William Golding Herr der Fliegen

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Inhaltsangabe zu „Herr der Fliegen“ von William Golding

Weltliteratur des Nobelpreisträgers William Golding – die hochgelobte Neuübersetzung des Romans 'Herr der Fliegen' jetzt endlich im Taschenbuch

Ein Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel im Pazifischen Ozean: Nur ein paar englische Schüler überleben. Zunächst scheint der Verlust der Zivilisation leicht zu überwinden, aber bald greifen Aggression und Gewalt um sich. Die Jungs verlieren alle Hemmungen, und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Ein Jahrhundertroman, einfach und spannend erzählt, jetzt endlich in frischer Übersetzung von Peter Torberg.

Teils spannend,teils nicht Die Geschichte um die Jugendlichen ist intetessant.Schade das man nichts über den Absturz erfahren hat.

— buchsehnsucht

Muss man gelesen haben! Ein absoluter Klassiker!

— h-p-l-s-k

Konnte mich sprachlich und inhaltlich nicht überzeugen!

— Arun

Ich habe mir mehr davon versprochen. Die Charaktere haben mir gar nicht gefallen.

— CherryLestrange

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  • Herr der Fliegen

    Herr der Fliegen

    Naddiwise

    07. January 2018 um 16:01

    Durch einen Flugzeugabsturz gerät eine Gruppe  englischer Schuljungen auf eine unbewohnte Insel mitten im Pazifischen Ozean. Keiner der Erwachsenen überlebt den Flugzeugabsturz und die sechs- bis zwölfjährigen Jungen sind auf sich allein gestellt. Zu Beginn freuen sie sich noch über die erwachsenenfreie Zone und machen sich frohgemut daran, die Insel zu erkunden. Ralph, einer der Zwölfjährigen, wird schnell zum Anführer ernannt und beruft immer wieder Versammlungen ein, um wichtige Themen, wie das Sammeln von Nahrung und Süßwasser und das Bauen von Hütten, zu besprechen und zu planen.  Schnell verliert Ralph jedoch die Kontrolle über die anderen Kinder und es entsteht immer mehr einen Atmosphäre der Anarchie. Als sich dann auch noch das schwer zu bestimmende Gefühl und die nagende Angst breit macht, doch nicht ganz allein auf der Insel zu sein,  spitzt sich die Lage immer mehr zu.Ich fand sehr interessant, wie William Golding im Laufe der Geschichte immer mehr die Stimmung von himmelhoch jauchzender Freude hin zu Angst, Gemeinheit und Anarchie kippen ließ. Sehr realistisch beschreibt er, wie der zwölfjährige Ralph und der gleichaltrige Piggy immer wieder versuchen, Ordnung in die Gruppe zu bringen, was sich als äußerst schwierig erwies, da es sich immerhin um Kinder handelt, die sich der Notwendigkeit gewisser Regeln und Absprachen nicht bewusst sind und außerdem keine Angst mehr vor elterlicher Strenge und Bestrafung haben müssen.Ein psychologisch und gesellschaftlich interessantes Buch.

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    • 3
  • Klassiker, von dem ich mehr erwartet habe

    Herr der Fliegen

    c_awards_ya_sin

    26. December 2017 um 21:23

    Herr der Fliegen! Wer hat nicht schon zumindest von diesem Buch gehört?! Bei vielen eine Pflichtlektüre in der Schulzeit, bei mir einige Jahre später eine freiwillige Sache. Doch begeistert bin ich von dem Buch leider nicht. Sprachlich und atmosphärisch konnte mich das Buch leider gar nicht erreichen. Natürlich steht im Vordergrund die soziale Verwahrlosung der Jungengruppe, die immer mehr zerfällt und langsam zu Wilden werden. Ein seht interessantes Thema, weshalb ich das Buch auch unbedingt lesen wollte. Die Symbolik der Namen und der Figur des Herrn der Fliegen fand ich sehr gut, doch irgendwie hat es mich einfach nicht in seinen Bann gezogen. Für mich bleibt nur zu sagen, dass ich froh bin, dass meine Lehrer sich für andere Bücher entschieden haben - allesamt viel besser als dieses, egal ob im Deutsch- oder Englischunterricht.

