William Gibson

 3,8 Sterne bei 565 Bewertungen
Autor von Die Neuromancer-Trilogie, Neuromancer und weiteren Büchern.
Autorenbild von William Gibson (© Frederic Poirot)

Lebenslauf

William Ford Gibson wurde am 17. März 1948 als Sohn eines Managers einer Baufirma in Conway, South Carolina, USA geboren. Nach dem Verlust seines Vaters, besuchte er mit 15 Jahren ein Jungeninternat in Arizona, drei Jahre später verstarb seine Mutter ebenfalls, woraufhin er die Schule ohne Abschluss verließ. 1968 floh Gibson nach Kanada um der Einberufung für den Vietnamkrieg zu entgehen. 1972 begann er ein Studium an der University of British Columbia und machte seinen Abschluss in Englisch. Seinen Durchbruch erlangte er mit seinem 1984 erschienenen Roman »Neuromancer« der in diesem Jahr alle relevanten Science-Fiction-Preise erhielt; Philip K. Dick Award, Nebula Award, Hugo Award und andere. In diesem Buch prägte Gibson unter anderem den Begriff des Cyberspace und den Begriff der Matrix. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Vancouver.

Alle Bücher von William Gibson

Cover des Buches Die Neuromancer-Trilogie (ISBN: 9783453315983)

Die Neuromancer-Trilogie

(152)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Neuromancer (ISBN: B000O76ON6)

Neuromancer

(88)
Erschienen am 03.03.2007
Cover des Buches Mustererkennung (ISBN: 9783453522046)

Mustererkennung

(40)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Biochips (ISBN: 9783453089013)

Biochips

(31)
Erschienen am 01.10.1997
Cover des Buches Die Differenzmaschine (ISBN: 9783453526723)

Die Differenzmaschine

(32)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Quellcode (ISBN: 9783453526808)

Quellcode

(19)
Erschienen am 06.04.2010
Cover des Buches Neuromancer (ISBN: 9783608504880)

Neuromancer

(19)
Erschienen am 13.02.2021
Cover des Buches Idoru (ISBN: 9783453863286)

Idoru

(12)
Erschienen am 01.11.2002

Neue Rezensionen zu William Gibson

Cover des Buches Mona Lisa Overdrive (ISBN: 9783608504866)
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Rezension zu "Mona Lisa Overdrive" von William Gibson

Rilana
Leben und Cyberspace

Sieben Jahre ist es her, dass Angie und Bobby sich kennengelernt haben. Ihre Beziehung war ein wichtiger Anker für Angie, die zum strahlenden Stim-Sternchen aufgestiegen ist. Doch nun ist Bobby spurlos verschwunden und die Geister aus dem Cyberspace melden sich wieder bei ihr, nachdem sie doch so lange Ruhe vor ihnen hatte.

Gleichzeitig wird ein junges Mädchen entführt, das Angie auffallend ähnlich sieht und ein japanisches Mädchen wird nach London gebracht, weil ihr Vater sie vor einem Krieg zwischen zwei großen Yakuza-Clans in Sicherheit bringen will.

Im Hintergrund sind die Megakonzerne und die Megareichen aktiv wie immer. Doch welchen Einfluss haben sie auf das aktuelle Geschehen?


Mein Eindruck

Mona Lisa Overdrive ist der dritte und letzte Band der Sprawl-Trilogie von William Gibson.

Für den Abschluss werden verschiedene Charaktere, die wir in den vorherigen Bänden schon kennenlernen durften, wieder zurückgebracht - wenn auch manchmal auf eine unerwartete Art. Ihre Geschichten fügen sich mit der aktuellen Handlung zusammen und enthüllen, was Case im ersten Band im Cyberspace in Gang gebracht hat.

Wie auch schon im zweiten Band, wird hier die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die teils auf überraschende Weise miteinander kollidieren. Zusammen mit den Rückgriffen auf die früheren Bände, setzt sich hier ein großes Puzzle zusammen, das am Ende ein ziemlich komplexes Bild ergibt.


