William Kowalski

 4.2 Sterne bei 120 Bewertungen
Autor von Eddies Bastard, Das Leben brennt wie grüner Chili und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Eddies Bastard (ISBN: 9783404148097)

Eddies Bastard

 (67)
Erschienen am 29.10.2002
Cover des Buches Sommer auf der Schattenseite (ISBN: 9783404156580)

Sommer auf der Schattenseite

 (13)
Erschienen am 13.03.2007
Cover des Buches Hundert Herzen (ISBN: 9783404173235)

Hundert Herzen

 (4)
Erschienen am 12.02.2016
Cover des Buches Übungen für Nichtschwimmer (ISBN: 9783404155569)

Übungen für Nichtschwimmer

 (5)
Erschienen am 15.08.2006
Cover des Buches Das Leben brennt wie grüner Chili (ISBN: 9783785735381)

Das Leben brennt wie grüner Chili

 (6)
Erschienen am 15.04.2008
Cover des Buches Eddies Bastard (ISBN: 9783785734056)

Eddies Bastard

 (4)
Erschienen am 12.02.2008
Cover des Buches Eddie's Bastard (ISBN: 9780552998598)

Eddie's Bastard

 (1)
Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu William Kowalski

Neu

Rezension zu "Hundert Herzen" von William Kowalski

Hundert Herzen
Lennyvor 6 Monaten

Der Titel hat mich erst in eine ganz andere Richtung geführt. Als er sich dann im Buch gezeigt hat, fand ich diese Wendung auch schön. Allerdings ist es am Ende dann nicht so rund. Ich dachte, das die Herzen noch was Großes auslösen... schade. Bin nun vondem Ende enttäuscht...

Beim Lesen habe ich immer wieder vermutet, wohinmich die Geschichte steuert. Habe mir viele Dinge ausgemalt, die nicht passiert sind... also komplett unvorhersehbar! Die ganzen Kriegsbilder, vor allen die mit den Kindern sind sehr grausam! Krieg ist immer grausam und so unnütz...

Ich vergebe 3 Sterne, da ich  mir wirklich um Henry Sorgen gemacht habe und diesen Ausgang der Geschichte gut fand. 

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Rezension zu "Hundert Herzen" von William Kowalski

Life is a battlefield
Haversvor 4 Jahren

Der amerikanische Autor William Kowalski schreibt Familiengeschichten, aber es sind nicht diese idealtypischen Familien, die wir so oft in der Literatur vorgestellt bekommen. Vor Jahren habe ich seine Romane um und mit Billy Mann verschlungen („Eddies Bastard“ und „Das Leben brennt wie grüner Chili“) und war von der lässigen Fabulierfreude dieses Autors höchst angetan. Und auch sein neuer Roman „Hundert Herzen“ (in der Übersetzung von Jürgen Bürger), ausgezeichnet mit dem Thomas Raddall Atlantic Fiction Award 2014, ist in dieser Tradition geschrieben.

Es ist ein wichtiges Thema, mit dem sich Kowalski auseinandersetzt. Was macht der Einsatz in Kriegsgebieten mit denen, die weit entfernt von zuhause für abstrakte Ziele kämpfen? Kampf für die Freiheit am Hindukusch? Bullshit, sie kämpfen für nichts und niemanden, und nicht nur jeder Beteiligte, sondern auch jeder Außenstehende weiß das. Und was geschieht in den Familien, wenn die Soldaten wieder zurück in der Heimat sind? Alles eitel Freud‘ und Sonnenschein?

Diese Illusion hat Jeremy Merkin verloren, im Gegensatz zu vielen seiner  Gefährten und Mitsoldaten ein Überlebender. Fast noch ein Kind, ist er nach Afghanistan in den Krieg gezogen. Mittlerweile ist er Mitte zwanzig und seit längerem wieder zuhause in Elysium, Kalifornien. Wie früher lebt er bei und mit seiner dysfunktionalen Großfamilie: den Großeltern Helen und Al, seiner Mutter Rita, Tante Jeanie und deren Sohn Henry. Was sich nach außen als ein Stück Normalität  darstellt, ist leider nur ein äußerst instabiles Gebilde, denn die physischen und psychischen Wunden, die ein Krieg verursacht, gehen tief. Schuldgefühle, körperliche Schmerzen und Panikattacken gilt es auszuhalten, und das geht manchmal nur mit Marihuana, oder wie bei seinem Großvater Al, dem Vietnamveteran, mit Alkohol. Denn auch dieser kämpft seit vielen Jahren mit Dämonen, ist aber immer bemüht, dies vor seiner Familie zu verbergen. Auch wenn es offensichtlich ist, dass der Krieg seine Persönlichkeit zerstört hat. 

Kowalski beschreibt seine Personen mit viel Wärme und großer Sympathie. Die Dialoge sind lebendig und humorvoll, auch wenn einem in der einen oder anderen Situation das Lachen im Halse stecken bleibt. Großvater und Enkelsohn, diese beiden Charaktere stehen im Zentrum des Geschehens. Und indem der Autor zwischen Als und Jeremys Perspektive hin und her springt, führt er dem Leser direkt die Auswirkungen vor Augen, die die Vergangenheit in der Gegenwart zeigt. Und so bleibt es auch nicht aus, dass Verborgenes ans Licht kommt und die Sichtweise der Protagonisten verändert, denn jeder ist zugleich Opfer als auch Täter und muss lernen, mit diesem Wissen zu leben.

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Rezension zu "Eddie's Bastard" von William Kowalski

Irische Erzähltradition in der Gegenwart - mitfühlend und herzlich
DaniWvor 5 Jahren

Der Roman ist ein gutes Beispiel für die ganz eigene irische Erzähltradition und macht Lust auf mehr.

In einer irischen Kleinstadt wird Billy in einem Körbchen vor der Türe seines Großvaters ausgesetzt. Bei sich hat das Baby nur einen Zettel 'Eddie's Bastard'. Der Großvater erkennt in dem Säugling gleich seinen Enkel und nimmt ihn bei sich auf. Billy bekommt alles, was sich ein Junge nur wünschen kann: Von der Mortadella bis hin zur gruseligen Kriegsgeschichte.
Mit cleveren Überschriften weiß der Leser sogleich woran er ist: In 'Eddie's Bastard# beginnt jedes Kapitel mit prägnanten Worten, die (ver)führen, verwirren und dabei ganz klar und sachlich bleiben, z.B. 'Ich werde geboren und ich bekomme einen Namen'.
In einem  leichten erzählerischen Ton wächst man mit dem sympathischen Billy auf, der seine Identität sucht und die auch stückchenweise findet. Natürlich begegnet ihm auch die Liebe - aber nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hat. Alles bleibt unterhaltsam, spannend und offen - bis zur letzten Seite.

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