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    • 3
  • Kann man gelesen haben, muss man aber nicht

    Herr der Fliegen

    eulenmatz

    09. August 2017 um 16:37

    INHALT: Ein Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel im Pazifischen Ozean: Nur ein paar englische Schüler überleben. Zunächst scheint der Verlust der Zivilisation leicht zu überwinden, aber bald greifen Aggression und Gewalt um sich. Die Jungs verlieren alle Hemmungen, und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Ein Jahrhundertroman, einfach und spannend erzählt, jetzt endlich in frischer Übersetzung von Peter Torberg. MEINUNG: Dank des Anhangs habe ich noch besser verstanden, was William Golding mit dem Buch zeigen wollte. Nämlich, dass wir innerhalb von extremen Umständen schnell unsere Menschlichkeit aufgeben und dass davon keiner ausgenommen ist. Allerdings fand ich die Umsetzung relativ unrealistisch. Es war für mich nicht nachvollziehbar, dass die Jungs (komisch, dass es nur Jungs waren) sich so schnell mit ihrer Situation auf der Insel aufgefunden habe und auch Nötige wussten, um dort zu überleben. Das Buch besteht bis auf ein paar Ausnahmen auch nur aus Gesprächen. Man also schnell durch, aber es kein Buch, welches ich ein zweites Mal lesen würde. Insgesamt habe ich das schmale Büchlein mit drei Sternen bewertet.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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  • Ein Must-Read unter den Klassikern

    Herr der Fliegen

    NiWa

    11. June 2017 um 09:18

    Eine Gruppe Schuljungen kommt infolge eines Flugzeugunglücks allein auf einer Insel an. Mitten im Ozean sind die Kinder auf sich allein gestellt. Es gibt keine Erwachsenen die zur Ordnung rufen und während sie sich anfangs noch an die Regeln der Zivilisation erinnern, schreitet rasch der Zerfall voran.Die Kinder - allesamt Jungen aus England - sind allein auf der Insel gestrandet. Weit und breit ist kein Erwachsener, der die Zügel lenkt, und so wird schnell ein Anführer gewählt, der das Sagen hat. Doch je länger die Kinder sich selbst überlassen sind, umso schneller vergessen sie, was sie eigentlich auf der Insel hält.„Herr der Fliegen“ ist ein Klassiker, den wohl jeder gelesen habe sollte. William Golding prangt den Verfall der Gesellschaft an. Er zeigt, wie zerbrechlich unser zivilisierter Umgang miteinander ist, und wie rasant die Degeneration des Menschlichen im Menschen folgt, wenn der Rahmen nicht mehr stimmt.Die Handlung an sich mochte ich sehr gern. Es war spannend zu lesen, wie sich die Kinder verhalten, wie sie sich in Gruppen aufspalten und gegen ihre Ängste angehen. Dabei ist es interessant zu beobachten, wie leicht sie von ihren eigentlichen Zielen abzubringen sind. Obwohl sich die Jungen bemühen, mittels Signalfeuer auf sich aufmerksam zu machen, Regeln zur Hygiene aufstellen und versuchen durch die Schweinejagd an Fleisch zu kommen, hält dieser gute Wille nicht lange an und ein teuflisches Spiel beginnt.Die Beobachtung wird bei „Herr der Fliegen“ ganz groß geschrieben, denn als Leser nimmt man eine sehr objektive Perspektive ein. Golding lässt einen nicht besonders nah an die Figuren ran, sondern man muss sich mit vagen Vermutungen begnügen. Während der Autor die Insel in schillernden Farben schildert, werden die Charaktere lediglich skizziert, was mir nicht gefallen hat.Die Protagonisten Ralph, Jack und Piggy sind meiner Meinung nach austauschbar, weil man sie rein von ihren Gedanken und Handlungen auf der Insel her kennt. Ralph ist der Anführertyp, der nach bestem Wissen im Sinne aller handelt. Jack wird der schwarze Peter zugeschoben, indem er als Widersacher mit diabolischen Zügen auftritt. Hingegen ist Piggy der Denker mit der Brille auf der Nase, der nicht ganz ernst genommen wird.Die anderen Jungs verlieren sich wie Schatten im Hintergrund. Namentlich werden zwar noch Simon und ein Zwillingspaar genannt, aber auch diese Charaktere erfüllen ausschließlich ihren Zweck, ohne weitere Erklärungen zu liefern.Diese schemenhafte Darstellung hat mich besonders gestört, weil ich gern eine Verbindung mit den Figuren eingehe. Ich will sie kennenlernen, dabei von ihrer Vergangenheit, ihren Hoffnungen und Beweggründen erfahren, und nicht mit Austauschbarkeit abgespeist werden.Allerdings funktioniert die Geschichte auch ohne tiefe Protagonisten gut, weil sie im psychologischen und soziologischen Sinn schockierenden Einblick ins menschliche Zusammenleben gibt, der dieses Buch eben zu diesem lesenswerten Klassiker macht.Gleichzeitig konnte ich mich mit Goldings Erzählstil nicht anfreunden, die aufgrund der skizzierten Figuren zu einem wirren Aufbau führt. Einmal zoomt man nah, klar und deutlich an das Geschehen ran, dann wird mit hochgestochenen Parabeln gearbeitet, was ich nicht immer als gelungen empfand.Alles in allem ist „Herr der Fliegen“ trotz meiner Kritikpunkte ein Must-Read unter den Klassikern. Die schockierenden Elemente, die Wahrheit hinter den Ereignissen und manch bestürzende Szenen geben den Blick auf das menschliche Wesen frei und regen enorm zum Nachdenken an.

