William Boyd Stars und Bars

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Inhaltsangabe zu „Stars und Bars“ von William Boyd

In Stars und Bars, auch mit Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle verfilmt, kommt der schüchterne Henderson Dores als Kunstexperte nach New York und will nur eines: dazugehören. Aber Amerika, Land der durchgeknallten Millionäre, der Subwaypoeten, der bodenständigen Bibelfanatiker und der aufgemotzten Homeboys, Land der ungeschminkten Direktheit und der unbegrenzten Möglichkeiten, macht es einem steifen Briten wie ihm nicht gerade einfach. Henderson könnte nie im Leben all die Hemmungen verlieren, um zu so einem merkwürdigen Amerikaner zu werden. Oder doch?

Gott ist der Held blöd ... eher Burleske als Comedy, eher Fremdschämen als lustig finden, trotzdem durchgehalten dank Plotprofi Boyd.

— alasca
alasca

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  • Rezension zu "Stars und Bars" von William Boyd

    Stars und Bars
    Armillee

    Armillee

    01. August 2012 um 20:47

    Die Versuchung war immer wieder groß, das Buch einfach zuzuklappen.
    Henderson Dores rauschte von einer Katastrophe in die Nächste. Ausser ihm gab es KEINE andere Romanfigur, die auch nur annährend normal war. Ein Exzentriker jagte den Nächsten. Irgendwie alle bekloppt und ich-bezogen
    Sehr anstrengend zu lesen. Mich überkam öfters Unzufriedenheit.
    Neh, lieber Autor...so nicht...!

  • Rezension zu "Stars und Bars" von William Boyd

    Stars und Bars
    Ailis

    Ailis

    17. May 2010 um 11:08

    Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird sich schnell als Zeuge einer Geschichte wiederfinden, die einen unübersehbaren Hang zum Absurden hat. In Gestalt des tragischen Antihelden Henderson Dores trifft ein steifer Brite auf eine amerikanische Gesellschaft, von der er unbedingt ein Teil sein möchte. Amerikanisch zu sein wird für ihm zum Sinnbild eines unbeschwerten und souveränen Lebens. Diese Stilisierung der amerikanischen Kultur führt unweigerlich zu komischen und skurrilen Situationen, in denen Henderson Dores auf das wahre Amerika trifft. Henderson Dores ist 39 Jahre alt und arbeitet seit kurzer Zeit als Kunsthistoriker für ein New Yorker Auktionshaus. Er bemüht sich, kein Brite mehr zu sein, sondern ein wahrhaftiger Amerikaner, doch seine Unbeholfenheit und Schüchternheit, wie er es nennt, stehen ihm dabei immer wieder im Weg. Als er für seinen Arbeitgeber in der Nähe Atlantas ein paar Gemälde schätzen soll, die sich im Privatbesitz des alten Loomis Gage befinden, zwängt seine Ex-und bald wieder-Ehefrau Melissa ihm ihre Tochter Bryant auf, damit die beiden sich vor der geplanten Hochzeit ein bisschen besser kennenlernen. Das passt Henderson gar nicht, weil er eigentlich geplant hatte, sich im Anschluss an den geschäftlichen Teil seines Aufenthalts in Amerikas Süden noch mit seiner Geliebten Iris für ein kleines Tête-à-Tête zu treffen, doch er schafft es nicht, sich aus dieser verfahrenen Situation hinauszuwinden. So machen er und Bryant sich auf den Weg zur Familie Gage, die alle sehr unterschiedliche Erwartungen an Dores haben. Das Familienoberhaupt möchte seine Gemälde verkaufen, sein ältester Sohn Freeborn möchte aber genau das verhindern, da er sie schon längst hinter dem Rücken seines Vaters verkauft hat. Und so sieht Dores sich von Anfang an den Drohungen Freeborns ausgesetzt, während seine Ziehtochter Bryant sich recht gut in das Gefüge dieser seltsamen Familie eingliedert. Während nach und nach ein Reifen nach dem anderen Dores' Auto verlässt, bis es nur noch auf Steinen aufgebockt auf dem Hof steht, kämpft der Brite sich verzweifelt durch ein Amerika, das er nicht versteht... Bei der Lektüre dieses Buches dachte ich immer, dass es sich vorzüglich in ein Drehbuch verwandeln ließe und so wundert es mich auch nicht, dass "Stars & Bars" tatsächlich verfilmt wurde. Henderson Dores ist der leidende Held schlechthin - egal, was er macht, es ist falsch. Er stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste, weswegen immer er derjenige ist, der auffällt, und mögen alle anderen auch noch so seltsam sein. Boyd schildert seinen Protagonisten herrlich komisch und tollpatschig und er wird ihn nicht umsonst zu einem Experten für impressionistische Kunst gemacht haben. Dores' Amerika wirkte aus der Ferne wunderschön und erstrebenswert, genau so, wie impressionistische Bilder aus einer gewissen Entfernung betrachtet zu einem harmonischen Ganzen zusammenfließen. Wenn man jedoch näher kommt, sieht man die eher grobe Zusammensetzung der Farbpunkte, es wirkt chaotisch und verschwommen, und ebenso scheint Henderson sich in Amerika zu fühlen. Er leidet unter einem massiven Kulturschock und steckt in der Klemme: britisch will er nicht mehr sein und amerikanisch kann er leider nicht sein. Das führt zu absurden Situationen und macht diesen Roman zu einem Leseerlebnis voller Komik, mit einem ganz besonderen Witz.

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