William Boyd

 3.9 Sterne bei 473 Bewertungen
Autor von Ruhelos, Einfache Gewitter und weiteren Büchern.
Autorenbild von William Boyd (©Random House UK)

Lebenslauf von William Boyd

William Boyd wurde am 7. März 1952 in Accra (Ghana) geboren. Er studierte an der Gordonstoun School, der Glasgow University und am Jesus College in Oxford. Sein erster Roman A Good Man in Africa erschien 1981, während er als Englischdozent am St. Hildas Colleges (Oxford) tätig war, und gewann gleich zwei Preise: den Whitbread First Novel Award und den Somerset Maugham Award. Das Granta Magazine und das Book Marketing Council wählte Boyd 1983 zu den 20 besten jungen britischen Erzählern. Für seine anderen Romane erhielt er ebenfalls viele Auszeichnungen: Für An Ice-Cream War (1982) gewann er den Mail on Sunday/John Llewellyn Rhys Prize, für Brazzaville Beach (1990) den James Tait Black Memorial Prize (for fiction) sowie den McVitie's Prize for Scottish Writer of the Year. Für The Blue Afternoon (1993) wurde er mit dem Sunday Express Book of the Year Award und dem Los Angeles Times Book Prize (Fiction) ausgezeichnet. Armadillo (1998) spielt in London und erzählt die Abenteuer des an Schlaflosigkeit leidenden Versicherungsangestellten Lorimer Black, der den Auftrag hat, die Schadensfälle seiner Versicherung stets zu deren Gunsten zu regeln. Das Buch wurde die Vorlage für eine vierteilige Fernsehserie, die 2001 in der BBC ausgestrahlt wurde und zu der Boyd auch das Drehbuch schrieb. Nach Erscheinen von Boyds fiktionaler Biografie eines vernachlässigten Genies Nat Tate: An American Artist 1928-1960 (1998) blamierten sich einige prominente Kunstkritiker, die meinten, von dem Maler bereits etwas gehört zu haben. William Boyd, der von 1981-1983 auch als Fernsehkritiker für das New Stateman Magazine tätig war, ist ebenfalls Drehbuchautor. Er schrieb die Drehbücher für die Fernsehproduktionen Good and Bad at Games (1983), Dutch Girls (1985) und Scoop (1987) sowie für die Verfilmungen zwei seiner eigenen Bücher: A Good Man in Africa und Stars and Bars. Für das Erste-Weltkriegdrama The Trench, das 1999 erstmals gezeigt wurde, verfasste er nicht nur das Drehbuch sondern führte er auch Regie. Im Dezember 2001 sendete BBC Radio 4 sein neues Hörspiel, die Gespenstergeschichte A Haunting. William Boyd wurde 1983 zum Fellow of the Royal Society of Literature ernannt. Sein achter Roman Any Human Heart (2002) ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, die durch die Tagebucheinträge des Schriftstellers Logan Mountstuart erzählt wird. 2004 erschienen neue Kurzgeschichten unter dem Titel Fascination und 2005 folgte die Essay-Sammlung Bamboo. Sein jüngster Roman Restless (2006) ist ein Spionagethriller, der zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt und, der mit dem »Costa Novel Award 2006« (vormals Whitbread Award) ausgezeichnet wurde. William Boyd lebt in London. 2005 wurde er zum Commander of the British Empire (CBE) ernannt.

Alle Bücher von William Boyd

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Buchformat:
Cover des Buches Ruhelos (ISBN:9783833305368)

Ruhelos

 (112)
Erschienen am 26.04.2008
Cover des Buches Einfache Gewitter (ISBN:9783833307010)

Einfache Gewitter

 (73)
Erschienen am 09.10.2010
Cover des Buches Die Fotografin (ISBN:9783492311762)

Die Fotografin

 (58)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Eines Menschen Herz (ISBN:9783833305085)

Eines Menschen Herz

 (25)
Erschienen am 25.10.2008
Cover des Buches Eine große Zeit (ISBN:9783833309014)

Eine große Zeit

 (25)
Erschienen am 13.08.2013
Cover des Buches Brazzaville Beach (ISBN:9783833304903)

