Willem Elsschot

 3.6 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Käse, Leimen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Willem Elsschot

Käse

Käse

 (31)
Erschienen am 18.04.2016
Leimen

Leimen

 (6)
Erschienen am 01.07.2006
Maria in der Hafenkneipe

Maria in der Hafenkneipe

 (1)
Erschienen am 22.09.2009
Käse

Käse

 (3)
Cheese

Cheese

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Erschienen am 01.03.2004
Villa Des Roses

Villa Des Roses

 (0)
Erschienen am 01.10.2003

Neue Rezensionen zu Willem Elsschot

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Sikals avatar

Rezension zu "Käse" von Willem Elsschot

Alles Käse?
Sikalvor 10 Monaten

Frans Laarmann, ein kleiner Büroangestellter einer Werft, träumt seinen Traum – von Reichtum und Anerkennung, vom „Dazugehören“ und „Mitreden“ können. Als ihm plötzlich ein Job als Großhändler für Käse (Edamer vollfett) angeboten wird, greift er zu. Er sieht sich in seinen Vorstellungen als großen Geschäftsmann, der es nun zu was gebracht hat, der sich sogar seine Urlaubsreisen mit der Familie über das Geschäft finanzieren kann usw.

 

Doch die 20 Tonnen Käse lagern in einem Keller so vor sich hin, denn er weiß einfach nicht, wie er anfangen soll. So kümmert er sich erst mal um ein ordentliches Büro, eine Menge Verkaufsagenten usw. Als plötzlich sein Chef die Abrechnung durchführen möchte, wird es eng für unseren Protagonisten …

 

Der Autor Willem Elsschott schreibt kurz und knackig, pointiert und charakterisiert messerscharf. Der Protagonist ist in seiner Naivität dermaßen sympathisch, dass man zwischen Mitleid und Fremdschämen schwankt. Es zeigen sich die Grenzen des Protagonisten sehr schnell. V

om Verkauf keine Ahnung, ist er ständig am Organisieren, Planen und beschäftigt sein. Herrlich!

Obwohl der Roman bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, findet man viele Klischees auch heute noch – die neugierige Nachbarin, die immer informiert sein will; die Möchtegern-Wichtigtuer, die schnell zu Geld kommen wollen u.a.

Ein kurzweiliger, humorvoller Lesegenuss über ein käsiges Intermezzo.

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Pongokaters avatar

Rezension zu "Käse" von Willem Elsschot

Zwischen Fallada und Böll
Pongokatervor 2 Jahren

Erstmals erschienen ist dieser Kurzroman 1933 in Belgien und den Niederlanden, also zeitgleich mit den großen realistischen Romanen von Hans Fallada. Wie Fallada zeigt der Flame Elsschoot die Abgründe kleinbürgerlichen Lebens. Hier ist es ein Büroangestellter, der nach Höherem strebt und Großkaufmann werden will. Auf Deutsch erschien das Werk zuerst 1952, also zeitgleich mit den frühen Werken von Heinrich Böll. Wie Böll schreibt Elsschoot satirisch überzeichnet. Die idyllische Auflösung am Schluss hat sowohl mit Fallada als auch mit Böll wenig gemein und ist der schwächste Teil des Buchs. Die Wiederveröffentlichung im Aufbau-Verlag ist dennoch zu begrüßen.

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vanessablns avatar

Rezension zu "Käse" von Willem Elsschot

Amüsantes, kurzes Käseabenteuer
vanessablnvor 2 Jahren

Ein Familienvater geht fleißig und eigentlich zufrieden seinem Büroberuf nach. Durch die Gesellschaft von Herren der oberen Klasse, mit denen er sich regelmäßig trifft, kommt er aber plötzlich zu ganz viel Käse. Denn er wird praktisch über Nacht zum stellvertretenden Vertreter eines Käsegroßhändlers, was er aber nicht in die große Glocke hängen will. Bevor der Handel so richtig losgehen kann, muss ein Büro samt Ausstattung her, meint der Protagonist. So wird viel vorbereitet und geplant und sich gefühlt wie ein großer Geschäftsmann. Die vielen Tonnen vollfetter Edamer sind zwischenzeitlich kurzerhand zwischengelagert worden und können einem irgendwann ganz schön über den Kopf wachsen, erst recht wenn man vom Verkauf gar keine Ahnung hat.

Der Belgier Willem Elsschot schrieb diesen kurzweiligen und satirischen "Käseroman" in den 30er Jahren. Er ist noch immer aktuell, denn die Menschen und ihre Irrungen und Wirrungen, ihre Bestrebungen und Unsinnigkeiten ändern sich so schnell nicht. Die Geschäftsleute sind noch dieselben und sogar die neugierige Nachbarin. Ich habe mich beim Lesen dieses kurzen Romans, der sich ganz unkompliziert liest, sehr amüsiert. Manches hätte ausführlicher sein können, aber so blieb es kurzweilig. Die Vorstellung der Personen am Anfang ist bereits amüsant und die vorgestellten "Elemente" machen deutlich, dass es hier wirklich nur um Käse geht. Ein ziemlich ungewöhnliches Lesevergnügen für alle, die es intelligent und satirisch mögen!

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