Herr der Fliegen

von William Golding 
3,8 Sterne bei727 Bewertungen
Herr der Fliegen
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Wenn Kinder ihre Unschuld verlieren und der Mensch zum Tier wird. Eine Rückentwicklung von zivilisierter Kultur zum animalischen Wilden!

Kritisch (76):
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Sprachlich nicht mein Fall und auch vom Inhalt eher fad und zu barbarisch - keine Ahnung warum das eine klassische Schullektüre ist!

Alle 727 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Herr der Fliegen"

Der Weltklassiker des Nobelpreisträgers Willam Golding endlich in neuer Übersetzung

William Goldings erster und erfolgreichster Roman beschreibt das Ende der Unschuld und ist eine dunkle Parabel auf die verborgene Barbarei zivilisierter Gesellschaften.

Der Klassiker wirft Fragen nach der Natur des Menschen und dem Pathologischen der Gesellschaft auf, die heute so relevant sind wie 1954, als der Roman erstmals erschien. Ein Abenteuerroman, der zum höllischen Inferno mutiert; einfach und spannend erzählt, nun endlich in moderner Übersetzung von Peter Torberg.

Ein Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel im Pazifischen Ozean. Kein Erwachsener überlebt, eine Gruppe englischer Schüler bleibt sich selbst überlassen. Ralph, der zum Anführer gewählt wird, will das Zusammenleben organisieren, aber die Führungsrolle wird ihm von Jack streitig gemacht.

Zunächst erscheint der Verlust der Zivilisation leicht zu bewältigen: Auf der Insel gibt es Wasser, Früchte, sogar wilde Schweine. Es werden Hütten gebaut, die Insel wird erforscht und ein Signalfeuer eingerichtet. Aber bald machen sich Terror und primitive Barbarei breit. Die Schweinejagd artet zu blutigem Schlachten aus, der Machtrausch gipfelt in der Bereitschaft zum Mord.

Aggression, Gewalt, der Verlust aller Hemmungen machen aus dem Paradies bald ein mörderisches Inferno. Ein Kampf um Leben und Tod, geführt von ganz gewöhnlichen Jungen, die in der Wildnis zu menschlichen Bestien werden. Oder ist es das wahre Gesicht des Menschen, das hier zum Vorschein kommt?

William Goldings Meisterwerk ›Herr der Fliegen‹ ist ein Klassiker der Weltliteratur begeistert Generationen von Lesern immer wieder von neuem.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596522149
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:16 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:23.01.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.10.2009 bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ravens avatar
    Ravenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Wenn Kinder ihre Unschuld verlieren und der Mensch zum Tier wird. Eine Rückentwicklung von zivilisierter Kultur zum animalischen Wilden!
    Vom Ende der Unschuld

    Das Buch "Der Herr der Fliegen" von William Golding hat einen Umfang von 224 Seiten und ist beim Fischerverlag erschienen. Es gehört zur klassischen Literatur.

    Das Buch gibt es als Softcover- Hardcover und Ebookausgabe und als Hörspiel, sowie Hörbuch. Von dem Hörspiel 2011 rate ich ab, weil dieses absolut peinliche Hintergrundmusik beinhaltet und völlig gekürzt ist.

    Nach einem Flugzeugabsturz landen Kinder auf einer einsamen Insel. Es hat kein Erwachsener überlebt. Schon bald wird klar, es muss ein Anführer gewählt werden. Die Rolle soll Ralph übernehmen, doch Jack macht Ralph schon bald den Posten streitig.
    Das Buch gehört zur klassischen Literatur und man erwartet eine schwierige Ausdrucksform, künstlerische, verspielte Formulierungen und Tiefe. Die Tiefe ist durchaus vorhanden, aber das Buch ist alles andere als schwierig zu lesen. Es ist eine Art Robinson Crusoe und die Stimmung ist fesselnd und bedrohlich, eine unerträgliche Spannung ist gegeben von Anfang bis Schluss. Wir erleben das Ende der Unschuld der Kinder und in einem schleichenden Prozess wird der zivilisierte Mensch zum animalischen Wilden. Auch heute noch könnte eine Gruppe von Menschen genauso reagieren, wie die Kinder es in diesem Werk erleben. Das Buch stimmt nachdenklich und ist ein ganz besonderes Abenteuer, welches man unbedingt lesen sollte. Es ist absolut packend.