Brazzaville Beach

 (19)
Erschienen am 22.03.2007
Cover des Buches Solo (ISBN:9783833309861)

Solo

 (22)
Erschienen am 08.12.2014
Cover des Buches Armadillo (ISBN:9783833307416)

Armadillo

 (19)
Erschienen am 04.06.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu William Boyd

Neu

Rezension zu "Solo" von William Boyd

Behäbige und stellenweise altbackene Ermittler-in-Afrika-Geschichte
Soerenvor 2 Monaten

William Boyd orientiert sich an Ian Flemings Original-Zeitlinie und lässt seine Geschichte 1969 spielen. An seinem 45. Geburtstag lernt James Bond die Schauspielerin Bryce Fitzjohn kennen. Doch viel Zeit für sie bleibt ihm nicht. Ein neuer Auftrag führt ihn ins kriegsgebeutelte westafrikanische Land Zanzarim, wo er als Journalist getarnt die Militärregierungskreise infiltrieren soll. Es kommt zu den genretypischen Verwicklungen, die allerdings nicht so spannend anmuten, weil man von Anfang an ahnt, worauf es hinauslaufen wird. Aus dem Grund fand ich die ersten zwei Drittel der Geschichte, die fast komplett in Afrika spielten, auch nicht so gelungen. Es war nicht die erwartete packende Geheimagentengeschichte voller internationalen Verknüpfungen, sondern eher ein behäbiges und stellenweise altbacken wirkendes "Ein Ermittler in Afrika"-Abenteuer mit den typischen Eckdaten der alten Bond-Storys. Jefferey Deavers Bond-Roman „Carte Blanche“ war da um Längen besser. Im letzten Romandrittel gibt es zwar Reisen nach England und in die USA, doch auch die können nicht mehr viel herausreißen. Von dem versprochenen „raffiniert-verwickelten Bond-Abenteuer voll unerwarteter Wendungen“ habe ich jedenfalls wenig gemerkt.
Interessant fand ich lediglich, dass man nur an wenigen Stellen (z. B. durch das Fehlen von Handys oder manche Benimmregeln und Denkweisen) tatsächlich merkt, dass die Handlung etliche Jahrzehnte in der Vergangenheit spielt. Von einer zeitlosen oder klassischen Bond-Geschichte kann dennoch keine Rede sein.
Genau wie „Carte Blanche“ wird auch „Solo“ von Daniel Craigs Synchronsprecher, dem meisterhaften Dietmar Wunder gesprochen. Er für seinen Teil liefert wie immer gute Arbeit ab.

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Rezension zu "Die Fotografin" von William Boyd

Hübsche Geschichte, aber ohne Tiefgang
Buecherfreundinimnordenvor 2 Monaten

Amory will Fotografin werden, in den frühen 30-ziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist das für Frauen noch ein eher ungewöhnlicher Berufswunsch. Doch Amory erreicht ihr Ziel, sie wird Fotojournalistin und erlebt ein paar ungewöhnliche Affären, unter anderem mit einem verheirateten Mann. Sie bereist den Kontinent, arbeitet in den USA, kehrt nach London zurück. Sie berichtet von der Europaoffensive der Alliierten im 2 Weltkrieg. Wir folgen Amory durch ihr Leben, aber welches Ziel sie selbst verfolgt und wozu diese Geschichte erzählt wird, das erschloss sich mir nicht unbedingt. Der Autor schreibt fließend, er reichert den Text mit Fotos an, die vermeintlich Amory geschossen hat... das ist eine nette Idee und doch genügte mir das Ganze nicht, es stellte mich nicht wirklich zufrieden. Für mich fehlte es hier an einem tieferen Sinn, die Story plätscherte so dahin. Für mich bleibt „Ordentliche Gewitter“ das beste Buch, das Boyd bisher geschrieben hat!

