Willi Zurbrüggen

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Nordlich, Nordlich und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Willi Zurbrüggen

Nordlich

Nordlich

 (7)
Erschienen am 01.07.2014
Nordlich

Nordlich

 (2)
Erschienen am 05.03.2010
Der ferne Tod

Der ferne Tod

 (0)
Erschienen am 04.09.2015
XXL Leseprobe: Nordlich

XXL Leseprobe: Nordlich

 (0)
Erschienen am 01.07.2014

Neue Rezensionen zu Willi Zurbrüggen

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Rezension zu "Nordlich" von Willi Zurbrüggen

Dicht gedrängte Chronik
Corsicanavor 4 Jahren

Der Roman "Nordlich" von Willi Zurbrüggen zeigt die Geschichte einer fiktiven Kleinstadt im Münsterland. Und die Geschichte ihrer Bewohner - wobei sich dies später auf drei Familien konzentriert. Bis dahin gibt es eine Fülle von Vorgeschichten der Vorfahren, deren Verwicklungen in den 1. Weltkrieg, die Nazizeit und in den 2. Weltkrieg. Es gibt Mißhandlungen, Gewalt in der Familie, Gewalt im Krieg, Gewalt im KZ und das Elend der Gefangenenlager in Russland. Ziemlich viel für einen einzigem Roman - manchmal zu viel. Ich hatte daher zwischendurch eine Leseblockade - ich konnte es fast nicht mehr ertragen und die Vielzahl der Personen erschwerte das Lesen zusätzlich. Nachher kehrt die Geschichte zum Epilog zurück und es werden wesentlich weniger Personen - das tut der Geschichte gut und macht sie übersichtlicher und eindringlicher und die Nachwirkungen in den Familien von Krieg, mangelnder Liebe und verkrusteten Strukturen werden deutlicher. 
Insgesamt ein eindringliches, oft bedrückendes  - aber sicherlich realistisches Kaleidoskop der Deutschen Geschichte im letzten Jahrhundert, dargestellt an einer Kleinstadt.

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jutschas avatar

Rezension zu "Nordlich" von Willi Zurbrüggen

Spannend verwobene Lebensgeschichte dreier Familien in Kriegs- und Nachkriegszeit
jutschavor 4 Jahren

Die Geschichte beginnt in den 60er Jahren mit einem Stierkampf, den Zigeuner in einem Dorf namens Nordlich veranstalten. Es kommt zur Katastrophe, denn die Kuh in der Arena verletzt einen Menschen schwer.

Es folgt ein Rückblick in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Die Geschichte teilt sich in 3 Handlungsstränge, die jeweils von einer Familie handeln. Der Leser erfährt viel über die einzelnen Schicksale und Charaktere. Irgendwann treffen diese Familien alle in Nordlich aufeinander, wo sich ihre Wege kreuzen. Der Leser darf die Protagonisten über einen langen Zeitraum des Schreckens und der Entbehrungen begleiten.

Der Autor hat es geschafft, mit dieser komplex verwobenen Geschichte ein deutliches Bild des Alltags während des 2. Weltkrieges darzustellen und die Einflüsse des Krieges auf die Familien zu verdeutlichen. Gleichzeitig gibt er dem Leser einen tiefen Einblick in die Grausamkeiten, zu denen Menschen in Krisensituationen fähig sind.

Anfangs war es für mich schwierig, die einzelnen Personen auseinander zu halten, weil in kurzer Zeit viele Namen und Schicksale erzählt werden. Im Laufe der Geschichte wird das aber einfacher, da sich die Personenzahl reduziert. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen und was die Protagonisten aus ihrem Leben machen. Dabei zeigte sich, dass in der Kindheit Eerlebtes sich auf das ganze Leben auswirkt und Menschen die Fehler, die an ihnen begangen wurden, oftmals als Erwachsene selbst wiederholen.

Dabei möchte ich ganz deutlich herausstellen, dass es Stellen im Buch gibt, die nicht leicht zu verdauen sind. So werden z. B. sehr brutale Szenen in Konzentrationslagern beschrieben, die dem Leser an die Nieren gehen. Mich haben diese Passagen nachhaltig beschäftigt.

