William Faulkner Als ich im Sterben lag

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Inhaltsangabe zu „Als ich im Sterben lag“ von William Faulkner

Als die Matriarchin Addie Bundren im Sterben lag, verlangte sie, in ihrer Heimatstadt Jefferson begraben zu werden. Der Leichenzug der ›armen weißen‹ Familie – erzählt aus stets wechselnden Perspektiven – ist ein mit sardonischem Humor sich selbst darstellendes Pandämonium.

Sehr intensiv, die wechselnden Perspektiven beeindrucken, schockieren zum Teil!

— Briggs

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  • William Faulkner | ALS ICH IM STERBEN LAG

    Als ich im Sterben lag

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 15:16

    INHALT: Addie Bundren ist tot. Die ärmliche Farmersfrau hinterlässt fünf schwierige Kinder und einen tumben Ehemann, dessen Leben auch so schon kein Zuckerschlecken ist. Die Hinterbliebenen betten den Leichnam in einem Sarg auf ein Maultiergespann und brechen auf ins vierzig Meilen entfernte Jefferson, wo Addie begraben werden soll, bei ihrer Familie, so ihr Wunsch. Während die Leiche auf dem Wagen langsam verwest und allmählich zu stinken beginnt, steht der Trauerzug vor immer neuen Problemen, die zu bewältigen sind – eine Tour de Force, auf der jeder der Beteiligten an seine Grenzen stößt, sei es physisch oder psychisch. FORM: Faulkner arbeitet bei ALS ICH IM STERBEN LAG mit Perspektivwechseln: Jedes der kurzen Kapitel ist eine Art Bericht, jeweils von einer anderen Figur geschrieben, mit anderen Gedanken, anderen Ansichten, anderem Niveau. Die unterschiedlichen Blickwinkel ergänzen sich gegenseitig und bieten dem Leser nach und nach ein umfassendes Bild über die Außen- und Innenwelt der Charaktere. Die Sprache ist schroff und kalt, wie das Land in dem die Geschichte spielt, geizt aber nicht mit Metaphern. FAZIT: Ein unglaublich intensiver Text. Die Charaktere sind mit all ihren Fehlern, ihrer offenkundigen Einfältigkeit, ihren egoistischen Absichten wunderbar beschrieben. Die Kapitel wirkten auf mich seltsam codiert, sodass ich am Ende das Gefühl hatte, irgendetwas übersehen zu haben. Auch beim Lesen musste ich immer mal wieder ein paar Kapitel zurückblättern, um eine wichtige aber überlesene Information zu finden, was dem Lesespaß aber kein Ende bereitet hat – Endlich mal ein Roman, in den man sich voller Freude bis zur Hüfte eingraben kann! Ein Buch, das förmlich nach einen Re-Read schreit, was ich ihm auch gerne irgendwann erfüllen werde. 5 Sterne – Meisterwerk! *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Als ich im Sterben lag - keine leichte Lektüre

    Als ich im Sterben lag

    CosmoKramer

    14. August 2017 um 21:59

    Addie Bundren stirbt! Die Angehörigen wollen sie beerdingen. Aber in Jefferson, das ist nicht da wo die Familie gerade wohnt und wo ihre Ma gestorben ist. Jefferson ist der Ort wo die alte Addie herrstammt und dort will sie begraben werden. Sie erfüllen ihr diesen wunsch und machen sich auf die mehrtägige Reise. Der Weg ist aber lang und wird von allerelei Hindernissen begleitet. Meistern sie diese? Mit einem Gespann und Maultieren machen sie sich auf den Weg, die Leiche in einem selbstgezimmerten Holzsarg, auf der Ladefläche. Ja, das war mein erster Faulkner. Werd ich noch weitere lesen? Genau das bin ich mir nach beendigung dieses Werks gar nicht sicher.Die Story ist schon sehr speziell. Mit nem Sarg und ner Leiche drin unterwegs zu sein. Na ja unterhaltsam war es schon, jedoch auch extrem anstrengend. Die Sprache und der Erzählstil suchen ihres gleichen. Oft wiederholen sich nicht nur einzelne Worte sondern sogar ganze Sätze. Und das nicht nur einmal nein sogar über mehrere Zeilen hinweg bis fast zu ganzen Seiten ist Faulkner in der Lage ein und das selbe, in mehreren Sätzen immer wieder zu wiederholen, immer leicht abgewandelt. Und dann die Zeitsprünge: Ich kenne bisher kein Buch in welchen so oft und so schnell zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gewechselt wird. Oft von einem Satz zum anderen. Auch ist, zumindest für mich, nicht immer klar gewsen wer wer in der Geschichte war. Ich konnte z.B. den Ich Erzähler keiner genauen Position und Funktion in diesem Buch zuordnen, da ich mir nie ganz sicher war ob es immer die gleiche Person war. Auch die anderen Charaktere konnte ich nicht ganz genau einordnen, da der Autor sehr schnell zwischen diesen wechselte. Das alles zusammen machte das lesen dieses Buches sehr anstrengend. Man muss sich schon sehr konzentrieren, will man die ganze Handlung mitbekommen. Es ist auf jeden Fall kein Buch für zwischendurch und man sollte auch Leseerfahrung mitbringen. Wer nur ab und zu mal was liest sollte lieber einen anderen Autoren wählen.

