William Boyd Eines Menschen Herz

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Inhaltsangabe zu „Eines Menschen Herz“ von William Boyd

Logan Mountstuart ist Schriftsteller, Kunsthändler, Spion: Anfang Zwanzig brilliert er mit einer Shelley-Biographie, heiratet eine adlige Lady, trifft auf Berühmtheiten wie Evelyn Waugh (der ihn auf einer Party küsst!) und Virginia Woolf (die Zicke!). Er lernt in Paris Hemingway und Picasso kennen und kauft Gemälde von unbekannten Künstlern namens Paul Klee und Juan Gris. In Form von Tagebucheinträgen ist Eines Menschen Herz hochspannend und abenteuerlich komponiert von William Boyd, einem der brillantesten englischen Romanciers.

Toll geschrieben, aber ein wenig enttäuschende Story.

— haberland86

Einfach nur großartig! Ein Tagebuchroman, ein Entwicklungsroman und eine Geschichte des 20. Jahrhunderts - par excellence.

— Buchhandlung_am_Schaefersee

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    Eines Menschen Herz

    haberland86

    15. October 2015 um 09:40

    William Boyd ist ein meisterhafter Erzähler, was auch in "Eines Menschen Herz" von der ersten bis zur letzten Seite deutlich wird. Dennoch war ich von der Geschichte, die das Leben des Schriftstellers Logan Gonzago Mountstuart in Tagebucheinträgen umreißt, ein wenig enttäuscht. Denn wie die Tagebücher der meisten Menschen, enthalten auch die seinen hauptsächlich Banalitäten. Viele davon fügen sich zwar im Laufe der 670 Seiten stimmig und verblüffend zusammen, doch die wirklich spannenden Passagen - die es durchaus gibt - beschränken sich auf vielleicht 200 Seiten; was mir im Ganzen betrachtet jedoch zu wenig war. Zugegeben - bislang habe ich nur ein weiteres Buch des Schriftstellers gelesen. Von "Ruhelos" war ich aber so begeistert, dass die Erwartungen an dieses Buch vielleicht von vorneherein ein wenig zu hoch gesteckt waren.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

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    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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    • 8480
  • Leben, Lieben ... Lesen!

    Eines Menschen Herz

    Buchhandlung_am_Schaefersee

    06. August 2015 um 21:21

    Logan Mountstuart schreibt Tagebuch. Er beginnt damit 1923 - als Schüler eines Eliteinternats in Großbritannien. Es ist sein letztes Schuljahr, kurz vor dem Wechsel zum College, und er langweilt sich. Als ziemlich versnobter junger Mann lernt der Leser ihn kennen, der sich mit seinen Freunden "Herausforderungen" überlegt, um diesem letzten Schuljahr irgendeinen Sinn zu verleihen. Es ist amüsant zu lesen, wie Logan seine Aufgabe, in die erste Rugby-Mannschaft seiner Schule zu kommen, löst. Es ist ein Sport mit dem er, als angehender Intellektueller, keine Emotionen außer Abscheu und Herablassung empfindet. Voller Neid beobachtet er hingegen seinen Freund Peter, der die so furchtbare Aufgabe eine Bauerstochter zu verführen, mit Bravour und hormonellen Höheflügen angeht. Hinter Logans Spott wird seine Sehnsucht nach einer Frau/einem Mädchen deutlich. Und damit ist bereits eines seiner Lebensthemen auf raffinierte Art im Roman untergebracht. Die Sehnsucht zu lieben und geliebt zu werden ist allzu menschlich, und Logans Unreife macht es sehr anrührend davon zu lesen. Wie der Tagebuchroman danach fortschreitet ist einfach nur großartig. Vor den Augen des Lesers entwickelt sich der arrogante Logan zu einem Menschen mit tiefen Gefühlen. Vom hochgelobten Schriftsteller zu Spion im zweiten Weltkrieg, vom Familienvater zum Liebhaber, gebeutelt von Gefangenschaft und Verlust - es ist eine Erziehung des Herzens, die er durchläuft. Und dieses Herz ist dem Leser am Ende so nah, dass ich durchaus ein paar Tränchen verdrückt habe. William Boyd lässt Logan in seinem Tagebuch eine Stilentwicklung machen, welche die zunehmende Einsicht in die Komplexität des Lebens Schritt für Schritt miterlebbar macht. Am Ende steht zwar eine gewisse Art von Weisheit - aber auch im hohen Alter ist ein Mensch nicht vor spontanen Fehlern gefeit. Wer lebt der irrt, so auch Logan. Aber auch: Wer lebt, der liebt. "Eines Menschen Herz" ist beeindruckend und sehr einnehmend. Es umfasst die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts und die wichtigsten Ereignisse im Leben eines Menschen. Nicht sentimental, nicht kitschig. Irgendwie ... echt? Nun, so echt wie ein fiktives Tagebuch nur sein kann. Und vor allem: Unvergesslich. Lesen!

