William Boyle

 4.5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Gravesend, Eine wahre Freundin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von William Boyle

William Boyle ist in der Nachbarschaft von Gravesend in Brooklyn aufgewachsen. Er ist der Autor von „Gravesend“, der 2017 auf der Krimibestenliste stand. Er lebt zurzeit in Oxford, MS.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von William Boyle

Cover des Buches Gravesend (ISBN: 9783945133552)

Gravesend

 (6)
Erschienen am 01.01.2018
Cover des Buches Eine wahre Freundin (ISBN: 9783948392086)

Eine wahre Freundin

 (1)
Erschienen am 01.06.2020
Cover des Buches Einsame Zeugin (ISBN: 9783945133811)

Einsame Zeugin

 (0)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches City of Margins (ISBN: 9781643133188)

City of Margins

 (1)
Erschienen am 31.03.2020

Neue Rezensionen zu William Boyle

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Rezension zu "City of Margins" von William Boyle

William Boyle - City of Margins
miss_mesmerizedvor einem Monat

New York in the 1990s isn’t an easy place to live. Several people’s paths cross but fate has decided not to grant them a lucky end. Ex-cop Donnie Parascandolo saves Ava Bifulco when her car breaks down. Ava’s grown-up son and teacher Nick wonders how his mother could so easily trust a stranger when he believed her still to mourn his father’s death. Donnie’s ex-wife, on the contrary, is still mourning since she didn’t get over the suicide of their son Gabe whose suicide note is found by another lost soul, Mikey, a college dropout without any plans or future. Unexpectedly, their lives are linked, yet not only by the encounters, but also by the blood that some of them have on their hands. 

 

“City of Margins” is a perfectly pitched genre mix. On the one hand, Boyle meticulously studies and portrays the inhabitants of Brooklyn, a borough which could hardly have been in a worse state than it was at the beginning of the 1990s. On the other hand, it is a cleverly constructed crime novel which admittedly seems a bit outdated in its style but nevertheless is quite tempting. He creates a lively and gripping atmosphere which makes it easy to enter the plot.

 

The most fascinating was how Boyle links the different characters. Their stories are narrated alternatingly and only slowly is revealed what connects them. None of them has an easy life, nothing is granted, the need to fight every single day, but they know that this fight will not necessarily end in better times. There is a certain melancholy quite close to a depressive mood, but sometimes, this is just how the world works.

 

A great read with real depth in the character development.

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Rezension zu "Eine wahre Freundin" von William Boyle

Freundschaft geht auch zwischen verletzten Seelen
Born_to_readvor 4 Monaten

Rena Ruggiero lebt seit der Ermordung ihres Mannes allein in Brooklyn. „Gentle“ Vic, hatte für die Mafia gearbeitet und eines Tages, war er auf der Veranda seines Hauses erschossen worden. Renas Leben verläuft ruhig, sie betrauert Vic und dass ihre Tochter Adrienne den Kontakt abgebrochen hat und ihrer Tochter Lucia ebenfalls verbietet die Großmutter zu sehen. So hätte Renas Leben weiter vor sich hindümpeln können, wenn nicht eines Tages ihr 80zig-jähriger Nachbar Enzio zudringlich geworden wäre. Der Gute kommz gar nicht auf die Idee, dass Rena keinen Sex will. Als der geriatrische Don Juan nicht begreift, dass Nein Nein heißt, zieht Rena ihm einen recht stabilen Glasaschenbecher über den Schädel. Er fällt um, sie glaubt er ist tot, gerät in Panik und flieht in seinem Chevy Impala zu Adrienne, die schmeisst sie raus. Deren Nachbarin Wolfstein, ein ehemaliger Pornostar, bekannt als Luscious Lacy, lädt die verstörte Rena zu sich ein. Kurz darauf flieht Lucia zu ihrer Großmutter, weil sie nicht mit ihrer Mutter und deren Mafiafreund, der gerade seine Kumpel gelinkt hat, aus New York fort will. Schließlich treffen sich alle in Wolfsteins Haus, wo sich mittlerweile auch ein ehemaliger Lover von Wolfstein eingefunden hat, der droht sich oder vielleicht auch jemand anders umzubringen. Schließlich exkaliert die Situation und plötzlich befinden sich Rena, Wolfstein und Lucia mit einer halben Million Dollar im Kofferraum, auf der Flucht vor der Mafia.