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  • Ein großartiges Buch

    Als ich im Sterben lag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. October 2015 um 15:10

    Die Geschichte der Bundrens, die sich auf den Weg machen, um ihre verstorbene Mutter und Ehefrau zu begraben, ist an Bizarrheit und Komik kaum zu überbieten. Jede der Figuren, die im Roman unregelmäßig zu Wort kommen, besitzt eine Seele und in ihr einen tiefen Abgrund, der während der neuntägigen Reise an den Geburtsort Addie Bundrens zum Vorschein kommt. Das Oberhaupt Anse besticht durch eine an Körperverletzung grenzende Sturheit, die Söhne Cash, Darl, Jewel, Vardaman und die einzige Tochter Dewey Dell sind zwar alle durch Blut verbunden, wirken in diesem Verbund aber sämtlich wie Fremdkörper. Keiner ist in der Lage, die richtigen, bzw. vernünftigen Entscheidungen bezüglich der Reise und des Begräbnisses zu treffen. Jeder sieht sich im Recht und glaubt, mit seiner Handlungsweise dem großen Ganzen Genüge zu tun. Dabei fällt ihnen nicht auf, wie grotesk, wie tragisch und wie komisch zugleich sie wirken müssen. Wie ihre einzelnen Namen sind die Bundrens zusammen eine Schar Sonderlinge, die nur gemeinsam funktionieren und am Rand der Gesellschaft leben können. Flankiert wird der Familienbund von Zeugen der Reise, deren Schilderungen ob ihrer Erlebnisse mit den Bundrens die Handlung des Romans vorantreiben. Der Zugang zum Text ist nicht einfach, aber wenn man sich einmal zurechtgefunden hat, bietet "Als ich im Sterben lag" einen wahren Lektüregenuss. Es war mein erstes Buch von Faulkner und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes gewesen sein wird.

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  • Seltsam.

    Als ich im Sterben lag

    HerrWellner

    12. May 2015 um 08:50

    Manchmal gibt es sowas: Ein echter Klassiker und ich komm einfach nicht ran, finde nicht einmal im Ansatz rein. Wird wohl eher an mir liegen als an Faulkner. Schade.