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    • 13
  • Herr der Fliegen

    Herr der Fliegen

    BeaSwissgirl

    23. May 2017 um 10:56

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Im Moment probiere ich gerade ein paar Klassiker aus und das durfte dieser hier natürlich auch nicht fehlen....Ich weiss nicht ob es an der Übersetzung liegt, aber ich fand den Schreibstil furchtbar anstrengend zu lesen!!!Er ist Grösstenteils sehr hölzern, holprig, mit vielen unfertigen oder wirren Satzformulierungen. Bei den Dialogen weiss man meistens gar nicht wer hier jetzt genau spricht, was bei mir zu einem einzigen Durcheinander führte.Geschrieben ist das Ganze aus der Sicht des allwissenden Erzählers, was eigentlich ganz gut zu der Parabelmässigen Art der Geschichte passt.Die Charaktere hinterliessen bei mir einen eher blassen Eindruck und waren nur mässig ausgearbeitet. Ich konnte zu Niemanden gross eine Beziehung aufbauen, ja teilweise fiel es mir sogar schwer überhaupt Empathie ihnen gegenüber zu empfinden.Am Anfang wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen und ich musste mich zuerst orientieren, was überhaupt geschehen war, leider sind die Infos hierzu aber nur sehr gering.Immer wieder habe ich mich im Verlauf des Buches auch gefragt;wo sind die Flugzeugfrackteile, warum haben nur diese Jungs überlebt, weshalb ist keiner von Ihnen verletzt, wo sind all die anderen Menschen die auch im Flugzeug waren, es müsste doch von Leichen nur so wimmeln??? usw.....Die Hauptbotschaft der Geschichte habe ich schon verstanden und sicher regt sie zum nachdenken an und bietet so einigen Diskussionsstoff, dennoch hätte der Autor, meiner Meinung nach auf all diese vielen offenen Fragen eingehen müssen!!Die Idee an sich hat mir also gefallen die ganze Umsetzung und der mühsame Schreibstil vermiesten mir aber die Geschichte von daher vergebe ich hiermit 3 Sterne

