Will Hofmann Lebensnacht

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Inhaltsangabe zu „Lebensnacht“ von Will Hofmann

Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.
Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?

Forschung, Träume, Wünsche und mögliche Konsquenzen, die sich bei Unaufmerksamkeit entwickeln. Ein faszinierendes Buch

— Miii

Forschung und ihre Konsequenzen. Ein Roman mit einem atemberaubenden Ende.

— Waldbeere

Der Inhalt fokussiert sich zu stark an einender Protagonisten als an der Seuche, dieses Thema wurde von anderen Autoren besser umgesetzt

— Buecherspiegel

Anspruchsvoll und spannend vom Anfang bis zum Ende. Ein Buch, bei dem man automatisch anfängt weiterzudenken.

— HappySteffi

Sehr spannend und interessant

— Vampir989

Spannendes und rasantes Endzeitszenario bzw. Darstellung einer Pandemie - sehr gut!

— Zwillingsmama2015

Dystopie mit großem Spannungsfaktor

— Nessa_Davy

Rasant, spannend, witzig, außergewöhnlich. Zum Nachdenken empfohlen.

— Sonne63

Super Buch, das zum Mit- und Nachdenken anregt!

— Funny1210

Wahnsinnig spannend und unglaublich bedrückend, da es sehr realistisch geschrieben ist. Unbedingt lesen!

— Marion2505

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  • Eine Dystopie, die mich leider nicht überzeugt hat

    Lebensnacht

    camilla1303

    26. April 2017 um 17:54

    Der Roman „Lebensnacht“ von Will Hofmann ist 2016 im Fabulus-Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer Killer-Substanz aus dem Chemielabor; Handlungsort Deutschland. Die Menschheit steht vor dem Aus. Professor Harry Kauffmann ist ein Experiment fürchterlich missglückt: Er wollte Benzin mit Hilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen, doch nun sterben weltweit Menschen und ihre Leichname lösen sich in Pfützen, die nach Benzin riechen, auf. Nun versucht Kauffmann seinen Fehler gutzumachen und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Kann er die mutierten Arten, die Oktobakter, unschädlich machen? Eigentlich bin ich ein großer Fan von Dystopien, stelle ich mir die Zukunft selbst auch oft nicht so rosig vor. Auch diese Inhaltsangabe hat überzeugt und ich war mir fast sicher, dass ich Will Hofmanns Geschichte rund um die tödliche Substanz regelrecht verschlingen werde, die Handlung hätte eindeutig das Potential zu fesseln. Doch leider bin ich mit der Schreibweise des Autors überhaupt nicht warm geworden, wirkt sie auf mich doch sehr oberflächlich und flach. Auch zu den Hauptprotagonisten, konnte ich keine Bindung aufbauen und so ging die Geschichte eigentlich an mir vorbei, konnte ich doch nie richtig mitfiebern. Und auch das Frauenbild des Autors lies mich an manchen Stellen schaudern. Diesmal kann ich leider keine Leseempfehlung geben. Schade.

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  • Vom harmlosen Anfang bis hin zur Pandemie

    Lebensnacht

    Miii

    07. April 2017 um 12:34

    Ich bin ein großer Fan von Dystopien, was auch der Grund ist, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Aber bereits relativ bald am Anfang wird klar, dass sich dieser Roman relativ nahe an der Realität hält.Dem Wissenschaftlicher Harry Kauffman gelingt es, durch genetisch veränderte Bakterien Benzin herzustellen, was einen großen Durchbruch darstellt. Aber als mutierte Arten der sogenannten Oktobakter auftreten, gerät alles außer Kontrolle, Millionen von Menschen sterben.Es war schwierig, eine Beziehung zu dem Hauptprotagonisten aufzubauen. Nicht nur, weil der Schreibstil in dem Sinne doch sehr flach und oberflächlich gehalten wurde, sondern einfach allgemein weil Harry ziemlich... widersprüchlich ist. Ein sehr rationaler, in sich gekehrter aber dennoch sehr zielstrebiger Mensch der, kaum das er ein Ziel erreicht hat, schon das nächste plant. Zwischenzeitlich ist er immer wieder mal aufgetaut, aber das hat leider so eingeschoben gewirkt, dass es eher überflüssig gewirkt hat.Dennoch hat mich die Thematik dieses Buches fasziniert. Selbst die wissenschaftlichen Erklärungen waren sehr deutlich beschrieben und auch für Laien auf diesem Gebiet durchaus nachvollziehbar.Forschung, die eigentlich einen Durchbruch darstellen soll, wird schnell zur Katastrophe. Es ist nicht der übliche Stil einer Dystopie, nichtsdestotrotz ist es eine "Vision" die sich durchaus bewahrheiten oder in ähnliches Form auftreten könnte. Da stellt man sich dann doch durchaus die Frage, inwieweit wir tatsächlich darauf reagieren bzw. was es mit Veränderungen auf sich bringen würde, sollten wir uns in einer Situation befinden.

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  • Buchverlosung zu "Lebensnacht" von Will Hofmann

    Lebensnacht

    Literaturtest

    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

    wir verlosen 7 Exemplare von "Lebensnacht" von Will Hofmann.

    Um am Gewinnspiel teilzunehmen, teilt uns einfach mit, warum ihr das Buch gerne gewinnen möchtet!

    Viel Spaß! :-)

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  • Was passiert, wenn eine Pandemie in Deutschland ausbricht?