  • Ein Tod, ein Versprechen und viele Sehnsüchte

    Als ich im Sterben lag

    The iron butterfly

    19. May 2014 um 22:05

    Eines Tages legt sich Addie Bundren hin, steht nicht mehr auf und stirbt. Hinter ihr liegt ein karges Leben ohne echte Höhepunkte, denn nicht mal ihre Kinder wecken liebevolle Gedanken oder gar tiefe Zuneigung in ihr. Als sie nun so im Sterben liegt kann sie hören, wie ihr Sohn Cash ihren Sarg zimmert, während ihre Tochter Dewey Dell ihr Luft fächert. Ein Poltern kündigt die Ankunft von Addies Söhnen Darl und Jewel an, aber im nächsten Moment sind sie bereits aufgebrochen, um eine Fuhre zu machen. Anse Bundren, Addies Ehemann, berechnet bereits die Zeit, die die Familie benötigen wird, um den Sarg mit Addies Leichnam in die Kreisstadt Jefferson zu überführen und hofft auf die rechtzeitige Rückkehr der Söhne. Ein Versprechen ist ein Versprechen und muss gehalten werden, egal wie viel ein Mann dafür aushalten muss. Seinen Lohn wird er sich holen. Und Vardaman fängt einen Fisch. Alles in allem ein Epizentrum der Gefühllosigkeit. Als Addie auch von Dr. Peabody nicht mehr gerettet werden kann, ist der kleine Vardaman überzeugt, dass der Doktor Schuld am Tod seiner Mama ist. Im Zorn peitscht er in der düsteren Nacht des Doktors Pferde in die Flucht und am Horizont zieht sich ein mächtiges Unwetter zusammen. William Faulkner beschreibt ein düsteres Kapitel aus dem Leben einer einfachen Farmerfamilie im fiktionalen Yoknapatawpha County. Die Erzählung unterteilt sich in kurze, ganz persönliche Kapitel, die jeweils aus der Sicht eines Protagonisten berichten. Auch wenn der Beginn das Ende von Addie Bundren darstellt, erfährt der Leser erst mit fortschreitender Erzählung, was es mit Anses Versprechen Addies Leichnahm in Jefferson zu beerdigen auf sich hat und warum Jewel so anders ist als die anderen Bundren Kinder. Die Legende von Addie Bundren erzählt von den Sehnsüchten der kleinen Leute und wie schnell Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzen können. Das wertvolle eigene Werkzeug von Cash droht zusammen mit Addies Sarg in den Hochwasserfluten unterzugehen, ein Pferd für das Jewel nächtelang geschuftet hat, wird zum Tausch für ein neues Fuhrwerk über seinen Kopf hinweg hergegeben und Dewey Dell muss erfahren, dass niemandem zu vertrauen ist, wenn es um Frauensachen geht. So lebt jeder für sich allein in seiner eigenen Hölle. Ein fundamentaler Klassiker, der in seiner Einfachheit mehr zu erzählen vermag, als man vermuten möchte.

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  • Rezension zu "Als ich im Sterben lag" von William Faulkner

    Als ich im Sterben lag

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Schauplatz des nun in einer Neuübersetzung vorliegenden Klassikers von William Faulkner ist, wie in vielen seiner Romane, der im amerikanischen Süden angesiedelte fiktive Ort Yoknapatawpha County. Addie Bundren, eine arme Farmersfrau liegt im Streben. In ihrem eindrucksvollen Monolog, in dem die Sterbende über ihr armseliges Leben reflektiert und dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangt: „Ich erinnere mich, dass mein Vater immer sagte, der Sinn des Lebens sei, sich bereit zu machen für ein langes Totsein“, kann man eine gewisse Gelassenheit der sterbenden Addie erahnen. Am Ende ihres Lebens macht sich nun der Ehemann Anse mit seinen vier Söhnen auf den beschwerlichen Weg, die Tote in ihre Heimat zu überführen. Sie wünschte sich im Familiengrab ihrer Eltern beerdigt zu werden. Die mit einem Maultierkarren angetretene Reise in die Ewigkeit wächst sich zu einer bedrohlichen Katastrophe aus, einer fatalen Tour de Farce. Eine verheerende Panne, Unfälle und sinflutartige Regenfälle, die den stetig ansteigenden Fluss die Brücken einreißen lassen, über die der Weg nach Jefferson hätte führen sollen, kennen kein Erbarmen mit den geschundenen Figuren dieses grotesken Trauerzugs. Der fortschreitende Verwesungsprozess des Leichnams macht diese makabere Expedition zu einem gruseligen und unheimlichen Geleit des Todes. William Faulkner, dessen Todestag sich am 07.Juli 2012 zum 50. Mal jährte, ist und bleibt der Monolith und Grundstein der amerikanischen Moderne. Seine Schreibweise sprengte jede bis dahin gekannte Tradition des Romans und sucht in ihrer multiperspektivischen und montagehaften Erzählweise seinesgleichen. Der Autor verleiht jedem seiner fünfzehn in diesem Roman erscheinenden Protagonisten einen ganz eigenen Charakter, eine eigene Stimme und eine subjektive Sicht der Vorfälle. Daraus entsteht ein kaldeidoskopartig zusammengesetztes Gesamtbild einer unfassbaren Geschichte. „Als ich im Sterben lag“ ist symbolisch aufgeladen wie ein bedrohliches Sommergewitter und lässt den vielstimmigen und äußerst kunstvoll konstruierten Roman wie ein Vexierbild, einen verrückten Totentanz erscheinen. Ein morbider, komisch-tragischer Mythos voll flirrender Hitze, schwüler Atmosphäre im Moment des Werdens und Vergehens.