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  • Von diesem Klassiker habe ich mehr erwartet, als ich bekommen habe

    Herr der Fliegen

    LiveReadLove

    25. April 2017 um 09:39

    Inhalt Bei einem Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel sterben sämtliche Erwachsene. Nur einige wenige englische Schuljungen überleben und versuchen sich in der Wildnis zu organisieren. Doch was passiert, wenn jegliche Zivilisation verloren ist? Von diesem Klassiker habe ich mehr erwartet, als ich bekommen habe. Durch ein Instagram-Bild bin ich auf die Leserunde von Susen lives zu „Herr der Fliegen“ aufmerksam geworden. Das Buch liegt schon geraume Zeit auf meinem SuB und wollte nun endlich gelesen werden. Kurzerhand habe ich mich der Leserunde angeschlossen und in fünf Tagen das Büchlein gelesen. Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg etwas schwer gefallen ist. Die Geschichte beginnt irgendwann nach dem Flugzeugabsturz. Wann genau wird nicht geklärt. Man bekommt zwei der Jungen direkt am Anfang vorgestellt. Ralph, einer der 12jährigen, der auf der einen Seite noch recht kindlich ist, auf der anderen Seite aber die wichtigen Dinge teilweise im Kopf behält. Und Piggy, dessen wahrer Name nie genannt wird, der mit leichtem Übergewicht, Asthma und einer Brille leicht zum Opfer von verbalen Attacken wird aber immer das ausspricht, was der Wahrheit entspricht. Gemeinsam schaffen die zwei es, eine Versammlung aller überlebenden Jungen einzuberufen und versuchen irgendwie eine Struktur in ihr neues Dasein zu bringen. Ralph wird zum Anführer gewählt, ein Signalfeuer wird errichtet, Hütten gebaut und auf die Jagd gegangen. Zunächst scheint es den Kindern gut zu gelingen zwischen Spiel und Ernst zu unterscheiden, doch nach und nach verlieren sie die Realität aus den Augen. Ralph und auch Piggy fällt es zusehends schwer den Überblick über die Jüngeren, aber auch die Älteren, zu behalten. Jack macht es Ralph außerdem immer ungemütlicher, als Anführer zu fungieren und will selbst die Zügel in die Hand nehmen. Die Situation eskaliert und die Kinder beginnen ihre innere Mordlust auszuleben. Golding schildert die Geschehnisse aus der Sicht von Kindern. Es ist teilweise wirklich schwer der Handlung zu folgen, weil teilweise ganze Ereignisse einfach ausgespart werden. Die Hütten sind vom einen zum nächsten Kapitel einfach da. Wie sie gebaut wurden wird einfach ausgelassen. Ebenso der Flugzeugabsturz an sich. Ist es selbst 12jährigen so ohne weiteres möglich, zu verdrängen, was ihnen passiert ist? Kann das Unterbewusstsein die schrecklichen Ereignisse eines solchen Absturzes einfach perfekt aus dem Gedächtnis löschen? Und dann auch noch so, dass sich kein einziges Kind an den Ort des Absturzes wagt? Nicht einmal wird das Wrack aufgesucht, als wäre es gar nicht da. Ich kenne mich zwar mit 6-12jährigen Kindern nicht sehr gut aus, würde aber eher vermuten, dass sie sich irgendwann auf dieser einsamen Insel ihren Erlebnissen stellen. Sehr eindringlich sind vor allem die letzten hundert Seiten. Die Situation hat sich zugespitzt und die inneren Monster sind aus den Kindern herausgebrochen. Sie haben jeden Sinn für die Realität und die Zivilisation verloren und wollen nur noch Blut sehen. Dabei ist es völlig irrelevant von wem das Blut stammt. Die eigentliche Botschaft von Golding, dass sogar in vermeintlich unschuldigen Kindern, Monster stecken, die Gewalt, Mord und Schrecken verbreiten können, kommt dabei sehr gut zum Ausdruck. Sie verlieren jegliche Kontrolle und geben sich ganz dem Tier in ihnen hin. Gerade das Ende hat mich sehr mitgerissen und auf gewisse weise auch entsetzt. Die Vorstellung, dass Kinder zu so etwas fähig wären, ist furchterregend. Fazit Golding hat eine besondere Art zu erzählen an den Tag gelegt. Nicht alles davon war für mich nachvollziehbar und ich hätte mir gewünscht, dass einige der Leerstellen gefüllt werden. Gleichzeitig hat er aber die Botschaft, die er mit diesem Buch senden wollte, perfekt getoffen und das Böse, das in jedem Menschen sitzt und jederzeit die Oberhand gewinnen könnte, wunderbar dargestellt. Das Buch ist auf seine ganz eigene Weise etwas Besonderes, hat in meinen Augen aber noch Luft nach oben. Wer dennoch neugierig auf die Geschichte ist, sollte sie sich einmal anschauen.