    Lebensnacht

    loralee

    02. March 2017 um 07:30

    Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich: „Cool, eine Dystopie, die in Deutschland spielt. Das lese ich!“ Nach den ersten Kapiteln wurde mir aber klar, dass die Fiktion relativ dicht an der Realität bleibt und damit in mir ein mulmiges Gefühl erzeugt. Der Autor untersucht scheibchenweise und sehr gründlich, wie Deutschland darauf reagieren könnte, wenn eine extrem ansteckende und tödliche Krankheit ausbricht, die sich schnell zu einer Pandemie auswächst. Wie funktioniert der Katastrophenschutz, welche Maßnahmen existieren, um eine Ausbreitung zu verhindern? Wie reagieren Politik, Medizin, Wirtschaft? Was passiert mit den Menschen, wenn der Ausnahmezustand zur Regel wird? Durch EHEC und Ebola haben wir schon erleben dürfen wie reibungslos der Katastrophenschutz funktioniert. Wir können uns auch ausmalen, welchen Unsicherheitsfaktor der Mensch dabei spielen kann, wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, die Gerüchteküche kocht und es zu Panikreaktionen kommt. Es wird philosophisch, wenn die Schuldfrage gestellt wird. Was passiert in dem einzelnen Menschen, wie dem Wissenschaftler, der den Nobelpreis für die geniale Genmanipulation erhalten hat, die das Problem der Verknappung der fossilen Energien löst. Um dann festzustellen, dass ohne ihn dieses Killerbakterium nicht hätte entstehen können. Der Verlauf der Pandemie wird von einem pensionierten Lehrer erzählt. Sehr nüchtern und präzise, wie in einem Logbuch. Die distanzierte Erzählweise verstärkt noch die Dramatik der Ereignisse, die sich im Kampf gegen die aggressive Krankheit abspielen. Mittelpunkt der Handlung sind die Gebrüder Kauffmann, der eine Biochemiker und der andere Mediziner, die fieberhaft nach einem Gegenmittel suchen, um die Pandemie eindämmen zu können. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel lassen die starre Erzählung des mit den Brüdern befreundeten Lehrers nicht langweilig werden, wenn wir zum Beispiel hautnah miterleben welche Schuldgefühle den Biochemiker Professor Harry Kauffmann plagen, als er merkt, der Verursacher der dramatischen Ereignisse zu sein. Gegen Ende des Romans lässt die Spannung leider etwas nach. Es kommen zu viele zusätzliche Themen ins Spiel, die sehr knapp abgehandelt werden. Die Handlung zerfasert. Lebensnacht ist ein stilistisch sehr ungewöhnlicher und deshalb auch außergewöhnlicher Roman, der nicht dem üblichen Pfad der Dystopien folgt. Auch wenn die Spannung zum Ende nachlässt, ein empfehlenswertes Buch.

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  • Lebensnacht

    Lebensnacht

    Booky-72

    17. February 2017 um 12:18

    Aufwachsen und Werdegang der Brüder Harry und Wolfgang Kaufmann. Harry bringt es bis zum Chemienobelpreis. Doch steht seine bahnbrechende Erfindung, mit der sich Benzin produzieren lässt in Verbindung mit den sich häufenden Todesfällen, durch die mysteriöse Krankheit, bei der die Menschen vergrünen und bei der sich Benzingeruch entwickelt. Diese grauenhaften Vorfälle und das panische Verhalten der Menschen führen schon bald zur Katastrophe und dazu passt der Satz aus dem Buch „und rottet die Menschheit schneller aus, als es die beiden Weltkriege getan haben“ Engeteilt in nicht allzulange Kapitel, was für mich eher Vorteil bei der Lesezeiteinteilung ist. Der Schreibstil ist sehr gefällig und eine nicht zu aufwendige Sprachgestaltung macht alles gut verständlich.

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    • 2
  • Weit entfernt von Thriller und Spannung

