William Boyd Die Fotografin

(50)

Lovelybooks Bewertung

  • 65 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 2 Leser
  • 24 Rezensionen
(24)
(15)
(10)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Fotografin“ von William Boyd

Ein Klick, die Blende schließt – der Startschuss zu einem neuen Leben. Mit sieben hält Amory Clay ihre erste Kamera in Händen, eine Kodak Brownie Nummer 2, und mit ihr sind alle Weichen gestellt. Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin. Statt als Gesellschaftsfotografin in London zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt 1931 ein Leben voller Unwägbarkeiten in Berlin. Ein Berlin der Nachtclubs, des Jazz, der Extravaganz und Freizügigkeit – und der ersten Anzeichen von Bedrohung und Willkür.

Schlecht zusammengeschusterter billiger Roman, unterste Schublade

— Golondrina
Golondrina

Das Porträt einer Frau, die ihren Weg geht. Erstaunlich modern!

— Miamou
Miamou

Ein spannender Bericht über das (fiktive) Leben von Amory Clay, sogar mit ihren Fotos! Tolle Idee.

— TanyBee
TanyBee

Ein Buch mit einer Geschichte, die mich gefangen nahm- eine lebendige Figur-voller Fotos, die das Buch so fast real und lebensnah machen

— Buchraettin
Buchraettin

Ein großartiges Buch über eine starke Frau. Boyd versteht es, Fakten & Fiktion zu verweben und erzählt vom spannenden Leben der Amor Clay.

— -Leselust-
-Leselust-

Obwohl an manchen Stellen sehr langatmig, ein toller Roman über eine starke Frau.

— lui_1907
lui_1907

Toller Schreibstil! Interessante und sympathische Hauptprotagonistin! Absolute Leseempfehlung!

— Pagina86
Pagina86

Das spannende Leben einer eher langweiligen Frau. Gut geschrieben, aber es kommt nicht an vorherige Boyd's heran.

— Ulf_Borkowski
Ulf_Borkowski

Ein wundervolles Buch & Autobiograhie über eine Emanzipierte Frau, ich würde es bedauern nicht gelesen zu haben, einfach Fantastisch

— Arietta
Arietta

Bis zum Schluss liest es sich wie eine mitreißende und emotionale Autobiografie.Toll wie Boyd geschichtliche Ereignisse und Fiktion vereint.

— Poesiesoso
Poesiesoso

Stöbern in Romane

Töte mich

Nicht zu empfehlen.

verruecktnachbuechern

Hotel Laguna

Eine literarische Familienreise in das schöne Mallorca. Gewürzt mit Kritik am Massentourismus

rallus

Und jetzt auch noch Liebe

Emma ist arbeitslos, schwanger und von Vater getrennt. Als sie Joe kennenlernt.Dieser steht vor der Hochzeit.Eine amüsante Zeit beginnt.

Nina_Sollorz-Wagner

Der Brief

Starker Anfang, lasches Ende

baroki

Was man von hier aus sehen kann

Wortgewandt, bildhaft, berührend und voller Humor. Ein Buch über die Liebe, das Leben und den Tod und eine außergewöhnliche Gemeinschaft.

Seehase1977

Dann schlaf auch du

Eine Geschichte, die einem atemlos zurückläßt, grandios erzählt.

dicketilla

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Die Fotografin" von William Boyd

    Die Fotografin
    TanyBee

    TanyBee

    Leserunde der Gruppe "SuB Aufbau mit Niveau - Die literarische Runde" zum Buch

    "Die Fotografin" von William Boyd.

    Es werden keine Bücher verlost, aber jeder, der mit eigenem Exemplar teilnehmen möchte ist herzlich willkommen!




    • 150
  • Ein Fotografinnenleben...