Srewball Noir nennt William Boyle seinen Krimi und so einige Szenen, besonders die in Wolfsteins Haus, wo es zu diversen Gewaltausbrüchen und Toten kommt, kann man sich beim Lesen wunderbar als Film vorstellen. Die absurden Dialoge und die schrägen Charaktere sind einfach wundervoll und treiben dem Leser, der Leserin die Lachtränen in die Augen, um kurz darauf den Atem anzuhalten und zu denken: Moment Mal, da schlägt gerade jemand jemanden mit einem Hammer tot.

Um noch etwas zu den Charakteren zu sagen, die nur auf den ersten Blick stereotyp wirken, Rena, die Gangstergattin, die Zeit ihrer Ehe verdrängt hat, dass ihr Mann sein Geld damit verdient anderen die Knochen zu brechen oder sie zu ermorden, scheint nur oberflächlich die ruhige graue Maus zu sein. Sie hat eine ausgesprochen rebellische Seite, die sich sehr deutlich zeigt, als ihr Enzios Avancen zuwider sind. Wolfstein, scheint zuerst das Genre Nutte mit Herz zu verkörpern, doch auch das wäre zu kurz gefasst. Alle Charaktere haben Tiefe und eine Geschichte und sie sind trotz diverser Verletzungen zu Freundschaft fähig.

Fazit: Tolles Buch

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Rezension zu "Gravesend" von William Boyle

Großes Kino!
Haversvor 3 Jahren

Gravesend, am südlich-westlichen Zipfel von Brooklyn, einer der ältesten Stadtteile New Yorks, . Bevölkerung überwiegend weiß, eher Unter- als Mittelschicht, konservativ, bei Wahlen den Republikanern zugeneigt. „Gravesend“ ist aber auch der Titel eines Romans von William Boyle, einem amerikanischen Autor, der in diesem Viertel aufgewachsen ist.

Gravesend ist ein Drecksloch, Endstation für die Alten und keine Zukunft für die Jungen. Die einen gehen und suchen ihr Glück anderswo. Wie Alessandra Biagini, die Möchtegern-Schauspielerin, für die es nie zu einer richtigen Rolle gereicht hat. Ein paar kurze Auftritte in Werbeclips, aber das war’s dann auch schon. Der Traum von Hollywood – ausgeträumt. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater Hilfe braucht, kommt sie zurück und macht genau dort weiter, wo sie vor ihrem Weggehen aufgehört hat.

Andere bleiben, suchen sich ein Ventil für ihren Frust und lassen ihrem Hass freien Lauf. Und wieder andere leben für die Rache.
Conway Calabrese gehört der letztgenannten Gruppe an. Ein typischer Loser, der Regale im Supermarkt auffüllt und auch sonst nichts auf die Reihe bekommt. Seit sein Bruder Duncan von Ray Boy Calabrese und dessen Kumpels in den Tod gehetzt wurde, bereitet er sich auf den Tag vor, an dem Ray Boy aus dem Knast entlassen wird. Conway will den Tod seines Bruders rächen. Blut verlangt nach Blut.

Ray Boy Calabrese hingegen ist nach seinem sechzehnjährigen Gefängnisaufenthalt ein gebrochener Mann. Er leidet unter Schuldgefühlen, hat keinen Lebenswillen mehr und will nur noch sterben. Das könnte nun ja sowohl ihm als auch Conway helfen. Doch leider wird daraus nichts, denn Conway ist nicht Manns genug, um abzudrücken.

Der Dritte im Bunde ist Ray Boys Neffe Eugene, ein halbwüchsiger Kleinkrimineller, der voller Bewunderung zu seinem Onkel aufschaut und ihm nacheifern möchte. Er sieht in ihm noch immer den ultracoolen Gangster, der vor nichts und niemand Angst hat. Mit diesem Häufchen Elend, das der Knast aus Ray Boy gemacht hat, kann er so überhaupt nichts anfangen. Eugene möchte ihn wieder in die Spur bringen, dem König der Gangster sein Königreich zurückgeben. Doch das kann und wird in Gravesend kein gutes Ende finden.

Trostlos, kein Glitzer, kein Glamour, nur Elend wohin man schaut. Die Hoffnungslosigkeit lugt aus jeder Zeile und William Boyle beschreibt das Elend ohne Übertreibung und Effekthascherei. Eine Geschichte vom Bodensatz der Gesellschaft. Wissend, dass es kein Entkommen gibt. Dass die Katastrophe bereits mit dem Tag der Geburt in Gravesend unausweichlich festgelegt wurde. Großes Kino!

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