    Lebensnacht

    Gwhynwhyfar

    15. February 2017 um 17:43

    Die ersten Sätze: »Alt bin ich geworden. Schaue ich in den Spiegel, wundere ich mich oft darüber, wie faltig Haut und wie grau Haar werden kann. » Ich hatte mich auf einen interessanten Wissenschaftsthriller gefreut. Autsch! Die ersten Sätze ließen mich überlegen, das Buch zuzuklappen. Grammatik wirst du lernen müssen, auch Stilistik und den richtigen Ausdruck zu finden, ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht, zumindest bis zu Seite 193 (von 328), denn mehr habe ich nicht gelesen. Ein Lieblingswort des Autors ist toll, und genauso toll sind viele Formulierungen. Sätze wie »Kaufmann zog die Luft hörbar durch den Mund ein«, lassen mich als Leser schaudern. Sätze wie »Seine hervortretenden Wangen verliehen ihm Kindhaft-Trotziges. Jetzt wirkten sie zusätzlich gebläht, so als wolle er zu verstehen geben, dass er es nicht nötig hatte, sich zu verteidigen«, machen mich als Leser ratlos. Gab es keine Lektoren in diesem Verlag? Ich kann garantieren, derartige Sätze tauen alle paar Seiten auf. Falsche Grammatik ist findet sich fast auf jeder Seite. Wortwiederholungen nerven. So konnte ich auf einer halben Seite neun Mal das Wort »Frau« finden. Trotz allem habe ich weitergelesen, weil mich das Thema interessierte. Harry Kaufmann erhält den Nobelpreis für Chemie, da er ein Verfahren entwickelte, mithilfe von genveränderten Bakterien Benzin herzustellen. Bis zur Mitte des Buchs passiert nicht viel. Harry Kaufmann wird beschrieben. Zunächst erzählt ein ehemaliger Nachbar und Freund von dem Bub und seiner Familie, von der Kindheit des Professors, von seinen Streichen. Wir lernen Harry kennen, der den Nobelpreis erhält, der ein arroganter Kotzbrocken ist. Er muss eine Rede halten, anwesend sein, interessiert sich aber nicht für die Veranstaltung, ist nur gezwungenermaßen anwesend. Wolfgang, der Bruder, ist mit dabei. »Wolfgang setzte sich zu seinem Bruder. Er mochte Harry gut leiden.« Die beiden Brüder wollen direkt im Anschluss der Veranstaltung nach Südamerika reisen, durch die Anden wandern. Da wundert man sich, dass er vierzehn Tage später beim alten Nachbarn sitzt. »Danach setzten wir uns zu einem Glas Weißherbst in die behaglichen Sofas.« Der Nachbar berichtet im Verlauf weiter über die Kindheit der Brüder. Die Harry und Wolfgang fliegen endlich nach Südamerika. Der erste Vorfall zum medizinischen GAU ereignet sich bei einem Zahnarzt. Ein Schmerzpatient verflüssigt sich sozusagen während der Behandlung, er wird erst grün, das Hautgewebe löst sich auf, zurück bleibt das Skelett, unter dem Behandlungsstuhl befindet sich eine nach Benzin riechende Pfütze. Schon zu Beginn des Romans werden Frauen als verführerische Tussis beschrieben, die sich mittels erotischer Kleidung und Augenaufschlag bei der Nobelpreisveranstaltung, an berühmte Männer heranmachen, Busen wabern beim Gehen, oder Frauen werden als kochende Hausmütterchen dargestellt. Die Zahnarztassistentin wird als Helferin benannt. Seit mehr als 30 Jahren gibt es die Berufsbezeichnung medizinische Fachangestellte, Assistentin. Das scheint an dem Autor, der Arzt ist, vorübergegangen zu sein. Im weiteren Verlauf in den Anden findet Harry Kondome im Gepäck seines Bruders. Der erklärt ihm, dass Spaß für ihn zum Urlaub dazugehört. Harry erklärt, dass er sich Frauen verweigere (anscheinend unnütze Geschöpfe auf dieser Welt), da er seine Orgasmen aus der wissenschaftlichen Arbeit beziehe. Er besäße einen »intellekten Phallus, ... einen recht potenten dazu«. Das Frauenbild des Autors lässt die Leserin staunend zurück. »›Welches Verhältnis hast du heute zu Frauen?‹ - ›Ehrlich gesagt, ich traue Frauen nichts zu, und will ihnen auch nichts zugestehen ... sie können weder logisch denken noch wissenschaftlich arbeiten. Dazu sind sie viel zu gefühlsbestimmt.‹« Einiges wird nun über die Andentour berichtet und irgendwann taucht nebenbei der ein oder andere Fall auf, bei dem sich ein Mensch in eine Pfütze verwandelt. Es gibt nicht viele Vorkommnisse. Und schon ist man an der Lösung. Die Personen standen unter Stress. Ich habe etwa drei Viertel des Romans gelesen. Bis dahin war das Buch langweilig. Klappentext: »Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität. Die Menschheit steht vor dem Aus.« Ich hatte einen interessanten Wissenschaftsthriller erwartet. Vielleicht wird der Roman im letzten Drittel spannend, ich kann es nicht beurteilen. Es interessierte mich nicht mehr. Nachdem ich mich durch die Familiengeschichte des Harry Kaufmann gequält habe, die unerträgliche Darstellung von Frauen mich wütend machte (ich würde nicht meckern, wenn es lediglich um die Einstellung eines Protagonisten ginge, denn das wäre die Meinung der Figur), war ich es auch Leid, mich durch schlechte Grammatik, grauenhaften Ausdruck und üble Stilistik zu kämpfen. Die Erzählkraft des Autors ließ mich abbrechen, leider, das Thema hat Potential. Mich hat auch der Perspektivwechsel der Erzählung genervt. Ich habe gar nichts gegen Perspektivwechsel, aber hier stiftet er Verwirrung. Mal erzählt der alte Nachbar und Freund von Harry aus der Ich-Perspektive, dann wechselt der Autor von einem Moment in den anderen in den auktorialen, allumfassenden Erzähler und dann wieder taucht der Ich-Erzähler auf, was eher zur Verwirrung beiträgt, man weiß erst gar nicht, wer da plötzlich berichtet. Wer erzählt, die Geschichte? Der Autor weiß es nicht.  Es wird viel über Harry erzählt, aber sämtliche Charaktere der Geschichte bleiben hölzern, wie die Sprache insgesamt. Dem Autor gelingt es nicht, seine Protagonisten zu transportieren.  Es nützt nichts zu berichten, der Protagonist braucht eine Seele. Fazit: Eine Idee mit Potential, die mich allerdings inhaltlich und insbesondere handwerklich nicht dazu inspirieren konnte, bis zum Ende durchzuhalten. Da blättert man nur noch quer. 

