William Gaddis Die Fälschung der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Fälschung der Welt“ von William Gaddis

Das satirische Porträt von nichts weniger als der gesamten modernen Welt – einer der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts! Wyatt Gwyon wächst als Priestersohn unter der rigiden Obhut seiner Tante in der Provinz Neuenglands auf und entwickelt ein zeichnerisches Talent. Schließlich landet er Ende der vierziger Jahre im New Yorker Greenwich Village, wo er aus Not zu einem genialen Kunstfälscher wird. Doch er kopiert nicht etwa die alten Meister, sondern erfindet neue »Originale« und arbeitet damit korrupten Händlern und Hehlern in die Hände. Um ihn herum gibt es ein ganzes Heer an Künstlern, Kunstexperten, Schriftstellern, Geistlichen, Forschern und Politikern, die sich alle in einem Netz aus Lügen an der Fälschung der Welt beteiligen. Mit diesem sprachgewaltigen, amüsant und wild wuchernden Epos, das 1955 in den USA erschien, ist William Gaddis ein großer Wurf gelungen, ein Zeitroman über eine bodenlose, auf Lug, Trug und Schein aufgebaute Welt, ein Paukenschlag von einem Buch, das zu den bedeutendsten Meisterwerken der Literatur zählt und als Schlüsselroman der Moderne gilt.

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  • Leserunde zu "Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild" von Pierre Martin

    Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild
    aba

    aba

    "Das Verbrechen hält sich an keine Bürozeiten und macht keine Ferien." Ah... das Leben könnte so schön sein. Immer blauer Himmel, der Duft von Lavendel, ein Glas Rotwein und eine idyllische Landschaft. Ja, das ist die Provence. Leider stört eine Kleinigkeit immer wieder diese paradiesischen Zustände: Es gibt Morde zu klären. Das ist das Leben von Isabelle Bonnet Alias Madame le Commissaire. Was würde die ehemalige Pariserin und Aussteigerin geben, um die Beschaulichkeit ihrer Heimat genießen zu können! Auch in dem vierten Fall, "Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild", gönnt Pierre Martin seiner Heldin keine Ruhe.Französisches Urlaubs-Feeling? Keinesfalls für Madame le Commissaire. Aber für euch! Habt ihr Lust auf Provence, Wein und savoir vivre? Dann ist diese Leserunde genau das Richtige für euch!Was? Ihr kennt Madame le Commissaire noch nicht? Dann müsst ihr unbedingt bei unserer Buchverlosung mitmachen! Mit etwas Glück könnt ihr ein Buchpaket mit allen vier Folgen um die sympathische französische Ermittlerin gewinnen!Zum InhaltIm Dörfchen Fragolin in der Provence herrscht Urlaubsstimmung, Kommissarin Isabelle Bonnet genießt das süße Nichtstun und das ein oder andere Glas Rosé zu frischem Olivenbrot. Eine Abendeinladung, zu der sie den Kunstsammler Rouven Mardrinac begleitet, könnte das Sahnehäubchen auf der Aprikosen-Tarte sein. Doch Rouven brüskiert die Gastgeber schon nach wenigen Minuten mit der Behauptung, der stolz zur Schau gestellte Matisse sei eine Fälschung. Ein eilig herbei gerufener Sachverständiger macht mit Hilfe raffinierter Technik eine schockierende Entdeckung: Unter der Oberfläche des Bildes verbirgt sich ein verzweifelter Hilferuf!Voulez-vous lire un extrait?Zum AutorHinter dem Pseudonym Pierre Martin verbirgt sich ein Autor, der sich mit Romanen, die in Frankreich und in Italien spielen, einen Namen gemacht hat. Für seine Hauptfigur Madame le Commissaire hat er sich eine neue Identität zugelegt.Was verbirgt sich hinter diesem mysteriösen Hilferuf? Wird Madame le Commissaire auch diesen Fall lösen können?Zusammen mit Knaur verlosen wir 25 Exemplare von "Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild" unter allen, die gerne über die Abenteuer von einer Pariserin in der Provence lesen, sich darüber im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Was müsst ihr tun? Bewerbt euch* unter dem "Jetzt bewerben"-Button und antworte auf folgende Frage bis zum 07.06., wenn ihr dabei sein wollt:Madame le Commissaire kehrt Paris den Rücken und entscheidet sich für ein Leben in einem kleinen Dörfchen in der Provence.Hättet ihr die Gelegenheit, auszusteigen, für welchen Ort würdet ihr euch entscheiden und warum? Oder lebt ihr bereits im Paradies?Erzählt uns darüber!Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch bonne chance! Möchtet ihr mehr über Madame le Commissaire erfahren und wissen, wie alles angefangen hat? Dann guckt auf unserer Aktionsseite vorbei! * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • Langatmig und doch lesenswert

