William Giraldi

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Wolfsnächte, Hold The Dark und weiteren Büchern.

Alle Bücher von William Giraldi

William GiraldiWolfsnächte
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Wolfsnächte
Wolfsnächte
 (6)
Erschienen am 27.02.2016
William GiraldiHold The Dark
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Hold The Dark
Hold The Dark
 (0)
Erschienen am 26.02.2015
William GiraldiBusy Monsters
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Busy Monsters
Busy Monsters
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Erschienen am 06.08.2012
William GiraldiBusy Monsters
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Busy Monsters
Busy Monsters
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Erschienen am 12.09.2011
William GiraldiHold the Dark
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Hold the Dark
Hold the Dark
 (0)
Erschienen am 08.09.2014

Neue Rezensionen zu William Giraldi

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Leseratz_8s avatar

Rezension zu "Wolfsnächte" von William Giraldi

Wer ist hier das Böse?
Leseratz_8vor 2 Jahren

Winter in Alaska - kalt, unerträglich kalt, so kalt, dass Wölfe ins Dorf kommen und Kinder holen?! Eine Mutter ruft den Forscher und Autoren Russell Core, um ihr Kind zu finden oder wenigstens seine Überreste. Der sechsjährige Bailey ist direkt an der Hintertür der Hütte angefallen und verschleppt worden. Doch der Forscher zweifelt an der Geschichte der Mutter und was ist mit dem Vater - weit weg im Wüstenkrieg? Doch dann wird dieser verwundet und kommt zurück...

Die Geschichte so kalt, so eisig wie man sich einen Winter im Norden vorstellt. Die Menschen sind wie ihre Umwelt, unzugänglich, abweisend, hart. Die Zivilisation, unendlich weit entfernt, von dort ist keine Hilfe zu erwarten, also hilf Dir selbst. Kümmere Dich selbst um Dein Essen, die Wärme, die Du brauchst und auch um alles andere, Geld ist Nebensache, nicht vorhanden und nicht nötig. Das Leben reduziert auf das Ursprüngliche.

Es ist schwer diese Geschichte zu beschreiben, sie läßt einen nicht los, der Vater, der zurückkehrt aus dem Krieg und einen Rachefeldzug antritt, die Mutter, die plötzlich verschwindet und die Frage, wer ist hier das größere Raubtier. 

Der Stil, so anschaulich, dass man fröstelt. Nichts für zwischendurch, auch wenn das Buch nur 220 Seiten hat. Man muss sich einlassen auf die Geschichte und seine eigenen vorgefassten Meinungen hinterfragen.

Fazit: Ein faszinierendes, verstörendes Buch. Wer das Dunkle und Abgründige liebt, ist hier genau richtig. Ein Film noir, kein Hollywoodkino - für mich eines der Highlights des aktuellen Jahres.

Kommentare: 4
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M

Rezension zu "Wolfsnächte" von William Giraldi

Düster und beklemmend
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Düster und beklemmend

Ein Dorf am Rande der Zivilisation in Alaska.

Alles Offizielle, jede Behörde, die Polizeistation eine Stunde entfernt.

Kalt, tiefster Winter, eine Ansammlung von Menschen, die so leben, wie es ihnen entspricht. Die sich nicht hereinreden lassen wollen und würden.

Umgeben von endloser Natur, Hügeln, Schnee. Und Wölfen.

Drei tote Kinder. Es geht das Gerücht, dass Wölfe diese geholt haben 8und noch mehr holen werden).

Ein Ort, in dem der Journalist Russel Core, als er ankommt, sofort innere Beklemmung verspürt. Er ist zu alt für so was. Ja, er hat Erfahrungen mit Wölfen, ja, er hat eine Wölfin getötet. Und dennoch, die Atmosphäre im Dorf, jene Frau, die ihn gerufen hat, weil ihr kleiner Sohn verschwunden ist. Jene Frau, deren Mann Gerade im Krieg „in der Wüste“ dient, das alles nimmt ihm den Atem, drückt auf seinen Brustkorb.

Aber, nicht nur zur Hilfe ist er vor Ort. Auch für sich selber hat er einen dunklen, kalten, düsteren Plan. Der mit dem Rudel zu tun hat, dem er nachstellt, das er aufspürt.

Aber geht es überhaupt um die tierischen Wölfe? Oder wird er ganz andere Wölfe kennen lernen? Er, der weiß, dass der Mensch das Jagen von den Wölfen sich abgeschaut hat, vor Urzeiten. Er, der weiß, dass ein Wolf den Menschen meiden würde, es sei denn, er ist kurz vor dem Verhungern. Er, der erlebt, wie die Bewohner des Dorfes denken und fühlen.

Und der erleben wird, wie die Polizei auf menschliche „Alpha-Wölfe“ treffen wird. Ein Alptraum im Eis, im Schnee, mit wilden Tieren und aufspritzendem Blut, mit Rache und Verfolgung, mit toten Kindern und einem tiefen Blick in jene Schicht des Menschen, die nur von einer dünnen Hülle der Zivilisation umgeben ist und jederzeit wieder den blutrünstigen Jäger zum Vorschein bringen kann.

Beklemmend, düster, hart erzählt Giraldi seine Geschichte „vom Ende der Welt“, in der er nicht nur einen geographischen Ort in den Mittelpunkt setzt, sondern auch das „Ende der Welt“, der zivilisierten Welt, im Menschen selbst vielfach benennt. In der er den 2Wolf im Menschen“ und die „Wölfe um die Menschen herum“ detailliert und in der Tiefe schildert, so dass der Leser zwischen Alptraum und Realität gefangen wird.

Gerade in jenen Momenten im Buch, die Giraldi minutiös verfolgt, an denen die „Zivilisation“ auf die tieferen, alten Züge der „wölfischen Natur“ trifft.

Ein hervorragende, packende, tiefreichende Lektüre, die den Leser so schnell nicht loslässt.

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