Nach dem Tod der Mutter, fand Roswitha Quadflieg, die jüngste von fünf Geschwistern, eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe und Kurioses“. Erst Jahre später in der Corona Zeit packte sie diese Kiste aus und fand ein Tagebuch ihres Vaters, Will Quadflieg, aus den Jahren 1945 und 1946, als er von seiner Familie getrennt war. Da sich ihre Eltern scheiden ließen, als sie dreizehn Jahre alt war, kannte sie ihren Vater kaum. Mit dem Tagebuch und den Briefen versuchte sie Antworten auf unbeantwortete Fragen zu finden. Auf welcher Seite stand ihr Vater in Kriegszeiten oder wurde er protegiert, da er zu der Zeit schon ein berühmter Schauspieler war.
Ich fand diese Lektüre sehr interessant. Die Tagebucheinträge wurden immer wieder durch Recherchen oder Inhalte, die in Briefen gefunden wurden, unterbrochen. Passten zum Beispiel die Auftrittsorte, die im Tagebuch standen mit den tatsächlichen Auftritten überein. War manches vielleicht erdacht? Es war schon ein wenig suspekt, wie es einem angesehenen Schauspieler in Kriegszeiten ging im Gegensatz zur restlichen Bevölkerung. Durch das im Krieg befindliche Land zu reisen, um Auftritte zu absolvieren und Essen im Offizierskasino einzunehmen, hörte sich überhaupt nicht nach Krieg an. Es gab zwar auch Szenen im Luftschutzbunker, trotzdem las es sich so „harmlos“. Allerdings habe ich auch schon einige andere Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen, die nicht von prominenten Menschen handelte.
Deswegen fand ich diese Sicht äußerst interessant. Allerdings konnte sich auch die Autorin wenige Fragen beantworten, da dies wohl nur ihr Vater hätte tun können.
Fazit:
Eine äußerst interessante Geschichte aus dem Tagebuch eines Vaters und Schauspielers.