    Die Fälschung der Welt
    Cekay

    Cekay

    10. December 2013 um 22:15

    Zitat: …daß nicht die Macht den Menschen korrumpiert, sondern der Mensch die Macht.   *Buch / Schreibstil* Die Fälschung der Welt von William Gaddis wurde als sein Erstlingswerk 1955 erstmals veröffentlicht. Zum 58jährigen Jubiläum wurde der gut 1200-Seiten-Roman neu aufgelegt und auch wenn mich dieses Buch oft vor eine Herausforderung gestellt hat, muss ich sagen, dass es diese Neuauflegung wirklich verdient hat. Die Fälschung der Welt war seit jeher ein umstrittenes Buch und auch meine Gefühle sind sehr zwiespältig. Zum einen ist der Schreibstil wirklich sehr langatmig, ausufernd und anstrengend, aber auf der anderen Seite verstand es William Gaddis immer wieder großartige Szenen und Dialoge einzubauen. Neben den unzähligen Anspielungen machen diese das Buch lesenswert.   *Story / Charaktere* Im Zentrum des Buches steht der Pastorensohn und malerisch begabte Wyatt Gwyon.  In seinem Leben dreht sich auf die eine oder andere Weise immer alles um Fälschungen und natürlich auch Originale. Sei es nun seine Ehe, sein Job oder später die Kunstfälschungen. Von den Bildern, die seine Unterschrift tragen, will kaum einer etwas wissen und so fängt er an Bilder im Auftrag eines Kunsthändlers im Stile berühmter Maler zu malen. Das bringt zwar theoretisch viel Geld, stürzt den armen Wyatt aber auch in Depressionen und  „verrückte“ Phasen. Im Anbetracht dessen, dass dieser Roman schon ein paar Jährchen auf den Buckel hat, ist es erstaunlich, wie aktuell viele geführte Diskussionen sind. William Gaddis war seiner Zeit weit voraus. Eines kann man wegen des ausufernden Schreibstils sagen: es gibt keine blassen Charaktere. Fast jede noch so kleine Nebenfigur ist genauestens beschrieben und wenn es nicht gerade um Wyatts verrückte Anwandlungen geht, sind auch alle Handlungen und Gedanken nachvollziehbar. Das will durchaus was heißen, denn es gibt gefühlt mehr als 50 wichtige Nebenfiguren, deren Weg Wyatts immer wieder kreuzt.   *Fazit* Die Fälschung der Welt ist kein Roman, den man schnell zwischendurch liest. Dafür ist dieser Roman, von der Länge abgesehen, einfach zu vielschichtig und komplex. Oft ging mir beim Lesen deswegen das Vergnügen verloren und ich musste mich mehrmals zwingen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass William Gaddis ein monumentales Werk geschaffen hat, das man zumindest zu lesen versuchen sollte.

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  • Meilenstein der Literatur

    Die Fälschung der Welt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. July 2013 um 08:25

