William Faulkner Die Unbesiegbaren

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Unbesiegbaren“ von William Faulkner

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kein schwarz und weiß im amerikanischen Bürgerkrieg

    Die Unbesiegbaren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2013 um 16:03

    "Die Unbesiegten" habe ich aus meinem reichlichen Bücherschatz rausgewühlt, um mal wieder einen Klassiker zu lesen. Bisher habe ich Faulkner gemieden, soll er doch schwer zu lesen sein. Aber sogar im Klappentext dieses Werkes steht, es sei zum Einstieg in die Faulkner-Lektüre geeignet und mir fiel das Lesen jedenfalls gar nicht schwer. Faulkner begibt sich in diesem Roman in die Wirren des amerikanischen Bürgerkrieges. Wir folgen zwei zwölfjährigen Jungs, der eine Weißer - Bayard -, dessen Mutter längst gestorben ist und dessen Vater im Krieg weilt und dem Schwarzen Ringo. Beide sind beste Freunde und trotz Südstaatenmentalität gehen sie durch dick und dünn.  Bayard wächst nun bei seiner Großmutter auf. Auf dem Hof leben noch einige Bedienstete. Vom Kriegsgeschehen bleiben sie vorerst unbehelligt, doch eines Tages kommt der Vater heim und versteckt einen Koffer voller Gold. Er ist ein gejagter Mann für die Nordstaatler und muss schnell wieder verschwinden. Es bleibt nicht aus, dass der Krieg auch Einzug hält bei Ringo, Bayard und der Großmutter und bald machen sie sich auf den Weg, um den Vater zu suchen und das Geld in Sicherheit zu schaffen. Dies führt zu allerlei Abenteuern und dem Auseinanderbrechen der Familie und ihrer Angestellten.  Es liest sich sehr amüsant, wie sich die Großmutter mit Hilfe von Ringo durch die Jahre schlägt und dabei sogar einen kleinen Reichtum anhäuft. Aber die Geschichte führt uns noch weiter. Obwohl bekanntermaßen die Südstaaten diesen Krieg verlieren, sind am Ende die Beteiligten dieser Familie unbesiegt. Jeder kämpft auf seine Weise - auch um Ehre und die Wahrung seines Gesichts.  Faulkner zeichnet kein Schwarz-weiß-Bild der damaligen Gesellschaft, sondern betrachtet vielmehr die Figuren als Schöpfung der eigenen Vergangenheit. Das macht sie zu liebenswerten Menschen, auch wenn wir heutzutage mit dem Thema Sklaverei und Unterdrückung nichts am Hut haben. Mir hat das Buch gefallen, ist es doch ein menschlicher Einblick in die wirren Zeiten dieses Krieges.

    Mehr