William Boyd Der Eiskrem-Krieg

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Inhaltsangabe zu „Der Eiskrem-Krieg“ von William Boyd

Gestern waren sie noch Freunde, die kernigen Deutschen und steifen Engländer in Ostafrika im Jahr 1914. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und sie stehen sich auf einmal verfeindet gegenüber. Heißt es anfangs noch, die Soldaten würden unter der ostafrikanischen Sonne »dahinschmelzen wie Eis«, sodass der Krieg schnell beendet sei, erfüllt sich diese Prognose nicht. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Hamish Cobb, Kopf einer alten britischen Offiziersfamilie, und seine Söhne Gabriel und Felix. Während Gabriel pflichtbewusst in den Krieg zieht, landet Hamish in der Irrenanstalt. Und Felix drückt sich vor gar zu viel Engagement ...

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  • Der erste Weltkrieg in den Kolonien

    Der Eiskrem-Krieg
    Fuhlsbuecher

    Fuhlsbuecher

    30. May 2013 um 16:22

    So recht kann sich niemand in den benachbarten Kolonien Deutsch- und Britisch-Ostafrika vorstellen, dass man gegeneinander Krieg führen soll. Warum und wofür? Man pflegt beste Nachbarschaft fern der Mutterländer. Aber der Erste Weltkrieg findet eben nicht nur in Europa statt. Allerdings gehen alle davon aus, dass der Krieg in Afrika schnell beendet wäre, weil die Soldaten „dahinschmelzen würden wie Eis“. Das hofft auch Temple Smith, dessen Farm besetzt und die wertvollen Maschinen von den Deutschen konfisziert wurde. Das schmerzt ihn mehr als der Tod seines Sohnes... Auf der anderen Seite steht der pflichtbewusste Engländer Gabriel Cobb, der (wie wohl viele) eher seiner Herkunft wegen als aufgrund besondere Befähigungen zum Offizier ernannt wurde. Er überlebt zahlreiche Schlachten, wird von den Deutschen gefangen genommen und verliebt sich in eine füllige deutsche Offiziersgattin. William Boyd beschreibt eine weitgehend unbekannte Seite des Ersten Weltkriegs auf eine Weise, dass man nicht versteht, warum überhaupt jemand diesen Krieg gewinnen konnte. Auf beiden Seiten herrschen tiefe Inkompetenz und Unfähigkeit. Die Absurditäten wären komisch, wenn es nicht um Krieg ginge. In seinem opulenten Roman fertigt Boyd so Krieg und Kolonialismus in einem Abwasch ab.

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  • Rezension zu "Der Eiskrem-Krieg" von William Boyd

    Der Eiskrem-Krieg
    walli007

    walli007

    11. March 2013 um 20:36

    Der irre Krieg Auch nach Afrika kommt der erste Weltkrieg. Eigentlich in guter Nachbarschaft mit den Deutschen lebend wird der Amerikaner Temple Smith fast als Erster von den Kriegwirren betroffen. Seine Farm wird praktisch unter seinem Hintern weg beschlagnahmt und nahezu zerstört. Wie idyllisch ist es da am Vorabend des Krieges noch in England. Zwar hat der sehr militaristische Familienvater Major Cobb eine etwas seltsame Einstellung. Dennoch kann die Familie die Hochzeit des älteren Sohnes noch genießen. Aber noch während der Hochzeitsreise des jungen Paares bricht der Krieg aus und der frisch verheiratete Gabriel wird nach Afrika beordert. Seine junge Frau bleibt allein in den Häuschen, dass eigentlich beider Heim werden sollte. Felix, der jüngere Sproß der Familie, dagegen hält nichts vom Krieg und zieht es vor in Oxford zu studieren. Auf diese beiden Schauplätze konzentriert sich der Autor mit seiner Kriegsberichterstattung. Damit hebt sich dieses Buch von anderen ab, die während des ersten Weltkriegs spielen. Dort wird doch häufig über kontinental-europäische Schauplätze berichtet. Und so bringt dieser Roman eine andere Sichtweise, die mich sehr gefesselt hat. Doch auch hier tritt die Widersinnigkeit des Krieges zu tage. Engländer und Deutsche, die zunächst in friedlicher Eintracht leben, sind plötzlich Feinde. Heftige Kämpfe führen zu großen manchmal grotesken Opfern. Gleichzeitig muss man erfahren, dass auch die Daheimgebliebenen sehr vom Krieg betroffen werden. Die Familie Cobb zerbricht fast an den Ereignissen. Der Vater driftet immer mehr in eine eigene Welt. Gabriel gerät früh in Gefangenschaft. Und seine junge Frau in großer Sorge um ihn gerät doch auf Abwege und bringt sich damit in Gewissensnöte, die sie kaum mehr zu lösen vermag. Schrecklich, die Folgen des Krieges. Tod und Leid kommt über die Menschen. Hunger, Gefahr aus den eigenen Reihen und nie sollte man den Kopf aus den Reihen erheben. Sehr gut und eindringlich sind die Beschreibungen des Autors, von dem ich schon einige Bücher gelesen habe und der mich bisher noch nie enttäuscht hat.

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