    Fazit: Wenn Kinder ihre Unschuld verlieren und der Mensch zum Tier wird. Eine Rückentwicklung von zivilisierter Kultur zum animalischen Wilden. Ein packendes, spannendes Werk. Absolute Leseempfehlung!

    Hinweis: Dieses Buch wurde auch als gleichnamiger Film veröffentlicht!

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    M
    mehevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sprachlich nicht mein Fall und auch vom Inhalt eher fad und zu barbarisch - keine Ahnung warum das eine klassische Schullektüre ist!
    Nur ein Buch von und über (junge) Männer für echte Kerle?!

    Bei einem Flugzeugabsturz strandet eine Gruppe Jugendlicher auf einer einsamen Insel im Meer. Der Pilot stirbt und die Jugendlichen bzw Kinder, allesamt männlich, sind auf sich allein gestellt im vermeintlichen Paradis. Keine Eltern und Lehrer, keine Regeln.
    Doch schon bald halten auch hier gewisse Mechanismen der (Erwachsenen)Welt Einzug: Gruppenbildung, Neid und erbitterte Machtkämpfe. Im Kampf ums Überleben werden alle Register gezogen.

    Mir persönlich war die Handlung zu barbarisch. Allein der aufgespießte Schweinskopf war ekelhaft aber dann noch all die Toten - puuuh! Nichts für Schöngeister schwache Nerven!
    Vielleicht liegts ja auch daran, dass in der Handlung die weibliche Seite völlig fehlt - wer weiß ;) Denn es sind nur Jungs auf der Insel und der Autor ja auch ein Mann. Also ein Buch von und über (junge) Männer für echte Kerle?!

    Sprachlich war es auch nicht besonders ansprechend - ziemlich schlicht, vielleicht sogar roh. Wie die meisten Gemüter der Beteiligten eben. Mir waren die Machtkämpfe und Jägereien zu stumpf.
    Das Thema hätte sicher mehr hergegeben!

    Ich konnte auch keine große gesellschaftliche Lehre daraus ziehen und kann wirklich nicht verstehen, warum das in Schulen so gern gelesen wird - ist doch der Inhalt oft ziemlich abstoßend!

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn alle Hemmungen fallen und das Böse in uns erwacht.....beklemmende Geschichte über die wahre Natur des Menschen. Gänsehaut!
    Das Böse in uns

    Eine Gruppe englischer Jungen im Alter von 6 bis 12 müssen nach einem Flugzeugabsturz ohne Erwachsene auf einer einsamen Insel zurechtkommen. Sie wählen Ralph zum Anführer, der durch ein großes Signalfeuer Hilfe herbeirufen möchte. Eine Gruppe um den Jungen Jack wird Jäger. Schon bald zerbricht der Zusammenhalt unter den Jungen und sie verfallen in primitives, gewalttätiges Verhalten.

    „Herr der Fliegen“ hat mich schon beim ersten Lesen vor Jahren beeindruckt und konnte es diesmal mühelos wieder schaffen, ein beklemmendes Gefühl bei mir zu hinterlassen. Autor William Golding war Lehrer, er kannte und erkannte verschiedene „Typen“ schon bei Kindern. Diejenigen, die sprichwörtlich über Leichen gehen, um ihren Willen durchzusetzen, die Tyrannen und ihre Mitläufer, die Außenseiter und die Kumpel. Alle diese findet man auch auf der Insel.

    „Herr der Fliegen“ schildert brutal und eindrucksvoll, wie zerbrechlich unsere Zivilisation ist. Mittlerweile kennen wir es aus genügend Kriegen und Katastrophen: wenn es um das eigene Leben geht oder um Macht, ist sich jeder selbst der Nächste und die Gesellschaftsordnung zerbricht. So geschieht es auch auf der Insel, bis zum Blutrausch.
    William Golding verkehrt die Floskel, das in jedem Menschen etwas Gutes steckt, ins Gegenteil. Die zentrale Botschaft lautet: Wir tragen alle einen primitiven, gar bösen Kern in uns. Nur die Umstände in unserer Gesellschaft verhindern, dass dieser Überhand nimmt. Welche psychologischen „Mechanismen“ dagegen auf der Insel greifen (Ängste, Aberglauben, Machtgelüste, etc.) und so zur Katastrophe führen, hat Golding sehr gut deutlich gemacht.

