William Martin

 3,9 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Dezember 41, Dezember 41 und weiteren Büchern.

Lebenslauf

William Martin ist preisgekrönter Bestsellerautor von historischen Thrillern und Spannungsromanen. Sein Roman Cape Cod hat sich über eine halbe Million Mal verkauft. Er ist Preisträger des renommierten New England Book Award sowie des Samuel Eliot Morison Award. Er lebt in der Nähe von Boston.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von William Martin

Cover des Buches Dezember 41 (ISBN: 9783455017618)

Dezember 41

(15)
Erschienen am 07.10.2024
Cover des Buches Dezember 41 (ISBN: B0DJDNJXMN)

Dezember 41

(1)
Erschienen am 17.10.2024
Cover des Buches Das Tao Te King der Weisen (ISBN: 9783899011579)

Das Tao Te King der Weisen

(1)
Erschienen am 20.08.2008

Neue Rezensionen zu William Martin

Cover des Buches Dezember 41 (ISBN: 9783455017618)
kerstinsbookss avatar

Rezension zu "Dezember 41" von William Martin

kerstinsbooks
Gut recherchiert, aber...

… etwas überladen fand ich den historischen Thriller, der von dramatischen und schockierenden Geschehnisse im Amerika während des Zweiten Weltkriegs aus Sicht unterschiedlichster Figuren erzählt.

Einen Tag nach Pearl Harbor erklärt Franklin D. Roosevelt den Kriegseintritt der USA. Während die schockierte Bevölkerung vor dem Radio sitzt, macht sich ein Spion mit deutschen Wurzeln bereit, ein Attentat auf den Präsidenten zu verüben. Als Anhänger der Nationalsozialisten agiert er mit Hilfe weiterer Spione im Verborgenen, dennoch kommen ihm ein FBI-Agent und eine Detektivin auf die Schliche und auch eigene Weggefährt*innen stellen ein Risiko für ihn und seine Ziele dar…

Gleich zu Beginn wird eine große Anzahl an Figuren eingeführt und es gehört eine Menge Konzentration und Geduld dazu, den Überblick zu behalten. Beeindruckend ist die aufwendige Recherche und die detaillierte Beschreibung der Hinter- und der Beweggründe einzelner Figuren und die Einblicke in diverse Gruppierungen aus dieser dunklen Zeit in der Geschichte.

Allerdings nahm für mich die Informationsflut etwas überhand und störte den Lesefluss. Eine schnelle Abfolge von Ereignissen wie bei gedrückter Vorspultaste auf der einen und dann wieder in die Länge gezogen Kapitel auf der anderen Seite haben mich den Roman oft wieder zur Seite legen lassen.

Fulminant und spannungsgeladen war wiederrum das Ende, was einiges wieder gut gemacht hat, dennoch wird dieses Buch nicht lange in Erinnerung bleiben, wenn mich auch die akribische Recherche und die Einbindung in historische Fakten beeindruckt haben.

Cover des Buches Dezember 41 (ISBN: 9783455017618)
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Rezension zu "Dezember 41" von William Martin

Gwhynwhyfar
Ein klasse Thriller, spannend geschrieben, ein literarischer, ein historischer Thriller

Tödliche Weihnachten im Weißen Haus? William Martins hat einen spannenden historischen Thriller geschrieben, schickt einen Killer auf den Weg, der den Präsidenten erschießen soll, während er öffentlich den Tannenbaum vor dem weißen Haus anzündet. Ein Mann, wandelbar wie ein Chamäleon, einer mit mehreren Pässen im Gepäck, der die Kleidung wechselt, die Frisur mit dem Kamm verwandelt, und schon geht ein anderer Mann aus dem Haus …


«Er wollte nicht lügen, weil Lügen weitere Lügen nach sich zogen, bis man in einem unentrinnbaren Labyrinth feststeckte. Deshalb hielt er sich bedeckt. ‹Ich weiß ja, wo ich Sie finde›, sagte er. ‹Sobald ich eine Waffe habe, melde ich mich.› 

