William Boyd Solo

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Inhaltsangabe zu „Solo“ von William Boyd

William Boyd, Meister der Täuschung und des doppelten Spiels, ist prädestiniert wie kein zweiter, den neuen James Bond zu schreiben. Seit "Ruhelos" gilt er als Großer der Spionageliteratur und führt nun 007 selbst auf Abwege großartiger Nervenkitzel für alle Boyd-Leser und Bond-Fans. Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigur der Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniertes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischen Bond-Girls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt - geschüttelt, nicht gerührt.

Eine Midlifecrisis lässt Bond nicht gerade zu Höchstform auflaufen.

— MrsFoxx

Bond wird alt - ein historischer Roman über James Bond. Etwas für Ian Fleming Fans.

— thrillchillfritz

Der wahre Bond ist zurück.

— JulesBarrois

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  • William Boyd | SOLO

    Solo

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 09:19

    In Windeseile durchgeritten. War auch nicht schwer. Las sich flüssig von der Hand weg. Was irgendwie auch schon der Kritikpunkt ist… INHALT: Die Story ist ein waschechter Bond-Plot auf drei Kontinenten: lakonisch, zum Teil sehr brutal und bis ins Detail durchgestylt. Bond kann alles, Bond weiß alles, Bond schafft alles. Er beendet einen Bürgerkrieg in Westafrika, gerät zwischen die Fronten mehrerer Interessengruppen und zieht nach dem Verlust seiner Angebeteten auf eigene Faust ein blutigen Rachefeldzug durch. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit Connery vor Augen, der passte am besten zum 60er-Jahre-Kolorit. FAZIT: Stilistisch orientiert sich William Boyd sehr stark an Flemings alter Schreibe. Never change a running system, kann man da sagen. Ich aber meine, der Agententhriller hat in den letzten fünfzig Jahren so einiges an Entwicklung durchgemacht, was in SOLO komplett fehlt. Fleming war zu seiner Zeit ohne Frage ein Meister, das ist aber auch schon ewig her. Für einen Roman von 2013 reicht das vorn und hinten nicht. Zu klassisch, zu glatt, zu abgedroschen. Keine Haken, kein Fortschritt, kein Gewinn. Das macht das Ganze nur mäßig spannend – 2 Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • James Bond 007 - Solo

    Solo

    MrsFoxx

    24. August 2017 um 20:34

    Klappentext:William Boyd, Meister der Täuschung und des doppelten Spiels, ist prädestiniert wie kein zweiter, den neuen James Bond zu schreiben. Seit »Ruhelos« gilt er als Großer der Spionageliteratur und führt nun 007 selbst auf Abwege – großartiger Nervenkitzel für alle Boyd-Leser und Bond-Fans. Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigur der Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniertes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischen Bond-Girls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt - geschüttelt, nicht gerührt.James Bond wird alt – das merkt man nicht nur daran, dass er an seinem 45. Geburtstag über sein Leben sinniert, er wird auch nachlässig. Warum sonst sollte er, der nie lange fackelt, plötzlich die Gegner betäuben statt von seiner Lizenz zu töten Gebrauch zu machen?William Boyds Schreibstil kommt ähnlich gediegen rüber, große Teile des Romans sind einfach zu langatmig, haben nicht viel mit dem dynamischen Krimi oder dem hochintelligenten Geheimagenten zu tun, den ich erwartet hatte. Erst zur Hälfte des Buches wird es spannend und Bond kann doch noch mit einem typisch improvisierten Plan punkten. Fazit: Von diesem Bond hatte ich mir mehr erwartet, leider steckt er mir etwas zu tief in seiner Midlife-Crisis fest. Daher leider keine Leseempfehlung für den Solo-007.

