William Makepeace Thackeray Vanity Fair

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Inhaltsangabe zu „Vanity Fair“ von William Makepeace Thackeray

The text used in this Norton Critical Edition is the edition published by Garland Press (1989). The text is accompanied by: excerpts from Thackeray's letters and reviews; contemporary reviews; contextual documentation and historical accounts; and 10 critical essays from the last 90 years.

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  • Ein Buch voller Ironie für kurzweilige Lesestunden

    Vanity Fair
    suse9

    suse9

    23. November 2016 um 08:18

    „Vanity Fair“ – ein Klassiker, von dem ich bis jetzt noch nichts gehört hatte, der diese Bezeichnung aber zu recht trägt. Die Handlung angesiedelt Anfang des 19. Jahrhunderts selbst ist recht simpel. Der Autor zeichnet ein Bild der höheren Gesellschaft in England mit all den Intrigen, Vergnügungen und der Suche nach Erfolg, Ansehen, Geld und Liebe. Auch wenn der Nebentitel dieses Romans „A Novel without a Hero“ ist, liegt der Focus auf 2 Frauen, an deren Leben der Leser besonderen Anteil nehmen darf. Auf der einen Seite ist Amelia, aus vermögender Familie kommend, gutmütig, großherzig, loyal, treu und aufopfernd. Den anderen Part bestreitet Becky, arm wie eine Kirchenmaus, aber mit starkem Willen, ein Stückchen vom Kuchen der Gesellschaft abzubekommen – wenn es geht, nicht unbedingt das kleinste. Dafür ist ihr jedes Mittel recht, und die Ehrlichkeit zählt nicht zu ihren stärksten Waffen. Wir begleiten diese beiden Frauen und die Personen an ihrer Seite zu Bällen, gesellschaftlichen Verpflichtungen, trinken Tee mit ihnen, verlieben uns, treffen Entscheidungen. Dies klingt trivial und ist es auch – wäre es auch, wenn nicht William Makepeace Thackeray die Geschichte geschrieben hätte. Er hat es geschafft, dass mich keine der über 600 Seiten gelangweilt hat oder nur wenige, denn hin und wieder verlor er sich in den Adelstiteln, Verzweigungen und gesellschaftlichen Verknüpfungen. Die Seiten stecken aber voller Ironie und Witz, so dass das Lesen das reinste Vergnügen ist. Auch wenn ich Becky nicht ins Herz geschlossen habe, hat sie mich doch zum Lachen gebracht. Über Amelias Gutherzigkeit musste ich nicht nur einmal den Kopf schütteln. Dobbin war mein Held, Rawdon brachte mich zum Staunen und Briggs – nun – jeder wird seine Favoriten haben und Sympathien. Die Geschichte lässt sicher niemanden kalt. Sie ist ein Spiegel der damaligen und auch noch der heutigen Zeit, was mir unglaublich gut gefiel. Der Autor spricht den Leser so geschickt an, dass sich dieser gemeint fühlt ohne gekränkt zu sein. Ich brauchte lange mit dem Buch. Die Seiten sind eng bedruckt, und manche Abschnitte las ich doppelt, um auch das zwischen den Zeilen Stehende zu entdecken. Aber diese Lesezeit ist gut investiert. Selbst wenn ich mich wiederhole, muss ich es einfach noch einmal aussprechen. Das Lesen war ein einziges Vergnügen.

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  • Man merkt's noch - ein Fortsetzungsroman

    Vanity Fair
    sKnaerzle

    sKnaerzle

    28. February 2014 um 20:49

    Thackaray hat diesen Roman in Fortsetzungen veröffentlicht, deshalb wechselt der Stil ziemlich unvermittelt zwischen Gesellschaftssatire und empfindsamen Liebesroman und wieder zurück. Für den Leser ist das doch ein wenig anstrengend. Das Personal sind zunächst die Schulfreundinnen Amelia und Becky (in der feindseligsten Bedeutung des Wortes). Während Amelia sanft und liebenswürdig ist (Kunststück, sie stammt aus einer reichen Kaufmannsfamilie) muss Becky als mittellose Abenteurerin erst ihren Platz in der Gesellschaft erobern.  Aber daneben kommen auch all die anderen Personen der Gesellschaft vor, die adligen Schüler, die ihre klugen, aber bürgerlichen Klassenkameraden verachten, Offiziere, die naive Kameraden beim Kartenspiel betrügen, Landedelleute, mal fromm, mal geizig, aber immer egoistisch, Gräfinnen, die ihre Mitmenschen nicht einmal ansehen, weil sie so unendlich über ihnen stehen. Ein Höhepunkt des Romans ist sicher das Chaos in Brüssel, als plötzlich alle Briten fliehen wollen, weil das Gerücht besagt, dass Napoleon die Schlacht von Waterloo gewonnen hat. Der Roman behandelt ungefähr die Epoche und die Gesellschaftsschicht, aus der auch Jane Austens Protagonisten stammen, wo Austens Kritik aber humorvoll und freundlich ist, ist Thackeray sarkastisch. Satire von früher ist heute oft nicht mehr lustig, aber weil wir ja keine Engel sind, freuen wir uns immer noch über die bösen Intrigen dieser Gesellschaft. Aber dann gibt es ja leider noch den empfindsamen Teil, und da ist Amelia so sanft, naiv, erzdumm und zuckersüß, dass man Becky fast dankbar ist für alles, was sie ihr antut. Diese Abschnitte fand ich kaum erträglich. Aber Thackeray musste sie schreiben, er wurde ja wohl pro Folge bezahlt.

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