‹Ich hab eine Waffe, Herr Cusack. Für den Tag der Entscheidung.› 

‹Der Tag der Entscheidung. Richtig. Dafür will ich meine Waffe ja haben.›

‹Wir alle sollten Waffen haben, damit wir die Juden abknallen können, wenn es so weit ist. Sie sind hoffentlich darauf vorbereitet, Juden aus Hollywood wie Jack Warner und Hal Wallis zu liquidieren. Oder umschmeicheln Sie die genauso, wie Sie es bei Emil Gunst und Hermann Schwinn tun, wenn Sie beim Bund sind?›»


Einen Tag nach Pearl Harbor versammeln sich die schockierten Amerikaner vor ihren Radios und müssen mit anhören, wie Franklin D. Roosevelt den Kriegseintritt der USA erklärt. In Los Angeles plant unterdessen der deutsche Spion Martin Browning einen Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten. Er will Roosevelt am Weihnachtsabend töten, wenn dieser vor dem Weißen Haus öffentlich den Weihnachtsbaum erleuchtet. Unterstützt durch einen geheimen deutschen Nazibund wird er seine Reise antreten. Der irsch-deutsch-jüdische Drehbuchautor Kevin Cusack aus Hollywood, der den Deutschen Bund in L.A. für das FBI ausspioniert, hat erfahren, dass es irgendjemand auf den Präsidenten abgesehen hat, und er steht mit dem FBI-Agent Frank Carter in Verbindung. Nur wer ist der Assassino? Ist Cusack auf der richtigen Spur?


«John Wayne blickte über seine Kabinentür und kam heraus. ‹Ihr Schlag... Sie haben gar nicht ausgeholt.› ‹Weil er echt war›, sagte Kevin, ‹anders als im Film.› 

Wayne zeigte mit dem Daumen auf Jerry. ‹Und wer sagt Walsh jetzt, dass sein neuer Autor ...› ‹... unpässlich ist? 

‹Muss er allein rausfinden, genauso wie die Tatsache, dass sein neuer Autor nicht schreiben kann.› 

‹Okay.› Wayne kehrte zu seiner deutschen Freundin zurück. Kevin aß seine Scholle und verließ das Lokal, als Raoul Walsh Horace McCoy bat, nach Jerry Sloane zu suchen. Was für ein Auftritt, um alle Brücken hinter sich abzubrechen.»


William Martin hat den Roman interessant aufgebaut: «Rettet die Katz!» Martin Browning wird uns als sympathischer, gebildeter Mann vorgestellt, gepflegt, gutaussehend, er arbeitet als Verkäufer in einem gehobenen Herrenbekleidungsgeschäft in Burbank. Er beobachtet in einem Restaurant Vivian Hopewell, eine hübsche Frau, die der Dietrich ähnlich sieht, eine junge Schauspielerin, die sich nach einer Rolle sehnt. Als ein Typ sie gegen ihren Willen in ein Auto sperrt, folgt Browning dem Wagen, verhaut die Herren, die sich über Vivian hermachen wollen. Er zahlt ihr ein teures Hotel, er hätte Chancen bei ihr, nützt sie aber nicht aus, erzählt (er hat gerade die Identität gewechselt), er sei Saatgutvertreter, sei nach Washington D.C. unterwegs, um sich mit dem Landwirtschaftsminister zu treffen. Martin will ihr helfen, schlägt vor, dass er Vivian als seine Frau auf der Reise ausgibt, denn desillusioniert die will einfach nur noch nach Haus, weg aus der Hollywood-Gesellschaft. Sie kommt aus einem kleinen Ort in der Nähe von Washington. Der taffe Typ mit Herz, der die Frau vor der Vergewaltigung rettet. Ein nettes Ehepaar ist auf der Reise unauffällig, denkt sich Martin; denn er muss vorsichtig sein. Der Lesende hat ihn liebgewonnen. Und von nun an wird die Figur demontiert. Leichen pflasterten seinen Weg … Während die Uhr tickt, beginnt ein Höllenritt, der am Weihnachtsabend 1941 endet. Der Wechsel der Charaktere gibt das Tempo vor – ständig wechseln wir die Perspektive, immer schneller. In diesem Roman trifft sich die Crème de la Crème aus Hollywood, interessante Figuren laufen uns ganz nebenbei über den Weg, was in der Regel ein amüsanter Einschub ist.