    Der Autor arbeitet stark mit Metaphern, wie das Muschelhorn und das Feuer als Symbole der Demokratie und der Zivilisation. Und es ist kein Zufall, dass es wilde Schweine auf der Insel gibt und der Spitzname eines Jungen „Piggy“ ist.

    Mehr verrate ich nun nicht, lest es selbst!

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zu recht ein Klassiker: Interessantes Gedankenexperiment, dass nach und nach eskaliert!
    Eskalierendes Gedankenexperiment

    Inhalt

    Ein unbekannter Krieg, ein plötzlicher Flugzeugabsturz, eine unbewohnte, tropische Insel. Wundersamerweise überleben nur die Kinder, die in diesem Flugzeug von jenem Krieg evakuiert werden sollten. Ein Experiment der menschlichen Psyche beginnt.

    Rezension

    Kinder sind der Inbegriff der Unschuld, so sagt man. Das Gute steckt in jedem von uns, und das Kind ist der Träger dessen, bis es erwachsen wird und vergisst. William Golding geht dieser Annahme Anfang der 50er Jahre in einem interessanten Gedankenexperiment nach. Was wird aus Kindern, wenn sie sich selbst überlassen werden, fernab jeglicher bekannter Zivilisation?

    Nachdem sich die wenigen Kinder auf der Insel zusammengefunden haben, stecken die altbekannten Richtlinien der Erwachsenenwelt noch tief in ihnen. Sie suchen einen Anführer und finden ihn in Ralph, einem Jungen, der sowohl Souveränität als auch Ruhe ausstrahlt. Doch von Beginn an steht ihm Jack gegenüber, der Rothaarige, der ein gewisses Maß an Gewaltbereitschaft ausstrahlt. Er und seine ehemaligen Chormitglieder werden zu Jägern auserkoren, der Rest der Kinder bekommen Aufgaben zugeteilt wie Hüttenbau und Feuer. Feuer ist sowieso das wichtigste, denn ohne Feuer kein Rauch, und ohne Rauch keine Rettung. Immer und immer wieder erinnert Ralph die Anderen daran, doch je länger sie auf der Insel bleiben müssen, umso mehr wird dieses Wissen in den Hintergrund gedrängt. Spiel und Vergnügen sind schneller zu haben als langfristiges Planen und Regeln befolgen. Ralph und Piggy, ein dicklicher Junge mit Brille, der schon zu Schulzeiten immer für den Spott der anderen herhalten musste, sind nahezu die einzigen, die an der Dringlichkeit der Rettung noch festhalten.

    Während Jack in seiner Aufgabe der Jagd mehr und mehr aufgeht, verrohen er und seine Jäger zusehends. War es anfangs noch undenkbar, in das weiche, lebende Fleisch eines wilden Schweines mit einem selbstgebastelten Speer zu bohren, scheint nach nur wenigen Tagen oder Wochen bereits alles möglich. Der Leser verfolgt, wie das Wilde sich aus den Kindern immer mehr Bahn bricht, zu Tage tritt und sie die anerzogenen Regeln als leere Hülle zurücklassen.

    Das Buch mag sich an mancher Stelle etwas ziehen und der Ausspruch „Ich habe die Muschel!“, auf den meisten nur mit höhnischem Gelächter geantwortet wird, ließ mich zunehmend mit den Augen rollen. Doch diese Muschel, die am Anfang alle zusammen rief und die den Respekt der anderen Kinder beanspruchte, ist eines der letzten Symbole der ziviliersten Welt auf dieser tropischen Insel, irgendwo im Meer. Als auch noch von einem Monster die Rede ist, dass die Kinder in der Nacht überfallen wird, dreht sich die Spirale der Gewalt, die die Kinder selbst entfesselt haben, immer schneller auf ihren infernalen Höhepunkt zu. Außenseiter und jene, die auch in der zivilen Bevölkerung kaum eine Chance zum (über-)Leben hatten, haben es auf dieser Insel, dem Reich des Herrn der Fliegen, ganz besonders schwer. Denn hier zählt nur noch das Gesetz des Stärkeren.