Mein Fazit

Mona Lisa Overdrive ist wieder eine spannende, komplexe Geschichte und ist damit ein würdiger Abschluss der Trilogie. Mir haben insgesamt besonders die teils sehr speziellen, aber richtig gut ausgearbeiteten Charaktere gefallen, die viel zu der speziellen Atmosphäre der Bücher beigetragen haben.

Cover des Buches Count Zero (ISBN: 9783608504873)
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Rezension zu "Count Zero" von William Gibson

Rilana
Megakonzerne und Konsolen-Cowboys

Nach einer schweren Verletzung ist Turner im Erholungsurlaub und würde sich am liebsten zur Ruhe setzen. Doch als Firmensöldner mit gutem Ruf ist man begehrt, weswegen er nachdrücklich zu einem besonders wichtigen Job überredet wird. Er soll einen hochrangigen Wissenschaftler in Sicherheit bringen, der die Firma wechseln möchte, was einen in dieser Welt schnell mal das Leben kosten kann, wenn man wertvolle Talente hat.

Zeitgleich geht der Teenager Bobby auf seinen ersten Run im Cyberspace. Sein größter Wunsch, Konsolen-Cowboy zu werden, scheint endlich in Erfüllung zu gehen - bis das Eis seines Ziel ihn zu verschlingen droht. Aber etwas Mysteriöses scheint ihn im letzten Augenblick vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Die Kunstkennerin Marly hat derweil ganz andere Probleme, denn ihr Ex hat ihr ein gefälschtes Kunstwerk untergejubelt, weshalb sie nun arbeitslos ist und ihren guten Ruf verloren hat. Zwar bekommt sie nun überraschend ein extrem gutes Jobangebot, doch das scheint zu gut zu sein, um ungefährlich zu sein.


Mein Eindruck

Count Zero erzählt diesmal die Geschichte von drei verschiedenen Protagonisten und die Handlung spielt ein paar Jahre nach Neuromancer.

Dadurch, dass sich jedes Kapitel auf einen anderen Protagonisten fokussiert als das vorherige, wirkt die Erzählung dynamischer. Gleichzeitig hatte ich aber auch den Eindruck, dass die Handlung in diesem Band besser nachvollziehbar ist, was aber auch daran liegen kann, dass ich mich bereits an die Welt und ihre speziellen Eigenarten gewöhnt habe.

Die Atmosphäre ist genauso düster wie in Neuromancer. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird hier wieder sehr deutlich herausgestellt, genauso wie die erschreckende Macht der Megakonzerne, denen Menschenleben nur dann etwas wert sind, wenn sie ihnen nützlich sind.

Der Kampf, in den die drei Protagonisten hineingezogen werden, ist sehr spannend dargestellt und wird natürlich nicht nur in der realen Welt, sondern auch im Cyberspace ausgetragen. Actionfans kommen also auch hier wieder voll auf ihre Kosten.

Obwohl in Count Zero andere Charaktere im Fokus stehen, als in Neuromancer, gibt es doch einige Rückgriffe auf die Handlung des ersten Bandes, weshalb ich empfehlen würde, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.


Mein Fazit

Spannende Fortsetzung mit neuen Charakteren, die der Welt der Sprawl-Trilogie noch mehr Tiefe verleiht.

Cover des Buches Neuromancer (ISBN: 9783608504880)
Rilanas avatar

Rezension zu "Neuromancer" von William Gibson

Rilana
Grau vs Neon

Bis vor Kurzem hat sich das Leben des Hackers Case noch vorrangig im Cyberspace abgespielt. Als aufstrebender Konsolen-Jockey wurde er von einem der besten auf diesem Gebiet ausgebildet, konnte gute Aufträge an Land ziehen und, so wie in seiner Zunft üblich, das Fleisch an zweite Stelle setzen.

Doch bei seinem letzten Auftrag hat er einen großen Fehler gemacht und versucht, seine Auftraggeber abzuzocken. Die haben ihm einen Nervenschaden verpasst, der nun dafür sorgt, dass Case sich nicht mehr in den Cyberspace einloggen kann.

Nun also gefangen in seinem Fleisch, sitzt er in Chiba, in der Hoffnung, dort bei den besten Ärzten der Welt Heilung zu finden. Doch sind all die fehlschlagenden Behandlungen nicht billig und Case manövriert sich in immer mehr Schwierigkeiten hinein.

