Willa Cather

 3.8 Sterne bei 62 Bewertungen
Autor von Meine Antonia, Mein ärgster Feind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Willa Cather

Als Achtjährige übersiedelte Willa Cather (1873–1947) mit ihren Eltern von Virginia nach Nebraska, wo sie mit der unermesslichen Prärie, aber auch mit den dortigen Einwanderern aus der Alten Welt Bekanntschaft schloss. Diese Erfahrungen eines Neben- und Miteinander verschiedener Ethnien, Religionen und Kulturen prägten sie tief. Obwohl sie als Lehrerin, Redakteurin und später als erfolgreiche Schriftstellerin vor allem in New York lebte, spielen ihre Werke meist in der heroischen Weite der Prärie des amerikanischen Westens und Südwestens, der sie so ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Willa Cather erhielt den Pulitzer-Preis und gilt als eine der großen amerikanischen Erzählerinnen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Willa Cather

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Cover des Buches Meine Antonia9783442739981

Meine Antonia

 (20)
Erschienen am 02.11.2009
Cover des Buches Mein ärgster Feind9783442742202

Mein ärgster Feind

 (9)
Erschienen am 09.05.2011
Cover des Buches Sapphira und das Sklavenmädchen9783442743049

Sapphira und das Sklavenmädchen

 (6)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Die Frau, die sich verlor9783442741410

Die Frau, die sich verlor

 (7)
Erschienen am 08.12.2010
Cover des Buches Schatten auf dem Fels9783717521938

Schatten auf dem Fels

 (4)
Erschienen am 20.04.2009
Cover des Buches Lucy Gayheart9783717521570

Lucy Gayheart

 (3)
Erschienen am 14.04.2008
Cover des Buches Der Tod bittet den Erzbischof9783717519218

Der Tod bittet den Erzbischof

 (0)
Erschienen am 25.11.2008
Cover des Buches Der Tod holt den Erzbischof. Roman9783813534184

Der Tod holt den Erzbischof. Roman

 (0)
Erschienen am 01.01.1990

Neue Rezensionen zu Willa Cather

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Rezension zu "Meine Antonia" von Willa Cather

Eine sehr schöne und auch an vielen Stellen bewegende Erzählung
Sofie_Schankatvor 8 Monaten

„Meine Antonia“ ist eine sehr schöne und auch an vielen Stellen bewegende Erzählung über Familie, Freundschaft, Kindheit, Jugend, Hoffnungen, Träume und eigentlich das ganze Leben. Denn es wird ja auch über ein beinahe ganzes Leben erzählt, über das Leben von Antonia nämlich. Der Ich-Erzähler Jim lernt sie kennen, als sie etwa vierzehn Jahre alt ist, da sie beide nach Nebraska ziehen. Antonia kommt mit ihrer Familie aus Böhmen und ist zunächst Jims Nachbar. Doch auch später begegnen sie sich immer wieder, sodass Jim dem Leser tatsächlich Antonias Leben erzählen kann. Es geht dabei jedoch nicht ausschließlich um Antonia, sondern auch um viele andere interessante und sympathische Charaktere, insbesondere auch um die Mädchen, die wie Antonia als junge Frauen Dienstmädchen bei den „Einheimischen“ sind. Die Geschichte beginnt 1880, sodass man nebenbei auch noch ein bisschen erfährt, wie das Leben zur damaligen Zeit wohl in Nebraska auf dem Land gewesen ist und wie die ausländischen Familien gesehen wurden und wie sie sich durch Leben „kämpfen“ mussten wie Antonia, deren Schicksal vielleicht auch für das vieler Mädchen wie ihr stehen soll.

Am Ende des Buches schließlich ist Antonia dann eine alte Frau, die jedoch noch immer eine innere Kraft besitzt und von innen heraus strahlt, wie Jim es ausdrückt. Denn Antonia ist durch die harte Arbeit, die sie seit ihrer Jugend machen musste, nicht etwa verbittert, sondern bleibt das ganze Buch über lebensfroh, dankbar und stark.

Über Jim selbst erfährt man nicht so viel wie über diejenigen, von denen er erzählt; seine Gefühle besonders bezüglich der Mädchen bleiben unklar, wodurch deutlich wird, dass es eben nichts Jims Geschichte ist, sondern vor allem Antonias.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die Momente, Gefühle und Stimmungen, die wirklich sehr schön eingefangen sind. Man kann sich beim Lesen alles ganz genau vorstellen und fühlt sich einfach wohl.

