Das Imperium zerfällt, das Kaiserhaus ist entmachtet. Ein Regent hat die Herrschaft an sich gerissen. Wer sich widersetzt, wird kurzerhand gepfählt oder nach Affak, dem unwirtlichen und extrem menschenfeindlichen Bergwerksplaneten, gebracht, wo er eine minimale Chance des Überlebens hat. Die Ven, ebenfalls Menschenabkömmlinge, die seit Jahrhunderten friedlich im Kaiserreich lebten, werden nun wegen ihrer mentalen Fähigkeiten als Nichtmenschen eingestuft und systematisch ausgerottet. Die Kaiserliche Polizei unter ihrem brutalen Chef Schtad feiert grausame Exzesse. Da bricht der Aufstand los. Sein Anführer ist der untergetauchte Oppositionsführer Korten. Doch Schtad kennt die Pläne und vereitelt die Machtübernahme. Er läßt die Führer der Revolution niedermachen, doch das stachelt den Widerstand nur an.
Zwischen den Fronten des Bürgerkriegs irrt Sh'reev umher. Er ist der letzte Abkömmling der Herrscherfamilie und ein ausgebildeter Heiler. Er teilt die mentalen Kräfte mit den Ven, die uralte Kunst der Seelenverbindung. Doch er, der das Leben gibt und allein durch die Kraft seines Geistes zahllose Verwundete von den Pforten des Todes zurückholt, hat nichts anderes zu erwarten als den Tod. Von den Herrschenden, da er für sie als Thronfolger eine Gefahr darstellt, von den Aufständischen, weil sie jeden Adeligen auf der Stelle exekutieren.
Sehr bunter und phantasievoller Roman, mit literarischem Anspruch, leider etwas zäh.
Rezension zu "Die Litanei von Sh'reer" von William Jon Watkins