    Die Fotografin
    Miamou

    Miamou

    25. June 2017 um 17:48

    Es ist ja doch immer etwas sehr Spezielles, wenn ein Leben erzählt wird. Besonders, wenn es auch um ein Stück Zeitgeschichte geht. So auch bei William Boyds „Die Fotografin“. Er entwirft darin das Leben seiner fiktiven Figur Amory Clay, die sich ganz unkonventionell wünscht Fotografin zu werden. Und so begleitet sie der Leser in ihren Anfangsstadien, als sie nach Berlin reist um einen Skandal zu finden, der sich dann in London plötzlich einstellt und sie dann sogar ein Verbot auferlegt bekommt zu fotografieren. Es bleibt ihr also nicht weiter über als das Angebot eines amerikanischen Verlegers anzunehmen, mit dem sie bereits eine Affäre pflegt. Aber auch dort hält es sie nur solange bis in Europa der zweite Weltkrieg ausbricht und sie an die Front will, um exklusive Bildberichte zu erstellen. Unverhofft lernt sie an der Front einen reichen englischen Gutsbesitzer kennen, den sie heiratet, der aber aufgrund seiner Kriegserlebnisse schwer traumatisiert dem Alkohol verfällt und schließlich deswegen den Tod findet. Amory bleibt mit ihren beiden Töchtern zurück und entschließt einige Zeit später wieder in einen Krieg zu „ziehen“. Sie liefert Fotoberichte aus dem Vietnamkrieg. Speziell in der ersten Hälfte des Buches berichtet der Autor sehr dicht und sehr atmosphärisch. Das Buch und seine Handlung konnten mich daher sehr schnell in seinen Bann ziehen. Es gab auch so viele kleine und feine Szenen, die das Ganze einfach sehr herrlich und leicht machten. Beispielsweise als Amory mit ihrer besten Freundin in der Dunkelkammer das Küssen übte, damit sie es dann bei einem Mann richtigmachen würden. Oder die Beschreibungen im Hause der Clays, wo der Vater Handstände macht und seine Kinder damit aufzieht, dass sie in einer Welt leben, wo sie von der Decke hängen oder wenn der einzige Sohn eine Hamsterzucht betreibt und dann alle Hamster in die Freiheit ziehen lässt, weil sie ihm so leidtun. Auch Amorys Versuche in Berlin in den verruchten Vierteln Fotos für ihre Fotostrecke zu machen, sind dem Autor sehr bildhaft gelungen. Gleichzeitig leidet man dann aber auch mit Amory mit, wenn nicht alles nach ihren Wünschen läuft. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Ihre beruflichen Erfolge und Misserfolge sind die eine Seite des Buches. Die andere ist ihr Privatleben, das sie doch auch sehr unkonventionell angeht, zumindest wenn wir heute auf diese Zeit zurückblicken. Denn tatsächlich gestaltet sie dies, so wie man das doch eher für die heutige Zeit erwarten könnte. Da gibt es den verheiraten Mann, auf den sie sich einlässt und der sie aber ihrerseits wieder mit einer anderen betrügt. Den französischen Autor, von dem sie sich eigentlich nur angetan fühlt, weil er so beharrlich ist, den australischen Soldaten, der in Vietnam stationiert ist. Es wirkt fast ein wenig als würde Moral eher eine untergeordnete Rolle spielen.Trotzdem passte das alles zusammen und wirkte durchaus rund. In der zweiten Hälfte des Buches ging dies aber meines Erachtens immer mehr und mehr verloren. Ich war äußerst gespannt, als Amory zum ersten Mal an die Front musste, weil diese Thematik der Medien, die an der Front sind und Bericht erstatten, doch etwas ist, dass man in Büchern in denen es um den zweiten Weltkrieg geht, ja eher nicht hat. Leider hat Boyd für mich da aber ein gutes Thema in den Sand gesetzt, weil man nicht wirklich Einblicke darüber bekam, wie es den Fotografen an der Front so ging. Es wirkte alles so emotionslos und fast lieblos. Generell gab es in der zweiten Hälfte viele Themen, die dann aber nur mehr sehr oberflächlich behandelt wurden. Der Schluss war mir persönlich ein wenig zu weit hinausgezögert, wobei das Ende an sich für mich dann doch etwas sehr Rührendes hatte. Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, waren die vielen Fotos, die der Autor verwendet hat um seiner erfunden Lebensgeschichte einen sehr realen Touch zu geben. Nicht nur was die Handlung betrifft, sondern auch was seine Figuren betrifft. Auch Boyds Art zu erzählen, indem er in zwei verschieden Zeitebenen hüpft gibt dem Buch die nötige Spannung, weil in der Gegenwart (die ca. um 1977 spielt) immer wieder Andeutungen gemacht werden, was in der Vergangenheit passiert ist, wobei man über diese angedeuteten Ereignisse immer erst einige Kapitel später liest.„Die Fotografin“ ist ein Buch, dass man daher gerne lesen kann. Es ist vielleicht nicht das tiefgründigste und emotionalste, aber immer braucht man das ja nicht :-) 3,5 Sterne von mir!

