William Golding

 3,7 Sterne bei 1.082 Bewertungen
Autor von Herr der Fliegen, Lord of the Flies und weiteren Büchern.
Autorenbild von William Golding (©CC BY-SA 3.0 nl)

Lebenslauf von William Golding

Der britische Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur Sir William Golding wird am 19.09.1911 in St. Columb Minor, Cornwall, geboren. Als Sohn eines Lehrers wächst er in Marlborough (Wiltshire) auf, bis er 1930 nach Oxford zieht, wo er Naturwissenschaften und schließlich Englische Literatur studiert. Noch vor Beendigung seines Studiums erscheint 1934 sein erster Gedichtband. 1939 heiratet Golding die Chemikerin Ann Brookfield, mit der er zwei Kinder hat und bis zu seinem Tod am 19.06.1993 zusammenlebt. In demselben Jahr nimmt der Brite einen Lehrauftrag für Englisch in Salisbury an. Sein künstlerisches Schaffen wird vom Zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen, als er als Marienoffizier für die Royal Navy kämpft und unter Anderem an der Schlacht gegen die Bismarck beteiligt ist. Geprägt von seinen Kriegserlebnissen nimmt er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sein schriftstellerisches Schaffen wieder auf, wobei er zunächst von seiner Lehrtätigkeit lebt. Der Welterfolg seines Klassikers „Herr der Fliegen“ im Jahr 1954 ermöglicht es ihm, einige Jahre später seinen Beruf aufzugeben und sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren. Auf ein Jahr als Writer-in-residence am Hollins College in Virginia folgt sein Status als freischaffender Autor. Neben zahlreichen weiteren Preisen wird Golding 1980 mit dem Booker Prize und 1983 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 1988 wird William Golding von der Königin in den Ritteradel erhoben.

Alle Bücher von William Golding

Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)

Herr der Fliegen

 (822)
Erschienen am 23.01.2019
Cover des Buches Papier - Männer (ISBN: 9783442068975)

Papier - Männer

 (2)
Erschienen am 01.06.1989
Cover des Buches Der Sonderbotschafter (ISBN: 9783546432924)

Der Sonderbotschafter

 (1)
Erschienen am 01.04.1985
Cover des Buches Freier Fall (ISBN: 9783596250462)

Freier Fall

 (1)
Erschienen am 01.06.1990
Cover des Buches Das Feuer der Finsternis (ISBN: 9783423101530)

Das Feuer der Finsternis

 (0)
Erschienen am 01.01.1987
Cover des Buches Mit doppelter Zunge (ISBN: 9783458168898)

Mit doppelter Zunge

 (0)
Erschienen am 18.05.1998

Neue Rezensionen zu William Golding

Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)Krimifee86s avatar

Rezension zu "Herr der Fliegen" von William Golding

Herr der Fliegen von William Golding
Krimifee86vor 7 Monaten

Ich habe den Film zum Buch mal vor etwa 20 Jahren in der Schule gesehen. Manche Szenen waren mir noch bekannt und die ganze Prämisse natürlich auch, aber die Gesamtgeschichte eben nicht mehr. 

 

In Herr der Fliegen stürzt ein Flugzeug ab und nur eine handvoll britischer Schuljungen im Alter von 6-14 Jahren überlebt. Dies ist insofern kein Problem, als dass es auf der Insel genug zu essen und frisches Wasser gibt. Eigentlich also nur irgendwie überleben, zusammenhalten, Hütten bauen und auf Rettung warten. Sollte man meinen. Doch dann packt einige Jungs das Jagdfieber, Rivalitäten brechen aus und plötzlich werden nicht mehr nur Schweine gejagt.

 

Tja. Ich schwanke irgendwie sehr. Ich möchte schreiben, dass das Buch fernab jeglicher Realitäten ist, weil ich einfach nicht will, dass so grausames Verhalten möglich ist. Aber die Wahrheit ist wahrscheinlich, dass es sehr wohl möglich ist und dass so soziale Muster und Strukturen eben funktionieren. Das ist wahnsinnig erschreckend und traurig. 

Leider hat der Autor die ganze Thematik für mich doch eher abstrakt rüber gebracht oder sagen wir es anders: Dadurch dass das Buch schon älter ist, ist es eben nicht so modern und dadurch wirkt vieles absonderlich und auf mich nicht mehr ganz so glaubwürdig. Ich gebe eine mittlere Punktzahl, empfehle das Buch aber nichtsdestotrotz gerne weiter. 

 

 

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Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)Rosecaries avatar

Rezension zu "Herr der Fliegen" von William Golding

Ein Kampf um Macht und das bloße Überleben
Rosecarievor 7 Monaten

Ein Absturz, ein Haufen Jungen auf einer einsamen Insel. Wie werden sie sich organisieren? Wie werden sie überleben? Kinder auf sich allein gestellt... Kann das überhaupt gut ausgehen?

Erstmal muss die Frage des Anführers geklärt werden. Ralph ist ein geschickter Anführer. Er scheint das intuitiv einfach drauf zu haben. Gewinnt die Wahl des Anführers und schafft es problemlos, dass sein Gegner nicht sein Gesicht verliert. Ich hätte ihn auch gewählt :D

Zu Beginn fühlt sich alles noch an, wie ein spielerisches Abenteuer. Es gibt viel zu entdecken und es macht sich erstmal niemand Sorgen. Sie sind auf einer einsamen Insel gelandet und sehen keine Gefahr, sondern nur einen großen Spielplatz. Die Stimmung kippt und das merkt man auch am Schreibstil. Wo zunächst noch viele positive Adjektive verwendet wurden, verdüstert sich mit der Zeit die Atmosphäre.

