Ruhelos

von William Boyd 
4,0 Sterne bei112 Bewertungen
Ruhelos
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D

Spannend, gut geschrieben und rührt historisch fundiert (wenngleich mit viel Fiktion) am Treiben britischer Geheimagenten im 2. Weltkrieg

Vanilles avatar

Der Schluss konnte überzeugen und ließ so das Buch in meiner Wertung steigen.

Alle 112 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ruhelos"

Was geschieht, wenn sich alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, plötzlich als Trugbild erweist? In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin die ganze Wahrheit über ihre Mutter Sally: Dass sie Eva Delektorskaja heißt. Dass sie eine russische Emigrantin ist. Dass sie im Krieg als Spionin gearbeitet hat. Und dass ihr Leben bedroht ist. Ans Telefon geht sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie im Rollstuhl, obwohl sie laufen kann. Wie gut können wir einen Menschen kennen? Diese zutiefst beunruhigende Frage stellt William Boyd in seinem atemberaubenden Spionagebestseller: Ruhelos.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833305368
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Berlin Verlag Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.04.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.03.2007 bei Hoffmann und Campe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    cvcoconuts avatar
    cvcoconutvor 2 Jahren
    nichts ist wie es scheint

    Die junge Ruth meistert ihr Leben als alleinerziehende Mutter, alles scheint normal, doch dann verrät ihr ihre Mutter ein großes Geheimnis. Plötzlich ist nichts mehr so, was sie bisher für real gehalten hat. Als Leser beginnt man selber mit zu recherchieren und erhält einen Einblick in das Leben der Russin. Stück für Stück baut sich so eine Geschichte bzw. ein Leben auf, was bis in die Gegenwart reicht. Das Buch hatte einige spannende Szenen, leider aber auch viele, die sich einfach sehr zäh  gelesen haben. Die Tatsache, wie man jahrelang ein Doppelleben führen kann, war interessant, aber sonst etwas öde.

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Agenten- Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren!!
    Agenten- Roman

    Inhalt des Buches:
    Ruth staunt nicht schlecht als ihre 66- Jahre Mutter ihre Memoiren überreicht. Sie war während des zweiten Weltkriegs Agentin für die britische Regierung und musste dann 1941 schnell untertauchen, da jemand nach ihrem Leben trachtet....

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch liest sich sehr leicht und ich konnte mich gut in die Protagonisten einfühlen und mitzittern. Es weist eine gute präzise Sprache auf und hat ein sehr guten Spannungsbogen am Ende der Geschichte. Ich war wirklich traurig als ich das Buch fertig gelesen hatte.

    Fazit:
    Ein Buch, welches ich dringend empfehlen möchte!!

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    Buechergeplauders avatar
    Buechergeplaudervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: "Ruhelos" bekommt von mir 3 Sterne. Zwar hat es mir gefallen, doch nicht in dem Maß unterhalten, wie ich es mir von diesem Buch gewünscht hä
    Ruhelos

     

    Ruth Gilmartin erfährt, im Sommer 1976, die ganze Wahrheit über ihre Mutter Sally. Diese hieß damals nicht Sally, sondern Eva Delektroskaja und als Spionin gearbeitet hat. Ihre Mutter schreibt ein Buch über ihr damaliges Leben und gibt dies Stück für Stück Ruth weiter.


    Ruth kann es einfach nicht fassen. Ihre Mutter war damals eine Spionin? Kein wunder, dass sie sich immer noch wie eine Verrückte, mit Verfolgungswahn, benimmt. 


    Ihre Mutter vereinbart mir Ruth ein Klingelsignal, damit sie auch sicher sein kann, ständig fühlt sie sich verfolgt und niergendwo sicher. Nun weiß Ruth auch den wahren Grund für das Verhalten ihrer Mutter. Denn diese hat es nicht leicht gehabt in ihrem früheren Leben.


    "Ruhelos" von William Boyd, lässt sich flüssig lesen und ist leicht verständlich. Da durch, dass das Buch spannend aufgebaut ist, hat man das Gefühl als Leser, mitten in Eva Delektroskajas Vergangenheit zu stehen und alles live mitzuerleben.


    Mit den Zeitsprüngen hatte ich am Anfang etwas Probleme, ich musste mich erst daran gewöhnen. Nachdem ich mich zurechtgefunden habe, konnte ich das Buch ohne Unterbrechungen durchlesen.


    Viele Stellen waren für mich etwas träge und lahm. Andere gingen rasant zu und Platzen vor Spannung. 


    "Ruhelos" bekommt von mir 3 Sterne. Zwar hat es mir gefallen, doch nicht in dem Maß unterhalten, wie ich es mir von diesem Buch gewünscht hätte.

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    M
    MelladeLuxevor 6 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    Ein Buch das mich sehr gefesselt hat und auch noch lange in seiner Stimmung nachklingt. Toll geschrieben, spannend, nicht zu flach, hier kann man abtauchen und möchte gar nicht wieder auftauchen. Volle 5 Sterne!