    Es ist eine erschreckende Entwicklung, die die Kinder hier in kürzester Zeit durchmachen, vom verhätschelten Chorknaben zum Wilden ohne Moralvorstellung. Und doch ist es nicht gänzlich undenkbar. Vielleicht wäre es anders verlaufen, wenn es nicht nur Jungen gewesen wären, die in diesem Flugzeug saßen und abstürzten, vielleicht wäre die Entwicklung freundschaftlicher verlaufen, wenn ein paar Mädchen zur Harmonie zwischen den Kindern beigetragen hätten. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

    Fazit

    Ein großartiger Gedankengang, den William Golding im Herrn der Fliegen ausgearbeitet hat. Ein Experiment, dass die Gewaltbereitschaft der menschlichen Natur zeigt. Gut geschrieben, in einer einfachen, intensiven Sprache.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    = 4.2 ★★★★★


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    Buchgespenstvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: So überhaupt nicht mein Buch.
    Grauenhafte Robinsonade

    Bei einem Flugzeugabsturz über einer Insel im Pazifischen Ozean überleben nur ein paar englische Schüler. Zunächst verläuft alles friedlich. Die Jungs toben sich auf dem großen Abenteuerspielplatz aus, wissen sich zu helfen und organisieren sich, um ihr Überleben zu sichern. Doch langsam driftet die spielerische Gemeinschaft in einen grauenhaften Machtkampf zwischen den beiden Anführertypen. Aggression und Gewalt verwandeln das Abenteuer in ein Schreckensszenario, das schließlich in einer Katstrophe mündet.

    Auch wenn ich weiß, was dieses Buch für eine Botschaft transportieren soll und dass dieses auch perfekt von Golding umgesetzt wurde, habe ich jede Seite gehasst. Es hat mich abgestoßen und beschert mir bis heute Albträume. Es beschäftigt sich mit dem zeitlosen Thema, des Rechts des Stärkeren und den notwendigen Regeln der Zivilisation, aber trotzdem kann ich diesem Buch nichts abgewinnen. Eine der Schullektüren, die mich traumatisiert haben.

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    Geschichten-Weltvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Schullektüre, die besser ist als die meisten anderen.
    Der Herr der Fliegen

    Dieses Buch habe ich damals in der Schule lesen müssen.

    Ein Buch, das ich nicht ganz so gerne gelesen habe, aber im Nachhinein doch ganz interessant war zu lesen. Die Entwicklung der Jungs war von einem psychologischen Aspekt sehr interessant. Ich erinnere mich allerdings auch daran, dass viel die Umgebung beschrieben wurde und dass ich das in der Schule viel analysieren musste. Das war nicht ganz so mein Ding.

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    Naddiwises avatar
    Naddiwisevor 9 Monaten
    Herr der Fliegen

    Durch einen Flugzeugabsturz gerät eine Gruppe  englischer Schuljungen auf eine unbewohnte Insel mitten im Pazifischen Ozean. Keiner der Erwachsenen überlebt den Flugzeugabsturz und die sechs- bis zwölfjährigen Jungen sind auf sich allein gestellt. Zu Beginn freuen sie sich noch über die erwachsenenfreie Zone und machen sich frohgemut daran, die Insel zu erkunden. Ralph, einer der Zwölfjährigen, wird schnell zum Anführer ernannt und beruft immer wieder Versammlungen ein, um wichtige Themen, wie das Sammeln von Nahrung und Süßwasser und das Bauen von Hütten, zu besprechen und zu planen.  Schnell verliert Ralph jedoch die Kontrolle über die anderen Kinder und es entsteht immer mehr einen Atmosphäre der Anarchie. Als sich dann auch noch das schwer zu bestimmende Gefühl und die nagende Angst breit macht, doch nicht ganz allein auf der Insel zu sein,  spitzt sich die Lage immer mehr zu.


    Ich fand sehr interessant, wie William Golding im Laufe der Geschichte immer mehr die Stimmung von himmelhoch jauchzender Freude hin zu Angst, Gemeinheit und Anarchie kippen ließ. 
    Sehr realistisch beschreibt er, wie der zwölfjährige Ralph und der gleichaltrige Piggy immer wieder versuchen, Ordnung in die Gruppe zu bringen, was sich als äußerst schwierig erwies, da es sich immerhin um Kinder handelt, die sich der Notwendigkeit gewisser Regeln und Absprachen nicht bewusst sind und außerdem keine Angst mehr vor elterlicher Strenge und Bestrafung haben müssen.


