Will Schwalbe An diesem Tage lasen wir nicht weiter: Das letzte Jahr mit meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „An diesem Tage lasen wir nicht weiter: Das letzte Jahr mit meiner Mutter“ von Will Schwalbe

»Was liest du gerade?« So beginnt das Gespräch zwischen Will Schwalbe und seiner Mutter Mary Anne. Sie ist todkrank, doch anstatt zu verzweifeln, widmet sie sich ihrer großen Leidenschaft, dem Lesen. Über ein Jahr begleitet Will seine Mutter bis zum Ende ihres Lebens – und durch eine Welt von Büchern: »Joseph und seine Brüder«, »Die Eleganz des Igels«, »Der Vorleser« und viele andere. Am Ende erkennt Will: Lesen ist das Gegenteil von sterben. (Quelle:'Flexibler Einband/02.12.2013')

Zartfühlend geschriebene Erinnerungen einer innigen Mutter-Sohn-Beziehung und die gemeinsame Liebe zu Büchern

— Marjuvin
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  • Erinnerungen an eine innige Mutter-Sohn-Beziehung und die gemeinsame Liebe zu Büchern

    An diesem Tage lasen wir nicht weiter: Das letzte Jahr mit meiner Mutter

    Marjuvin

    07. April 2016 um 21:53

    Klappentext: 'Was liest du gerade?' So beginnt das Gespräch zwischen Will Schwalbe und seiner Mutter Mary Anne. Sie ist todkrank, doch anstatt zu verzweifeln, widmet sie sich ihrer großen Leidenschaft, dem Lesen. Über ein Jahr begleitet Will seine Mutter bis zum Ende ihres Lebens – und durch eine Welt von Büchern: 'Joseph und seine Brüder', 'Die Eleganz des Igels', 'Der Vorleser' und viele andere. Am Ende erkennt Will: Lesen ist das Gegenteil von sterben. Rezension:Vorab muss ich sagen, dass mir das Buch in einer Ramsch-Schütte in die Hände gefallen ist und ich es auf Verdacht mitgenommen hatte, weil mir der Titel zusagte. Ich hatte zuvor nichts darüber gehört und bin jetzt überzeugt, dass es eines dieser Bücher sein wird, die ich wieder zur Hand nehmen möchte. Ich mag die unaufdringliche Sprache und die Leichtigkeit des Stils, der ob des traurigen Grundtenors aber nie erdrückend wird. Würde ich das nicht grundsätzlich ablehnen, hätte ich in diesem Buch die eine oder andere Stelle markiert, weil sie mir so treffend erschien. Da es ein autobiografischer Roman ist, werden die Ausführungen zu Mary Ann Schwalbe wohl tatsächlich so oder so ähnlich tatsächlich gewesen sein - wäre dies nicht der Fall, wäre es mir beinahe ein bisschen zu viel des Heldenmutes und der Aufopferung. Aber ich weiss, dass es diese Menschen tatsächlich gibt und dieser Umstand macht das Leben auch lebenswerter. Insgesamt ist dieses Buch eine Liebeserklärung an das Lesen und ich habe mir unzählige Anregungen für meine Wunschliste geholt! Uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!

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  • “An diesem Tage lasen wir nicht weiter” von Will Schwalbe

    An diesem Tage lasen wir nicht weiter: Das letzte Jahr mit meiner Mutter

    LadyRosely

    22. January 2014 um 17:39

    Bevor ich dieses Buch gesehen und auch gleich gekauft hatte, habe ich überhaupt nichts über dieses Buch gehört oder gelesen. Was mich im nach hinein wirklich gewundert hat, denn das Buch ist meiner Meinung sehr wundervoll, emotional und für jeden Bücherfreund ein absoluter Genuss. Ich hoffe sehr das Buch noch bekannter wird und noch von vielen Menschen gelesen wird. Ich hatte das Buch damals zusammen mit dem Buch „Kontrolliert außer Kontrolle “ von Hanna-Charlotte Blumroth vom Lehn gekauft. Ich hatte es mitgenommen, weil mich der Titel gereizt und natürlich, weil mir das Cover sehr gut gefallen hat und auch immer noch gefällt. Ich mag das Motiv des Strandes mit den Spaziergängern. Es strahlt für mich ein Gefühl der Freiheit und des loslassens aus. Und auf dieser Basis passt für mich das Cover und der Titel so wunderbar zum Inhalt. Den Schreibstil von Will Schwalbe fand ich sehr angenehm und leicht zu lesen. Ich konnte mich in das Buch fallen lassen, ohne über den ein oder anderen Satz zu stolpern. Die Geschichte wird von Will Schwalbe selbst erzählt und beschreibt die gemeinsam verbrachten Monate von Will und seiner Mutter und welche Bücher sie in dieser Zeit gelesen, diskutiert und bewertet haben. Jedes Buch erhält dabei immer seinen ganz eigenen Abschnitt und man wird dadurch angeregt dieses Buch doch auch mal in die Hand zunehmen. Jedenfalls erging es mir so beim Lesen. Neben den Büchern bekommt man aber auch einen wunderbaren Einblick in die Beziehung zwischen einer Mutter und einem Sohn geboten und das die Familie doch immer das wichtigste ist und bleibt, auch wenn man mal nicht 100% einer Meinung ist. Fazit: Abschließend kann ich nur sagen dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Ach eins noch… Vergesst das Taschentuch nicht!