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    Diedrichsens avatar
    Diedrichsenvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    Spannend, intelligent konzipiert, packend erzählt.

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Spionage-Literatur mal literarisch

    Nach "Brazzaville Beach" ist das nun schon der zweite Roman von William
    Boyd, den ich gelesen und von der ersten bis zur letzten Seite genossen
    habe. Mit Wörtern wie "Meisterwerk" und "Bestseller" tituliert, ist es
    mir auf den Belletristik-Tischen der Buchhandlungen ins Auge gesprungen,
    nur um dann gleich bei Beginn der Lektüre festzustellen, dass es sich
    wohl doch eher um einen klassischen Spionageroman, als um eine normale
    Erzählung handelt.

    Ein gewagter Sprung in die Genreliteratur, wird der ein oder andere
    vielleicht denken, doch auf jeden Fall ein Wagnis, das sich ausgezahlt
    hat, denn Boyd bringt mit "Ruhelos" eine äußerst beklemmende,
    tiefgründige Geschichte auf Papier, die nicht nur sprachlich, sondern
    vor allem vom Aufbau her zu überzeugen weiß.

    Ihren Anfang findet sie im Jahre 1976, im beschaulichen Oxford. Es ist
    ein ungewöhnlich heißer Sommer, unter dem die Bevölkerung der
    Universitätsstadt zu leiden hat. Darunter befindet sich auch die allein
    erziehende Sprachenlehrerin Ruth Gilmartin mit ihrem Sohn Jochen, die
    sich zudem zunehmend Sorgen um die Gesundheit ihrer älter werdenden
    Mutter Sally macht. Diese hat sich nach einem Hausunfall in einen
    Rollstuhl setzen lassen und sucht nervös den angrenzenden Waldrand mit
    dem Fernglas ab. Ihr Haus verlässt sie kaum noch, Telefonanrufe nimmt
    sie nur nach vorher vereinbarten Klingelzeichen ab. Was Ruth anfangs für
    den Beginn von Altersdemenz hält, hat viel tiefer gehende Gründe. Eines
    Tages kommt die Überraschung: Sally eröffnet ihr, dass sie in
    Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des
    britischen Geheimdienstes ist. Eine Spionin, die nun um ihr Leben
    fürchten muss...

    Was für ein Beginn, möchte man sagen, denn trotz einiger Zweifel
    hinsichtlich dieser konstruierten Eröffnung der Mutter, entfaltet das
    Buch im weiteren Verlauf eine schon fast unheimliche Sogwirkung. Boyd
    teilt nun die Geschichte in zwei Handlungsstränge auf und führt den
    Leser zurück in das Jahr 1939, wo die russische Emigrantin Eva, in Paris
    lebend, nach dem Tod ihres Bruders durch die Nazis, von dem mysteriösen
    Lucas Romer für den britischen Geheimdienst angeworben wird. Was folgt
    ist eine intensive Ausbildung in Schottland samt Einsätzen in Belgien,
    England und den USA. Das Ziel ihrer geheimen Unterabteilung des British
    Secret Service: Falschmeldungen zu lancieren, die die USA zum Eintritt
    in den Krieg bewegen sollen. Und dafür war den Engländern, die die
    letzte Bastion gegen Hitlers Armeen zu bilden schienen, jedes Mittel
    recht. Selbst wer sich politisch für die Ereignisse vor Pearl Harbour so
    gar nicht interessiert, wird sich dem zuspitzenden Plot, der
    facettenreichen Figur Eva und ihren Erlebnissen nicht entziehen können.
    Erzählt werden diese rückblickend durch Evas schriftliche Schilderungen,
    welche Ruth im Jahre 1976 mit ebenso wachsender Faszination zu lesen
    beginnt.

    Sie, die eigentliche Ich-Erzählerin, bleibt jedoch über weite Strecken
    ziemlich blass. Angedeutete eigene Verstrickungen, wie der Besuch
    Ludgers, der Bruder des deutschen Vaters von Jochen, der mit der
    Baader-Meinhof-Gruppe zu sympathisieren scheint, werden nicht
    ausgearbeitet und verlaufen im Sande. Ein Sturm im Wasserglas, den Boyd
    hier entfacht, weshalb man sich stets wieder auf Evas Erzählungen aus
    ihrem "ruhelosen" Leben freut. Das geschilderte Doppel- und
    Dreifachspiel der Agenten, die gezielten Seitenhiebe auf die Macht der
    Medien und der psychologische Unterbau samt überraschender Auflösung am
    Ende, sorgen dafür, dass dieser Roman nicht nur gut und kurzweilig
    unterhält, sondern man glaubt, einen völlig anderen Einblick in das
    Leben dieser Epoche erhalten zu haben.