    Mehr
  • Enttäuschend, zum Ende hin langweilig

    Die Fotografin
    Federfee

    Federfee

    16. June 2017 um 14:08

    Die Idee ist gut: eine fiktive Biografie, so geschickt mit zufällig erworbenen Fotos bestückt, dass ich einfach mal eine Suchmaschine bemühen musste, um zu sehen, ob es diese Fotografin Amory Clay nicht doch gegeben hat. Nein, William Boyd hat sich das anhand der Fotos unbekannter Herkunft, die meisten übrigens schlecht, nur ausgedacht.Amory Clay blickt mit fast 70 Jahren auf ihr wechselvolles Leben zurück. Die Buchteile sind nach den verschiedenen Orten benannt, wo sich ihr Leben jeweils abspielte und die Geschichte wird chronologisch erzählt, unterbrochen von den Tagebuchaufzeichnungen der Ich-Erzählerin.Das heißt, ein ganzes volles, ereignisreiches Leben wird zwischen zwei Buchdeckel gepresst und das ist einfach zu viel. Anfangs hat es mich noch gefesselt, wie sie dazu kam, Fotografin werden zu wollen, zu lesen, in welch' lieblosem Elternhaus sie aufwuchs und wie der Penis ihres ersten Liebhabers genau aussah ;-), aber irgendwann wurde mir die Distanz zur Geschichte durch die Fülle von Personen und Orten zu groß, die Ereignisse allzu gerafft, das Rauchen und Trinken zu maßlos. Überhaupt wurden mir alle Personen zunehmend unsympathisch. So wenig Werte, so wenig Verantwortungsgefühl, so wenig Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer, nur dem eigenen Lustgefühl nachgebend.Vom Titel her hatte ich mir eine Fotografin vorgestellt, die mit spektakulären Fotos bekannt wird, aber die meiste Zeit hat sich Amory mit 'Gesellschaftsfotografie' (Porträts, Hochzeiten) befassen müssen, um Geld zu verdienen. Der Erfolg zum Schluss mit Kriegsfotos aus Vietnam kommt auch allzu blass herüber, ist fast wie nebenbei erwähnt.Nein, leider kommte mich dieses Buch nicht überzeugen, sondern hat mich ab der zweiten Hälfte ziemlich gelangweilt.

    Mehr
    • 5
  • Das bewegte Leben einer starken Frau

    Die Fotografin
    -Leselust-

    -Leselust-

    13. June 2017 um 10:26

    Ich habe dieses Buch so gerne gelesen. Die knapp 600 Seiten habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen. William Boyd schreibt über das Leben einer starken, selbstbewussten und abenteuerlustigen Frau. Und über ihr Leben gibt es wirklich viel zu berichten. Angefangen als Gesellschaftsfotografin in London, reist sie dann nach Deutschland und besucht Berliner Nachtclubs auf der Suche nach einem Skandal. Ihr Weg führt sie weiter nach New York, Paris, Saigon und schließlich in ein einsames Häuschen an der Küste Schottlands.All diese aufregenden Episoden aus Amor Clays leben sind so nah und eindrücklich geschildert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe Amory gern auf ihren Reisen begleitet, habe mit ihr gelitten, mich mit ihr verliebt, gefreut und war immer gespannt, was das Leben als nächstes für sie bereithält.William Boyd zeichnet das Porträt einer starken Frau, die mutig ist, für sich einsteht und für ihren Traum kämpft. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges war der Beruf des Fotografen, besonders des Kriegsfotografen, immer noch Männerdomäne und Amory Clay muss auf ihrem Weg zu Anerkennung viele Rückschläge einstecken. Doch sie gibt nicht auf. Doch Boyd zeigt auch die verletzliche, unsichere Seite dieser Frau und schafft so ein komplexes und glaubhaftes Bild.Bereichert wird dieser Roman außerdem durch zahlreiche Bilder, die Amory Clay in ihren jeweiligen Lebensabschnitten aufgenommen hat. Viele Bilder von Soldaten und Kriegen, aber auch Schnappschüsse von Familienmitgliedern und Liebhabern geben dem Leser einen zusätzlichen Einblick und lassen ihn noch tiefer in die Geschichte eintauchen.Fazit:Ein biographischer Roman, spannend, berührend, und sehr unterhaltsam. Diese Lektüre kann ich nur jedem empfehlen.

    Mehr
  • Ein Buch mit einer Geschichte, die mich gefangen nahm

    Die Fotografin
    Buchraettin

    Buchraettin

    12. June 2017 um 08:47

    Ein Buch über die Geschichte einer fiktiven Frau, einer Fotografin- eine Geschichte über ihr Leben- das Besondere dabei sind die Fotos im Buch, die das Ganze fast real wirken lassen.Was mir bei dieser Geschichte besonders gefallen hat, sind die Fotos, die immer passend zur Geschichte im Text auftauchen. Dieses Detail zusammen mit dem lebendigen, anschaulichen Stil machte die Geschichte für mich fast real. Es wirkte ein wenig als ob ich eine reale Biographie der Fotografin lesen würde.Das Buch unterteilt sich in mehrere Abschnitte, in einzelne Bücher, die jeweils eine gewisse Zeitspanne umfassen. Das Buch liest sich wie eine Art Lebensgeschichte. Sie berichtet in Rückblicken. Immer wieder werden auch Szenen die im Jahr 1977 spielen und auch im Text gekennzeichnet sind, sozusagen eingeblendet. Hier erinnert sie sich an die Vergangenheit. Geboren wurde sie 1908 und ich als Leser begleite sie durch ihr Leben. Der Untertitel des Buches „ Die vielen Leben des Amory Clay“, der beschreibt dieses Buch sehr gut. Ich begleite die Figur durch die Kindheit. Ihre erste geschenkte Kamera, die die Leidenschaft zum Fotografieren weckt. Ihre Lieben, ihre Männer, ihr Leben- privat und auch beruflich als Fotografin.Der Stil ist anschaulich, aber auch sehr gut zu lesen. Nicht überladen mit zu vielen Details, sondern für mich unheimlich fesselnd. Ich habe das Buch förmlich am Stück verschlungen, die Geschichte hat es geschafft mich zu fesselnd und mich hinein zu ziehen und mich an ihrem Leben teilhaben zu lassen.Gefallen hat mir ein besonderes Detail. Ihr Onkel beschreibt Menschen mit 4 Adjektiven, Eigenschaften, auch dieses taucht immer wieder in der Geschichte auf. Es gab auch immer wieder Überraschungen, Szenen, die mich erfreuten. Szenen, die mir den Atem stocken ließen. Szenen, die nachdenklich machen.Ein gelungenes kleines Detail war für mich hier auch das Lesebändchen. Für mich ist das immer etwas, das ein Buch besonders macht.Ein Buch mit einer Geschichte, die mich gefangen nahm- eine lebendige Figur-voller Fotos, die das Buch so real und lebensnah machen- vollste Leseempfehlung. Lebendig- fesselnd-so real wirkend- toll.