Obwohl ich am Anfang meine Probleme damit hatte, die vielen Personen auseinander zu halten, fand ich die Geschichte im Verlauf immer fesselnder und konnte das Buch zum Schluss kaum mehr aus der Hand legen. Das ist es, was für mich ein gutes Buch ausmacht. Auf das Genre kommt es mir dabei gar nicht an. Wer das Buch lesen möchte, sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass die Schilderungen der Zustände in den Konzentrationslagern ihm zu schaffen machten könnte. Ich bewerte den Roman mit 4 von 5 Sternen und kann ihn wirklich weiterempfehlen.

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Booky-72s avatar

Rezension zu "Nordlich" von Willi Zurbrüggen

Nordlich
Booky-72vor 4 Jahren

Nordlich, ein fiktiver Ort im Münsterland, Anfang der 60er Jahre.

Drei Familien, drei Portraits. Die Lebensläufe der Familien werden durch den Autor geschickt miteinander verbunden und ausgebaut. Eine Mischung aus deutscher Kriegsgeschichte, Familiendrama und Gesellschaftskritik.

Ein wenig, teils auch schräger Humor sowie die Anspielungen auf Filme, Literatur und Musik aus dieser Zeit heitern die mitunter schwermütige Handlung etwas auf.

Spannend und flüssig geschrieben. Viele Nebencharaktere lassen die Geschichte allerdings unnötig etwas ausschweifen.

 3 Sterne von mir dazu.

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Gespräche aus der Community

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Willizurbrueggens avatar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich freue mich, Euch zur Leserunde meines Erstlingswerkes NORDLICH einladen zu dürfen. Der Roman spielt in dem fiktiven Städtchen Nordlich zu Beginn der Sechzigerjahre. Erzählt wird die Geschichte dreier Familien: der armen Kleinbauernfamilie Vössken, der Familie des Eisenbahners Julius Stein und der Flüchtlingsfamilie Srszprn, die aus Litauen ins Münsterland gekommen ist.

Aida, jüngstes Kind der zwölfköpfigen Familie Vössken, erstickt unter der ängstlichen Fürsorge ihrer Mutter. Auch in der für sie arrangierten Ehe , trägt sie noch an diesem Erbe – es gelingt ihr nicht, zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu reifen.

Heinz Stein wird als Kind wegen seines Brustbuckels verhätschelt und entwickelt sich zum genauen Gegenteil seines Vaters, des rechtschaffenen Julius Stein. Antriebslos lässt er sich durchs Leben treiben und träumt sich in eine glitzernde Kinowelt.

Horst Srszprn, unehelicher und ungeliebter Sohn, bleibt zeitlebens ein Außenseiter. In den dreißiger Jahren tritt er der SS bei und erlebt einen beispiellosen Aufstieg. Er wird in ein Sonderkommando berufen und leitet später die politische Abteilung im KZ Mauthausen. Am Ende des Krieges gerät er in russische Gefangenschaft und wird nach Sibirien deportiert. ‚Der Baron‘ wird er dort genannt – wegen seiner Kaltblütigkeit bleibt er am Leben. Als Spätheimkehrer wider Erwarten nach Nordlich zurückkehrend, versetzt er den Ort bald in Angst und Schrecken und verursacht schließlich eine Katastrophe ...

Zugegeben: die Horst-Srszprn-Stellen sind zum Teil harter Tobak; aber es geht in diesem Roman auch abenteuerlich und spannend und  zu und an schrägem Humor fehlt es ebenfalls nicht. Neben brustbuckligen Taugenichtsen, eloquenten Automechanikern namens Schiller und Goete, tragischen Mädchen und sadistischen Kuckuckskindern haben auch außergewöhnliche Frauen einen starken Auftritt, die der Liebe in schweren Zeiten zu ihrer Berechtigung zu verhelfen wissen.

 

Es wird mir eine Freude sein, Euch bei der Lektüre zu begleiten, Fragen zu beantworten und mit kleinen Tipps zur Stelle zu sein, wenn es um Anspielungen auf Film, Musik und Literatur geht. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Euch mein Debütroman gefällt und würde mich über eine lebhafte Diskussion außerordentlich freuen. Und nun also: Viel Spaß!

Euer

Willi Zurbrüggen

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Letzter Beitrag von  Corsicanavor 4 Jahren
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