Bis er plötzlich von einem neuen Auftraggeber angefordert wird. Der bietet ihm Heilung und einen gut bezahlten Job. Case weiß, dass es nichts umsonst gibt, doch dieses Angebot kann er nicht ausschlagen.


Mein Eindruck

Neuromancer war schon länger auf meiner Leseliste, weil ich das Cyberpunk-Genre insgesamt unheimlich spannend finde und da darf der Roman, der das Genre begründet hat, natürlich nicht fehlen.

Mir hat sehr gefallen, wie in Neuromancer das Tech-Noir-Ambiente rübergebracht wird. Schon der vielzitierte erste Satz “Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war.”, bringt diese Atmosphäre auf geniale Weise rüber. Und genauso ist der gesamte Roman.

Eine graue Realität, die von Neonschildern dürftig eingefärbt wird, steht gegenüber der bunten, wahrhaft neonfarbenen Cyberwelt, aus der der Protagonist ausgesperrt wurde.

Dementsprechend richtet er sich zugrunde, mit Drogen und einem auch sonst selbstzerstörerischen Lebensstil. Er versucht dem grauen Leben zu entkommen - auf welche Weise auch immer.

Dann kommt der Lichtblick, doch die Hoffnung, die er mit sich bringt, birgt vielleicht noch mehr Gefahren als sein bisheriger Lebensstil.

Neuromancer ist also keine leichte Kost, weder vom Inhalt her, noch vom Schreibstil, in den man erstmal hineinfinden muss. Letzteres vor allem, weil teils Fachbegriffe verwendet und nur teilweise oder erst im späteren Verlauf wirklich erklärt werden, sodass es manchmal schwerfällt, sich die futuristischen Elemente dieser Cyberpunk-Welt vorzustellen. Aber wenn man es schafft, sich in die Geschichte reinzufuchsen, ist sie absolut spannend und mitreißend.


Mein Fazit

Ich war sehr gespannt auf Neuromancer und wurde nicht enttäuscht. Ich bin richtig froh, dass die Reihe noch zwei weitere Bände hat.

Gespräche aus der Community

docetens avatar
doceten
Ich muss mir jetzt mal Luft machen: Isaac Asimov, Stanislaw Lem, Frank Herbert, William Gibson, Philip K. Dick haben noch großartige Welten geschaffen und eine Botschaft rüber gebracht. Verstörende Dystopien wie '1984' sind aktueller den je und haben und uns für die Gefahren eines "Big Brothers" sensibilisiert. Und heute? Wo sind die spannenden, visionären, elektrisierenden, intelligenten und neue Perspektiven eröffnenden Science-Fiction Stories des 21. Jhd.? Gibt es die neben Perry Rhodan, Star Trek, Star Wars, etc. überhaupt noch?
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10 Beiträge
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kultfigur
Bei npr in den USA kann man derzeit aus 100 eingereichten Titeln für die besten 10 Science Fiction und Fantasy Bücher aller Zeiten abstimmen: http://www.npr.org/2011/08/02/138894873/vote-for-top-100-science-fiction-fantasy-titles Ich hab gerade unter anderem für "Neuromancer", "The forever War", "1984", "Ubik", "The Watchmen" und "Watership down" abgestimmt. Für welche Bücher in der Liste habt ihr gestimmt? Sind eure Favoriten dabei? Dann postet sie hier als Kommentar! Bin gespannt ;-)
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pomali
Im Urlaub drübergestolpert: William Gibson ist ja kein unbekannter SF-Schriftsteller, Stichwort Cyberspace & Neuromancer bzw. Neuromancer-Trilogie, die ich natürlich verschlungen haben. Jetzt gibt es die Nachfolge-Trilogie, die ich - Schande, Schande - noch nicht gelesen habe, gesammelt in einem Buch: Die Idoru-Trilogie (über 1000 Seiten wieder). Beinhaltet die Romane Virtuelles Licht, Idoru und Futurematic.
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Zusätzliche Informationen

William Gibson wurde am 16. März 1948 in Conway, South Carolina (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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