William Boyd Die Fotografin

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Inhaltsangabe zu „Die Fotografin“ von William Boyd

Als Amory mit sieben von ihrem Onkel Greville eine Kamera geschenkt bekommt, entfesselt dies eine Leidenschaft, die sie ihr Leben lang begleiten wird. Statt in London als Gesellschaftsfotografin zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt ein neues Leben im verruchten Berlin der späten 20er Jahre. In New York begegnet sie dem Mann, der alles verändert, und in Frankreich ist sie als Kriegsfotografin tätig. Ihre Sehnsucht treibt Amory immer weiter: Sie nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand, lebt ihre Lieben und ist ihrer Zeit weit voraus. Dabei versucht sie immer, sich ihre Träume zu erfüllen und ihre Dämonen zu bekämpfen.

Beeindruckende Frau in einer turbulenten Zeit - vorgelsesen mit der wunderbar angenehmen Stimme von Elisabeth Günther.

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Tolle Geschichte, sehr gut gelesen.

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  • Die Fotografin eines Jahrhunderts

    Die Fotografin

    Daphne1962

    20. August 2017 um 19:40

    Die Fotografin von William Boyd, gelesen von Elisabeth GüntherManchmal sind es so kleine Sachen, die bei Kindern ausgelöst werden, wo sich später mal eine beginnende Leidenschaft herauskristallisiert. Bei Amory Clay war es das Geschenk ihres Onkels Greville. Er schenkte ihr, als sie noch ein Kind war eine Kamera. Anfangs knipst sie nur herum, aber später beginnt sie bei ihrem Onkel an zu arbeiten und unterstützt ihn bei seinen Aufträgen.Der Autor William Boyd hat hier eine Figur erschaffen, die so authentisch dargestellt wird, als hätte sie wirklich existiert. Er hat eine Biografie geschrieben, die so lebendig von ihr selbst erzählt wird, dass man verwundert ist, wie der Autor sich in diese weibliche Rolle hineinversetzen konnte.Schon früh widerfährt Amory etwas schicksalhaftes in ihrem Leben, was sie ein Leben lang prägen wird. Ein versuchter Selbstmord ihres Vaters, der seine älteste Tochter mit in den Tod reißen wollte, misslingt zum Glück. Aber das wirft sie erst mal aus der Bahn. Erst Onkel Greville nimmt sich ihrer an. Um als Frau auf dem Markt der Fotografie sich zu etablieren muss sie ein Experiment wagen. Sie fährt von England nach Berlin und freundet sich mit der Fotografin Hannelore an. Fortan streifen sie durch das Nachtleben und machen Fotos in einschlägigen Etablissements. Die Zeit in England scheint noch nicht reif zu sein für derartiges Bildmaterial. Immerhin schreiben wir die 20er Jahre. Niedergeschlagen geht ihre Reise nun nach New York. Der Inhalt ist zu komplex um alles aufzuzählen. Man möchte ja dieSpannung auch nicht nehmen. Die Männer der Amory Clay füllen ja schon ein halbes Buch. Einen Stern Abzug, da beim Hörbuch die vielen Figuren nach den Zeitsprüngen schwer einzuordnen sind. Dennoch ein kluges und einfühlsam erzähltes Leben einer Fotografin, die immer wieder Wege suchte, ihr Leben führen zu können. So liebe ich Erzählungen, denn vielleicht gab es ja so eine außergewöhnliche Frau wirklich. Schön wäre es auf jeden Fall. 

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  • Noch nie von Amory Clay gehört?