    Insgesamt ist "Ruhelos" eine stets spannungsgeladene Geschichte, die
    trotz einiger, unübersehbarer Schwächen, den wehrlosen Leser zu fesseln
    vermag und eine Lanze für das sonst so abschätzig betrachte Genre des
    Spionage-Thrillers bricht. Das Katz und Maus-Spiel feindlicher Agenten
    kann sehr wohl literarisch und tiefgründig sein. Dieses Buch beweist es.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    ein buch,das auf zwei ebenen spielt kann nerven,dieses nicht,es fesselt einen,und die zwei erzählzeiten sind in sich so gut,das man sich auf beide gleichsam freut.mutter tochter in aufarbeitung der vergangenheit,dennoch auch was für männers.

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    ninchen1809s avatar
    ninchen1809vor 8 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    Das Buch handelt von Sally Gilmartin und ihrer „Karriere“ als Spionin. Eines Tages im Jahre 1976 erzählt Sally Gilmartin ihrer Tochter Ruth von ihrem damaligen Leben als Spionin für die Briten. Eigentlich heißt Sally Eva Delektorskaja und ist in Russland geboren.

    Der Roman ist in zwei Erzählstränge im Wechsel aufgebaut. Jedes Kapitel beginnt mit dem Erzählstrang der Tochter in der Ich-Perspektive. Ruth ist Mitte zwanzig und hat einen Sohn namens Jochen. Sie ist dabei ihre Doktorarbeit zu schreiben, bisher aber ohne viel Erfolg. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit privaten Englischkursen, die sie gibt. Die Person der Ruth ist meines Erachtens unrealistisch. Reaktionen auf bestimmte Gegebenheiten sind sehr konstruiert und nicht glaubwürdig oder auch oberflächlich. Manche Taten oder Gedanken von Ruth sind unnötig für die Handlung, ich habe mich des Öfteren gefragt, welche Rolle die eine oder andere Tat oder Gedanke seitens Ruths spielt. Die gesamte Geschichte um Ruth hätte Boyd weglassen können…

    Ganz anders der zweite Erzählstrang um Eva Delektorskaja, der in den Jahren 1939 – 1941 spielt. Die erste Begegnung zwischen Romer und Eva wird beschrieben, ihre Ausbildung in der „Schule des Geheimdienstes“, ihre Zeit in den Niederlanden bis zu ihrem ersten richtigen Auftrag in Prenslo. Weiter geht es in Amerika bis zu einem fatalen Auftrag in Mexiko, der ihr Leben und ihre Beziehung zu Romer verändert. Auch wenn mir der zweite Erzählstrang weitaus realistischer erscheint, habe ich mich oft gefragt, inwieweit Geheimdienste versuchen politische Gegebenheiten zu beeinflussen. Irgendwie beängstigend…

    Boyd schreibt auf sehr nüchterne und unverblümte Weise. Sein Schreibstil ist sehr angenehm und sehr flüssig. Dies ist mein erster Roman, den ich von Boyd gelesen habe und trotz meiner mittelmäßigen Bewertung nicht mein letzer…

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    juhidikos avatar
    juhidikovor 8 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    Das Buch erzählt zwei Geschichten: einmal im Heute einen Ausschnitt aus dem Leben der alleinerziehenden Tochter und zum anderen das Leben der Mutter während des zweiten Weltkrieges und ihrer Arbeit für den britischen Geheimdienst.
    Beide Erzählstränge sind spannend geschrieben und wecken die Lust jeweils im nächsten Kapitel die Geschehnisse im Leben der Mutter bzw Tochter weiter zu verfolgen. Für mich war es das erste Buch, dass zumindest zu einem Teil im Agentenmilieu spielt. Nicht unbedingt ein Thema, das mich sehr interessiert. Dennoch empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter: gut zu lesen und die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten.

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    Engelsgesicht77s avatar
    Engelsgesicht77vor 8 Jahren
    Rezension zu "Ruhelos" von William Boyd

    Ruth Gilmartin verdient ihr Geld als English-Nachhilfelehrerin in einem Vorort von Oxford. Ihre Schüler stammen aus aller Herren Länder und sind nach Oxford gekommen, um Ihren beruflichen Fortgang zu beschleunigen. Ihre Mutter Sally verhält sich schon lange seltsam, u.a. mit deutlichen Zeichen eines sich verstärkenden Verfolgungswahns. Umso schockierter ist Ruth als ihre Mutter ihr schriftlich offenbart, zu Beginn des zweiten Weltkrieges für den britischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Kapitel für Kapitel erfährt Ruth mehr darüber wie Sally, mit ihrem eigentlichen Namen Eva Delektorskaja, als russische Emigrantin und ehemalige Spionin ist.

    Das Buch hat zwei Erzählstränge (Gegenwart und Rückblende) und ich fand die Vergangenheit viel besser als die Gegenwart.

    Mir hat meine Kollegin das Buch sehr empfohlen und es mir geborgt. Sie fand es sehr gut, aber mir selbst fehlte irgendwas. Das Buch "Die Nadel" von Ken Follett gefiel mir um längen besser.

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