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  • Boyd – EINES MENSCHEN HERZ

    Eines Menschen Herz

    Haeddl

    31. March 2014 um 15:39

    EINES MENSCHEN HERZ ist ein Roman, der, je weiter er fortschreitet, immer besser wird. Erzählt wird in Form eines Tagebuches das komplette Leben des (fiktiven) Schriftstellers Logan Mountstuart (1906-1991) von seiner Schul- und Studienzeit in Oxford bis zu seinem Tod in einem abgeschiedenen Dorf in Frankreich. Mountstuart durchlebt in dieser Zeitspanne alle Höhen und Tiefen, die das Leben so zu bieten hat: Er lernt große Persönlichkeiten der Literatur- (Woolf, Joyce, Hemingway, ...) und der Kunstszene (Pollock, Picasso, ...) kennen, lebt an den unterschiedlichsten Orten der Welt (London, New York, Nigeria, ...), macht alle persönlichen Glücksmomente und Schicksalsschläge durch (Ehen und deren Scheitern, Kinder und deren Tod, Kriege, Krankheit, Reichtum, Armut, ...) und endet als armer aber glücklicher Mann. Besonders gefallen hat mir, dass, je älter Mountstuart wird, der Schreibstil immer gekonnter wird. Der Wandel vom egoistischen Upper-Class-Dandy zum gereiften, erfahrungsreichen Mann ist auch in der Themenwahl und der Weltanschauung in seinen Tagebüchern zu erkennen – ein klassischer Entwicklungsroman also. Zunächst war mir dieser Schnösel Mountstuart höchst unsympatisch, gegen Ende empfand ich fast schon Mitleid und Trauer (sofern man so etwas für eine fiktive Figur empfinden kann). Fazit: Ein tragisch-schönes Buch – 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    Frau_Erdnussbutter

    21. January 2012 um 19:07

    William Boyd schlüpft in die Rolle des Logan Mountstuart und erzählt durch seine Tagebücher ein ganzes Leben. Schon auf den ersten Seiten war auch ich mittendrin im Leben des 17-jährigen Logan, der sich gerade seinen Platz in der Welt mit Mutproben und Mädcheneroberungen suchte. Er möchte Schriftsteller sein und nach einem mittelmäßigen Studium in Oxford, in dem er sich mehr mit einer Shelley-Biografie beschäftigt als mit seinen Vorlesungen, geht der Weg stetig nach oben. Exzesse mit James Joyce, Ernest Hemingway und skurrile Begegnungen mit Picasso säumen seinen Weg zum hochgelobten Literaten. Er wird zum Kriegskorrespondenten, erlebt erhebende Momente und niederschmetternde Lieben. Er lernt die Frau seines Lebens kennen. Nichts kann Logan Mountstuart mehr aufhalten. Als er in Kriegsgefangenschaft gerät und für tot gehalten wird, bricht sein Glück. Er kommt zurück und nichts ist mehr, so wie es war. Jetzt folgten die Kapitel die mich erst von der anfänglichen Begeisterung zurücktreten ließen. Ein tief depressiver, verarmter Erzähler, der ruhelos durch sein Leben wandert. Fast zuviel. Bis sich Logan ein letztes Mal aufrafft und ein neues Leben in Frankreich beginnt. Weiter lesen: http://dasbuchprojekt.blogspot.com/2012/01/william-boyd-eines-menschen-herz.html

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  • Eine wunderbare Hommage auf das Auf und Ab des Lebens