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  • Herr der Fliegen

    Herr der Fliegen

    Unzertrennlich

    10. April 2017 um 10:03

    Charaktere - Ralph - Zu Beginn lernen wir Ralph kennen, der auf einen dicken Jungen trifft und erst einmal realisieren muss, was geschehen ist. Sie finden ein Muschelhorn und blasen hinein und schnell kommen die restlichen Überlebenden des Flugzeugabsturzes zusammen und sie begreifen, dass keine Erwachsenen auf der Insel sind.  Ralph wird ziemlich schnell zum Anführer gewählt, demokratisch natürlich, doch er merkt schnell, dass es schwer ist, alles zu koordinieren. Zum Teil ist das Erlebnis auf der Insel für die Jungs ein großes Abenteuer, doch natürlich möchten sie auch gerettet werden. - Piggy - Piggy ist der besagte dicke Junge, der aber auf keinen Fall Piggy genannt werden wollte. Doch das interessiert niemanden, denn Piggy ist der typische Aussenseiter, ist aber sehr intelligent und behält oft den Durchblick, als die anderen Jungs nicht mehr weiter wissen.  Leider wird er in der Gruppe nicht direkt akzeptiert, sogar Ralph, dem er eigentlich vertraut, macht sich teilweise lustig über ihn. Er symbolisiert hier eine schwache Person, einen Menschen, der zwar versucht, gehört zu werden, aber keinen richtigen Anschluss findet. Piggy war der Charakter, den ich in diesem Buch am meisten mochte. Er verliert sich nicht wie die anderen, ist kein Mitläufer und folgt seinen eigenen Auffassungen. - Jack - Jack ist das Gegenteil von Ralph. Er ist ein Abenteurer und wird mit seinen Chorjungen schnell zum Jäger. Während er anfangs noch Skrupel hat, ein Schwein zu töten, verliert er nach und nach die Hemmschwelle, denn hier geht es ja schließlich ums Überleben? Dabei passt er sich so sehr der neuen Umgebung an, dass es oft schein, als wollte er nicht gerettet werden. Während Ralph von allen zum Anführer gewählt wurde, muss Jack um seine Macht erst einmal kämpfen. Er nutzt die Ängste der anderen und für mich symbolisierte er hier einen Diktator. Meine Meinung "Herr der Fliegen" von William Golding beginnt direkt nach dem Flugzeugabsturz und wir finden uns zusammen mit einem Haufen englischer Schuljungen auf einer einsamen Insel wieder. Schnell finden sich die Kinder und Jugendlichen zusammen und überlegen, wie sie überleben können. Auf der Insel befinden sich ausreichend Früchte und es gibt Schweine. Sie bauen sich Hütten, versuchen aber gleichzeitig, stets mit einem Feuer auf sich aufmerksam zu machen. Schnell bilden sich zwei Lager. Zum einen ist da Ralph, der Piggy an seiner Seite hat und deswegen immer wieder zur Vernunft kommt und Jack nicht blind folgt, doch dann ist da Jack mit seiner Jägergruppe, die immer mehr zu Wilden werden. Auf der Insel sind auch kleine Kinder, die urplötzlich von einem Monster reden. Einer Art Schlange, ein Ungetüm, das durch den Dschungel streift. Ist es die Angst der Jungen oder sind sie auf der Insel wirklich nicht allein? William Goldings Roman "Herr der Fliegen" ist ein Buch, das von der Botschaft her echt unter die Haut geht, es ist eine Geschichte, die man begreifen muss und sie sich auch wieder aktuell auf unser Leben übertragen lässt. Auf der Insel entwickelt sich schnell eine Gruppendynamik, es gibt die Starken und die Schwachen, die Mitläufer und die Rebellen. Vor Augen halten muss man sich hier, dass dies alles Kinder sind. Besonders das Ende des Buches hat mir so einige Gänsehaut-Momente verursacht. Besonders eine Szene fand ich besonders schlimm, die wohl alle Leser aufwühlen wird. Das Buch beschreibt die Ungerechtigkeit des Lebens, die Sinnlosigkeit des Krieges und den Wahn, den die Menschheit in den letzten Jahrhunderten öfters verfallen sind ...  Fazit Ein toller Klassiker, der zum Nachdenken anregt und uns wieder einmal zeigt, in welch einer Gesellschaft wir leben. Damals wie heute hat sich wenig verändert und deswegen ist "Herr der Fliegen" noch immer aktuell. Der leicht wirre Schreibstil sollte nicht abschrecken, denn hier verbirgt sich wahrlich ein kluges Buch mit Gänsehaut-Momenten!

