William Goldman

 4.2 Sterne bei 490 Bewertungen
Autor von Die Brautprinzessin, Die Brautprinzessin und weiteren Büchern.
William Goldman

Lebenslauf von William Goldman

William Goldman ist ein amerikanischer (Drehbuch-)Autor, 1931 in Illinois geboren. Er ist vorallem für seine Arbeit für Kino- und Fernsehproduktionen berühmt: Für seine Drehbücher zu Zwei Banditen und Die Unbestechlichen erhielt Goldman jeweils einen Oscar. Seine Romane handeln meist von seinen Erfahrungen in der US-amerikanischen Filmindustrie.

Alle Bücher von William Goldman

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Die Brautprinzessin

Die Brautprinzessin

 (405)
Erschienen am 23.07.2016
Als die Gondolieri schwiegen

Als die Gondolieri schwiegen

 (1)
Erschienen am 01.02.2003
Wer hat hier gelogen?

Wer hat hier gelogen?

 (1)
Erschienen am 27.03.2001
Der Marathonmann

Der Marathonmann

 (0)
Erschienen am 01.01.1111
Die Brautprinzessin

Die Brautprinzessin

 (37)
Erschienen am 22.11.2002
The Princess Bride

The Princess Bride

 (32)
Erschienen am 02.05.2013
Der Marathon-Mann

Der Marathon-Mann

 (4)
Erschienen am 01.03.1995

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Rezension zu "Die Brautprinzessin" von William Goldman

Eine Geschichte, die nicht ernst genommen werden will
Rodrik-Andersenvor 2 Monaten

Auf der Suche nach Büchern, die aus dem bewährten Schema F ausbrechen, bin ich auf den Roman von William Goldman gestoßen. Die Geschichte um „Die Brautprinzessin“ war mir vollkommen unbekannt. Da die positiven Bewertungen eindeutig überwogen, beschloss ich es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

Um was geht es eigentlich in „Die Brautprinzessin“? Diese Frage ist schwerer zu beantworten, als man glaubt. Der Klappentext liefert hierzu keine Anhaltspunkte, schwärmt aber: „Eine grandiose Geschichte von unerhörten Abenteuern und wahrer Liebe.“ Im Buch selbst findet sich zumindest folgender Hinweis: „Die schöne Butterblume soll den unausstehlichen Prinzen Humperdinck heiraten, doch sie liebt den Stalljungen Westley. Eine Unmenge schwindelerregender florinesischer Abenteuer sind die Folge, despektierlich kommentiert von Mr. Goldman.“ Auch hier lässt die Aussagekraft zu wünschen übrig.

Ich stellte für mich am Ende fest: Eine Handlung sucht man bei diesem Buch vergeblich, da die Geschichte größtenteils aus einer Aneinanderreihung von Szenen besteht, die mehr oder weniger ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Die Stärke des Romans liegt in der Schaffung von humorvollen und satirischen Momenten, die bei mir besonders in der ersten Buchhälfte für spaßige Unterhaltung sorgten. Die Anmerkungen des Autors, der sich zwischendrin immer wieder zu Wort meldet, sind zwar gewöhnungsbedürftig, verstärkten aber stellenweise die lustigen Leseabschnitte. Auch die Passagen, in denen die Charaktere Inigo und Fezzik vorgestellt wurden, versprühten gute Laune.

Allerdings verlor sich die Wirkung der gewählten Stilmittel zunehmend. Die Kommentare des Autors nahm ich vermehrt als nerviges Geschwafel wahr, die versuchten, die bedeutungslose Handlung zu überspielen. Auch die Stellen, bei denen der Leser bewusst aufs Glatteis geführt wird, ermüdeten mich zusehends. Dasselbe galt für die hoffnungslos überzeichneten Charaktere, die allzu oft ausgetretene Klischees bedienten. Das abrupte Buchende setzte dem Ganzen die Krone auf. Zu oft fragte ich mich: Was sollte das denn jetzt schon wieder?

Fazit: Der Auftakt des Romans begann vielversprechend, da erfrischend anders. Besonders die Vorstellung der beiden Charaktere Inigo und Fezzik empfand ich als fesselnd und unterhaltsam. Allerdings baute der Plot rasend schnell ab. Der anfangs einnehmende Humor blieb dann immer öfter auf der Strecke. Letztendlich ist „Die Brautprinzessin“ wohl am ehesten als satirisches Werk einzustufen, das nicht ernst genommen werden will. Wer sich an solcher Lektüre erfreuen kann, kann durchaus zugreifen. Alle anderen sollten besser die Finger von diesem Buch lassen, das meiner Meinung nach völlig überbewertet ist.

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Rezension zu "The Princess Bride" von William Goldman

Nicht umsonst ein Klassiker!
Seitenhainvor 9 Monaten

Jeder brave Fantasy-Nerd wird mich vermutlich steinigen, dass ich diesen Klassiker erst jetzt lese, und ich bereue es auch brav.