    Ein psychologisch und gesellschaftlich interessantes Buch.



    Kommentare: 2
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    c_awards_ya_sins avatar
    c_awards_ya_sinvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Hatte mir mehr von diesem Klassiker versprochen.
    Klassiker, von dem ich mehr erwartet habe

    Herr der Fliegen! Wer hat nicht schon zumindest von diesem Buch gehört?!

    Bei vielen eine Pflichtlektüre in der Schulzeit, bei mir einige Jahre später eine freiwillige Sache. Doch begeistert bin ich von dem Buch leider nicht. Sprachlich und atmosphärisch konnte mich das Buch leider gar nicht erreichen. Natürlich steht im Vordergrund die soziale Verwahrlosung der Jungengruppe, die immer mehr zerfällt und langsam zu Wilden werden. Ein seht interessantes Thema, weshalb ich das Buch auch unbedingt lesen wollte. Die Symbolik der Namen und der Figur des Herrn der Fliegen fand ich sehr gut, doch irgendwie hat es mich einfach nicht in seinen Bann gezogen.

    Für mich bleibt nur zu sagen, dass ich froh bin, dass meine Lehrer sich für andere Bücher entschieden haben - allesamt viel besser als dieses, egal ob im Deutsch- oder Englischunterricht.


    Kommentare: 2
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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Botschaft kam an, aber es ist kein Buch, welches ich nochmal lesen würde.
    Kann man gelesen haben, muss man aber nicht

    INHALT:

    Ein Flugzeugabsturz über einer unbewohnten Insel im Pazifischen Ozean: Nur ein paar englische Schüler überleben. Zunächst scheint der Verlust der Zivilisation leicht zu überwinden, aber bald greifen Aggression und Gewalt um sich. Die Jungs verlieren alle Hemmungen, und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Ein Jahrhundertroman, einfach und spannend erzählt, jetzt endlich in frischer Übersetzung von Peter Torberg.

    MEINUNG:

    Dank des Anhangs habe ich noch besser verstanden, was William Golding mit dem Buch zeigen wollte. Nämlich, dass wir innerhalb von extremen Umständen schnell unsere Menschlichkeit aufgeben und dass davon keiner ausgenommen ist. Allerdings fand ich die Umsetzung relativ unrealistisch. Es war für mich nicht nachvollziehbar, dass die Jungs (komisch, dass es nur Jungs waren) sich so schnell mit ihrer Situation auf der Insel aufgefunden habe und auch Nötige wussten, um dort zu überleben. Das Buch besteht bis auf ein paar Ausnahmen auch nur aus Gesprächen. Man also schnell durch, aber es kein Buch, welches ich ein zweites Mal lesen würde. Insgesamt habe ich das schmale Büchlein mit drei Sternen bewertet.

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    NiWas avatar
    NiWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Alles in allem ist „Herr der Fliegen“ trotz meiner Kritikpunkte ein Must-Read unter den Klassikern.
    Ein Must-Read unter den Klassikern

    Eine Gruppe Schuljungen kommt infolge eines Flugzeugunglücks allein auf einer Insel an. Mitten im Ozean sind die Kinder auf sich allein gestellt. Es gibt keine Erwachsenen die zur Ordnung rufen und während sie sich anfangs noch an die Regeln der Zivilisation erinnern, schreitet rasch der Zerfall voran.

    Die Kinder - allesamt Jungen aus England - sind allein auf der Insel gestrandet. Weit und breit ist kein Erwachsener, der die Zügel lenkt, und so wird schnell ein Anführer gewählt, der das Sagen hat. Doch je länger die Kinder sich selbst überlassen sind, umso schneller vergessen sie, was sie eigentlich auf der Insel hält.

    „Herr der Fliegen“ ist ein Klassiker, den wohl jeder gelesen habe sollte. William Golding prangt den Verfall der Gesellschaft an. Er zeigt, wie zerbrechlich unser zivilisierter Umgang miteinander ist, und wie rasant die Degeneration des Menschlichen im Menschen folgt, wenn der Rahmen nicht mehr stimmt.