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    • 2
  • Lebensnacht

    Lebensnacht

    Wurm200

    09. January 2017 um 17:24

    Will Hofmann Lebensnacht Fabulus - Verlag Autor: Geboren 1949 im Taunus. Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln. Er begann in seinen Jugendjahren zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1979 »Da läuft was aus« als SelfPublisher und 2011, »Abenteuermond« – ein Kinder-Science Fiction. Bei Kindle bisher erscheinen: »Oktan«, »Das Licht«, »Million Dollar Jucken« und »Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie«. Will Hofmann ist inspiriert von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen, also von den Bereichen Grusel, Fantasy und Science Fiction. Seine Werke lassen sich deshalb diesen Genres zuordnen. Daneben entstanden zahlreiche Skripts für den Unterricht an Kranken- und Altenpflege-schulen sowie Info-Broschüren zu unterschiedlichen medizinischen Themen für Patienten. Durch seine wissenschaftliche Ausbildung und pädagogische Praxis vermag es Will Hofmann, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Die fantastischen Theorien in den Romanen wirken glaubhaft, nachvollziehbar und geben den Geschichten ihren besonderen Reiz. (Quelle: Fabulus - Verlag) Einem Wissenschaftler ist es gelungen, mit Hilfe von Bakterien Öl aus Abfall zu gewinnen. Für diese Arbeit wird er sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Natürlich gibt es auch Stimmen, die diese Entdeckung skeptisch betrachten und Sorge vor möglichen Nebenwirkungen hat. Als sich eines Tages ein Patient bei seinem Zahnarzt verflüssigt, weiß noch niemand, um welche Erkrankung es sich handelt. So beginnt die Suche nach dem Auslöser und natürlich auch nach einem Gegenmittel. Das Buch besteht aus 78 Kapiteln (da ich alle zählen musste, könnte ich mich hier um 1-2 Kapitel verzählt haben), welche alle aus einem Titel bestehen. Dieser Titel steht jeweils zu Beginn des Kapitels mittig und in dick gedruckt oben auf der Seite. Hier taucht auch schon das erste kleine Hindernis auf, denn diese Fülle an Kapiteln hat meinen Lesefluss enorm gestört, allerdings eignet es sich so perfekt für zwischendurch, da man schnell mal eben ein Kapitel gelesen hat. Die ganze Handlung des Buches wird dem Leser als Erzählung erzählt. Im Laufe des Buches bekommen wir nicht nur einen Einblick in das Leben der Hauptcharaktere, sondern erfahren so auch, wer der Erzähler der Geschichte ist. Da es in dem Buch um Wissenschaft geht, bleiben einige Vokabeln aus diesem Bereich nicht aus. Damit der Leser diese jedoch verstehen kann, gibt es am Ende des Buches ein kleines Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden. Auch hat der Autor einige kritische Stimmen gut einfangen können, die einen Bezug zum realen Leben haben. So taucht in dem Buch beispielsweise das Thema Genmanipulation auf. Neben den zahlreichen Kapiteln gibt es ein weiteren Kritikpunkt für mich als Leser, denn ich habe keinerlei Zeitgefühl das ganze Buch über. So liest man die Geschichte und bekommt so kurz eine Jahreszahl genannt die vergangen sein soll, leider passt das nicht wirklich mit der empfundenen Zeit überein (diese wirkt um einiges kürzer). Wenn der Leser dann endlich am Ende des Buches angekommen ist, erwartet ihn auch hier kein sonderlich tolles Ende. Der Autor versucht dies zwar jedoch möglichst emotional zu gestalten, jedoch taucht zwecks mangelnder Bindung zu den Charakteren, keinerlei Regung auf (zumindest war dies bei mir der Fall). Cover: Das Hardcover des Buches ist fast ausschließlich in Weiß gehalten. Vorne und hinten finden wir in Gelb und Schwarz eine Art Rauch (Genaueres lässt sich leider nicht erkennen). Der Titel des Buches ist mittig abgedruckt und hebt sich durch seine schwarze Farbe mit grünem Schatten, perfekt vom Hintergrund ab. Dieser grüne Schatten nimmt dabei auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches. Außerdem ist der Titel leicht hervorgehoben, weshalb man ihn mit den Fingern ertasten kann. Auch von Innen kann sich das Cover sehen lassen, denn dort ist es ganz in Grün gehalten und nimmt somit auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches. Außerdem finden wir an dem Buch ein Lesebändchen. Fazit: Lebensnacht ist ein relativ großes Buch, bei dem man sich als Leser leider zum Ende zwingen muss. Das Thema eignet sich eigentlich gut für ein Buch, leider mangelt es hier aber an der Umsetzung. Stellenweise schafft das Buch auch den Leser zu fesseln, leider kann dies nicht aufrechterhalten werden. Für fast 20 Euro erwarte ich da mehr, weshalb ich auf 3/5 Sterne komme. Klappentext: Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus. Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden? (Quelle: Fabulus - Verlag) Autor: Will Hofmann Titel: Lebensnacht Verlag: Fabulus - Verlag Genre: Roman Seiten: 336 Preis: 19,95 ISBN: 978-3-944788-29-6http://wurm200.blogspot.de/

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  • Tolle Grundidee - doch leider nicht gut umgesetzt