    Mehr
    • 2
  • Die Fotografin

    Die Fotografin
    Kleine8310

    Kleine8310

    11. February 2017 um 03:19

    Buchidee:  Die Idee eine Biographie aus Sicht einer fiktiven Person zu schreiben finde ich sehr gelungen! Dass Amory Clay hier Fotografin ist und ihr Leben fand ich total interessant und es hat meine Neugier geweckt!   Handlung:  Die Handlung ist sehr interessant aufgebaut und ich habe es genossen Amory ab ihren Kindertagen zu erleben! Das William Boyd dies eingebaut hat, fand ich sehr gut gewählt, da sie ja am Ende als alte Frau auf ihr aufregendes Leben zurückblickt.    Schreibstil:  Der Schreibstil von William Boyd hat mir gut gefallen. Das Buch lässt sich problemlos und flüssig lesen und zudem hat der Autor Szenen, die zum nachdenken anregen, realistisch und emotional rübergebracht, was ich toll fand!   Charaktere:  Das Hauptaugenmerk liegt bei den Charakteren ganz klar auf der Protagonistin Amory Clay und sie ist auch wirklich toll dargestellt worden. Aber auch die anderen Charaktere lässt der Autor nicht außer acht und entwickelt so ein schönes und facettenreiches Zusammenspiel der Charaktere untereinander! Spannung:  Die Spannung ist in der Geschichte leider nicht immer optimal. Es gab Passagen, da fand ich sie sehr gelungen und der Spannungsbogen ist gut gehalten worden, aber andere Passagen tröpfelten ein bisschen vor sich hin. Eine ausgewogenere Mischung hätte mir gut gefallen, sowie auch ein paar überraschendere Geschehnisse oder Wendungen. In diesem Punkt gab es noch Luft nach oben! Emotionen:  Die Gefühle hat William Boyd in den meisten Fällen sehr schön rübergebracht. Es gab, meiner Meinung nach, nur wenige Momente in denen es noch Möglichkeiten für ein bisschen mehr Tiefgang gegeben hätte. Somit bin ich was die Emotionen angeht positiv überrascht worden!   "Die Fotografin" ist eine schöne Darstellung einer Biographie einer fiktiven Persönlichkeit, die mir sehr gut gefallen hat! Ich mochte die Art, wie William Boyd, die Protagonistin durch ihre Kamera die Welt sehen lässt sehr und hatte schöne Lesestunden!

