William Andrews

 4 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf von William Andrews

William Andrews ist Autor und Übersetzer, kommt ursprünglich aus Großbritannien und lebt seit 2004 in Japan. 2016 publizierte er Dissenting Japan: A History of Japanese Radicalism and Counterculture, from 1945 to Fukushima. 2018 erscheint seine englische Übersetzung des preisgekrönten Theaterstücks Love’s Whirlpool (愛の渦 Ai no Uzu) von Daisuke Miura.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu William Andrews

Cover des Buches Das Schicksal der Drachentöchter (ISBN: 9782919800025)Myraciils avatar

Rezension zu "Das Schicksal der Drachentöchter" von William Andrews

Absolut empfehlenswert!
Myraciilvor 9 Monaten

Mir war vorher nicht bewusst, welche abscheulichen Kriegsverbrechen in Asien stattgefunden haben aber nach dem Lesen dieses Romans, hatte ich definitiv einen kleinen Einblick in die koreanische Geschichte um den zweiten Weltkrieg gewonnen.
Ich persönlich empfinde dieses Buch als keine leichte Kost, dennoch kann ich es jedem empfehlen der ein klein wenig mehr - zusammengefasst in einer absolut bewegenden Geschichte - über Trostfrauen erfahren möchte.

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Cover des Buches Das Schicksal der Drachentöchter (ISBN: 9782919800025)engineerwifes avatar

Rezension zu "Das Schicksal der Drachentöchter" von William Andrews

Was Menschen Menschen antun ....
engineerwifevor 3 Jahren

Schon der Klappentext dieses Romans von William Andrews hat mich mehr als neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor legt ein schreckliches Kapitel der Menschheits-geschichte frei, ein Kapitel, von dem ich bis dato sehr wenig wusste. Auf eine spannende Weise erklärt er dem Leser die Geschichte Koreas im Zweiten Weltkrieg und in der überaus wichtige Phase danach. Erst neulich sah ich im Fernsehen rührende Bilder auf den sich Verwandte in den Armen lagen, die während der Spaltung Koreas getrennt wurden und sich z. T. Jahrzehnte lang nicht sehen konnten. Nun verstehe ich den Hintergrund. Korea (heutzutage natürlich besonders der Norden) ist schon ein gebeuteltes Land und die Einwohner sind nicht zu beneiden. Mein ehemaliger Schwiegervater kämpfte in den 50er Jahren in Korea auf den Seiten der Amerikaner. Nun ist es mir endlich klar, welche Absicht dahintersteckte. Ob sie aus heutiger Sicht richtig oder falsch war, sei dahin gestellt. 
Vollkommen schockiert las ich in diesem Buch die Lebensgeschichte von Jae-hee, die als junges Mädchen zusammen mit ihrer Schwester gezwungen wurde, den japanischen Soldaten und Offizieren als sogenannte „Trostfrau“ zu dienen, wobei es sich natürlich um nichts anderes als Zwangsprostitution handelte. Schon allein der Begriff „Trostfrau“ macht mich unendlich wütend. Die jungen Mädchen und Frauen sollten die Männer trösten? Wer bitte tröstete die Trostfrauen? Es muss entsetzlich gewesen sein, was diese Frauen durchmachen mussten. Es ist kein Wunder, dass viele von Ihnen, wenn sie nicht durch Krankheit oder Mord ums Leben kamen, den Suizid wählten. Jae-hee entwickelte jedoch unglaubliche Kräfte. Sie kämpfte sich durch, ist sehr intelligent und konnte mit nach der aufgezwungenen „Karriere“ als Trostfrau mit ihren Sprachkenntnissen punkten und letztendlich überleben, wobei auch das Leben danach für sie keine Zuckerschlecken war.
Wie gesagt, ich bin begeistert und erschüttert zugleich von diesem interessanten Buch. Ich freue mich, mein Geschichts- und Allgemeinwissen wieder um ein Kapitel erweitert zu haben. 

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Cover des Buches Das Schicksal der Drachentöchter (ISBN: 9782919800025)K

Rezension zu "Das Schicksal der Drachentöchter" von William Andrews

Manches darf nicht vergessen werden
Kunterbuntegruneweltvor 3 Jahren

Selten hat mich ein Roman so wütend gemacht. Nicht etwa auf die Hauptfigur oder den Autor, nein. Ich war wütend über das Schicksal der armen koreanischen Mädchen, die zu tausenden aus ihren Familien gerissen wurden und für die japanischen Besatzer als Trostfrauen arbeiten mussten. Genauer heisst das, dass sie mehrfach am Tag von Soldaten vergewaltigt wurden. Das Japanische Militär verfolgte diese Technik, um die Moral der Soldaten hochzuhalten und ihre Disziplin zu stärken.
Bis heute wird das Schicksal der Trostfrauen nicht überall anerkannt, und während noch darüber diskutiert wurde ob und wie die Frauen entschädigt werden sollten, sind die meisten von ihnen leider schon verstorben.
Der Autor hat mit diesem Buch einen wichtigen Schritt getan, um das Schicksal der Trostfrauen öffentlicher zu machen.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben, zum einen die Geschichte von Anna, die ihre leibliche Familie sucht, und zu anderen Jae-hee`s Erzählung über ihr Schicksal. Ähnlich wie Anna wurde ich von ihrem turbulenten und tragischem Leben in Bann gezogen, und bewundere sie für die Stärke, die sie trotz allem erlangt hat. Der Autor hat ihre Geschichte frei erfunden, und zusätzlich noch andere fiktionale Elemente eingebunden. Dennoch nimmt Jae-hee die Leser mit auf ihre Reise zu einigen der wichtigsten Schauplätze des Koreas im 20. Jahrhundert.

Das Buch ist definitiv nichts für Leute mit schwachen Nerven, aber ich würde es dennoch weiter empfehlen. Es behandelt ein wichtiges Thema, über das viel zu wenig gesprochen wird.

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