    Lebensnacht

    Taya

    13. December 2016 um 22:22

    Schon vor einer Weile habe ich dieses Buch beenden können und ich habe wirklich lange überlegen müssen, was ich zu diesem Buch sagen soll. Die Grundidee von dem ganzen gefällt mir richtig gut und deshalb war ich auch sehr gespannt und neugierig auf dieses Buch, als es mir als REzensionsexemplar angeboten wurde. Doch die Ernüchterung kam ziemlich bald. Ein älterer Herr erzählt die Geschichte um das ganze Geschehen. Eine Seuche, die von Menschen unabsichtlich hergestellt. MIr kam es beim lesen eher so vor, als würde mir da was erzählt werden, aber ohne wirklich Spannung und dergleichen. Es fehlte für mich das gewisse etwas. Ich kann nicht mal erklären, was ich damit auszudrücken versuche, aber beim lesen hatte ich wirklich das Gefühl vor einem Mann zu sitzen, der fast schon gelangweilt und lahm diese doch eigentlich ziemlich dramatische Geschichte erzählt. Mehr als 2 Schmetterlinge kann ich für dieses Buch diesmal leider nicht vergeben. Es tut mir wirklich sehr leid, das so schreiben zu müssen, aber ich habe lange nachgedacht. Eine eigene zusammenfassung habe ich mir hier auch gespart, weil in der Buchbeschreibung alles wichtige erzählt wurde.

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  • Forschung und ihre Konsequenzen

    Lebensnacht

    Waldbeere

    23. October 2016 um 00:38

    Eigentlich lese ich keine Endzeitromane, doch dank Lovelybooks erbeutet man manchmal Bücher, die nicht in sein Hauptleseschema passen. Und das ist auch gut so, denn sonst hätte ich nie dieses wunderbare Buch von Will Hofmann erleben dürfen. "Lebensnacht" ist in Fabulus-Verlag erschienen als Hardcover mit einem Leseband und geschwärzten Seitenenden, was die Nacht und die düstere Stimmung sehr verdeutlicht. Im Nachhinein erkennt man wieviel Liebe zum Detail der Verlag und der Autor in das Cover gesteckt haben. Ich nehme das Buch immer noch gerne in die Hand um darin zu blättern und es zu betrachten. Vielen Dank dafür, da macht das Lesen doppelt so viel Spaß. Das Buch ist in viele kurze Kapitel unterteilt mit passenden Überschriften, so dass man nach einem harten Tag schnell  in die Geschichte wieder reinfindet.Professor Harry Kauffmann ist das Unmögliche gelungen; er hat durch genetisch veränderte Bakterien Benzin hergestellt. Was für ein Erfolg! Damit ist die Umwelt gerettet. Doch leider ist etwas schief gelaufen. Menschen lösen sich in Benzin auf und sterben qualvoll. Und eigentlich ist Harry ein Anti-Held, denn er ist ein brillanter Wissenschaftler, doch ein Griesgram zu seinen Mitmenschen. Er behandelt seine Mitarbeiter schlecht und hat ein verstörtes Verhältnis zu Frauen. Aber genau das finde ich so großartig an dem Roman, dass es kein typischer "Hollywoodstreifen"-Held ist. Er ist ein zielstrebiger Mensch und zur Erholung äußert er sich so (Seite 81): "Auch körperliche Belastung und Strapazen sind für mich Erholung...Wenn ich Neues erlebe, aus gewohnten Bahnen ausbreche, dann regeneriere ich. Neue Eindrücke, neue Erlebnisse, neue Erfahrungen: Das alles tut mir gut." Ich kann ihn da irgendwie verstehen.Will Hofmann hat die Gabe bestimmte Szenen und Menschen sehr lebensnah zu beschreiben, wie z. B. ein Interview mit Harrys Eltern. Beim Lesen der Zeilen habe ich plötzlich meine Eltern gesehen und musste schmunzeln. Aber auch die Entwicklung der genetisch veränderten Bakterien hat Hofmann sehr detailliert beschrieben. Für eine Lesehilfe sorgt ein Glossar im Anhang."Die Maßlosigkeit der technologischen Entwicklung und die immer höher geschraubten Errungenschaften der Zivilisation, die bis zur Landung auf dem Mond führten, erinnern mich an den Turmbau zu Babel. Nur wenige bemerkten, dass die Fundamente morsch waren und die Grundpfeiler zerbröckelten. Denn alle waren von der Höhe des Bauwerks geblendet. " (Seite 317)Beeindruckt war ich neben der Frage wie weit Menschen in der Forschung gehen sollten und welche Konsequenzen dabei entstehen können, von Hofmanns Vorstellung, wie die Gesellschaft bei einer Krise verrohdet. Schrecklich fand ich wie eine Gang Menschen sterben sehen will oder Kleinkriminelle falsche Medikamente auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Hofmann hat auch an die sterbende Wirtschaft gedacht sowie dass nur Selbstversorger eine Überlebenschance haben. Ich als Büro-Mensch würde die A-Karte ziehen. Da kommt man ins Grübeln. Der Roman ist viel mehr als die Suche nach dem Heilmittel. Es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, wie Menschen sein können, wenn sie Angst haben und Wut empfinden. Und was für eine Rolle die Medien haben, ein Wink an die Bild.Fazit: Ein fantastischer Roman mit würzigen Charakteren, überraschenden Szenen und einem atemberaubenden Ende. Ich empfehle das Buch jedem, der bis jetzt sich keine Gedanken über Forschung gemacht hat und allen, die eine gute Geschichte lesen möchten. 