    Mehr
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

    Mehr
    • 2951
  • Spiel mit der Wirklichkeit

    Die Fotografin
    Ginevra

    Ginevra

    09. October 2016 um 08:10

    Amory Clay ist eine junge Britin aus gutem Hause, die durch eine Verkettung von Zufällen ihre Leidenschaft zur Fotografie entdeckt - die noch in den Kinderschuhen steckt. Der Vorteil: nur wenige Menschen kennen sich mit den Geräten, dem chemischen Entwickeln der Fotoplatten und ersten Filme aus, so dass Amory sich vor interessanten Aufträgen kaum retten kann. Ihr Beruf führt sie rund um den Globus - in einer Zeit, die von Aufstieg und Fall, Krisen und Krieg geprägt ist. So erlebt sie die "wilden" 20-er Jahre in Berlin, fotografiert das Nachtleben und lernt zugleich die Vielfalt sexueller Spielarten kennen. Später fotografiert sie Kriegsschauplätze des Zweiten Weltkriegs, bis hin zu Vietnam, immer eng verknüpft mit ihrer eigenen, bewegten Biographie. Den schottischen Schriftsteller William Boyd (geb. 1952) kannte ich bisher als Autor von Thrillern (zuletzt James Bond: Solo). Dass er eigentlich ganz andere Ansprüche an sich und seine Bücher hat, wurde mir erst beim Lesen der "Fotografin" klar."Ich versuche, Literatur zu Realität zu machen", sagt Boyd. "Dafür eigne ich mir alles an, von Geschichte bis zu Dokumentationen. Und dann, wie ein Kannibale, der das Hirn seines Feindes isst, um stärker zu werden, nehme ich all diese Fakten und mache daraus Literatur. Ich hoffe immer, dass das, was ich schreibe, dann so realistisch wirkt, dass die Leser glauben, sie lesen über ein tatsächliches Leben. Wenn das passiert, ist es mir geglückt."Ich hatte zuerst mit der Hörbuchversion (im Download) begonnen, die von Schauspieler Dietmar Wunder sehr einfühlsam vorgetragen wird. Doch aufgrund der vielen Fotografien, die das Buch erst so richtig lebendig werden lassen, habe ich bald auf das Buch gewechselt und kann sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat! Manche Kritiker fanden Boyds Idee "billig", alte Flohmarkt-Fotografien zu einer fiktiven Biografie zusammenzustellen - ich fand sie genial. Die Fotos passten einfach richtig gut zur Handlung, und haben mir die damalige Zeit richtig lebendig vor Augen geführt. Außerdem finde ich, dass es gut zum Thema passt: ein Spiel mit Realität und Abbild. Auch Amory fragt sich oft, wie sie was fotografieren muss, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, und die Kunst des Zeigens bzw. Weglassens ist ihr sehr bewusst.Einen Stern ziehe ich ab, da ich manche Passagen etwas zu lang fand, und den Überblick über die Männer in Amorys Leben etwas verlor... aber insgesamt hat das Buch bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.Fazit: wer sich auf diese kleine historische Zeitreise einlassen möchte, wird bestimmt nicht enttäuscht sein! 4 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Schön,aber...

    Die Fotografin
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    02. August 2016 um 10:46

    "Irgendwie wusste ich,dass es in meiner Macht stand,die unerbittlich verrinnende Zeit anzuhalten und diese Szene ,diesen Bruchteil einer Sekunde auf einem Foto zu bannen(...)In meinen Händen lag die Macht,die Zeit anzuhalten;so dachte ich zumindest."(Seite 9) Inhalt: " Mit sieben hält Amory Clay ihre erste Kamera in Händen, eine Kodak Brownie Nummer 2, und mit ihr sind alle Weichen gestellt. Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin. Statt als Gesellschaftsfotografin in London zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt 1931 ein Leben voller Unwägbarkeiten in Berlin. Ein Berlin der Nachtclubs, des Jazz, der Extravaganz und Freizügigkeit – und der ersten Anzeichen von Bedrohung und Willkür. Amory Clay, eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist, die unerschrocken ihren Weg geht, ihre Lieben lebt, ihre Geschicke selbst in die Hand nimmt. Tief fühlt sich William Boyd in sie ein und versteht es glänzend, Fiktion und Geschichte miteinander zu verschränken: das ausschweifende Berlin der frühen dreißiger Jahre, New York, wo sie den Mann trifft, der alles verändert, Paris im Zweiten Weltkrieg. Nach »Ruhelos« hat Boyd erneut eine unvergessliche Heldin geschaffen, eine verwegene, verblüffend moderne Frau, einen Künstlerroman, der das Porträt einer ganzen Epoche zeichnet." Meinung: "Die Fotografin" war mein erster Roman von William Boyd und von der Grundidee bin ich einfach begeistert.Eine fiktive Biografie,so überzeugend geschrieben und mit schönen Fotos gestalten,dass man das "Fiktive" einfach vergisst und ein Gefühl hat eine wahre Geschichte zu lesen. Die Protagonistin,Amory Clay,fand ich anfangs sehr interessant.Schon als Kind war sie sehr eigensinnig und von Fotografie fasziniert,schon damals beschließt sie Fotografin zu werden,obwohl es in damaligen Zeit kein ehrenbarer Beruf für eine Frau war.Nach dem Schulabschluß  verfolgt Amory den Berufstraum sehr zielsträbig weiter.Ihr erstes eigenes Projekt-Nachtleben in Berlin-endet mit einem Skandal.Bis zu diesem Moment war ich von der Geschichte fasziniert.Leider wird dann die Figur von Amory immer blasser und gewöhnlicher,sie ist nicht mehr die starke,unabhängige Frau,wie sie anfangs noch war.Auch das Künstlerische geht teilweise verloren und fotografieren ist für Amory oft nur eine Möglichkeit Geld zu verdienen (und nicht mehr Berufung).Die interessanten historischen Erreignisse (die Weltkriege und der Vietnamkrieg) werden zwar angesprochen,aber leider nicht vertieft und dienen nur als Hintergrund für Amorys persönliche Erlebnisse,die fast nur mit ihren Liebschaften zu tun haben.Schade,weil so geht sehr viel Potential verloren.Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und leicht zum lesen.Mir hat sie gut gefallen,aber ich hätte mir wirklich mehr tiefe und eine ausdruckstärkere Protagonistin gewünscht.

