Will McIntosh Wie die Welt endet

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Inhaltsangabe zu „Wie die Welt endet“ von Will McIntosh

Wie viel Hoffnung bleibt in einer sterbenen Welt? In nicht allzu ferner Zukunft sind die Energieressourcen der Erde aufgebraucht, die Städte zerstört, und die Menschen schließen sich zu Nomadenstämmen zusammen. So auch Jasper, der mit seiner Gruppe umherzieht und Windenergie gegen Lebensmittel tauscht. Doch auch er muss sich der Frage stellen, der sich alle Menschen stellen müssen: Was sind sie bereit aufzugeben, um weiterleben zu können?

Das Buch hat nichts von Apokalypse an sich, viel mehr etwas von einem Western und zieht sich wie Gummi.

— Eversilverstar
Eversilverstar

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  • Soft Apocalypse

    Wie die Welt endet
    NiWa

    NiWa

    Wenn die Welt endet hat man nicht mehr viele Möglichkeiten. Jasper zieht mit einem Nomadenstamm in der Gegend herum. Sie tauschen Windenergie gegen Güter für den täglichen Bedarf und werden als Obdachlose aus Dörfern und Städten gescheucht. In dieser nicht allzu fernen Zukunft hat die Rezession voll zugeschlagen, Energieressourcen sind aufgebraucht und Jasper fragt sich, was ist man bereit aufzugeben, um leben zu können? Der Originaltitel dieses Buches lautet „Soft Apocalypse“, der meiner Ansicht nach irgendwie besser zum Geschehen passt. Denn hier wurde die Apokalypse unserer Zeit eingeläutet, es gibt kein Zurück mehr und es ist keine Besserung in Sicht. "Wenn wir nicht gerade in einem Silo gegrillt werden, stecken wir mitten in einer Schießerei oder hacken uns durch den Bambus oder essen Käfer." (S.380) Unsere Welt ist am Ausklingen. Die Arbeitslosenquote prescht in die Höhe, teilweise zerstörte Städte werden von Gangs beherrscht und Terroristen bedroht. Mittendrin ist Jasper mit seiner Sippe, der nur überleben will. Daher, es wird langsam immer schlimmer und es gibt keinen großen Knall, wie man es vielleicht von anderer Endzeitliteratur gewohnt ist. Stetig schreitet der Weltuntergang voran, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr und als Leser erlebt man durch Jaspers Perspektive den Niedergang. Manchmal ist man etwas länger mit ihm unterwegs, dann nur wenige Wochen oder sogar Tage. Die einzelnen Episoden und Passagen haben den Charakter von Schlüsselszenen des Weltuntergangs bzw. von Jaspers persönlicher Entwicklung, die von seinem Drang nach einem guten Leben geprägt ist. Jasper möchte eigentlich nicht allein sein, mit seinen Freunden abhängen und einer geregelten Arbeit nachgehen, die ihm hilft, über die Runden zu kommen. Man startet mit ihm als jungen Erwachsenen und lässt sich dann auf mehrere gemeinsame Jahre ein, wobei er etwas hilflos nach einer besseren Hälfte sucht und man so ständig Frauenbekanntschaften mit ihm durchmachen muss. Diese Frauenbekanntschaften haben mich immer wieder irritiert. Sie sind weder pervers, noch unpassend oder triefen vor Romantik, sondern sie lenken vom eigentlichen Thema ab und ich wusste nicht so recht, wie ich sie einordnen soll. Ansonsten habe ich die Entwicklung der Welt als sehr erschütternd empfunden, weil sie so realistisch wirkt. Die Wirtschaft löst sich auf, Terroristen sorgen für Unruhe und die Regierungen wahren nicht einmal mehr den Schein und haben gar nichts im Griff. Der Autor hat ein bedrohliches Szenario erschaffen, dass wir hoffentlich nie erleben müssen, und dabei Jaspers Geschichte eingewoben, um dem Geschehen Leben einzuhauchen. „Wie die Welt endet“ ist tatsächlich nicht mehr aber auch nicht weniger, als die Geschichte davon, wie unsere Welt zu Ende geht, langsam, stetig, ganz ohne Pauken und Trompeten, schreitet sie dem Untergang entgegen.