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  • Des Menschen Natur

    Herr der Fliegen

    sapperlot

    25. March 2017 um 07:48

    Über diesen Klassiker vom Nobelpreisträger William Golding stolpert man als Vielleser im Laufe der Jahre immer und immer wieder. Regelmässig wird in Romanen inhaltlich auf dieses inhaltlich  sonderbare Werk Bezug genommen oder es wird zumindest kurz erwähnt. Kein Wunder, in vielen Ländern gehört dieses Buch zur Schullektüre und es scheint zum Basiswissen einer breit gestreuten Leserschicht zu gehören. Ich als Vielleser muss beschämt zugeben, dass ich den Roman bis jetzt noch nicht gelesen habe. Die exzellente Neuübersetzung von Peter Torberg, die als Hardcover im Fischer Verlag erschienen ist, hat mich ermuntert dieses Buch endlich zu kaufen, zu lesen und meine Wissenslücke zu schliessen. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe keine Sekunde meiner Freizeit bereut, die ich in die Lektüre dieses ungewöhnlichen Werkes investiert habe.  Es ist nicht nur die Handlung die zum Nachdenken anregt sondern auch die Symbolik und deren Interpretation die im Text manchmal unüberlesbar offen, machmal leicht versteckt zu Tage tritt. In der Natur des Menschen liegt der unbändige Überlebenswille. In unserer heutigen zivilisierten Welt die alle Annehmlichkeiten bietet schlummert dieser Urinstinkt im Dämmerschlaf. Verändern sich die sozialen Lebensumstände und geraten in (Lebens-) Gefahr werden die Triebe geweckt und wir passen uns automatisch an die neue Situation an. Dies nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei den als unschuldig geltenden Kinder. Fehlen Zivilisation, Kultur und Leitfiguren kann dies unser Bewusstsein und Verhalten negativ beeinflussen. Die entarteten Individuen innerhalb einer Gruppe die diese nachhaltig manipulieren und zur Eskalation bringen. Als Inhaltsangabe empfehle ich die gut zusammengefasste Kurzbeschreibung zu lesen. Erwähnenswert ist die wunderbare Sprache und die ausdrucksvollen Beschreibungen der Natur. Die schönen Formulierungen als Kontrast zur immer heftiger und brutaler werdenden Geschichte. Kritisch stehe ich den Figurenzeichnungen gegenüber. Für meinen Geschmack sind die Jugendlichen etwas eindimensional beschrieben was die Unterscheidung der Kinder erschwert und mein Vorstellungsvermögen ab und zu arg strapaziert hat. Dafür erlaube ich mir auch einen Stern in der Wertung abzuziehen.  Ein Klassiker der zum Erkennen der feinen Nuancen wohl zwei Mal gelesen werden sollte und sicher ein Buch, das jeder regelmässige oder Vielleser einmal im Leben gelesen haben sollte. Empfehlenswert. 

