnis (die wilde Ehe der Eltern) bereits zu Beginn und führt die mit dem gelüfteten Geheimnis auftretenden Folgen in der Handlung aus. In gewisser Hinsicht spiegelt sich dieses umgekehrte Vorgehen in der Figurenzeichnung des Romans wider und lässt sich auch als eine Art philosophischen Ansatzes lesen. In einer Schlüsselszene des ersten Buches kommt die Gouvernante der Schwestern zu dem schwerwiegenden Schluss, dass unterschiedliche Persönlichkeiten und deren jeweilige Wesenszüge bereits von Geburt an im Menschen veranlagt seien. Konfrontiert mit dem für sie erschreckenden Verhalten der jüngeren Miss Vanstone nach dem Tod ihrer Eltern stellt sie sich folgende Frage: 


    "Gibt es in jedem Menschen hinter dem äußeren, sichtbaren Charakter, der durch die gesellschaftlichen Einflüsse aus seiner Umgebung geformt wird, eine innere, unsichtbare Veranlagung, die ein Teil unserer selbst ist und durch Erziehung vielleicht indirekt abgewandelt werden kann, ohne dass aber jemals die Hoffnung besteht, sie zu verändern?" (S.146)


    In dieser entwicklungstheoretischen Frage, die in Anbetracht der Romanhandlung aus Collins' Sicht wohl bejaht werden muss, drückt sich auch sein Konzept der Figurendarstellung aus. Mit der Einführung jeder handelnden Gestalt liefert er eine Art Formel oder Regel, die den Roman hindurch leitend für das Verhalten der Figur ist. Das liest sich mit der Einführung der Figuren stets brillant und fast aphoristisch, nimmt diesen im Hinblick auf die Gesamthandlung aber die Entwicklungsfähigkeit. Der grantige Philosoph und Freund des verstorbenen Vaters bleibt ein grantiger Philosoph, dessen blöder Sohn bleibt blöd, die stille Schwester bleibt still und schicksalsergeben usw.. Einzig die jüngere Miss Vanstone erfährt einen Dämpfer in ihrer Ausgelassenheit, verhält sich aber trotzdem ihrer charakteristischen Tatkräftigkeit gemäß. Alleine das Ende des Romans stellt einen gewissen Bruch mit diesem Konzept dar, so wie es auch etwas überhastet und hingeworfen wirkt, dass die konventionsvergessene und erfrischend starke Frauengestalt der Miss Vanstone von den Umständen besiegt in die vorgeschriebenen Muster des Zeitalters und der romantischen Ehevorstellungen zurückfällt.   


    Vor allem ein Protagonist, der betrügerische Captain Wragge, sorgt für ein komisches Element im Roman und steht paradoxerweise doch für eine noble Menschenfreundlichkeit, die in der Gestalt des begnadeten Illusionisten daherkommt, welcher - gerade weil er alle Namen wie bloße Schauspielrollen annehmen und wieder ablegen kann - selbst gewissermaßen ein "Namenloser" ist und das unveränderliche Wesen der Menschen aufdeckt. In seiner Unehrlichkeit ist er gleichzeitig die ehrlichste und beeindruckendste Gestalt des Romans, mit deren Darstellung Collins ein Glanzstück gelungen ist.


    Sprachlich bewegt sich die hervorragende Übersetzung von Sebastian Vogel überzeugend zwischen historischer Authentizität und gegenwärtiger Lesbarkeit, womit Collins' Stil, welcher zwischen Kolportage und Brillanz changiert, perfekt ins Deutsche übertragen wurde. 

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    fasersprosses avatar
    fasersprossevor einem Jahr
    Große Erzählkunst!

    England in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Autor führt uns in faszinierenden Beschreibungen zur frühen Morgenstunde in ein Haus und lässt die Bewohner nach und nach auftreten. Man befindet sich in einer liebevollen und lebhaften Familie in einer idyllischen Umgebung und nimmt einen eigenartigen Besucher eher als seltsame Unterbrechung wahr. Kurz darauf ist alles verloren.

    Boshaften Intrigen und plichterfüllenden Täuschungen entwickeln sich zu einem Kampf der Giganten. Rachepläne aufgrund ungerechter Vorkommnisse bewirken Schmach und Skandale. Ehrwürdige Anwälte bestechen Bürogehilfen der Gegenanwälte. Großes Kino – in einer Zeit, in der man sich den gesellschaftlichen Normen beugen musste.

    Ich habe selten ein Buch gelesen, dessen Handlung so genial konstruiert ist, wie dieses. Jede Kleinigkeit, jede Person, die in irgendeiner Stelle der Geschichte kurz eingeflossen ist, bekommt im Lauf der Handlung seine Bedeutung. Die Entwicklung der Figuren fand ich bemerkenswert. Die Auseinandersetzung der Hauptfigur – Magdalen - mit sich selbst hat mich nachhaltig beeindruckt. 

    Für mich war es ein Genuss den wortreichen Gesprächen und Beschreibungen zu folgen. Die Aufteilung in Szenen, Kapitel und Zwischenakte fand ich meisterhaft gelungen. Einen Teil der Geschichte erfährt der Leser aus Briefen. Von diesem Stilelement war ich ganz besonders angetan.

    Collins schreibt über das mutige Verhalten einer Frau in der Mitte des 19. Jahrhunderts, aber er lässt sein Buch tugendhaft enden. Das hat mich ein wenig überrascht, denn die eine oder andere Gesellschaftskritik hat er sich in seinem Buch nicht nehmen lassen. Er hat die Möglichkeit nicht ergriffen, zwei Personen in ein neues Zeitalter zu transportieren. So wurde es ein „Ende gut – alles gut“.