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  • Rezension zu "An diesem Tage lasen wir nicht weiter" von Will Schwalbe

    An diesem Tage lasen wir nicht weiter: Das letzte Jahr mit meiner Mutter

    capkirki

    17. October 2012 um 15:15

    Dieses Buch ist für mich ein kleines Schatzkästchen. Entdeckt habe ich es zum ersten Mal im “Oprah Book Club Newsletter” und da ich sowieso grad auf dem Weg in den Bücherladen war, durfte es gleich mit. Ich habe weniger als zwei Tage gebraucht, um es zu lesen und habe es mit sehr viel Wehmut zugeklappt. Will Schwalbes Buch ist eine Hommage an seine Mutter und an die Literatur. Mary Anne Schwalbe – eine wunderbare, starke, sozial engagierte Frau mit viel Witz, Humor und einem unerschütterlichen Glauben an die Menschheit – erkrankt mit 73 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Ärzte geben ihr höchstens noch ein paar Monate, doch Mary kämpft. Mit der Unterstützung ihrer Ärztin und vor allem ihrer Familie feiert sie sogar noch ihren 75 Geburtstag, bevor sie für immer die Augen schließt. Zu ihren vielen Krankenhausterminen begleitet sie oft ihr Sohn, sie warten gemeinsam, sie reden viel miteinander und vor allem lesen sie zusammen. “What are you reading?” wird zu der Frage, die bei jeder Begegnung gestellt wird. Mutter und Sohn gründen einen “Zwei Mann Buchclub” und lesen gemeinsam alte Kinderbücher, Klassiker, Neuerscheinungen, anspruchsvolles und spannendes. “The Elegance of the Hedgehog” ist genauso dabei wie “Appointment in Samarra”, “Death of a Salesman”, “Hedda Gabler”, “The Kite Runner” oder “Little Women” – sie lesen Dante, F. Scott Fitzgerald, Agatha Christie, Grass, den Dalai Lama, Margret Mitchell, C.S. Lewis… Bücher sind immer und überall präsent – und sie reden über das, was sie gelesen haben, was ihnen gefallen hat, was die Charaktere bewegt haben muss und was das für ihr Leben bedeutet. Diese kleinen Gespräche und die vielen Buchtitel sind wie kleine Schätze, unendlich kostbar für Mutter und Sohn. Schwalbe schreibt klug, geistreich und mit viel Gefühl über elterliche Liebe, über Schmerz, Trauer und über den großen Trost, den die Literatur spenden kann. “Reading isn’t the opposite of doing, it’s the opposite of dying.” Gleichzeitig erzählt Schwalbe von seiner Familie, wie er unter Bücherliebhabern aufgewachsen ist, wie engagiert seine Mutter zu einer Zeit war, in der es für Frauen nicht üblich war, zu arbeiten. Er berichtet über ihre Reisen in die Flüchtlingslager Afrikas, Burmas, Afghanistans und Pakistans, über die Gründung der “Women’s Refugee Commission” und über ihren unermüdlichen Einsatz für all jene, die Hass, Folter und Grausamkeiten überlebt haben. Marys letztes Projekt war die Einrichtung von Bibliotheken in Afghanistan, einer großen Zentralbibliothek in Kabul und vielen mobilen im ganzen Land, denn Mary war überzeugt, dass Lesen den Menschen hilft, ihr Land zu befrieden und sich von der Unterdrückung zu befreien. Ein beeindruckendes Portrait einer beeindruckenden Frau, die ihre Kraft auch aus der Literatur zog. Für sie gehörten Bücher untrennbar mit dem Leben zusammen. ”Books are not about passing time. They’re about other lives. Other worlds. Far from wanting time to pass, one just wishes one had more of it.” (Zitat aus “The Uncommen Reader”, das ebenfalls im Buch erwähnt wird) Dieses Buch ist so hoffnungsvoll, ehrlich und voller Gefühl, dass man als Leser das Gefühl hat, ein Freund der Familie zu sein. Es ist ein Buch, das noch lange nach dem Lesen nachwirkt und bei einem bleibt, ein Buch, von dem man hofft, dass es ganz viele Menschen auf der Welt lesen werden. Und trotzdem ist es vor allem ein ganz persönliches Buch eines Sohnes für seine Mutter. “I will never be able to read my mother’s favorite books without thinking of her—and when I pass them on and recommend them, I’ll know that some of what made her goes with them; that some of my mother will live on in those readers, readers who may be inspired to love the way she loved and do their own version of what she did in the world.” 5 brillante Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir!

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