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    • 2

    Keeweekat

    17. December 2013 um 19:45
  • Rezension zu "Als ich im Sterben lag" von William Faulkner

    Als ich im Sterben lag

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    30. July 2012 um 10:06

    Schauplatz des nun in einer Neuübersetzung vorliegenden Klassikers von William Faulkner ist, wie in vielen seiner Romane, der im amerikanischen Süden angesiedelte fiktive Ort Yoknapatawpha County. Addie Bundren, eine arme Farmersfrau liegt im Streben. In ihrem eindrucksvollen Monolog, in dem die Sterbende über ihr armseliges Leben reflektiert und dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangt: „Ich erinnere mich, dass mein Vater immer sagte, der Sinn des Lebens sei, sich bereit zu machen für ein langes Totsein“, kann man eine gewisse Gelassenheit der sterbenden Addie erahnen. Am Ende ihres Lebens macht sich nun der Ehemann Anse mit seinen vier Söhnen auf den beschwerlichen Weg, die Tote in ihre Heimat zu überführen. Sie wünschte sich im Familiengrab ihrer Eltern beerdigt zu werden. Die mit einem Maultierkarren angetretene Reise in die Ewigkeit wächst sich zu einer bedrohlichen Katastrophe aus, einer fatalen Tour de Farce. Eine verheerende Panne, Unfälle und sinflutartige Regenfälle, die den stetig ansteigenden Fluss die Brücken einreißen lassen, über die der Weg nach Jefferson hätte führen sollen, kennen kein Erbarmen mit den geschundenen Figuren dieses grotesken Trauerzugs. Der fortschreitende Verwesungsprozess des Leichnams macht diese makabere Expedition zu einem gruseligen und unheimlichen Geleit des Todes. William Faulkner, dessen Todestag sich am 07.Juli 2012 zum 50. Mal jährte, ist und bleibt der Monolith und Grundstein der amerikanischen Moderne. Seine Schreibweise sprengte jede bis dahin gekannte Tradition des Romans und sucht in ihrer multiperspektivischen und montagehaften Erzählweise seinesgleichen. Der Autor verleiht jedem seiner fünfzehn in diesem Roman erscheinenden Protagonisten einen ganz eigenen Charakter, eine eigene Stimme und eine subjektive Sicht der Vorfälle. Daraus entsteht ein kaldeidoskopartig zusammengesetztes Gesamtbild einer unfassbaren Geschichte. „Als ich im Sterben lag“ ist symbolisch aufgeladen wie ein bedrohliches Sommergewitter und lässt den vielstimmigen und äußerst kunstvoll konstruierten Roman wie ein Vexierbild, einen verrückten Totentanz erscheinen. Ein morbider, komisch-tragischer Mythos voll flirrender Hitze, schwüler Atmosphäre im Moment des Werdens und Vergehens.

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  • Frage zu "Als ich im Sterben lag." von William Faulkner

    Als ich im Sterben lag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. May 2011 um 10:51

    suche eine bestimmte stelle auf deutsch, und zwar:

    Life was created in the valleys. It blew up onto the hills on the old terrors, the old lusts, the old 'despairs. That's why you must walk up the hills so you can ride down.

    danke!!

  • Rezension zu "Als ich im Sterben lag" von William Faulkner

    Als ich im Sterben lag

    firlefanz

    16. January 2010 um 15:56

    Also, ein ganz kleines bisschen verrückt muss dieser Faulkner ja gewesen sein. Sonst kann man sich wohl keine Geschichte ausdenken, in der eine Leiche tagelang in einem selbstgezimmerten Sarg vor sich hin verwest, die Familienmitglieder alle mehr oder weniger einen an der Waffel haben, das Familienoberhaupt das Geld seiner Mitmenschen (einschließlich das seiner Kinder) in ein neues Gebiss investiert und allerlei Katastrophen geschehen, bis die tote Mutter endlich unter der Erde ist. Faulkners Sprache ist teilweise etwas knifflig. Manche Sätze scheinen sich im Kreis zu drehen und verlangen aufmerksames Lesen. Keine leichte Lektüre, deshalb aber nicht weniger unterhaltsam. Und sicher unvergesslich

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