„Meine Antonia“ ist nicht unbedingt ein spannendes Buch, sondern vielmehr eine eher ruhige Erzählung über Alltag, Veränderungen im Leben und Arbeit. Trotzdem ist es aber nicht langweilig und man liest gerne weiter, weil alles sehr anschaulich beschrieben ist und man das Lesen genießen kann, auch wenn es an manchen Stellen auch traurig ist.

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Rezension zu "Mein ärgster Feind" von Willa Cather

Dein ärgster Feind bist Du
JoBerlinvor 4 Jahren


Willa Cather ist in Deutschland kaum bekannt - dass sie nicht weiter ins Vergessen rutscht ist den Randomhouse Verlagen btb und Manesse zu danken. In Amerika aber gilt sie als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Viele von Cathers Romanen spielen im ländlichen Amerika und thematisieren das harte Leben der europäischen Einwanderer. „Mein ärgster Feind“ hat jedoch ein anderes Sujet, es ist die Entwicklungsgeschichte eines jungen Mädchens zur Ehefrau. 

Erzählt wird der Roman aus der Sicht der jungen Nellie. Im Hause ihrer Tante lernt sie Myra Driscoll kennen und ist sofort fasziniert von deren starker Persönlichkeit und ihrer Geschichte: Blutjung verlässt sie aus Liebe das ländliche Illinois und den reichen Onkel, sie verzichtet auf ihr Erbe, heiratet den geliebten Mann und geht mit ihm nach New York. Welch junges Mädchen wäre von so einer romantischen Liebe nicht entzückt? Jahrzehnte später trifft Nellie auf das nun ältere Ehepaar. Was ist aus ihnen, was aus ihrer Lebe geworden? Sind sie glücklich, zufrieden, froh? Nellie geht davon aus, doch was sie vorfindet ist desillusionierend. 

Willa Cather erzählt eindringlich von der zerstörerischen Kraft der Zeit, der Liebe, Gesundheit, Vermögen zum Opfer fallen. Sie zeigt die Missstimmungen des Alters, das Hadern um den einen Entschluss, der jetzt so tragisch falsch erscheint. Doch ist wirklich nur der Ehemann gemeint, wenn Myra von ihrem „ärgsten Feind“ spricht? Geht es nicht vielmehr um das Erkennen der Vergeblichkeit des Seins und dass jeder einzelne – für den gewählten Lebensweg verantwortlich – sich in dieser bitteren Aufrechnung selbst zum schlimmsten Feind wird?
Dieser gut geschriebene kleine Roman ist bestens geeignet, Willa Cather als kraftvoll erzählende Autorin neu zu entdecken.

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Rezension zu "Die Frau, die sich verlor" von Willa Cather

Sprachlich beeindruckend, handlungstechnisch etwas schleppend
wlatatavor 5 Jahren

Zum Inhalt: Der Richterneffe Neil wächst in Sweet Water auf, das in seiner Jugend eine wichtige aufstrebende Pionierstadt mit einem großen Bahnhof ist. Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ist das Haus der Forresters, in dem ein alter Eisenbahnfunktionär mit seiner jungen charismatischen Frau Marian wohnt. Mrs Forrester wird von allen Männern bewundert und begehrt, da macht auch der junge Neil keine Ausnahme. Für ihn verkörpert sie Schönheit, Reinheit und Treue, bis der Tag kommt, an dem er entdeckt, dass sie nicht so perfekt ist wie er dachte... Von da an beginnt eine Abwärtsspirale für Mrs Forrester, ihren Mann und ganz Sweet Water.

Fazit: Ich hab sehr lange gebraucht, um in die Geschichte hereinzufinden und fand die Handlungsabfolge manchmal etwas wirr. Erzählerisch und sprachlich hat mir das Buch gut gefallen und auch die Thematik ist interessant, aber es ging mir auch alles etwas zu schnell, mir fehlten mehr Dialoge und längere Ausführungen. Wer sich für die Pionierzeit der USA und eine interessante gesellschaftliche Studie der Zeit interessiert, der wird sicherlich fündig werden, aber wer eine spannende Geschichte um Treue, Liebe und Affären sucht, der wird enttäuscht sein. Das Buch ist durchaus lesenswert und aufgrund des geringen Umfangs auch sehr schnell durchgelesen.  Nicht zuletzt auf Grund der Bedeutung der Autorin. Trotzdem würde ich vermutlich kein weiteres Buch von ihr lesen.

Lesenswert, wenn es nicht um Spannung, sondern vor allem um Interesse an der Gesellschaft der USA während des Eisenbahnbooms geht!

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