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Rezension zu "Die Fotografin" von William Boyd

Das 20. Jahrhundert im Zeitraffer
Durga108vor 3 Monaten

Amory Clay wurde 1908 geboren. Ihr Vater war ein erfolgloser und dazu noch psychisch kranker Schriftsteller, der sie sogar eines Tages umbringen wollte. Vermutlich ein Ereignis, das alle ihre weiteren Beziehungen zu Männern stark beeinflusste. Des Weiteren hat sie einen Onkel, den homosexuellen Grevile, der ebenfalls fotografiert und ihr die Leidenschaft zur Fotografie näherbringt. So schafft es Amy tatsächlich als junge Frau entgegen aller Widerstände ihren Berufswunsch als Fotografin zu realisieren und reist nach Berlin der wilden 20er Jahre. Dort gibt sie sich nicht der Fotografie von langweiligen Familienfotos hin, sondern begibt sich in die Unterwelt, in Bordelle und zu den Prostituierten. Als sie Jahre später diese Fotostrecke in London ausstellen will, provoziert sie damit einen Skandal und die Bilder werden beschlagnahmt. Berlin sollte nicht Amorys letzte Reise sein. So leitete sie während des Zweiten Weltkriegs eine Fotoagentur in Paris, lebte viele Jahre in New York und reiste sogar als Kriegsfotografin nach Vietnam. 

Am meisten fasziniert mich an William Boyds Roman, dass es sich um eine fiktive Biografie handelt. Auch ich tappte immer wieder in diese Falle. Die im Klappentext veröffentlichten Fotos, beanspruchen ebenfalls eine historische Wahrscheinlichkeit, dabei hat sie Boyd auf Flohmärkten zusammengesucht. Und genauso entstand dieser Roman, indem er eine Geschichte um das zufällig entdeckte Foto einer jungen Frau spannt.

Natürlich habe ich andere Rezensionen über das Buch gelesen, die nicht besonders gut ausfielen. Ich muss dagegen feststellen, dass mir das Hörbuch gut gefallen hat und ich mich 10 Stunden bestens unterhalten fühlte. Dazu beigetragen hat auch Elisabeth Günther, die Amory Clay ihre Stimme lieh. 

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Gespräche aus der Community

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Leserunde der Gruppe "SuB Aufbau mit Niveau - Die literarische Runde" zum Buch

"Die Fotografin" von William Boyd.

Es werden keine Bücher verlost, aber jeder, der mit eigenem Exemplar teilnehmen möchte ist herzlich willkommen!




Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
Zur Leserunde

It is 1969 and James Bond is about to go solo, recklessly motivated by revenge.


A seasoned veteran of the service, 007 is sent to single-handedly stop a civil war in the small West African nation of Zanzarim. Aided by a beautiful accomplice and hindered by the local militia, he undergoes a scarring experience which compels him to ignore M’s orders in pursuit of his own brand of justice. Bond’s renegade action leads him to Washington, D.C., where he discovers a web of geopolitical intrigue and witnesses fresh horrors. Even if Bond succeeds in exacting his revenge, a man with two faces will come to stalk his every waking moment. More Information



Endlich - der Agent ihrer Majestät hat einen neuen Auftrag! Diesmal ist James Bond allerdings allein bzw. SOLO unterwegs und wir wollen ihn gemeinsam mit Euch begleiten! Gemeinsam mit dem Verlag Jonathan Cape (The Random House Group) suchen wir 25 Testleser für eine gemeinsame Leserunde zum englischsprachigen Originalroman! Hast Du Lust und Zeit dabei zu sein, mit uns gemeinsam zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewirb Dich gleich!

Unsere Frage an Euch: James Bond braucht in SOLO dringend ein Team, auf dass er sich verlassen kann - mit welchen Eigenschaften könntest Du ihn warum unterstützen? 

Über den Autor: William Boyd is the author of one work of non-fiction, three collections of short stories and thirteen novels, including the bestselling historical spy thriller Restless – winner of the Costa Novel of the Year – andAny Human Heart, in which the character of Ian Fleming features. Among his other awards are the Whitbread First Novel Prize, the John Llewellyn Rhys Prize, the James Tait Black Memorial Prize and the Prix Jean Monnet. He is a Fellow of the Royal Society of Literature and an Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres. In 2005, he was awarded the CBE. Born in Ghana in 1952, William Boyd spent much of his early life in West Africa. He now divides his time between the south-west of France and Chelsea, where he lives a stone’s throw from James Bond’s London address.


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Letzter Beitrag von  elisabethjulianefriedericavor 6 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

William Boyd wurde am 06. März 1952 in Accra geboren.

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