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  • Rezension - Der Herr der Fliegen

    Herr der Fliegen

    AnonymerWombat

    05. October 2016 um 19:33
  • Rezension zu "Der Herr der Fliegen" von William Golding

    Herr der Fliegen

    wollsoeckchen88

    "Vielleicht, vielleicht gibt's doch ein wildes Tier. [...] Ich mein bloß... vielleicht sind wir's selbst - [...] Ich fürcht mich. Vor uns. Ich will heim. Oh Gott, ich will heim." Ich denke, dieses Zitat aus "Herr der Fliegen" von William Golding fasst das Buch am besten zusammen. Durch einen Flugzeugabsturz landet eine Gruppe englischer Schulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren auf einer tropischen Insel. Alle Erwachsenen sind beim Absturz umgekommen und die Insel ist bis auf ein paar Tiere unbewohnt - die Kinder komplett auf sich alleingestellt. Mithilfe ihrer Erziehung versuchen sie eine Zivilisation aufzubauen, mit Hütten, mit demokratischen Versammlungen, mit Vernunft und Rauchsignal. Doch bald müssen sie erkennen, dass sie eben doch Kinder sind und so gerät die Ordnung der Gruppe bald aus den Fugen. Hinzu kommen Existenzangst, Rivalität, Machthunger, Gruppenzwang und das Vergessen um anerzogene humanistische Regeln. Gepaart mit der neu entdeckten Freude am Töten und der zunehmenden Verrohung der Kinder wird, was als Abenteuer begann, bald zu einem Kampf auf Leben und Tod. Ein sehr lehrreiches Buch, das zeigt, zu was selbst Kinder schon fähig sind, wenn die Zügel der Zivilisation erst einmal abgestreift wurden. Meiner Meinung nach würde sich das Buch auch als Schullektüre sehr empfehlen, da es die dunkle Seite der menschlichen Natur und damit das Ende kindlicher Unschuld eindrücklich hervorhebt und dabei mit einfacher, aber sehr anschaulicher Sprache und jeder Menge Symbolik und Kontrasten arbeitet. Ein beeindruckendes, zum Nachdenken anregendes Buch, das man gelesen haben sollte.

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  • Beeindruckend und erschreckend zugleich

    Herr der Fliegen

    Weltensucher

    10. March 2016 um 14:34

    William Goldings "Herr der Fliegen" ist ein wohl zeitloser Klassiker. Eine Gruppe von Schuljungen überlebt einen Flugzeugabsturz, ist jedoch nun gestrandet auf einer Insel. Anfängliche Versuche, die Ordnung auch fern von Erwachsenen herzustellen, arten im Laufe der Zeit immer mehr in ein brutales Chaos aus, fern jeglicher Moral.Das Buch zeigt die menschliche Natur in einem kritischen und erschreckend realistischen Licht. Es regt zum Nachdenken an, wie man selbst wohl außerhalb aller Grenzen der Zivilisation handeln würde. Die Vorgänge auf der Insel mutieren ins Grausame, doch sowohl zur Zeit der Veröffentlichung als auch heute lassen sie sich nur zu einfach auf die tatsächlichen Geschehnisse in der Welt übertragen. Die Botschaft des Romans wird wohl so lange aktuell bleiben, bis die Menschheit ausgestorben ist - schließlich beleuchtet "Herr der Fliegen" das natürliche "Tier" des Menschen, das nicht viel braucht, um geweckt zu werden...Absolut empfehlenswert und beeindruckend ausdrucksstark!