    Eines Menschen Herz

    Stefan83

    06. October 2011 um 23:06

    Das Lesen ein herrlicher Zeitvertreib seien kann, machen manche der heutigen Romane fast wieder vergessen. Vielen fehlt schlichtweg die Magie, der Zauber, den es bedarf, um uns für längere Zeit aus der Wirklichkeit zu holen und die Phantasie anzuregen. Nicht so William Boyds „Eines Menschen Herz“. Im Jahre 2009 als Leseexemplar erhalten, blieb es längere Zeit in meinem Regal unangetastet stehen. Die Tagebuchform und auch die große Seitenzahl wirkten abschreckend auf mich, ließen einen zähen, überladenen Wälzer fürchten. Stattdessen wurden deshalb erstmal „Ruhelos“ und „Brazzaville Beach“ gelesen. Mit diesen beiden war nicht nur mein Interesse an diesem Autor und seinen Werken geweckt, auch die Neugier war nun stärker als die Zurückhaltung. Gottseidank, möchte ich sagen, denn was Boyd hier geleistet hat, lässt sich wahrlich nur mit dem Prädikat „meisterhaft“ versehen. Das Werk des im Jahre 1952 geborenen englischen Schriftstellers, in dem er einiges aus seiner eigenen Biographie mit eingebaut hat, reiht sich nahtlos in die Riege der großen modernen Romane ein und schafft es auf beeindruckende Art und Weise das Leben einer fiktiven Person zu einem realen, authentischen Leseerlebnis zu schmieden. „Eines Menschen Herz“ sind die Tagebucheinträge von Logan Gonzago Mountstuart, der, im Jahre 1906 in Uruguay geboren und 1991 in einem Dorf in Frankreich gestorben, beinahe das gesamte 20. Jahrhundert durchlebt und viele wichtige historische Ereignisse aus nächster Nähe verfolgt hat. Bei wohlhabenden Eltern aufgewachsen, tritt er jung ins College von Oxford ein, das er mehr schlecht als recht absolviert. Ein Historiker, wie geplant. ist er nicht geworden. Aber seine Begabung zum Schreiben hat er entdeckt. Als neuer hochkarätiger britischer Schriftsteller begibt er sich in das Milieu seiner Schreiberkollegen, säuft er gemeinsam mit Evelyn Waugh und zankt mit der herrischen Virginia Woolf. Schließlich zieht es ihn in den Spanischen Krieg, wo er Freundschaft mit Hemingway schließt und auch seine Affinität zur Kunst entdeckt. Es folgen Jahre des großen Glücks, der Unbekümmertheit, der lang gesuchten Liebe. Logan schwelgt, genießt das Leben, die Martinis. Bis schließlich der Zweite Weltkrieg ausbricht. Logan antwortet dem Ruf der Majestät, wird zum Spion des Marineministeriums, wo er auch Ian Fleming kennen lernt, den er kurzerhand zum Schreiben verführt. Seine Mission führt ihn auf die Bahamas. Dort soll er den Herzog von Wales und seine Gattin beobachten, die unter dem Verdacht stehen, mit Nazis Geschäfte zu machen. Logan erfüllt seine Pflicht, spielt Golf mit dem Herzog, der ihn schließlich hintergeht und in eine schlimme Intrige verwickelt, die ihn auf Jahre verfolgen soll. Gegen Endes des Krieges springt er über der Schweiz ab, um flüchtige Anführer des Dritten Reichs zu verfolgen. Stattdessen gerät er für zwei Jahre in Haft. Als er zurückkehrt sind Frau und Kind tot, seine Träume vom Familienleben liegen in Trümmern. Doch der Strudel der Zeit lässt ihn nicht los. Kunsthändler in Paris, New York. Orgien, Feste. Treffen mit James Joyce, Picasso. Universitätsprofessor in Nigeria, Biafra-Krieg, Rückkehr. Ende der Kreativität, beginnende Armut, stilvoller Niedergang. Logan wird alt, gerät in das konspirative Umfeld der Roten-Armee-Fraktion und lässt sich schließlich im ländlichen Frankreich nieder, wo er im Schatten eines Baumes verstirbt … Nur ein Leben, nur eine Person im Mittelpunkt. Und doch, ja doch, ein schlichtweg wunderbares Buch über ein gesamtes Jahrhundert, über ein Schicksal und das von vielen. Wie William Boyd die Lebensgeschichte des fiktiven Schriftstellers Logan Mountstuart zu Papier gebracht, dessen Erlebnisse in kleinen, aber so lebendigen Tagebucheintragungen zum Leben erweckt hat, nötigt nicht nur Respekt ab, sondern berauscht. Boyd schöpft die stilistischen Mittel zur Gänze aus, um den jeweiligen Puls der Zeit wiederzugeben. Und mit ihr die Stimmung, die Musik, die Gerüche. Während die ersten Einträge aus Jugendzeiten noch von kindlicher, ungestümer Kürze sind, schillert in den Einträgen der erfolgreichen 20er und 30er Jahre ein Hauch von Aufstieg, Bewegung und Erfolg hervor. Das dies die Jahre seiner großen Liebe, die des Übermuts, der Lebensfreude und Grenzenlosigkeit sind, kann man lesen, mitfühlen. Selbiges gilt dann auch für die Nachkriegsjahre, von denen nur Verzweiflung, Trauer und Trostlosigkeit bleiben. Ein gebrochener Mann, der lange braucht, um dem Leben neuen Sinn zu verleihen, reifer und nachdenklicher zu werden und dank dem Erlebten, den Erfahrungen, letztendlich zur Erkenntnis zu gelangen: „Das ist alles, was das Leben am Ende ausmacht: die Gesamtheit des Glücks und des Unglücks, das einem widerfährt.“ „Eines Menschen Herz“ liest sich wie aus einem Guss, streckt dem Leser die Hand entgegen, der sie bereitwillig nimmt und es sich inmitten der Gedanken- und Gefühlswelt Logans bequem macht. Man kann nicht umhin, ihn zu mögen, diesen geschmeidigen James Bond, diesen modernen Abenteurer und tragischen Helden, dessen Leben man nicht nur begleitet, sondern mitlebt. Knappe prägnante Charakterporträts, weltpolitische Geschehen und Entwicklungen, welche Logan scheinbar immer nur zufällig kreuzt. Was „Forrest Gump“ für die Leinwand war, scheint „Eines Menschen Herz“ für das Buch zu werden. Eine wunderbare Hommage an das Auf und Ab des Lebens. Der Tod ist dann nicht nur das Ende des Romans, sondern gleichzeitig auch das Ende einer Reise. Ein wehmütiges, trauriges Ende, das mich, vielleicht auch wegen des Bruchs im letzten Satz, unheimlich berührt und bewegt hat. Insgesamt ist „Eines Menschen Herz“ ein umwerfend schönes und fesselndes Buch über eine fiktive Person, auf der Suche nach der Liebe, die dem Schicksal stets tapfer die Stirn geboten hat. Kein Ausnahmeheld, keine Besonderheit. Aber ein Mensch seiner Zeit. Eine Zeit, welche unwiderruflich vorbei, aber dank Werken wie diesen, nie verloren oder vergessen ist. Wie schrieb Elmar Krekeler von „Die Welt“: „Boyds bisher großartigster und berührendster Roman.“ Dem ist rein gar nichts hinzuzufügen!