    Mehr
    • 2
  • Insgesamt interessant, aber etwas farblose Protagonistin

    Die Fotografin
    anushka

    anushka

    England, 1915: Zu ihrem 7. Geburtstag bekommt Amory Clay von ihrem Onkel ihre erste Kamera. Das stellt die Weichen für ihren späteren Berufswunsch: Fotografin. Allerdings lebt Amory in einer Zeit, in der Frauen solche Berufe nicht gerade offen stehen, sodass Amory sich beweisen und sich ihren eigenen Namen hart erarbeiten muss. Über die Jahrzehnte hinweg ist sie mal Gesellschafts-, mal Modefotografin, mal Künstlerin, aber auch mal Kriegsreporterin. Dabei erleben Amory und ihre Familie die großen weltpolitischen Krisen und Umbrüche mit."Die Fotografin" erzählt Amorys Lebensgeschichte bis ins hohe Alter. Amory Clay ist allerdings fiktiv und dieses Buch eine fiktive Biographie. Amory erzählt die Geschichte einmal in der Gegenwart im Jahr 1977 und einmal in der Vergangenheit. Unterfüttert sind ihre Schilderungen mit Fotografien, passend zu der jeweils geschilderten Situation. Das macht das Buch noch glaubhafter."Die Fotografin" ist nicht reißerisch, sondern bedient sich durchweg eines ruhigen Tonfalls. Mit Hilfe der Fotos entsteht eine anschauliche historische Atmosphäre. Die Ruhe dieses Buches ist für mich jedoch auch ein Kritikpunkt. Amory schildert ihre Erlebnisse oft sehr distanziert. An manchen Stellen übernehmen die Liebesaffären den Fokus und die Fotografin Amory tritt stark in den Hintergrund. Generell wirkt es eher, als würde Amory immer nur knipsen und im richtigen Moment draufhalten. Wirklich künstlerische Ideen und Überlegungen treten nicht zutage, sodass mir das Fotografen-Leben etwas zu kurz kam. Amory hat oft Glück oder gute Beziehungen, über die sie in Krisenzeiten immer wieder einen Job auftreibt, sodass sie nie eine wirkliche Krise zu durchleben scheint. Die abgedruckten Fotos waren in meinen Augen nicht von übermäßig hoher Qualität, sodass ich die Reaktionen in der Geschichte teilweise nicht nachvollziehen konnte. Hier wären ein paar historische Informationen zum damaligen Stand der Fotografie hilfreich gewesen. Insgesamt fehlte mit fortschreitender Seitenzahl zunehmend die Spannung, auch wenn Amory im Alter von 60 Jahren unbedingt noch nach Vietnam als Kriegsfotografin will und auch in diesem Alter auf die Männer unwiderstehlich wirkt. Oder gerade deswegen. Spannend war es vor allem immer dann, wenn sich Amory wegen eines Fotos in eine brenzlige Situation bringt, was ich berühmten Kriegsfotografen so kenne, was bei Amory jedoch selten passiert. Für mich bleibt Amory durchweg etwas farblos. Ihre Biografie ist interessant, aber insgesamt nicht sehr emotional, weil Amory alles irgendwie nur teilweise macht und berichtet: mal Mutter, mal Fotografin, mal Kriegsreporterin, mal Männergeschichten. Auch das Weltgeschehen wird meistens nur angerissen. Dabei sind Generationen der Clay-Männer direkt von den Kriegen betroffen. Da das Buch aber insgesamt interessant ist und mit seinen 70 Jahren Lebensgeschichte viele Ereignisse und Weltgeschehen umfasst und vor allem Amorys frühe Jahre sehr gut greifbar sind, vergebe ich 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde. Ich hatte mir generell etwas mehr von dem Buch versprochen.

    Mehr
    • 3
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    30. May 2016 um 23:19
  • Das spannende Leben einer langweiligen Frau