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  • Lebensnacht

    Lebensnacht

    Blaustern

    18. October 2016 um 11:53

    Harry Hoffmann ist Professor der Biogenetik und hat den großen Durchbruch erreicht und so den Nobelpreis für Chemie erlangt. Er hat Bakterien so genmanipuliert, dass sich daraus Benzin herstellen lässt. Die Abhängigkeit vom Erdöl gehört nun also der Vergangenheit an. Und noch besser, es lassen sich dazu alle Materialien verwenden, die sonst nur auf dem Müll lagern, und es entstehen keine giftigen Überreste. Aber dann treten plötzlich doch wie aus heiterem Himmel Todesfälle auf, die darauf hindeuten. Menschen vergrünen, übrig bleiben Kleidung und Knochen und ein Geruch von Benzin in der Luft. Und es werden immer mehr, Massensterben beginnt. Zusammen mit seinem Bruder arbeitet Harry nun fieberhaft daran, ein Gegenmittel zu finden bevor die Menschheit ganz ausstirbt. Der Nachbar der beiden Brüder, deren ehemaliger Biologielehrer, erzählt diese Geschichte von Beginn an. Wie die beiden, hauptsächlich Harry, sie im Kindesalter oft besuchten, da sie dort mehr Zuspruch bekamen als in ihrem Elternhaus, wie sich Harry zum Forscher entwickelte, sein verstörtes zurückgezogenes Wesen bis hin zur Erfindung und deren Auswirkung des Bakteriums und die Panik und das Leben, was daraus dann für die Menschen folgte. Alles kehrt wieder zur Grundversorgung zurück. Das alles regt schon zum Nachdenken an, denn so entfernt ist die Realität gar nicht. Durch die detaillierten Beschreibungen kann man sich genau in deren Situation hineinversetzen. Dabei hofft man bis zum Ende, dass sie doch endlich ein Gegenmittel finden würden. Obwohl man es ja ahnt, denn der Lehrer hat ja auch überlebt. Die Spannung fand ich eher verhalten, aber mit diesem Ende rechnet man natürlich gar nicht.

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  • Leider nicht mein Fall

    Lebensnacht

    JessicaLiest

    17. October 2016 um 20:05

    Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?Meine Meinung:Als ich den Klappentext gelesen hatte war ich total neugierig auf das Buch. Aber leider konnte mich das Buch im Endeffekt nicht überzeugen. Leider passiert das halt manchmal, ich habe aber das Buch dennoch bis zum Schluss fertig gelesen, wenn schon – dann richtig.Das Buch hat relativ schnell lesen lassen, aber der Schreibstil konnte mich leider nicht fesseln. Besser gesagt, ich habe mich nicht durchquälen müssen, das wirklich nicht, aber wir sind leider keine Freunde geworden. Die Handlung ging mir zu schnell und auch oftmals etwas zu unrealistisch vorüber. Auch bei den Charakteren bin ich unentschlossen, sie haben mich nicht richtig unterhalten könnenKurz und knapp gesagt, es war leider nicht mein Buch.2 Sterne – einen für das Cover, der andere für den super sympathischen Autor

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  • Das neue Verb der Trashkultur: vergrünen!