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    mango

    19. January 2011 um 16:34

    "Eines Menschen Herz" beschreibt das komplette Leben des Logan Mountstuart in Tagebuchform. Die Idee ist gut, aber dabei bleibt es leider auch. Durch viele viele Zusatzanmerkungen und ein viel zu langes Personenregister am Schluss wird die Handlung wirr und unübersichtlich. Hier und da blitzen ein paar spannende Handlungstränge auf... um dann gleich wieder im Sande zu verlaufen. Man kann sich nicht recht in den Tagebuchschreiber hineinfühlen, wie es bei solch einem Buch eigentlich zu erwarten wäre. Im Gegenteil, Mounstuart wirkt auf mich unsympatisch, sein Leben sehr realitätsfern und viel zu überkonstruiert. Ich hatte schon nach wenigen Seiten Mühe, überhaupt weiter zu lesen. Nach meinen bisherigen Boyd-Büchern (Brazzaville Beach, Ruhelos und Einfache Gewitter) stelle ich mir die Frage: Was war das denn bitte? Mein Fazit: Viele Fakten, kein Herz.

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    Golondrina

    16. January 2011 um 12:17

    Dieses Buch hatte ich mir als Reiseliteratur auserkoren und na ja, in Ermangelung an Ausweichlesestoff dann auch zu Ende gelesen. Geschrieben als Tagebuch erzählt es das Leben des Logan Gonzago Mountstuart, gespickt mit Kommentaren des Herausgebers und ergänzt durch ein 15seitiges Register aller auftretenden Personen. Alles fiktiv. Trotz einer Fülle an Informationen blieb mir der Hauptdarsteller seltsam fern und auch keine der weiteren Personen konnte mir ans Herz wachsen. Es gibt ein paar längere Tagebucheinträge, die den Lesefluss steigerten aber dann folgten wieder zahlreiche kurze Episoden - na ja, in einem Tagebuch muss ich mir ja auch nicht erklären, wer Person X, Y, Z ist. Dem fremden Leser allerdings auch nicht und so blieb die Lektüre für mich bruchstückhaft und oberflächlich.