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    • 9
    Cridilla

    Cridilla

    02. February 2016 um 05:00
    parden schreibt Hui, das Cover passt aber wirklich mal zum Titel...

    Dachte ich auch gerade...

  • Rezension zu "Wie die Welt endet" von Will McIntosh

    Wie die Welt endet
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    Meinung: Endzeitroman ? Wo ? Fest steht, eindeutig nich hier. Ich hätte es eher Beziehungsdramen mit Endzeit - Elementen genannt. Jasper lebt im Jahr 2023. Die Menschheit ist erschöpft, ebenso wie die Ressourcen der Erde. Deshalb lebt Jasper mit seinen Freunden auf der Straße, sind Nomaden. Aber irgendwann geht es bergauf, bis es normal nicht mehr geht. Hört sich doch eigentlich interessant an, oder ? Wenn dem nur so wäre. Denn das Endzeit - Szenario besteht nur wenig aus Endzeit. Zu 75% geht es um Jaspers Liebschaften. Ich hoffe ich spoilere nicht zu sehr, denn genau daraus besteht das Buch und dann doch wieder nicht. Am Anfang hat Jasper Freundin 1 Sophia, die aber hat einen Mann, den sie nicht verlassen möchte. Irgendwann verlässt er sie. Er lernt Frau 2 Phoebe kenne, die später seine Freundin ist. Dann ist da Freundin 3 Deirdre, die ein gefeierter Rockstar und unberechenbar ist. Freundin 4 ist seine beste Freundin Jane mit der er ab und zu ins Bettchen hüpft. Die Zeit der Flucht ist gekommen. Sophia, Deirdre und Jane sind mit dabei. Eine Frau stirbt, kurz darauf die nächste. Phoebe taucht auf und irgendwann sind sie ein Paar, aber vorher macht sich eine weitere Frau aus dem Staub. DAS ist das Hauptthema des Buches, meiner Meinung nach. Anfangs sind Jasper und seine Freunde Nomaden, später haben sie Arbeit und Wohnungen und leben ganz gut. Sie haben es zwar schlechter als viele Menschen, können sich aber keinesfalls beschweren. Ich hatte das Gefühl, in den vielen Jahren passiert gar nichts, mal abgesehen von Jaspers Frauenwechsel. >>Schon die Vorstellung, allein zu sein, erschreckt sie zu Tode. Es ist, als wäre ihnen dieses Licht zu hell und sie flüchteten daher in den nächsten erreichbaren Schatten.<<. S. 199 Kommen wir gleich zum nächsten Punkt, den ich oben erwähnt habe: viele Jahre. Die Geschichte zieht sich über 10 Jahre. Bei jedem Kapitel gibt es Zeitsprünge die manchmal 3 Jahre betragen. Irgendwann wurde das richtig nervig. Ich war weitestgehend gelangweilt und war froh, das Buch endlich beenden zu können. Mit dem Schreibstil hatte ich keine Probleme. Es ist nichts Herausragendes, hatte aber poetische und nachdenkliche Ansätze, wie das obige Zitat zeigt. Die Welt an sich wirkt platt. Es gibt keine Hintergrundinformationen, wie das Ganze angefangen hat, wie Regierung und Menschen reagiert haben, wie Jasper obdachlos wurde. Es beginnt mittendrin und es wird erwartet, dass wir Leser uns den Teil denken. Aber es wirkte auch so aufgesetzt und übertrieben klischeehaft. Neue Gangs haben sich gegründet. Die Jumpy-Jumps .. hallo, kann man eine Gang mit dem Namen wirklich ernst nehmen ? Es gibt Öko Terroristen die Bambus pflanzen und einen Virus erfinden, den sie Doctor Poppy nennen. Spannung fehlt gänzlich. Durch die Zeitsprüunge die nicht vorhandene Story ist es meist sehr langweilig im Buch. Das Ende war zwar überraschend, aber schon einige Seiten vorher vollkommen klar. Der Klappentext ist irreführend und weckt falsche Erwartungen. Fazit: Was schreibt die Deutschlehrerin gerne zum Aufsatz: Thema verfehlt ! Wenn ich Beziehungskisten lesen möchte greife ich zu Cecilia Ahern. Von Spannung und Authentizität fehlt jede Spur.