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  • Solo Ein James-Bond-Roman

    Solo

    Wurm200

    17. March 2016 um 18:17

    William Boyd Solo Ein James-Bond-Roman Berlin Verlag Autor: William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern unserer Zeit. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausgezeichnet. Im Berlin Verlag erschienen zuletzt »Ruhelos« (2007), »Einfache Gewitter« (2009), »Nat Tate« (2010), »Eine große Zeit« (2012) und der James-Bond-Roman »Solo«. William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich. (Quelle: berlinverlag) James Bond wird von seinen Träumen geplagt wach und macht sich dann fertig, um in den Speisesaal zu gehen. Auf dem Weg dorthin begegnet er einer Frau, die Bond zu seinem Geburtstag beglückwünscht. Später am Tag macht sich Bond auf den Weg zu seiner Wohnung, von dort dann weiter in ein Cafê, wo er eine Einladung zu einer Party für den Abend erhielt. Eine Woche später ist Bonds Urlaub vorbei und er wird ins Büro gerufen um seinen neuen Auftrag in Empfang zu nehmen. Das Buch ist unterteilt in fünf Teile, welche alle eine eigene Überschrift tragen. Jeder Teil besteht Wiedrum aus Kapiteln, wobei die Kapitelzählung immer wieder bei eins anfängt. Die Kapitel haben eine Ziffernangabe und ebenfalls eine eigene Überschrift. Das Buch fängt ruhig und Bond typisch an und entwickelt sich dann langsam weiter. Wer dabei aber einen actiongeladenen Thriller erwartet, wird enttäuscht. Spannung und Action finden sich kaum im Buch. William Boyd orientiert sich eben an den traditionellen Büchern von Ian Fleming. Wenn dann aber mal etwas Action aufkommt, dann sind diese Szenen sehr detailliert und teilweisebedrückend beschrieben. Alle typischen Eigenschaften, die man von James Bond gewohnt ist, finden wir natürlich auch in diesem Buch auch in diesem Buch. Allem voran wäre die Schwäche für hübsche Frauen. Wir erfahren darüber hinaus, vieles über das Leben und die Vergangenheit von James Bond. In dem Buch tauchen viele Personen auf, mit teils sehr exotischen Namen, hin und wieder finden wir aber eine Erklärung wie der Name richtig ausgesprochen wird. Dabei ist es nicht immer leicht, die Namen zuzuordnen, da manche Charaktere mehrere Namen im Buch haben (z,.B. wegen eines Decknamens). Die Handlung des Buches spielt nicht in unserer Zeit, sondern in der Vergangenheit. Vieles deutet darauf hin, z. B. Schreibmaschinen, die noch genutzt werden. Als sehr kleinen Bonus finden wir später im Buch ein kleines Rezept, von dem Dressing, welches Bond sich über seinen Salat macht. Cover: Das Cover ist komplett in Schwarz gehalten, man erahnt maximal einige goldene Streifen, welche von oben nach unten verlaufen. Der Titel ist in Gelbgold geschrieben und hebt sich somit perfekt vom Hintergrund ab. Der Autor ist in einem Grauweiß direkt unter dem Titel angegeben und fällt, allein durch seine Größe gut auf. Der Titel nimmt auch direkten Bezug zum Inhalt des Buches, da es sich bei dem Titel um ein Codewort handelt, welches im Buch näher erläutert wird. Fazit: Solo ist ein sehr gelungenes Agentenabenteuer mit James Bond in der Hauptrolle, welches sich sehr deutlich an den alten Büchern von Ian Fleming orientiert. Für jeden Bondfan ist dieses Buch ein muss aber auch alle anderen sollten dieses Buch bei Gelegenheit mal lesen. Solo ist ein gelungener, politischer Bondthriller, der ganz im Motto von “Back to the roots” steht, dafür gibt es von mir 4/5 Sterne. Klappentext: Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigur der Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniertes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischen Bond-Girls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt - geschüttelt, nicht gerührt. (Quelle: berlinverlag) Titel: Solo Ein James-Bond-Roman Autor: William Boyd Genre: Roman,Thriller Verlag: Berlin Verlag Preis: 9,99 ISBN: 978-3-8333-0986-1 Seiten: 368http://wurm200.blogspot.de/