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. February 2010 um 15:51

    Sie liegen meist irgendwo versteckt und verfügen über ein kleines Schloss. Meist ist ihr Leser gleichzeitig Verfasser. Denn Tagebücher, vor allem ihr Inhalt sollen bekanntlich nicht an die Öffentlichkeit dringen. Sie sind schließlich die Hüter der persönlichsten Geheimnisse, die man nur einigen noch leeren Seiten schreibend anvertrauen will. Doch Tagebücher sind nicht nur in dieser geheimniskrämerischen Funktion wertvoll. Sie können zudem Spiegel einer Person und einer ganzen Zeit sein. Tagebücher von großen Menschen sind deshalb so einmalig, weil große Menschen meist den richtigen und umfassenden Blick auf die Geschehnisse. Genau so ist das Tagebuch von Logan Mountstuart….doch wer ist eigentlich Logan Mountstuart? VIELE GESICHTER Nach seinem Studium der Geschichte in Oxford betritt Logan Mountstuart, geboren 1906 in Uruguay, vollends die literarische Bühne. Mit seiner Biografie über den englischen Schriftsteller Shelley bekommt er die Aufmerksamkeit der Szene, die er zuvor als Student eher aus dem Status des stillen Beobachters kennenlernte, wenn er mit Freunden und Lehrern diskutierte, wenn er ab und an einen schillernden Empfang besuchte, bei denen namhafte Größen wie beispielsweise Virginia Woolf auftauchten. Dem ersten Buch folgen weitere, mit mehr oder weniger guten Kritiken. Mountstuart verfasst zudem als Journalist selbst Rezensionen und Fachartikel, dank seines eigenen Agenten Wallace, der ihm den einen oder anderen Auftrag vermittelt. Und mit dem beruflichen Erfolg kommt auch der Erfolg bei der Damenwelt. Während er seine ersten sexuellen Erfahrungen mit der Freundin seines besten Freundes Peter erlebt, seine erste Ehe Jahre später geschieden wird, lernt er mit Freya - dem Grund der Scheidung - jene Frau fürs Leben endlich gefunden glaubt. Mit der Geburt der kleinen Tochter Stella scheint das Lebensglück vollkommen zu sein. Doch die politischen Entwicklungen, das Brodeln am Rand des Zweiten Weltkrieges, verändert Logans Leben. Im Spanischen Bürgerkrieg, wo er als Kriegsberichterstatter begegnet er mit Ernest Hemingway eine weitere literarische Berühmtheit. Später wird er für den Dienst in den Reihen der Marineaufklärung angeworben, mit einem speziellen Auftrag: Logan wird zum Spion. Erst auf den Bahamas, wo er den zuvor den abgedankten englischen Herzog im Auge behalten soll, später bei einer gefährlichen Aktion, bei der hochrangige Nazis ausgekundschaftet werden. Doch dazu wird es nie kommen: In der Schweiz wird Logan verhaftet und einem Schloss gefangen gehalten. Die Jahre vergehen, er wird für tot erklärt. Erst einige Zeit später wird er frei gelassen und kehrt nach England, aber nicht zu seiner Familie zurück, da seine Frau und seine Tochter bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen waren. Logan muss sein Leben neu aufbauen. Mit Hilfe seines Freundes Ben, einem Galleristen, geht er nach New York, um als Kunsthändler eine Galerie zu betreuen. Er lernt namhafte Künstler kennen, auch die eine oder andere Frau, mit der er eine kurze oder auch lange Zeit zusammen ist. Mittlerweile ist sein anderer Freund Peter zu einem Bestseller-Autor geworden, während er selbst nahezu nichts mehr geschrieben hat. Eine pikante Affäre mit einer Minderjährigen zwingt Logan zur nächsten örtlichen Veränderung. Er flieht nach Europa, um sich einem drohenden Prozess zu entziehen. Mit den Jahren erlebt der einst bekannte Schriftsteller den finanziellen Ruin. Als Rentner schließt er sich einer linksextremen Gruppierung, die die Aktionen der Roten Armee Fraktion unterstützt. Nach einer Reise nach Deutschland, um einen Kontakt zur Szene herzustellen, taucht Logan ein weiteres Mal ab. EIN LEBENSWERK Welch ein Leben - möchte man sagen, ja staunen mit