    Das Buch wurde 1862 geschrieben und in diesem Jahr von Sebastian Vogel neu übersetzt.

    Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus. Einen Bewertungspunkt ziehe ich wegen dem Ausgang der Geschichte ab. Dieser ist stimmig, aber für mich „zu schön“ - also reine Geschmackssache.

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    Xynoviavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte zweier Schwester denen im viktorianischen Enland Ungerechtigkeit wiederfährt.
    Interessante Einblicke in das viktorianische England

    „ Die Namenlosen“ von Wilkie Collins , erst mal erschienen 1862, wurde jetzt neu übersetzt von Sebastian Vogel und ist für mich ein wirklich beeindruckender Roman.


    Das Buch ist in 7 Szenen aufgeteilt, die jeweils einen wichtigen Teil der Geschichte erzählen. Zwischen den einzelnen Szenen, wird die Geschichte weiter erzählt, durch Briefe der einzelnen Personen untereinander. Hier fehlte mir leider ein Personenregister zum Nachschlagen, was es manchmal etwas einfacher gemacht hätte.


    Der Roman spielt im viktorianischen England und handelt von 2 Schwestern die glücklich und zufrieden mit ihren Eltern auf dem Landgut Combe-Raven leben. Nachvollziehbar ist ihr Leben dort beschrieben und es wird von Anfang an deutlich wie unterschiedlich die beiden Schwestern in ihrem Denken und Handeln sind. Durch mehrere Schicksalsschläge werden sie aber aus ihrem Idyll gerissen und zu einem „ Nichts“. Denn durch das Erbgesetz verlieren sie nicht nur ihr Geld sondern auch ihren Namen.

    Die Ältere der beiden Schwestern nimmt ihr Schicksal hin und fügt sich, sie beginnt ein „normales“ Leben. Die Jüngere dagegen unternimmt etwas gegen diese Ungerechtigkeit. Den Weg den sie dafür wählt, wird von zwielichtigen Helfern begleiten und ist auch , in meinem Augen; ganz schön perfide. Wird sie ihr Ziel erreichen ?


    Collins hat in diesem Buch die Handlungen und Menschen gut beschrieben, man taucht in die Zeit ab und hat alle Charaktere vor dem innerlichen Augen. Sehr spannend wird man auf über 700 Seiten auf eine Reise nach England , Mitte des 19 Jh., mitgenommen und merkt deutlich dort die sozialkritischen Probleme die dort herrschen.


    Da der Roman zu der Zeit spielt , in der er auch geschrieben wurde, erklären sich manche Dinge nicht von selbst und man braucht , meiner Meinung nach, schon ein kleines Grundwissen der viktorianischen Zeit um alle Zusammenhänge zu verstehen.


    Ich persönlich mag den Roman sehr gerne und habe die Missstände der damaligen Zeit beim Lesen gut nachvollziehen können. Diesen Klassiker der englischen Literatur kann ich jedem empfehlen der sich für frühere Zeiten interessiert und nicht vor vielen Seiten zurückschreckt.

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    translatorvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Lovelybooker,

    Wilkie Collins war einer der großen Schrifsteller im England des 19. Jahrhunderts. Der eine oder die andere kennt vielleicht seine Romane "Die Frau in Weiß" und "Der rote Schal". Der Autor hat aber noch viel mehr geschrieben. Nachdem ich 30 Jahre lang Sachbücher übersetzt habe, wollte ich einmal etwas anderes machen, und so habe ich den zu Unrecht vergessenen Roman "No Name" von Collins neu übersetzt und im Selfpublishing herausgebracht.

    Zum Inhalt: Die Schwestern Norah und Magdalen Vanstone leben mit ihren Eltern und ihrer Gouvernante glücklich und zufrieden auf dem Landgut Combe- Raven. Aber dann schlägt das Schicksal zu, und die beiden jungen Frauen müssen erfahren, dass dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ihres Vaters sie eingeholt haben. Die Folge: Ein grausames Gesetz beraubt sie nicht nur ihres Vermögens, sondern sogar ihres Familiennamens. Und Magdalen verliert auch noch den Mann, den sie liebt. Norah, die Ältere und Ruhigere, fügt sich in ihr Schicksal und fängt in aller Bescheidenheit ein neues, tugendhaftes Leben an. Magdalen ist dafür viel zu impulsiv: Sie setzt alles daran, das verlorene Glück zurückzuholen. Dazu versichert sie sich der Mithilfe des Spitzbuben Captain Wragge, dem es mit seinen zweifelhaften Methoden gelingt, das Familienvermögen in Magdalens greifbare Nähe zu rücken. Wird es ihr und ihrer geliebten Schwester gelingen, am Ende wieder in Glück und Wohlstand zu leben?

    Das Buch mit seinen 754 Seiten eignet sich insbesondere für Liebhaber üppiger, weit ausholender Erzählungen, in denen trotzdem nie die Spannung verlorengeht!

    Eine Leseprobe gibt es in der Vorschau von epubli
    http://www.epubli.de/shop/buch/Namenlosen-Wilkie-Collins-Sebastian-Vogel-9783745051827/62781

    Ich verlose 5 Taschenbücher und 10 E-Books im Epub-Format. Jede/r Gewinner/in sollte bitte eine Rezension bei Lovelybooks und bei Amazon schreiben. 

    Ich werde in der Leserunde regelmäßig vorbeischauen und ggfls. Kommentare abgeben.

    Viel Spaß!
    Sebastian Vogel (translator)
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