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  • Boyd's Bond

    Solo

    TheSaint

    Ian Fleming Publications beauftragt immer wieder interessante Autoren, neue Geschichten des Agenten 007 zu erfinden und somit den Superagenten auch auf dem Buchsektor am Leben und umtriebig zu halten. Es ist keine leichte Aufgabe für den Auserkorenen, in die Fußstapfen des exzellenten Ian Fleming zu treten und eine Geschichte zu erzählen, die neben einem interessanten Plot auch wunderbar detaillierte Beschreibungen von Spielen, Essen und Getränken und plastische und atmosphärische Schilderungen von Städten, Landschaften und Orten des Geschehens beinhalten. Hier war Fleming meisterlich. William Boyd tut es seinem Vorgänger Sebastian Faulks gleich und präsentiert uns seinen Bond in den 60ern des letzten Jahrhunderts angesiedelt. Boyd verwendet die ihm vorgegebenen Eckpfeiler eines Bond-Romanes recht gekonnt, doch nach den Ausführungen müsste sich der Agent beinahe in einem Dauerrausch bei all dem Konsum von Bier, Bourbon, Gin oder Champagner und Cognac befinden bzw. während dieser Mission durch seine erlesenen Mahlzeiten einige Kilos zugenommen haben. Hier übertreibt der Autor etwas. Ein Enthusiasmus, den er bei der Erzählung dieser Mission, die Bond in ein westafrikanisches Land und in die Vereinigten Staaten führt, missen lässt. Die Helferlein des Agenten bleiben blass und bescheidenes Beiwerk; sind passend der Zeit lediglich erotisches Geplänkel. Auch die Bösewichter stechen nicht durch Außergewöhnlichkeit hervor - einer der Bösen erinnert an den Blut tränenden Le Chiffre aus dem Craig-Bond "Casino Royale" - überhaupt hat man den Eindruck, dieser Bond sei mehr an die Interpretation Daniel Craig's angelehnt als an Fleming's Figur. Die Brutalität, die Bond während einer Racheaktion ausübt, stößt ab und ist meines Wissens nach vollkommen atypisch. Die Geschichte selbst plätschert angenehm dahin - der Stil Boyd's ist gut und klar. Aber es bildet sich nicht wirklich ein Spannungsbogen - die Bedrohung, die Bond beseitigen soll, ist unspektakulär und altbacken... wenn auch sehr real und heute beinahe auf der Tagesordnung. "Solo" - der Titel beschreibt Bond's Alleingang in dieser Mission (auch wieder von den Craig-Bond's abgekupfert) - ist ein kurzweiliger Thriller... aber kein Bond. So wie Craig's Filme exzellente Agenten-Filme sind... aber keine Bond-Filme.

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    • 2
  • Ein guter Thriller, aber kein 007

    Solo

    Monsignore

    "007 kehrt zurück", steht auf dem Klappentext. Na ja. Mit den großen James Bond-Stoffen kann sich dieser Roman nicht messen. Im Grunde hat es dieser Autor nicht nötig, den Versuch zu unternehmen, sich an die Erfolgsgeschichte des Doppelnull-Agenten anzuhängen. Aber es ist ein solider Thriller, gut strukturiert, spannend und mit dramatischen Wendungen. Besonders hervorzuheben sind die Szenen in einem afrikanischen Bananenstaat und die ständige Ahnung des Lesers, dass hinter allem Geschehen ein ganz anderes skandalöses Thema steckt. Fazit: Gute Unterhaltung, solides Lesefutter, aber keinesfalls ein James Bond-Roman.