    Lebensnacht

    Buecherspiegel

    15. October 2016 um 21:04

    Vorsicht! spoilerdurchtränkte Rezi! „Lebensnacht“ von Will Hofmann reiht sich ein in die Bücher, die davon erzählen, dass ein Virus oder Bakterium, elektronischer oder biologischer Art, die Menschheit droht zu vernichten. Das ist bereits vielfach und sehr erfolgreich unter anderem von Stephen King (das letzte Gefecht) oder Michael Tietz (Rattentanz) umgesetzt worden. Das Buch von Will Hofmann, ist eine überarbeitete Fassung, das bereits unter dem Titel Oktan im Jahr 2012 im Wiebers Verlag erschienen ist.In seinem Werk handelt es sich um ein mutiertes Bakterium, das die Menschen „vergrünen“ lässt. Sie beginnen plötzlich unter qualvollen Schmerzen an zu schreien, zucken kurz wie wild und zerfließen dann in eine nach Benzin stinkende grüne Soße. Übrig bleiben noch Knochen und die Kleidung, die sie gerade tragen. Wie das ausgelöst wird, dem geht der Forscher und Nobelpreisträger Professor Doktor Harry Kaufmann nach, der aus Tuberkulosebakterien gerne Benzin herstellen möchte, damit Deutschland und auch der Rest der Welt endlich unabhängig von den Erdöl exportierenden Ländern zu werden. Das gelingt ihm auch, doch bevor sich der Erfolg so richtig einstellen will, beginnt die Seuche, das "Vergrünen". Ist etwa einer der Versuche misslungen? Berichtet wird vor allem aus der Sicht des ehemaligen Lehrers von Harry, der gleichzeitig Nachbar, Ziehvater und Freund ist, und den Erinnerungen von Wolfgang, dem Bruder von Harry und von Beruf Arzt. Dieser trägt  mit vielen Erzählungen zum Bericht des Lehrers bei, denn die beiden Brüder versuchen gemeinsam der Seuche auf den Grund zu gehen und ein Gegenmittel zu finden. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz, keine zwei, drei Seiten lang. Dabei will der Funke nicht zünden, um sich wirklich in die Geschichte hinein zu vertiefen, zu versinken. Das liegt an der zum Teil sehr sachlichen, kühlen Schreibweise und auch daran, dass Seitenlang über die psychische Verfassung des Professors berichtet wird. Warum er keine Beziehung führen kann und sogar das Masturbieren aufgegeben hat, ebenso wie die Tatsache, dass er ein eher unausgeglichener, aggressiver Chef ist. Sympathisch wird einem dieser Protagonist nicht gerade. Unglaubwürdig sind einige Passagen, wie zum Beispiel, dass der Produktionsleiter eines Pharmakonzerns sich vom Chefpharmakologen erklären lassen muss, was ein Placebo ist. Oder, dass der Nobelpreisträger für Chemie und weltweit anerkannte Koryphäe Harry nicht weiß, dass bei Stress gewisse Hormone wie das Adrenalin ausgeschüttet werden. Dann hat Harry endlich eine Freundin, Sabine, die selbstbewusst auftritt und einen unabhängigen Lebensstil bevorzugt, das allerdings behagt ihm ganz und gar nicht. Eines Tages haben sie Streit, er verlässt sie und Sabine gibt sich ihren Erinnerungen hin. Unter anderem ist sie ohne Vater aufgewachsen, bei einer ebenfalls sehr eigenständigen Mutter. Ihren Vater kennt sie nicht und sie vermisst ihn nicht, denn, oha, all ihre Freundinnen erzählen nur, wie übel ihre Väter sie behandeln würden. Alle? Nie etwas Gutes? Unglaubwürdig!Während der Seuche sterben sehr viele Menschen, Millionen in Deutschland, noch mehr auf der ganzen Welt. Die Erdölreichen Länder haben ihren Export eingestellt, es gibt kaum noch Benzin, Industrien liegen brach, aber von Revolution ist nicht viel zu lesen, selbst die Regierung ist nach mehreren Jahren immer noch an der Macht. Einzig die Jugend kommt auf dumme Ideen, wie zum Beispiel Menschen dazu zu bringen, dass sie „vergrünen“, um dann ihre Leichen anzuzünden. Warum Kinder und Jugendliche nicht der Seuche zum Opfer fallen bleibt im Dunkel, auch ab welchem Alter man sich vorsehen muss. Als die 40-Millionen-Grenze an Opfern überschritten ist, wollen jungen Menschen ein Fest feiern. Doch ob es sich um die Zahl der Opfer in Deutschland oder Europa handelt oder welche Länder diese Zahl umfasst, ist vom Autor nicht deutlich beschrieben worden. Wenn es sich nur um Deutschland handeln würde, dann sähe die Panik ganz anders aus. Wir müssen uns nur einmal daran erinnern, wie sehr die Menschen hierzulande Impfstoffen hinterherlaufen, sobald eine ungewöhnliche Infektion ausbricht. Das Glossar am Ende befreit so manchen Leser vor der Internetrecherche der vielen medizinischen Fachausdrücke und erklärt nochmal deutlich, welche der Phantasie des Autors entsprungen sind. Der Umschlag und die Seitengestaltung sind geglückt, viel Weiß, haptisch gestalteter Titel, in Schwarz gehaltener Buchschnitt, die Innenumschlagsseiten und jeweils ersten beiden beziehungsweise letzten beiden Seiten in tiefem Grün gehalten, dem „vergrünen“ nachempfunden. Allerdings verrät der Titel nicht im Mindesten, was den Leser erwartet und der Klappentext verspricht mehr als das Buch hält. Als Trashfilm kann ich ihn mir hervorragend vorstellen, vielleicht findet sich ja ein Regisseur dafür. Als Roman zu dünn, mit für mich zu vielen unglaubwürdigen Passagen.

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    • 5
  • Lebensnacht

    Lebensnacht

    Pixibuch

    14. October 2016 um 12:28

    Ein Thriller, der den Leser total in seinen Bann zieht. Man dankt darüber nach und zerbricht sich schon den Kopf darüber, ob unsere moderne Technik nicht bald mehr Fluch als Segen ist. Professor Harry Kauffmann hat einen Stoff entwickelt, der das herkömmliche Benzin ersetzen soll. Dieses wird mit Hilfe von genmanipulierten Bakterien hergestellt. Dafür hat Harry den Chemienobelpreis erhalten. Harry selbst ist ein sehr zurückhaltender und in sich gekehrter Mann. Er lebt nur für seine Forschungen und hält sich auch von den Frauen fern. Er und sein Bruder entstammen einem gut bürgerlichem, aber strengen Elternhaus. Die meiste Zeit ihrer Kindheit halten sie sie bei einem bekannten Ehepaar auf. Schon als Kind hat er mehr geforscht, als mit den anderen Kindern herumzutoben. Jetzt ist er der gefeierte Star, den man kann ja selbst Benzin herstellen, ohne auf Drittländer angewiesen zu sein. Doch dann geschehen seltsamen Todesfälle. Die Menschen werden dabei grün am ganzen Körper, zerfließen, dass nur noch das Skelett samt Kleidung übrig bleibt. Außerdem herrscht in ihrer Nähe ein unsagbarer Gestank nach Benzin. Niemand weiß, woran diese Menschen leiden. Man ruft den Notstand aus, weltweit sind Millionen Menschen daran gestorben. Die Forscher und auch Harry arbeiten wie wild, um ein Gegenmittel zu erfinden. Sie sind machtlos. Sie können sich auch nicht erklären, weshalb und woran sich diese Menschen angesteckt haben. Das ganze Buch ist voller Spannung und voller Grausen. Keine einzige von den 335 Seiten erscheint langweilig. Das Buch wird in Erzählform von einer dritten Person geschrieben. Die Kapitel sind kurz und voller Dramatik. Leider endet das Buch nicht so, wie es sich der Leser gewünscht hätte. Die letzten paar Seiten sind als Glossar gedacht. Ich werden uns die chemischen und biologischen Begriffe, die in dem Buch vorkommen, genauestens erklärt. Schon das Bild des Buches ist außergewöhnlich, da die Buchseiten schwarz gefärbt sind. Auch das Lesebändchen ist schwarz gehalten. Die ersten beiden und die letzten beiden Seiten sind in grellem Grün gehalten und sollen an die grüne Farbe der sterbenden Menschen erinnern. Ein Buch, das man nicht so schnell vergißt.