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    • 2
  • beängstigend !

    Wie die Welt endet
    Chrissi92

    Chrissi92

    21. August 2013 um 22:00

    Leider nur 2 Sterne - hatte mir weitaus mehr erhofft - Harte Tatsachen werden dem Leser hier entgegengeworfen - hart und realistisch. Hunger,Zerstörung und Tod durch Mangel an Ressourcen sind nicht die einzigen Probleme. Viren und veränderte Pflanzenarten richten großes Chaos an und verbreiten ein unangenehmes Gefühl .. Hilflosigkeit...Einsamkeit ..Angst ...Menschen müssen mit Vorsatz getötet werden, damit andere überleben können - denn die Ressourcen sind knapp ...ein "Doctor-Happy" Virus wird verbreitet um dem Rest der Bevölkerung die negativen Emitionen zu nehmen - die Welt braucht mehr Freude und Liebe, mehr Zusammenhalt - aber kann das die Erde retten? Zum Teil wirklich erschreckende Szenen - andererseits hätten sie weitaus besser sein können. Ich konnte mir die Situationen gut vorstellen, Grausamkeiten waren überzeugend und beängstigend... Der störende Faktor waren allerdings die Personen in der Geschichte. Sie haben sich nie dem Alter entsprechend verhalten, eher wie 15 Jahre jünger ..albern... unreif? Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war aber Sympathie empfand ich zu keiner Zeit für einen der Charaktere. Dass es bei so einer Geschichte keine Weltenretter geben sollte ist klar, dennoch habe ich mir ein eher erwachseneres Verhalten gewünscht ..vorallem wenn Jasper schon um die 35 ist. Immer wieder aufkommende Gedanken über die richtige Frau oder "Gelegenheits"-Sex mit einer Rockerin, die mit Jasper schlafen will während (beabsichtigt) im Hintergrund eine CD mit Notaufnahmen läuft wo Frauen weinen und Kinder sterben?... Nee, das empfand ich wirklich als fehl am Platz und ist leider ein absolutes DON'T gewesen. Man hätte einiges aus dieser Story machen können - allerdings nicht mit diesen Charakteren.

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  • Review: Wie die Welt endet

    Wie die Welt endet
    Medienjournal

    Medienjournal

    28. June 2013 um 19:53

    McIntoshs Debüt Wie die Welt endet ist gerade deshalb so überzeugend geraten, weil es sich nicht bei einschlägigen Endzeitromane anbiedert und einen gänzlich eigenen Weg geht. Ein wenig mehr charakterliche und sprachliche Tiefe wäre allerdings wünschenswert gewesen.
    Mehr gibt es unter:

    Review: Wie die Welt endet

  • Rezension zu "Wie die Welt endet" von Will McIntosh

    Wie die Welt endet
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    07. March 2013 um 13:09