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    • 2

    TheSaint

    26. December 2015 um 17:55
  • Ein Triumph: Bond ist zurück

    Solo

    JulesBarrois

    15. December 2014 um 09:36

    Eine typische Bond-Geschichte: In einer jungen westafrikanischen Republik wurden Ölvorkommen von immensem Ausmaß entdeckt. Die beiden verfeindeten Volksstämme des Landes beanspruchen den Reichtum jeweils für sich. Einer der beiden Stämme löst sich aus dem Staatsgebilde und erklärt sich für unabhängig. Dar darauf folgende Bürgerkrieg gefährdet die wirtschaftlichen Interessen der Westmächte Großbritannien und USA. James Bond (Agent 007) erhält den Auftrag sich, als Journalist getarnt, Zugang zum Präsidenten des abtrünnigen Staatsteils zu verschaffen. Er soll diesen mit "allen Mitteln" zur Aufgabe bewegen. Bond tut, wie ihm befohlen und gerät von einer Gefahrenquelle in die nächste, um am Ende als  Sieger dazustehen. Mit typischem Bond-Zutaten: Seine Ess- und Trinkgewohnheiten (Dieser Bond trinkt Whisky mit Soda, Bier, Bourbon, Brandy und Wein öfters als seine berühmten Martinis), seine immer wieder erstaunlichen Kampfes- und Selbstverteidigungsfähigkeiten, die nie zu Neige gehenden Mittel und immer die nächste glückliche Fügung um die Ecke, um die Geschichte nicht abrupt enden zu lassen. Die unvermeidlichen Liebes- und Bettszenen sind angenehm komprimiert worden, die Szenerie ist gut auf die Zeit der Handlung abgestimmt und man hat einen hohen Wiedererkennungswert mit dem Connery-Bond, der nonchalant und unaufhaltsam durch jede Todesgefahr flanierte. Ein gelungener Neuanfang für die Bond-Romane. „Solo“ ist kein Highlight der Spannungsliteratur, aber der Roman lässt sich flüssig lesen und sorgt für gute Unterhaltung. Die Handlung ist in weiten Phasen vorhersehbar, trotzdem amüsant und unterhaltsam - wenn man sich darauf einlässt, dass es eben „Bond“ ist. William Boyd orientiert sich eng an Atmosphäre und Formung der Figur durch Fleming orientiert. SO entsteht im hervorragenden, teils lakonischen Stil eine Art nostalgischen Lesevergnügen in der Qualität der originären Bond-Romane. Boyd hat nicht versucht zu schreiben „wie“ Jan Fleming. Er hat zwar zeitlich an die Romane von Ian Fleming angeknüft, aber: die Welt ist bei Boyd komplexer und düsterer gestrickt als bei Ian Fleming, und auch Bond selbst, bekommt "dunkle Seiten". Boyd entwickelt ein tiefes Verständnis für den ursprünglichen Charakter und er hat die Fähigkeit, eine Hommage an einen anderen Autor mit einer eigenen, kreativen Stimme zu mischen. Sehr vergnüglich zu lesen. Solo: Ein James-Bond-Roman hat alles, was ein Bond-Roman benötigt, um durchgehend zu fesseln. Es ist ein verdammt guter Thriller: Bond ist zurück. Und noch besser: Boyd bringt den wirklichen, einzigen und wahren Bond zurück.

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  • 'Es war das erste Mal [...]'

    Solo

    sabatayn76

    11. April 2014 um 14:02

    'Es war das erste Mal, dass er klipp und klar mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert worden war, das erste Mal, dass er dem Tod ins Auge gesehen hatte.' Inhalt: James Bond hat eben seinen 45. Geburtstag im Hotel Dorchester gefeiert und erhält kurz darauf einen neuen Auftrag, der ihn nach Afrika führt. Dort gibt er sich als Mitarbeiter einer französischen Presseagentur aus und soll vor Ort den Bürgerkrieg stoppen. Eine handfeste Instruktion bekommt er nicht und weiß schon bald nicht mehr, wer auf welcher Seite steht. Mein Eindruck: Ich habe keinen von Ian Flemings James Bond-Romanen gelesen, kenne aber einige der Filme und schätze William Boyd als Autor sehr. Mir haben die Beschreibungen Afrikas sehr gut gefallen, und die Geschichte wirkte anfangs authentisch, obwohl sie - wie von James Bond-Geschichten gewohnt - ziemlich klischeehaft und übertrieben ist. Sehr bald wurde der Roman jedoch sehr langatmig und langweilig. Zwischendurch gab es immer wieder unterhaltsame Momente, aber ansonsten weist der Roman meiner Meinung nach sehr viele Längen auf. Gegen Ende wurde mir 'Solo' zudem zu brutal und blutrünstig. Mein Resümee: Obwohl ich William Boyd als Autor sehr mag, empfinde ich 'Solo' als ziemlich unnötige Lektüre. Schade!