    Die Fotografin

    Weltverbesserer

    12. August 2017 um 18:51

    »Falls Sie von der großen Fotografin Amory Clay noch nie gehört haben, hat das nichts mit einer Bildungslücke zu tun. Es gab sie nie. Amory Clay ist eine weitere von William Boyds Erfindungen, und ihre Geschichte ist [. ..], so genial mit geschichtlichen Ereignissen verbunden, so sorgfältig konstruiert, sogar mit entsprechenden Fotografien versehen, dass sie täuschend echt wirkt.«, buchnews.com Amory Clay – wächst im London der 10er und 20er Jahre des 20. Jahrhunderts auf und entdeckt schon früh ihre Faszination für die Fotografie, eine für Mädchen für die damalige Zeit unübliche Beschäftigung. Ihr Onkel Greville, zu dem sie eine sehr enge Beziehung hat, schenkt ihr ihre erste Kamera und verschafft ihr auch erste Aufträge als Portraitfotografin. Ende der 20er Jahre geht Amory nach Berlin, und lernt Hannah kennen, die ihr Zugang ins verruchte Berliner Nachtleben verschaffft und damit auch zu dem ein oder anderen erotischen Abenteuer. Amory gelingen nach und nach heimlich einige erotische Aufnahmen, die sie in ihrer späteren Galerie ausstellt. In dieser Galerie trifft sie nach ein paar Wochen auf den interessanten Amerikaner Cleveland Fincy, mit dem sie eine Affäre beginnt und der sie engagiert in New York zu arbeiten. Für Amory beginnt eine aufregende Zeit, doch der zweite Weltkrieg steht kurz bevor und New York wird nicht Amorys letzte Station bleiben. William Boyd schafft es mit Bravour, den Eindruck zu vermitteln, das aufregende Leben einer Frau zu erzählen, die tatsächlich existiert hat. Der Roman wird aus der Ich- Perspektive erzählt und das ist es was den Roman so „fesselnd“ macht. Amory befindet sich zum Zeitpunkt der Erzählung im Jahr 1977, ihrer Gegenwart und erzählt ihre Lebensgeschichte bei ihrer Kindheit beginnend. Die Rückblenden sind bildlich geschrieben und erzählt, so dass es mir sehr leicht gefallen ist, mir das Erzählte vorzustellen. Auch wenn der Roman nicht spannungsgeladen ist, wollte ich trotzdem wissen, wie es mit Amory weiter geht. Es gab auch eine Passage zum Ende hin, die ich etwas ermüdend fand, weil dort sehr viele Charaktere eingeführt wurden, die für die weitere Handlung eigentlich keine (wichtige) Rolle spielen. Das Ende war aber wieder sehr gut. Eine einnehmende Sprecherin – Elisabeth Günther die die Geschichte der Amory Clay mit warmer und tiefer Stimme erzählt. Ich schwankte zwischen 4 und 5 Sternen, habe mich dann aufgrund der Passage die mir nicht gefallen hat, für 4 Sterne entschieden.

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  • Amory Clay

    Die Fotografin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Am 7. März 1908 wird Amory als das älteste von drei Kindern der Familie Clay geboren. Ihr Vater lässt eine Geburtstagsanzeige schalten, in der er die Öffentlichkeit wissen lässt, dass sein Sohn zur Welt gekommen sei. Aber egal ob sich das Familienoberhaupt eher einen männlichen Nachfolger gewünscht hat Amory ist und bleibt die älteste Tochter seiner Familie. Schon im Alter von sieben Jahren hält Amory ihre erste Kamera in der Hand und erlernt dank ihres Onkels Greville das Fotografieren. Dieser Zauber einen kurzen Moment der Gegenwart auf Bildern festzuhalten, lässt das Mädchen nicht mehr los. In den kommenden Jahren entwickelt sie dieses Handwerk immer weiter und arbeitet, nach ihrem Schulabschluss, schließlich als Fotografin. In der Zeit um 1950 herum bewegt sich Amory mit ihrem Beruf allerdings in einer Männerdomäne. Ihr Name der die damaligen Mitmenschen zunächst an einen Mann denken lässt kommt ihr an diesem Punkt zu Gute und hilft ihr bisweilen aus brenzligen Situationen heraus. So kämpft sich die junge Frau durch schwierige gesellschaftliche, soziale aber auch politische Gegebenheiten ihrer Zeit. Ihr berufliches Vorankommen immer fest im Blick. Die Protagonistin Amory Clay lässt im hohen Alter ihr Leben noch einmal Revue passieren und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Durch die detailreichen und sehr glaubwürdigen Schilderungen könnte man meinen, dass diese Erzählungen autobiographischer Natur sind. Doch der Charakter Amroy Clay entspringt ganz William Boyds Fantasie. Diese Frau hat es in Wirklichkeit leider nie gegeben. Die erwähnten Schauplätze bzw. die geschichtlichen Ereignissen hingegen schon. Sie entsprechen der Realität und verhelfen der Handlung zu noch mehr Authentizität. Der Leser erhält einen intensiven Einblick in das tägliche Leben von damals. Amory wird zu Beginn ihrer Karriere als Fotografin natürlich nicht ernst genommen. Die wirklich "tollen" Fotos kann, in den Augen der Kunden, natürlich nur ihr Onkel schießen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Resonanz ihrer ersten Ausstellung in London vielleicht eine ganz andere gewesen wäre, hätte ein Mann die Aufnahmen gemacht. Aber unabhängig von der Geschlechterfrage erlebt man eine biedere britische Gesellschaft vor dem zweiten Weltkrieg, die in der Öffentlichkeit den Schein wahren und bestehende Problematiken nicht thematisieren möchte. Die Schauspielerin Elisabeth Günther spricht den Charakter Amory Clay und führt den Zuhörer, durch eben erwähnte Szenen, mit einer klaren und einnehmenden Stimme. Dank ihr "saß" mir die Protagonistin die ganze Zeit gegenüber und erzählte mir, bei einem Tee, ihre Lebensgeschichte. Zeitweise war ich wirklich wie gebannt. Amory Clay habe ich mir dabei allerdings immer als junge bzw. als Frau Anfang der Dreißig vorgestellt, aber nie als alte Dame, die ihr Leben rekapituliert. Fazit: Tolle Geschichte, die ich im Hörbuchformat nur empfehlen kann.

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