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  • Das Buch war Okay evtl. sogar Gut.

    Herr der Fliegen

    Daniel89

    20. February 2016 um 18:59

    Für eine Klassiker ließ sich das Buch sehr gut lesen. Ich hatte kaum Probleme mit dem Schreibstil oder mit den Figuren. Die Insel wurde mehr oder minder als ein Paradies beschrieben und nur die Eindringlinge (Mensch) machten dieses Paradies zur Hölle. Durch Unvernunft, Undiszipliniertheit und rohe Gewalt. Ich verstehe absolut, warum dieses Buch ein Klassiker ist, und bin zufrieden mit dem Buch aber auch nicht mehr. Die Figuren waren recht einfach gehalten und haben sich in Ihren Eigenschaften nicht verändert (klug, schön, stark ....). Das Einzige, in dem sie sich verändert haben, war ihre Wildheit/Moral. Das fand ich schade, weil eine Person durchaus mehr als "nur schlau" sein kann. Überhaupt halte ich die moralische Komponente in dem Buch für veraltet aber das kann man ihm nicht vorwerfen. Alles in allem ein gutes Buch, das man lesen kann aber nicht unbedingt muss.

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  • Herr der Fliegen - William Golding

    Herr der Fliegen

    divergent

    19. February 2016 um 17:38

    Ich habe "Herr der Fliege" nach 120 Seiten (+einer Woche) vorerst mal abgebrochen. Es passiert zwar schon einiges, aber die Sprache ist nicht gerade die einfachste. Alles wird so kompliziert geschrieben und nichts bleibt hängen! (was schon Schade ist)
    Ich muss das Buch vielleicht doch noch irgendwann mal fertig lesen, wenn es unsere Klassenlektüre in Englisch wird!

  • Einfach ein Klassiker

    Herr der Fliegen

    kleine_welle

    09. February 2016 um 21:54

    Es herrscht Krieg und eine Gruppe Jungen soll in Sicherheit gebracht werden, doch bevor sie da ankommen stürzt das Flugzeug auf einer Insel ab und nur die Kinder überleben. Um sich zu organisieren versammeln sich die Jungen und wählen Ralph zum Anführer. Doch es entsteht eine Gruppenbildung: Jack führt die Jäger an, die lieber Wildschweine jagen als das Signalfeuer zu erhalten. Dazu kommt noch die Angst der Kinder vor einem Monster auf der Insel. Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Der Roman ist insofern interessant, weil William Golding Kinder alleine auf der Insel leben lässt. Kinder, die eigentlich das Symbol der Unschuld sind, aber teilweise werden diese unschuldigen Kinder auch ganz schön gewalttätig gegenüber den Jungen, die nicht zu ihrer Gruppe (den Jägern) gehören. Am Anfang sind die Jungen noch recht orientierungslos und suchen jemanden der sie führt. In diesem Fall übernimmt Ralph erstmal die Rolle des Erwachsenen, aber Jack bildet eine rivalisierende Gruppe und lockt mit Freiheit und Wildheit. Es scheint eher ein brutales Spiel für diese Gruppe zu sein. Denn am Ende hat man wirklich das Gefühl, dass ein Spiel für die Kinder beendet wird, als sie gerettet werden. Manchmal ist der Roman allerdings etwas undurchsichtig geschrieben. Bei den Träumen von Simon, der später herausfindet, was das Monster der Insel ist, kann man teilweise nicht mehr von der Realität unterscheiden. Und das ist manchmal sehr verwirrend finde ich. Mein Fazit: Ein Buch was man mal gelesen haben sollte, da es wohl nicht umsonst zu den Klassikern gehört.

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