    Die Fotografin
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Anfangs hat mir dieses Buch sehr gefallen. Die fiktive Biographie einer interessanten Frau. Amory Clay ist Fotografin und erzählt kurz vor ihrem 70.Geburtstag über ihr wechselvolles Leben. Als Kind ist sie originell und eigenwillig, da macht es großen Spaß, ihre Geschichte zu lesen. Noch dazu sind liebevoll Fotos eingeflochten, deren Entstehung man mitverfolgt. Großartig. Ihre eigentliche Fotografenkarriere liest sich dann leider wie ein mäßiger Hollywoodfilm. Amory ist jung, schön und begabt. Die Männer liegen ihr zu Füßen und fördern gerne ihr berufliches Weiterkommen. Sie lebt mal in London, New York, Berlin oder Paris, kokettiert damit, provokative Fotos zu machen, hat Erfolg, aber nicht einen einzigen künstlerischen Gedanken. Müsste eine Fotografin nicht ein Auge für Farben, Licht und Schatten, für Motive und Stimmungen haben? Amory hat das nicht nötig. Sie ist einfach gut. Im zweiten Weltkrieg arbeitet sie als Kriegsberichterstatterin. Welch Abenteuer. Mutig schmuggelt sie sich an die Frontlinie und schießt Fotos, wo sie nur kann. Angst hat sie kaum. Ab und an sieht sie Leid und hält die Kamera drauf. Da wird doch der Krieg zur Sightseeingtour. Diese Frau ist taff, abgebrüht, die Coolness in Person. Langweilig. Später zieht sie sogar aus „Unternehmenslust“ in den Vietnamkrieg, was sie immerhin zum Nachdenken bringt und was dann wohl auch Zeit wird. Zu dem Zeitpunkt ist Amory fast 60, wickelt aber noch immer Männer um den Finger. Ziemlich nervtötend ist auch, dass sie sich ständig Zigaretten anzündet und Drinks jeder Couleur genehmigt. Natürlich hat man in den 20er Jahren, ja sogar noch in den 60ern, überall geraucht. Wenn das historisches Flair erzeugen sollte, wären da schon Varianten wünschenswert.Dieses Buch hätte spannend werden können, wenn es ihm gelungen wäre, eine tolle Frau lebendig zu machen. Leider bleibt sie nur ein Bild, eine Actionfigur mit künstlichem Glamour, was auf Dauer wirklich ermüdet. Mich hat es nach etwa der Hälfte sehr gelangweilt. 

    Mehr
    • 8
  • Die Fotografin

    Die Fotografin
    JuliB

    JuliB

    07. May 2016 um 13:33

    Mit "Die Fotografin" legt William Boyd wohl bereits den dritten Roman in Form einer fiktiven Biografie vor. Bis dato war mir der Autor gänzlich unbekannt und von mir aus hätte ich wohl nie zu diesem Buch gegriffen, hätten sich diverse Kritiken nicht überschlagen. Zudem gab es reichlich mündliche Empfehlungen und auch die Rezensionen auf lovelybooks geben ein positives Bild ab. In diesen Reigen kann ich mich an dieser Stelle nur einreihen. - Die Geschichte der Amory Clay ist interessant und lesenswert. Obwohl fiktiv, greift der Roman eine Zeitspanne von den Dreißiger Jahren bis in die Siebziger auf.  Amory schildert ihre Lebensgeschichte, ihren zu der Zeit ungewöhnlichen und kaum als anständig zu begreifenden Wunsch, Fotografin zu werden. Sie lässt den Leser teilhaben an ihren Affären, ihren Misserfolgen und Erfolgen, ihrer Zeit als Kriegsreporterin und den Verlusten ihres Lebens. Zahlreiche schwarzweiße Fotos unterstreichen Amorys Erlebnisse und Eindrücke, machen das Gelesene glaubwürdiger und greifbarer. Ein starker, sehr emanzipierter Frauenroman, der für mich zwar ein paar kleine Längen aufweist und sich aus der Tatsache heraus, dass Miss Clay in einer Zeit "gelebt" hat, in der Krieg Hauptthema in der alltäglichen Weltkorrespondenz gewesen ist, genau um dieses Thema dreht und die Geschichte füllt, aber trotzdem eine weitere Empfehlung durchaus wert ist. 4 von 5 Sternen  

    Mehr
  • Meisterhafter fiktiver biographischer Roman

    Die Fotografin
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. May 2016 um 11:05