    Die Handlung an sich mochte ich sehr gern. Es war spannend zu lesen, wie sich die Kinder verhalten, wie sie sich in Gruppen aufspalten und gegen ihre Ängste angehen. Dabei ist es interessant zu beobachten, wie leicht sie von ihren eigentlichen Zielen abzubringen sind. Obwohl sich die Jungen bemühen, mittels Signalfeuer auf sich aufmerksam zu machen, Regeln zur Hygiene aufstellen und versuchen durch die Schweinejagd an Fleisch zu kommen, hält dieser gute Wille nicht lange an und ein teuflisches Spiel beginnt.

    Die Beobachtung wird bei „Herr der Fliegen“ ganz groß geschrieben, denn als Leser nimmt man eine sehr objektive Perspektive ein. Golding lässt einen nicht besonders nah an die Figuren ran, sondern man muss sich mit vagen Vermutungen begnügen. Während der Autor die Insel in schillernden Farben schildert, werden die Charaktere lediglich skizziert, was mir nicht gefallen hat.

    Die Protagonisten Ralph, Jack und Piggy sind meiner Meinung nach austauschbar, weil man sie rein von ihren Gedanken und Handlungen auf der Insel her kennt. Ralph ist der Anführertyp, der nach bestem Wissen im Sinne aller handelt. Jack wird der schwarze Peter zugeschoben, indem er als Widersacher mit diabolischen Zügen auftritt. Hingegen ist Piggy der Denker mit der Brille auf der Nase, der nicht ganz ernst genommen wird.

    Die anderen Jungs verlieren sich wie Schatten im Hintergrund. Namentlich werden zwar noch Simon und ein Zwillingspaar genannt, aber auch diese Charaktere erfüllen ausschließlich ihren Zweck, ohne weitere Erklärungen zu liefern.

    Diese schemenhafte Darstellung hat mich besonders gestört, weil ich gern eine Verbindung mit den Figuren eingehe. Ich will sie kennenlernen, dabei von ihrer Vergangenheit, ihren Hoffnungen und Beweggründen erfahren, und nicht mit Austauschbarkeit abgespeist werden.

    Allerdings funktioniert die Geschichte auch ohne tiefe Protagonisten gut, weil sie im psychologischen und soziologischen Sinn schockierenden Einblick ins menschliche Zusammenleben gibt, der dieses Buch eben zu diesem lesenswerten Klassiker macht.

    Gleichzeitig konnte ich mich mit Goldings Erzählstil nicht anfreunden, die aufgrund der skizzierten Figuren zu einem wirren Aufbau führt. Einmal zoomt man nah, klar und deutlich an das Geschehen ran, dann wird mit hochgestochenen Parabeln gearbeitet, was ich nicht immer als gelungen empfand.

    Alles in allem ist „Herr der Fliegen“ trotz meiner Kritikpunkte ein Must-Read unter den Klassikern. Die schockierenden Elemente, die Wahrheit hinter den Ereignissen und manch bestürzende Szenen geben den Blick auf das menschliche Wesen frei und regen enorm zum Nachdenken an.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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    Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Herr der Fliegen" von William Golding lesen.

    Wikipedia sagt folgendes:
    William Goldings erster Roman war sein erfolgreichster. In seiner nur von Jungen bevölkerten Robinsonade zeigt Golding, wie sich eine Gruppe von Sechs- bis Zwölfjährigen verhält, die schlagartig von jedem Einfluss durch Erwachsene abgeschnitten ist. Von Kultur und Zivilisation geprägt, verhalten die Kinder sich mehr und mehr nach ihrem jeweiligen Charakter und es entwickelt sich ein gewalttätiger Konflikt.

    Es gibt keine Bücher zu gewinnen, aber jeder der mitlesen möchte ist herzlich willkommen.
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    In seiner Dunkelheit der Perspektive ist es geradezu peinigend aktuell, in der didaktischen Schärfe des Motivspiels noch immer interessant. Näher dran jetzt am englischen Original.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Anna_Schmitzs avatar
    Anna_Schmitzvor 4 Monaten
    Ich es immer schon einmal lesen wollte und jetzt habe ich mit der Harry Potter-Challenge auch noch einen ganz konkreten Grund dafür
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