Nachdem ich mir das Buch 2010 in England gekauft hatte, lag es einige Zeit, bevor ich mich aufraffte, das Vorwort zu lesen. Und dann kam noch ein Vorwort, das kein Ende nahm. Ich war irritiert. War das die Geschichte? Und wieso die zwei Autoren? Seltsam. Ich legte das Buch beiseite und versuchte es erst dieses Jahr erneut. Nachdem ich bemerkt hatte, dass das erste Kapitel "The Bride" heißt, blätterte ich bis dahin vor und begann die Geschichte direkt zu lesen. Und sie war fabelhaft. Liebe, Mantel, Degen, Rache, Kampf, Drama - dieses Buch hat einfach alles, was beide Geschlechter an einer guten Geschichte zu schätzen wissen. (Wie Bernard Black sagte: "Sie ist über 30, single und muss einen Mann finden. Und sie hat 2 Tage einen nuklearen Krieg zu verhindern")



Also, worum es eigentlich geht: Buttercup (ja, so heißt das Mädel wirklich) ist das schönste Mädchen weit und breit. Sie verliebte sich einst in den Stallburschen, doch daraus wurde nichts und so soll sie nun den Prinzen des Landes (dessen Name Humperdinck nicht auf bestes Heiratsmaterial hinweist) heiraten. Doch dann wird sie entführt und ihr eigenes Abenteuer beginnt...


Ein ganz großartiges Buch, wie schon angedeutet - den Wust aus Vorwörtern muss man aber auch erstmal verstehen:

1. Ein Vorwort von Goldman über das fiktive Werk, das er gekürzt hat

2. Ein Vorwort von Morgenstern über das fiktive Werk, das er geschrieben hat

3. Ein Vorwort zum angeblichen zweiten Band "Buttercup's Baby", das wohl eher dazu dient, den ersten Band ordentlich abzuschließen als einen zweiten Band (der auch bis heute nicht erschienen ist) einzuläuten.

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Rezension zu "Die Brautprinzessin" von William Goldman

Ein Abenteuer, nicht weniger, aber mehr
lex-booksvor einem Jahr

"Die Brautprinzessin" von William Goldman ist für mich DAS Kultbuch der Abenteuer-Literatur. Mit 16 Jahren habe ich es zum ersten Mal gelesen, mit Mitte 20 wieder. Und seitdem es die großartige Lesung von Jochen Malmsheimer gibt, läuft das Hörbuch bei uns in regelmäßigen Abständen, meistens während einer langen Fahrt in den Urlaub. Ich bin jedes Mal wieder begeistert...

Eine Inhaltsangabe zu schreiben ist gar nicht so einfach: Ja, es ist ein Abenteuerroman, aber nicht nur. Ist er witzig? Sehr. Geht es um Liebe? Ja, aaaaabber… Goldman erzählt auf zwei Ebenen. Er beginnt mit der Rahmenhandlung (in der Hörbuchfassung leider monoton heruntergeleiert von „Arzt“ Bela B., der in meinen Ohren eine totale Fehlbesetzung ist). Der Anfang erfordert aber auch in Buchform etwas Geduld: Ein klein wenig ausholend berichtet Goldman, der zugleich sein eigener Protagonist ist, von seinem Werdegang als Schriftsteller. Um seinem Sohn die Liebe zur Literatur näherzubringen, beginnt er, diesem aus dem Buch „Die Brautprinzessin“ von einem angeblichen S. Morgenstern vorzulesen, seiner Erinnerung nach eines der spannendsten Abenteuer aller Zeiten. Beim Erzählen stellt er nun aber fest, dass das Buch unerträglich langweilig ist. Wie das sein kann? Ganz einfach: Sein eigener Vater – der ihm in der Kindheit daraus vorlas – hat offensichtlich viele Passagen frei interpretiert und gekürzt, im Grunde also eine ganz andere Geschichte daraus gemacht.

Goldman schreibt diese daraufhin selbst um. Und da setzt der eigentliche Erzählstrang ein, den Jochen Malmsheimer mit einer Stimmenvielfalt vorträgt, die eine wahre Freude ist: Darin geht es um Butterblume, das schönste Mädchen im ganzen Land und um Westley, einen Stalljungen, der ihr treu ergeben ist, um einen sadistischen Prinzen, Degenkämpfe, Giftmischer, Piraten und mehr. Mit viel Humor, wendungsreich und spannend wird ein höchst originelles Märchen erzählt, in dem jede noch so aberwitzige Figur liebevoll gestaltet ist. Dazwischen immer wieder die ironischen Anmerkungen Goldmans zu seinen jeweiligen Änderungen an Morgensterns Vorlage, die es in Wirklichkeit natürlich nie gegeben hat. Als Interaktion mit dem Leser sind diese Zwischenkapitel ziemlich spaßig: Wer zum Beispiel Interesse an einer öden Kussszene hat, die Goldmans Kürzung zum Opfer gefallen ist, der könne den Autor persönlich anschreiben, liest man hier.

Fazit: Ob „Die Brautprinzessin“ konzeptionell noch immer so einzigartig ist, wie 1977, als sie erstmals erschienen ist? Wahrscheinlich nicht. Auch, wenn mir Vergleichbares noch nicht untergekommen ist. Unabhängig davon ist und bleibt das Buch ein großer Spaß und ein tolles Märchen mit unvergesslichen Charakteren, das Alt wie Jung fesselt und zwei Erzähletagen virtuos zu etwas ganz Besonderem zusammenfügt. Mein Sohn liebt diese Geschichte inzwischen ebensosehr wie ich selbst. Die Helden darin sind nicht immer die schlauesten, ebensowenig wie die Bösewichter. Und ob die wahre Liebe am Ende siegt, war selten so ungewiss wie bei Goldman. Gewiss ist nur eines: Dieses Abenteuer ist zeitlos!

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Zusätzliche Informationen

William Goldman wurde am 11. August 1931 in Highland Park / Illinois (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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in 811 Bibliotheken

auf 95 Wunschlisten

von 17 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

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