    Meisterhafter fiktiver biographischer RomanEinfach erstaunlich ist es, wie Boyd aus einem Zufallsfund, einem alten Foto mit dem Motiv einer jungen Frau im Badeanzug in einem Gewässer stehend, auf gut 550 Seiten eine ganze Lebensgeschichte, eine Welt der Entwicklung, der Gefühle, entstehen lässt. Und zudem eine Zeitgeschichte vom Ende des 19. Jahrhunderts hindurch bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.Durch die „wilden 20er“, vor allem durch die Zeit der beginnenden 30er Jahre in Berlin, in Deutschland, aber auch durch die Nachkriegsjahre und die kriegerischen Auseinandersetzungen jener Zeit.Mit all den britischen Konventionen, die zu nächst noch galten, mit den Eigenarten der Charaktere (vor allem Amory Clays Vater). Mit einem guten Teil der Geschichte der Fotografie (vielfach benennt Boyd Kameras, wobei er, zum Glück, vermeidet zu sehr in seitenlange technische Details einzutauchen), vor allem aber mit der außerordentlichen Geschichte einer jungen Frau, die in der damaligen Zeit ihren Weg geht. Abenteuerlustig, weltoffen, international, weit entfernt von jenen „sesshaften“ Fotografen jener Tage.„Klick, ich machte mein Foto“.Ein einfacher Satz, der Programm ist. Wobei Boyd diese Fotografien zu einem Teil der Geschichte macht, den Roman damit illustriert und somit auch „Biographien“ zu vielfachen Fotografien erzählt, die wunderbar altertümlich ihren Platz in dieser Geschichte von Freiheit und Lebenslust und, später, tiefer, gelassener Weisheit finden.Dabei standen jener Amory klassische, konventionelle Wege durchaus weit offen. Angefangen damit, dass die Leiterin ihres Internats sie zu fördern gedenkt, nach Oxford bringen möchte. Eine Ehre zur damaligen Zeit gerade für Frauen und eine Garantie für Aufmerksamkeit und eine gewisse Form der Karriere, die Amory lakonisch, ruhig und selbstbewusst ausschlägt.Ebenso, wie es möglich gewesen wäre, eine „Gesellschaftsfotografin“ zu werden. Doch schon früh im Roman lässt Boyd seine Amory auf einen solchen Treffen und deutlich mitschwingen, wie verächtlich dieser selbst über die reine Abbildung der Feierlichkeiten der vermeintlich „besseren Gesellschaft“ denkt und redet.Das 320. Jahrhundert, gerade in den ersten 25 Jahren, war eine Zeit des Aufbruchs. Der Überwindung von Konventionen, der vermeintlichen Freiheit, der Künste, der Clubs, des Kabaretts, der modernen Musik, der Ausgelassenheit, aber auch der Not, der Bedrängung, der politischen Extreme, in der, zunächst, die Freiheit sich am Ende erst einmal nicht durchsetzen konnte.Eine Entwicklung, die Boyd anhand von Amory minutiös vor Augen führt und dabei eine immer größere „Offenheit des Herzens“ aus den vielfachen Erfahrungen heraus entfaltet.„Wie lange man auch auf diesem kleinen Planeten verweilen mag, was immer einem dabei widerfahren mag, das Wichtigste ist, dass man dann und wann empfänglich ist für die Liebkosung des Lebens“.In der Form geht lässt Boyd seine Protagonistin ihren Weg, ihr Leben von hinten heraus (dem Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts“ in Form eines tagebuchartigen Berichtes erzählen. Ruhig, sachlich, nicht emotional in romantischen Gefühlen schwelgend, nicht verklärt an eine „bessere“ Vergangenheit gerichtet, sondern mit einer gewissen inneren Distanz, einem trockenen Humor und fast teilweise neutral-sachlichen Augen, die auf diese Jahre und diese Welt zurückblicken.Sprachlich und in der entfalteten Geschichte eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

    Mehr
  • Zu real um fiktiv zu sein!

    Die Fotografin
    Alexandra_Luchs

    Alexandra_Luchs

    21. April 2016 um 18:25

    Armor Clay entdeckt in den 1930er Jahre ihre Passion zur Fotografie. Damals ist sie fast noch eine Exotin, die meisten Berufsfotografen sind Männer, das Pflaster ist entsprechend steinig für sie. Im Verlauf der Handlung sucht die junge Frau nicht weniger als sich selbst, ihre berufliche Position und die Liebe. Armory durchlebt politische und emotionale Krisen und ist Zeitzeugin in aufrührenden Zeiten. William Boyd erzählt die fiktive Lebensgeschichte dieser Figur so authentisch und webt sie so nahtlos in historische Fakten ein, dass ich gar nicht glauben konnte, hier einen Roman vor mir zu haben. Alles liest sich so echt, fühlt sich so echt an, dass ich immer noch ein klein wenig überzeugt bin, dass Amory Clay eine tatsächliche historische Persönlichkeit war. Das liegt unter anderem an der detaillreichen Geschichte. In der Handlung finden sich Bezüge zum ersten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg, zu den Entwicklungen in England in den 1930er Jahren und dem „verruchten“ Berliner Nachtleben. Zum anderen werden alle Etappen der Geschichte mit Armorys Fotos unterlegt. Wir sehen sie, ihren Vater, ihre Männer und die Kriegsfotografien. Diese Fülle an Details verwebt sich zu einem perfekten Bild. Auch die vielen Nebenhandlungen, Schicksalsschläge und interessanten Charakere, die Armorys Weg kreuzen, sind zu ausgefeilt, um nur erdacht worden zu sein. Da die Handlung aus Armorys Perspektive erzählt wird, ihr Ton so leicht, manchmal spöttisch aber immer gefühlvoll ist, konnte ich mich ihr als Charakter schließlich nicht mehr entziehen. Von der ersten bis (vor allem!) zur letzten Seite hat sie mich immer wieder überrascht und zum Nachdenken gebracht. Vor allem das Ende empfand ich dabei als besonders wertvoll. Die Hauptfigur des Romans, Armory, spielt häufig ein Spiel, das sich darum dreht Personen mit nur vier Adjektiven möglichst umfassend zu beschreiben. Möchte man dieses Buch ebenso beurteilen, würde ich „elegant, träumerisch, mitreißend und historisch“ wählen. Eigentlich sind aber vier Adjektive längst nicht genug! Es fehlen: großartig, fesselnd, sinnlich, poetisch…

    Mehr
  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

    Mehr
    • 779
  • weitere