      Neu aufgelegt und in durchaus immer noch  „frischem Glanz“, so präsentiert sich das epochale Werk aus dem Jahre 1952 auch im Jahre 2013 noch inhaltlich, in der sprachlichen Form und der doppelbödigen Kritik an der Moderne und der Suche nach der „wahren Kunst“ und dem „schöpferischen Kern des Seins“.   Schon vordergründig bietet die Geschichte, die Gaddis in bildkräftiger, hintergründiger, teils ironischer, immer aber mitreißender Sprache, auf den gut 1220 Seiten ein intensives, verwirrendes, doppelbödiges Mit-Erleben der Wege der Protagonisten.   Beileibe nicht nur vordergründig geht es Gaddis um das Thema der „Fälschung“, der „Kopie“ mit dem Anspruch auf originäre Schöpfung. Das die Hauptfigur, Wyatt Gwyon, sich als talentierter Maler entpuppt, ist das eine. Dass jener Wyatt für sich, und sei es auch aus akuter Not heraus, statt mit eigener Inspiration vorzugehen, , Fälschungen zu erstellen, hierbei aber dennoch eigentlich Originale „erfindet“ (er führt die Impulse und das Genie alter, vor allem flämischer, Meister in eigener Art fort) ist ein deutliches Spiegelbild der Haltung und des Lebensweges der Moderne. Und zudem führt Gaddis in der Figur Wyatts auch das Spirituelle, die Ur-Sehnsucht nach Schaffenskraft und Schöpfung, mit ins Feld. Die „brennenden Haare“, die sich Wyatt an sich selbst anträumt und vorstellt können durchaus als Verweis des „über den Menschen kommenden schöpferischen Geistes“ verstanden werden. Wobei dies alles wohlgemerkt nur einen Ausschnitt der vielfachen Wege und Figuren des Romans darstellt.   Diese Mischung aus eigener Leistung und doch nur Betrug, aus Gier nach dem Besitz und doch nur einer Fälschung aufsitzen, ist in dieser sprachlichen Form ein treffendes, mehrdeutiges Bild für das moderne Leben. Umso bewundernswerter ist die Weitsicht des Autors, der in einer Zeit, in der zumindest die westliche Welt geschlossen dem Fortschritt und dem Materialismus die Ehre erwies, schon die tönernen Füße dieses Lebensstiles umfassend (in zudem noch unterhaltsamer Form) Faser für Faser offenlegt und dabei zurückgreift auf die Kunst , Kultur, Literatur und die religiöse Suche der Vergangenheit.   Denn beileibe nicht nur um Kunstfälschungen geht es. Fälschungen aller Art ziehen sich durch die mäandernden Seiten des Romans, vom Falschgeld bis zu jeder Form des Kunst-Plagiats, immer kreisen um die alte und immer wieder neue Frage des „schönen Scheins“ statt „handfesten Seins“, in der die Personen des Buches unentwirrbar miteinander verbunden sind.   Bigott ist (fast) die gesamte Welt, in der sich der Roman bewegt, von Beginn an. Dem anderen einen Bären aufbinden, das Ganze am besten selber glauben, um es überzeugend zu vertreten, sich bei „anderen bedienen“, was das Zeug hält. Vom Politiker bis zum Professor, vom kleinen Ganoven bis zum großen Fälscher ist es „der große Schein“, den Gaddis vor Augen führt. Eine Gerede und ein Vorspiegeln falscher Tatsachen, die gerade in den letzten Jahren als „Grundhaltung“ eine aktuelle Brisanz gewonnen haben. Damit verbindet sich die Suche nach „dem Kern“, nach sich selbst, nach dem „ganz Eigenen“. Was alles in allem allerdings nicht zur Übersichtlichkeit des Werkes beiträgt, sondern den Leser immer wieder in neue Aspekte der Literaturgeschichte, der religiösen Suche, der Anstrengung nach eigener Geltung führt.   Das der „rote Faden“ ein ums andere Mal verloren geht, der Leser selbst sich in dieser ausufernden Welt, den Finten, den Gesprächen mit doppeltem Boden, des Öfteren verliert, auch das ist Teil dieses Romans (der ertragen werden muss bei der Lektüre).   „Egal welche Straße sie überquerte, stets schien Finsternis den Himmel zu fluten“.   Ein Satz etwa aus der Mitte des Romans, der sowohl die innere Ebene als eben auch das Leseerlebnis auf den Punkt bringt.   „Und die Gäste drifteten vorbei, spurlos, vermeintlich ziellos, glupschäugig wie Fische unter Wasser, schnappten nach Beute, wie diese sich anbot und flitzen in Deckung bei Gefahr“.   So ist die Welt durch Gaddis Augen, vor denen nur wenige Haltungen und Wege Gnade finden dürften, auch im Roman. In einer Welt, in der Kunst (und damit die Kultur, das „Tiefe“) nur scheitern können, weil das Vordergründige  immer einen Schritt voraus ist und einen Tick Rücksichtsloser verfährt.   Ein alter, „jung“ gebliebener Roman, der in seiner Form und seiner weitschweifigen Suche nach einem „Kern“ immer noch wichtig und empfehlenswert ist.

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  • Rezension zu "Die Fälschung der Welt" von William Gaddis

    Die Fälschung der Welt
    MarSco

    MarSco

    08. December 2008 um 07:06

    Ganz großes Meisterwerk!