    "Mir war, als hätte ich mich in jedem Bereich meines Lebens schon seit hundert Jahren abgequält - um genug Geld zum Leben zu verdienen, um Liebe zu finden und um nicht eines gewaltsamen Todes zu sterben. Bei der Vorstellung, alles könnte einfach immer noch schlimmer werden, brach ich unter der Last dieser Anstrengungen schier zusammen." (S. 203) Im Jahr 2023 sind die Energieressourcen der Erde verbraucht und die Menschheit steht vor ihrem endgültigen Untergang. Die Menschen verschanzen sich in ihren Häusern und begegnen jedem mit Misstrauen oder ziehen in größeren Sippen von Ort zu Ort auf der Suche nach Nahrung. So auch Jasper. Gemeinsam mit seinen Freunden durchstreift er eine Welt, die von Armut, Verfall und Brutalität gezeichnet ist. Jeden Tag müssen sie um ihr Überleben kämpfen und sich dabei selbst fragen, wie weit sie gehen wollen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Betteln, Diebstahl, Mord - ab wann verliert man seine Menschlichkeit? -------------- Darüber, wie die Welt einmal enden wird, wird viel spekuliert. Ein dritter Weltkrieg, Alieninvasionen, Meteoriteneinschlag, Sonneneruptionen - die meisten Szenarien erscheinen mir sehr reißerisch und eher aus der Feder von Hollywood-Drehbuchschreibern. In Will McIntosh Erstlingswerk dagegen geschieht der Weltuntergang nicht mit einem großen Knall, sondern mit dem langsamen, schleichenden Verfall der Menschheit; nicht umsonst lautet der Originaltitel dieses Buches "Soft Apocalypse". In nicht allzu ferner Zukunft ist Energie Mangelware, genau wie Nahrungsmittel und eigentlich alles, was man sonst noch so für ein bequemes Leben braucht. Während die Länder sich gegenseitig bekämpfen, um sich die letzten noch verbliebenen Ressourcen zu sichern, müssen die Menschen selbst zusehen, wo sie bleiben. So herrscht in den Städten das Recht des Stärkeren und Gewalt ist an der Tagesordnung. Durch Jasper, der uns im Abstand von jeweils 1-2 Jahren verschiedene Episoden aus seinem Leben erzählt, erfahren wir, wie das Leben in dieser neuen Weltordung abläuft. Er beginnt als obdachloser Landstreicher, der mit seiner Sippe von Ort zu Ort zieht und Energie gegen Lebensmittel tauscht. Beschimpfungen wie "Scheiß Zigeuner" oder Drohungen sind dabei an der Tagesordnung, dabei sind eigentlich alle gebürtige Amerikaner und viele von ihnen sogar gebildete Akademiker, so auch Jasper. Doch dem stetig wachsenden Zustrom an illegalen Einwanderern und dem steigenden Hass auf die Ausländer und Obdachlosen kann die Regierung kaum etwas entgegensetzen. Durch die Zeitsprünge erleben wir mit, wie sich die Situation von Jahr zu Jahr verschlechtert und die Menschheit scheinbar unaufhaltsam auf den Abgrund zutaumelt. Während all der vorüberziehenden Jahre hofft Jasper immer verzweifelt auf ein besseres Leben und darauf, endlich eine Frau zu treffen, die er wahrhaft lieben kann und die seinem Leben wieder etwas Sinn verleiht. Doch ist Liebe in Zeiten wie ihren überhaupt noch möglich? Will McIntosh konstruiert hier seine ganz eigene Version vom Weltuntergang, und die ist nichts für Zartbesaitete, denn es ist kein stilles und sauberes Sterben, das hier vonstatten geht. Menschen werden auf offener Straße ermordet im Streit um Nahrungsmittel, einen Schlafplatz oder einfach aus Wut. Seuchen, künstlich im Labor geschaffen, dezimieren die Bevölkerung. Und verschiedene Terrobewegungen, allen voran die durchgedrehten Jumpy-Jumps, ermorden willkürlich und wahllos Menschen, ohne ein bestimmtes Ziel. Oder setzen Hunden Bomben in den Bauch, um möglichst viel Chaos anzurichten. Die Superreichen verschanzen sich derweil in ihren noblen Stadtteilen und versuchen krampfhaft die Illusion aufrechtzuerhalten, dass alles in bester Ordnung ist. Was genau alles auf der Welt passiert, erfährt man immer nur häppchenweise am Rande, so dass man kaum eine konkrete Vorstellung davon gewinnt, was genau zu den chaotischen Zuständen geführt hat. Mich hat McIntoshs Weltuntergangsszenario sehr gefesselt und nachdenklich gemacht, er erzählt konsequent und realistisch, wie die Menschen immer mehr die Zivilisiertheit hinter sich lassen. Trotz der zeitweise übertriebenen Brutalität fand ich es durchaus vorstellbar, dass die Menschen in dieser Situation genau so handeln würden. Das Buch hat bei mir oft die Frage aufgeworfen, wie ich selbst handeln würde, wenn ich in Jaspers Situation wäre. Würde ich die Hoffnung verlieren? Oder einfach immer weitermachen in der Hoffnung auf Besserung? Diese Fragen zogen sich durch das ganze Buch und bildeten quasi den Kern des ganzen Szenarios: Wird das Leben je wieder besser werden? Gibt es Rettung? Oder ist die Menschheit tatsächlich dem Untergang geweiht?

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