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  • Ein gelungener Bond-Roman

    Solo

    Ralph71

    30. December 2013 um 19:52

    William Boyd hat mit Solo einen Bond-Roman geschrieben, der sich deutlich an den Werken von Ian Flemming orientiert. Die klassische Agentengeschichte besticht durch ihre überraschenden Wendungen, wobei angenehmerweise auf überkandidelte Gadgets verzichtet wird. Ansonsten enthält der Roman alle typischen Bond-Zutaten: Feine Lebensart, hübsche Gespielinnen, finstere Gegenspieler... Mir hat der Roman gut gefallen, und ich würde mir weitere Fortsetzungen wünschen.

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  • Bond in persönlicher Mission

    Solo

    michael_lehmann-pape

    22. October 2013 um 09:01

      William Boyd, vielfach ausgezeichneter schottischer Schriftsteller und ebenso vielfach verfilmter Drehbuchautor, dreht in diesem Buch in bester Weise „die Zeit zurück“.   Sowohl, was seine Fähigkeit betrifft, Stil und Duktus Ian Flemings (fast) nahtlos zu übernehmen, auch das Ansiedeln dieses James Bond Romans zeitlich kurz nach dem letzten Roman durch Fleming selbst spiegelt sich im Buch in der bestens getroffenen Atmosphäre des Jahres 1969 eindeutig wieder.   Bond feiert seinen 45. Geburtstag. Allein. Doch schon auf den ersten Seiten (und im weiteren Verlauf des Buches gesetzt), taucht die zu Bond wie eine zweite Haut gehörende „Verehrung des anderen Geschlechtes“ unmissverständlich auf. Eng an Fleming angelegt lässt Boyd beständig nebenbei die Attribute eines „echte Mannes“ nach damaliger Vorstellung einfließen.   Durchgehend wird geraucht, besteht das Zwischengetränk aus irgendetwas alkoholischem, ist die Kleidung stets korrekt, die Umgangsformen auch unter Druck höflich, das erotische Glimmern stets vorhanden und die körperliche Durchsetzungskraft  unstrittig. Und dennoch legt Boyd keine stereotype „Kunstfigur“ mit seinem Bond vor. Dieser Bond fühlt, ist innerlich berührbar (im Anblick hoher Not bei Kindern, angesichts von innerer Anziehung, gepaart mit herber Enttäuschung, was Frauen angeht ebenso, wie grundlegende Überlegungen des „Sinns von all dem“ diesem Bond nicht fremd sind).   Sein Auftrag zunächst ist, eine Rebellion in Afrika zu destabilisieren. Doch nach diesem Auftrag bleiben für Bond persönliche Rechungen offen. Mit einer Frau, der er überaus nahe gekommen ist (das klassische Bond Girl). Mit einem Söldner, der eiskalt seinen Weg verfolgt (der „direkte“ Gegenspieler) und mit einem Mann im Hintergrund, der leise die eigentlichen Fäden zieht (der „eigentliche“ Gegenspieler). Doch „Gut und Böse“ verschwimmen Bond hier und da vor den Augen, Sinn und Unsinn seines eigenen Parts kann er sich nicht verschließen.   So gewappnet in traditionell bester Bond-Systematik bildet Boyd durchweg einen klassischen „Agentenroman“ in dann „auf sich gestellter“, eigener Mission, dar.   Klassisch auch in dem Sinne, dass hier nicht rohe Kräfte sinnlos walten (wobei nicht wenige Leichen auftauchen werden), sondern Blendung, Täuschung, Strategie einen ebenso hohen Stellenwert erfahren.   „Bond-klassisch“ zu guter Letzt darin, dass Boyd weder die, vor allem aus den späteren Filmen bekannte, Ironisierung wie in den Bond Filmen mit Roger Moore, noch technische Materialschlachten eines „unverwundbaren Bond“ wie in der Pierce Brosnan Ära,, noch zu sehr tiefenpsychologische bis düstere Schwerpunkte wie in den neuesten Bondfilmen ausführt (obwohl eine gewisse Nähe zum aktuellen Bond-Szenario doch am ehesten noch zu spüren ist), sondern sich eng an Atmosphäre und Formung der Figur durch Fleming orientiert.   Das wirkt gerade im hervorragenden, teils lakonischen Stil Boyds aktuell und bietet gleichzeitig auch eine Art  nostalgischen Lesevergnügen in der Qualität der originären Bond-Romane. Alles also, was ein Bond-Roman benötigt, um durchgehen zu fesseln.

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