Jede dieser Figuren hat eine eigene Geschichte. Kevin Cusack  liest Drehbücher bei der Warner Brothers Movie Company und hat gerade ein Drehbuch mit dem Titel ‹Everybody Comes to Rick's› gelesen, das in Casablanca, Marokko, spielt. Er stellt sich für die Rolle Humphrey Bogart vor, beobachtet ihn und seine Kneipe in einer Bar. Bei seinen Spionagetätigkeiten fliegt er beim Deutschen Bund auf, gerät unter Mordverdacht und muss sich vom Acker machen. Eine gute Freundin, Sally Drake, gibt ihn als Bruder aus, und so treffen alle Beteiligten und ein paar andere im Super Chief (einem Luxuszug von Los Angeles nach Chicago) aufeinander. In der Nacht kommt es für Martin Browning das erste Mal zu Komplikationen – es gibt Mitreisende, die meinen, ihn unter einer anderen Identität zu kennen … Auch Zugbegleiter Stanley, der die Herrschaften bedient und die Betten macht, spielt eine Rolle. Ein klasse Thriller, spannend geschrieben, ein literarischer, ein historischer Thriller. Atmosphärisch, gute Dialoge, historischer Flair, tiefe Figuren und  ein Schuss Humor - eine gute Mischung!


Wie weit historisch? Ganz ehrlich – eigentlich gar nicht. Am 15. Februar 1933 wurde auf Franklin D. Roosevelt, den frischgewählten, aber noch nicht vereidigten 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten ein Attentat verübt, der Schütze traf aber nicht den Präsidenten, sondern den neben ihm stehenden Bürgermeister Chicagos, Anton Cermak und vier weitere Personen. Cermak und eine Frau aus dem Publikum starben später an ihren Verletzungen. Zangara wurd festgenommen, sagte, der Anschlag sei nicht politisch, er hasse eben reiche und mächtige Menschen. Es wird vermutet, dass aufgrund Roosevelts Kampf gegen die Mafia das Attentat geplant war, doch das wurde nie bewiesen werden. Zangara wurde zum Tode verurteilt und noch im März desselben Jahres hingerichtet. Von daher ist der Vergleich Parallelen nicht gegeben. Aber trotzdem gibt es einen historischen Background: Hollywood! Bekannte Hollywoodgrößen werden am Rande beschrieben, die Stimmung kommt herüber, ebenso die Fahrt in dem legendären luxuriösen Super Chief. Auf jeden Fall ein empfehlenswerter Thriller!


William Martin ist preisgekrönter Bestsellerautor von historischen Thrillern und Spannungsromanen. Sein Roman »Cape Cod« hat sich über eine halbe Million Mal verkauft. Er ist Preisträger des renommierten New England Book Award sowie des Samuel Eliot Morison Award. Er lebt in der Nähe von Boston


Cover des Buches Dezember 41 (ISBN: 9783455017618)
T

Rezension zu "Dezember 41" von William Martin

TinaWe
Gut recherchierter Agenten Thriller

DEZEMBER '41 (als HB 🎧)

Am Anfang braucht man schon etwas Durchhaltevermögen, es werden zunächst viele Protagonisten vorgestellt: Nazis, Nazi-Jäger, Agenten, Möchtegern Schauspielerinnen, Doppelagenten…. 

Es beginnt mit einer Einführung in die Situation 1941. Die USA treten in den 2. Weltkrieg ein, hier ist es für meinen Geschmack alles etwas zu lang geraten. 

Die einzelnen Kapitel sind sehr lang, aber es gibt zahlreiche Absätze, bei denen man dann unterbrechen kann. Aber dann…. beginnt ein toller Thriller mit allem, was dazu gehört, spannende Wendungen, dramatischer Showdown, Gut gegen Böse. Und das Ganze fesselnd erzählt. Man fühlt sich wie in einem schwarzweißen Film und wird von dem Geschehen mitgerissen. Wirklich stimmig und stark geschrieben. Das Ganze mit historischen Fakten angereichert und geschickt eingebunden. Davon hätte ich gerne noch mehr gehabt. Der Rest ist Fiktion, aber so hätte es sein können. Fazit: Nachdem langatmigen Start ein klasse Agententhriller, der alles zu bieten hat, was man sich in dem Genre wünscht.

Toll gelesen auch von Steffen Rössler 👍

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