Blick auf die Erlebnisse und Erfahrungen des Logan Mountstuart. Und der lobende Ausdruck „was für ein Buch“ kann und muss man getrost gleich anfügen in Richtung seines Autors William Boyd. Denn wie das Leben des gebürtigen Südamerikaners und späteren Weltenbürger, der in vielen Ländern und einer Hand voll Kontinente sich niederlässt und heimisch fühlt, erzählt wird, ist von besonderer Art. Besser gesagt: die Form des Erzählens ist das Bemerkenswerte. Denn in der Form eines Tagebuches zieht das Leben des Helden vorbei. Manche Einträge sind genauestens datiert, manche ohne Angabe von Zeit und Ort. Doch jeder Eintrag bringt dem Leser den Helden näher. Denn Tagebücher haben bekanntlich eine sehr persönliche Note, sind Notizen, in denen intimste Gedanken und Gefühle zum Ausdruck kommen. Und das mit einem besonderen Grad der Ehrlichkeit. Hier kommentiert er den Lauf der Welt und die politischen Geschehnisse von Hitlers Machtergreifung, über den Kennedy-Mord bis zum ersten Menschen auf dem Mond. Hier erzählt er über sein Verhältnis zu Frauen, gibt Gedanken zu seinen Freunden und Feinden preis, ungeschminkt und ohne den faden Schleier der Heuchelei. Und da Logan einem reichen Liebesleben nicht aus den Weg gehen konnte, sind zahlreiche Szenen sehr erotisch und in diesem Sinne auch sehr detailliert. Neben Logan kommt jedoch noch eine Stimme zu Wort, die das Tagebuch mit Kommentaren versieht, jenes in das Leben des Autors zeitlich einbettet, am Ende auch vom Ende des Helden berichtet. Mit diesem Kunstgriff wird nahezu der Anschein erweckt, das Tagebuch ist real, was es natürlich genauso wenig ist wie die Person des Autors, Kunsthändlers und des Spions. Gerade mit diesem Spiel mit Fiktion und Realität erhält der Roman einen einzigartigen Charakter. Doch das ist nicht die einzig bemerkenswerte Eigenschaft. Als reich kann man ohne Frage dieses Buch bezeichnen, das wie nur wenige im schillernden Leben seines Helden sowohl gesellschaftliche und politische als auch soziale und familiäre Aspekte schildert. Das Buch ist ein Spiegel eines ganzen Jahrhunderts und einer besonderen Persönlichkeit, der immer wieder Kraft für einen Neuanfang besitzt, trotz seiner Stärken Schwäche zeigt. Die Gefühle nach dem Tod seiner Frau Freya sind nur ein Beleg für dieses intensive, weil emotionale und ehrliche Abbild eines Menschen. Und wer Spannung sucht, wird hier fündig. Trotz eines speziellen Anspruchs hat das Buch die besondere Gabe, wie eine Droge zu wirken. Man will mehr lesen, mehr erfahren über diesen Menschen, der sich mit seinem Tagebuch transparent wie nur möglich zeigt, man will dessen Verwicklungen mit dem Zeitgeschehen einfach mitleben. Und wenn Literatur zu einem Erlebnis und zu einer Erfahrung mit Blick auf die großen Lebensthemen wie Liebe, Freundschaft, Familie und Tod wird, hat sie mit ihrer Wirkung Großes geschaffen.

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    stories!

    03. August 2009 um 17:31

    William Boyd entwirft in diesem kurzweilig-fabulierten, süffig zu lesenden Tagebuchroman ein Intellektuellen - Panorama des zwanzigsten Jahrhunderts. Logan Mountstuart, sein fiktiver Protagonist, arbeitet als Schriftsteller, Kunsthändler und Spion, lebt und liebt in London, New York und Paris. Dazu lernt er allerlei illustre Gestalten kennen, darunter Virginia Woolf und Pablo Picasso. Ich habe diesen einsamen Helden von seiner Jugend bis zu seinem Tod begleitet und mit Wehmut beerdigt. Eine wunderbare Urlaubslektüre!

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  • Rezension zu "Eines Menschen Herz" von William Boyd

    Eines Menschen Herz

    Reisende

    23. October 2008 um 19:27

    Bislang sehr unterhaltsam. Leider ist noch kein wirklicher Handlungsstrang erkennbar.

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