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  • "Der Fluch und Segen des Erdöls

    Lebensnacht

    buchbaron69

    13. October 2016 um 01:46

    KlappentextMenschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?Der AutorGeboren 1949 im Taunus. Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln. Er begann in seinen Jugendjahren zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1979 »Da läuft was aus« als SelfPublisher und 2011, »Abenteuermond« – ein Kinder-Science Fiction. Bei Kindle bisher erscheinen: »Oktan«, »Das Licht«, »Million Dollar Jucken« und »Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie«. Will Hofmann ist inspiriert von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen, also von den Bereichen Grusel, Fantasy und Science Fiction. Seine Werke lassen sich deshalb diesen Genres zuordnen. Daneben entstanden zahlreiche Skripts für den Unterricht an Kranken- und Altenpflege-schulen sowie Info-Broschüren zu unterschiedlichen medizinischen Themen für Patienten. Durch seine wissenschaftliche Ausbildung und pädagogische Praxis vermag es Will Hofmann, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Die fantastischen Theorien in den Romanen wirken glaubhaft, nachvollziehbar und geben den Geschichten ihren besonderen Reiz.Meine MeinungStoryProfessor Harry Kaufmann ist es gelungen, wonach die Menschheit schon lange forscht, einen alternativen Brennstoff, zum Erdöl zu finden. Er bekommt dafür den Nobelpreis, denn durch seine Forschung ist eines der größten Risiken der Menschheit, das Ende des Erdöls gelöst. Er wird gefeiert und getragen, bis plötzlich seltsame Todesfälle auftreten. Menschen lösen sich buchstäblich auf und hinterlassen eine nach Benzin riechende Lache.Kaufmann und sein Team müssen schnell eine Lösung finden.SchreibstilDas Buch ist einfach zu lesen und wird aus der Sicht des Bruders von Harry Kaufmann erzählt. Damit klärt sich zwangsläufig auf, dass es am Ende ein Überleben gibt, nur nicht wie. Auch die wissenschaftlichen Debatten zwischen Harry Kaufmann und seinen Bruder, der Arzt ist, sind für Laien gut verständlich, ja sogar recht informativ.CharaktereDie Charaktere sind gut geschildert vor allem die Hauptperson Harry Kaufmann, der alles andere als ein Sympathieträger ist.Im Laufe der Geschichte macht er eine Charakteränderung durch.Mein FazitDer Autor hat eine gelungene Geschichte geschrieben, in der klar wird, wie schnell sich Forschung die dem Menschen weiterhelfen soll, in einen menschlichen Albtraum verwandeln kann. Harry Kaufmann ist alles andere als ein Held, man nimmt teil an seinem seelischen Zusammenbruch, als er erkennt, dass er rücksichtslos gehandelt hat. Auch die Wandlung der Menschheit, die in Harry einen Helden sah und nun den Teufel, kommt sehr gut rüber. Ein gelungener Roman, dem aber mehr an Umfang gut gestanden hätten. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich vergebe volle vier von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.

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  • Endzeitstimmung

    Lebensnacht

    badwoman

    12. October 2016 um 11:32

    Professor Harry Kauffmann bekommt den Chemie-Nobelpreis für seine Forschungen mit genetisch veränderten Bakterien. Mit deren Hilfe ist es ihm gelungen, Benzin herzustellen, so dass die Menschen nicht mehr auf die Ölförderländer angewiesen sind. Doch dann geschieht das Unfassbare: Überall auf der Welt sterben plötzlich Menschen einen qualvollen Tod. Sie lösen sich unter großen Schmerzen auf, bis nur noch das Skelett und eine nach Benzin riechende Schleimpfütze übrigbleibt. Haben diese Tode etwas mit den genveränderten Bakterien zu tun? Harry und sein Team forschen fieberhaft nach den Ursachen… „Lebensnacht“ von Will Hoffmann ist ein aufrüttelnder Roman, in dem ein düsteres Szenario geschildert wird. Vieles in diesem Buch mutet sehr real an, so dass den Leser die Furcht beschleicht, dass unser Leben durch immer weiter führende Wissenschaft nicht unbedingt sicherer wird, im Gegenteil, es tun sich ganz neue Gefahren auf. In einer nüchternen Sprache, die zum Thema passt, erzählt der Autor mit großem Fachwissen (soweit ich als Laie das beurteilen kann) eine spannende und manchmal grausige Geschichte. Das Buch ist durch die relativ kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil schnell zu lesen. Zum Schluss hin steigt die Spannung, die leider nicht ganz über die komplette Länge der 328 Seiten gehalten werden kann, nochmals an und der Roman endet mit Überraschungen. Das Cover fällt auf, auch wenn man nicht auf Anhieb erkennt, dass es den oberen Teil einer menschlichen Wirbelsäule darstellt. Besonders gut gefällt mir der schwarze Schnitt, der wirkt ziemlich edel. Der Titel ist gut gewählt, er weist auf eine Art Endzeitstimmung hin. Ich kann das Buch für Leser empfehlen, denen auch teilweise grausige Bilder nichts ausmachen und die sich in eine Reise in eine düstere Zukunft mitnehmen lassen wollen.

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