Der Schreibstil ist eigen, aber ich mochte ihn. Die Dialoge sind teilweise abgehackt, Sätze werden nicht zu Ende gesprochen und mitten im Satz geändert. Sie unterbrechen sich gegenseitig. Das Chaos der Jungen konnte richtig gut vermittelt werden und die Dialoge machte das auf eine chaotische Art und Weise sehr authentisch. Es hat die Atmosphäre des Buches noch unterstrichen.

Ralph geht es nicht (allein) um Macht. Er möchte ein guter Anführer sein und seine oberste Priorität ist es, zu überleben, bis sie gerettet werden. Er denkt strategisch und versucht, die Begabungen jedes einzelnen bestmöglich zu nutzen. Seine Ideen und Gedanken sind nur nicht ganz ausgereift und seine Autorität nicht sehr ausgeprägt.

Für Piggy läuft es besonders schlecht... Er hat sowieso einen schweren Stand und ist ein idealer Sündenbock... Aber auch Simons Geschichte ist nur schwer zu ertragen.

Immer wieder wünschen sie sich die Erwachsenen her. Reden davon, dass die alles können und nichts aus dem Ruder gelaufen wäre... Wahrscheinlich wäre dieses Buch aber ganz ähnlich erzählt, wenn die Hauptfiguren 25 Jahre älter wären... Vielleicht wäre es nicht ganz so schnell eskaliert, aber früher oder später wären auch die aufeinander losgegangen. In mancher Hinsicht haben die Kinder die Situation vielleicht sogar besser gelöst.

Zwischenzeitlich kam es mir so vor als ob einige der Jungs ganz zufrieden mit ihrer neuen Situation waren und vielleicht gar nicht gerettet werden wollten. Mit der Insel haben sie einen riesen Abenteuerspielplatz und keine Erwachsenen, die irgendwelche Erwartungen an sie haben.

Auch interessant, wie schnell Menschen (in dem Fall Kinder) sich an neue Umstände anpassen können und diese dann recht zügig als gegeben hinnehmen und eben damit umgehen, in welcher Form auch immer.

Der Konflikt zwischen Ralph und Jack findet seinen Höhepunkt als das Feuer erlischt und das Schwein gefangen wurde. Das fand ich einen unglaublich spannenden Moment. Zwischen einem Abfinden mit der Situation und einem Wunsch, wieder nach Hause zu kommen, eskaliert die Situation. Es ist so schwer allein auf der Insel. Es gibt so viel zu tun und zu beachten. Man will alles richtig machen, aber es sind doch noch Kinder. Ein richtig dramatischer Moment und entscheidend für den weiteren Verlauf der Geschichte. Kurz darauf kippt alles und die Kids verfallen der Wildnis. Die Atmosphäre vom Anfang, das Paradiesische, davon ist am Ende nichts mehr übrig. Am Ende nennt der Autor die Kinder nur noch "die Wilden", was es ziemlich genau trifft... Die Entwicklung der Geschichte hat mich sehr beeindruckt und irgendwie echt mitgenommen...

Die absolute Eskalation. So viel blinde Gewalt. Der Autor hält sich nicht zurück, es ist wirklich brutal... Und auch der Umgang damit, was bedeutet das jetzt für die Kinder? Wie soll man damit leben...?

"Ich fürcht mich. Vor uns. Ich will heim. O Gott, ich will heim!" S. 220

 Ich hab nur noch gewartet, dass sie endlich gerettet werden... So schlimm...

Puh... Also an der Geschichte hab ich jetzt echt noch zu kauen, die hatte es echt in sich. So krass hatte ich mir das nicht vorgestellt...

Kommentare: 17
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Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)T

Rezension zu "Herr der Fliegen" von William Golding

Der Mensch - ein Tier?
TWDFanSTvor 9 Monaten

Vor diesem Klassiker habe ich mich lange Zeit gedrückt. Warum, kann sich eigentlich gar nicht genau sagen. Aber dann war es endlich soweit und ich muss sagen, der "Herr der Fliegen" hat mich weder enttäuscht noch begeistert.

In dem Roman geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die auf einer einsamen, von Menschen unbewohnten Insel strandet. Zunächst scheinen die Jugendlichen zusammenzuhalten, doch bilden sich zwei Gruppen, wobei vor allem eine sich äußerst brutal verhält.

Interessant daran ist, dass man den Plot des Romans ohne Weiteres auf die heutige Zeit übertragen kann. Die Verhaltensweisen der Jugendlichen lassen sich ohne Probleme auch auf Erwachsene übertragen. 

Negativ aufgestoßen hat mir vor allem der Tod eines bestimmten Charakters, den ich gerne hätte überleben sehen. Aber das ist natürlich eine persönliche Sache und ich will aus Spoilergründen auch nicht näher darauf eingehen.


Insgesamt gesehen ist es aber ein Buch, dass man gelesen haben sollte.

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Gespräche aus der Community

Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Herr der Fliegen" von William Golding lesen.

Wikipedia sagt folgendes:
William Goldings erster Roman war sein erfolgreichster. In seiner nur von Jungen bevölkerten Robinsonade zeigt Golding, wie sich eine Gruppe von Sechs- bis Zwölfjährigen verhält, die schlagartig von jedem Einfluss durch Erwachsene abgeschnitten ist. Von Kultur und Zivilisation geprägt, verhalten die Kinder sich mehr und mehr nach ihrem jeweiligen Charakter und es entwickelt sich ein gewalttätiger Konflikt.

Es gibt keine Bücher zu gewinnen, aber jeder der mitlesen möchte ist herzlich willkommen.
55 Beiträge

Zusätzliche Informationen

William Golding wurde am 18. September 1911 in St. Columb Minor (Großbritannien) geboren.

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