William McIlvanney Fremde Treue

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Inhaltsangabe zu „Fremde Treue“ von William McIlvanney

Laidlaws dritter und bisher letzter Fall! Scott Laidlaw ist tot. Der tragische Autounfall seines Bruders erschüttert Jack Laidlaw schwer in tiefer Trauer und mit dem ihm eigenen Durst macht er sich auf in die schottische Provinz, um herauszufinden, was wirklich geschah. Während Laidlaw versucht, die letzten unglücklichen Tage seines Bruders zu rekonstruieren, wird ihm schnell klar, dass die Abgründe hinter der dörflichen Fassade mindestens ebenso tief sind wie in der Glasgower Unterwelt und in seiner Vergangenheit, in die ihn seine Recherchen unweigerlich zurückführen.

Der herrliche Abschluss einer großartigen Trilogie eines erstklassigen Schriftstellers

— JulesBarrois

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    Fremde Treue

    Havers

    18. November 2015 um 05:54

    „Fremde Treue“von William McIlvanney ist der vorläufige Abschlussband der Laidlaw-Trilogie (es kursiert die Information, dass der Autor an einem vierten Band arbeitet). Nach „Laidlaw“ und „Die Suche nach Tony Veitch“ ist es nun der Glasgower Detective  Jack Laidlaw, der mit einem persönlichen Verlust konfrontiert wird. Sein Bruder Scott ist bei einem Verkehrsunfall getötet worden, und Laidlaw trauert, hadert aber auch mit der ganzen Welt. Er möchte verstehen, was geschehen ist, denn die offizielle Erklärung enthält viele Ungereimtheiten. Also nimmt er sich eine Woche frei und verlässt sein „natürliches Habitat“ Glasgow. Eine Reise in die Vergangenheit, nach  Ayrshire, wo er aufgewachsen ist und sein Bruder noch immer lebte. Er findet heraus, dass dieser offenbar große Probleme hatte, denn vor sechzehn Jahren geschah etwas, das Scotts Leben komplett aus den Angeln hob. In Glasgow hingegen geht derweil das Leben seinen gewohnten Gang: ein Kollege informiert Laidlaw über die aktuellen Ereignisse in der Kriminellenszene und führt ihn so auf einen Spur, die neue Erklärungsansätze zum Tod seines Bruders liefert… Ich bin immer wieder erstaunt darüber, welch tiefgehenden Beschreibungen der menschlichen Natur ein Kriminalroman transportieren kann. Aber dazu bedarf es wohl eines solchen Ausnahmeautors, wie es der Schotte William McIlvanney zweifelsfrei ist. Er hat ein Anliegen, schaut über den Tellerrand hinaus, wenn er das Leben der „kleinen Leute“ beschreibt. Wenn er die Konsequenzen schildert, die diese Lebensumstände haben, es ist das Milieu, das die Menschen prägt. Dabei verfällt er aber nicht in depressives Lamentieren, sondern nutzt den ihm eigenen, trockenen Humor, was seine lakonischen Schilderungen nur umso eindringlicher beim Leser ankommen lässt. Im Unterschied zu den beiden ersten Bänden der Trilogie erzählt McIlvanney in „Fremde Treue“ aus Jack Laidlaws Perspektive. Somit ist der Leser zum einen ganz nahe an dem Geschehen, zum anderen aber auch an den Gedanken und Empfindungen des Protagonisten, was die Distanz verringert und so ein intensives Leseerlebnis schafft. Schwarz/Weiß-Denken ist dem Autor fremd, und so sieht er die verschiedenen Facetten nicht nur bei seiner Hauptfigur, sondern auch bei den anderen Personen. Es sind die Emotionen, das Mitgefühl, die Sympathien, aber auch die Wut, die McIlvanney bei seinen Lesern weckt, die die Lektüre der Laidlaw-Trilogie zu einem einzigartigen Leseerlebnis machen. Und auch sprachlich ist „Fremde Treue“, wie bereits die Vorgängerbände, auf höchstem Niveau. Ein besonderer Dank hier an Conny Lösch für die deutsche Übersetzung!

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  • Und die Sanftmütigen werden das Land erben

    Fremde Treue

    JulesBarrois

    16. September 2015 um 08:08

    Fremde Treue – William McIlvanney (Autor) Conny Lösch (Übersetzerin) - 320 Seiten, Verlag: Verlag Antje Kunstmann; Auflage: 1. (9. September 2015) , 19,95 €, ISBN-13: 978-3956140235 Fremde Treue ist der dritte Roman der so genannte Laidlaw Trilogie zusammen mit Laidlaw und Die Suche nach Tony Veitch. Diese außergewöhnlichen und wunderschön geschriebenen Romane um den Glasgower Polizeidetektiv Jack Laidlaw, setzen einen hohen Standard unter den zeitgenössischen Thrillern. Fremde Treue beginnt nicht mit einem Verbrechen, sondern mit Laidlaws Verzweiflung über den Tod seines Bruders bei einem Verkehrsunfall. Wo ist der Sinn dieses Todes? Wo beginnt der Unfall: Auf der Straße? In der Kneipe, bevor er ging? Bei der Tatsache, dass er zu viel getrunken hat? Diese Fragen führen zu wesentlich größeren Fragen über die Natur von Schmerz und Ungerechtigkeit und - nicht zuletzt - über den Sinn des eigenen Lebens und über das bevorstehende Scheitern seiner Beziehung mit der Frau, die er liebt. Laidlaw begibt sich auf eine Reise in die moralische Dunkelheit. Laidlaw will und muss wissen, was wirklich passiert ist. Doch dann entdeckt er, dass das Geheimnis seines Bruders scheint hinter einem Gemälde zu stecken, die Scott selbst vor einiger Zeit gemalt hatte. Laidlaw, der Denker, Philosoph und Leser, hat immer geglaubt, dass die Fälle, die er untersuchte, hätten ihre Wurzeln in institutionellen, steuerlichen und politischen Ungerechtigkeiten, dass sie mehr als "nur" Rechtsverletzungen seien. Es war das Verbrechen hinter dem Verbrechen, das ihn immer fasziniert hatte. Und jetzt muss er die Fragen über den Tod seines Bruders lösen, weil dieser sich so ungerecht anfühlt. Was folgt, ist eine Geschichte, die in ihrer Tiefe mehr thematische Ähnlichkeit mit Dostojewskis Schuld und Sühne hat, als es andere Kriminalromane tun. Trotz der großen Zahl von Charaktere und den komplexen Zusammenhängen zwischen ihnen vereint McIlvanney die Details der Themen und der Aktionen gekonnt und führt zur gleichen Zeit den Roman zu einem perfekten Ende. Im Unterschied zu den beiden vorherigen Romanen der Trilogie ist Fremde Treue in der ersten Person geschrieben, von Jack Laidlaw selbst erzählt. Dies ermöglicht es dem Leser ein besseres Verständnis von dem, was in seiner Seele und in seinen Gedanken vor sich geht. William McIlvanney unterscheidet sich von den meisten modernen Kriminalschriftstellern in seinem Sinn für Humor. Er schreibt aus einer luftigen, respektlosen, und oft profanen Sicht: Er schafft in Laidlaw einen Charakter, dessen Sinn für Absurdität mir besonders gefallen hat. Fremde Treue ist auf Augenhöhe mit den zwei anderen Bänden. Besonders stark scheinen mir in dieser Geschichte die Themen über die Zufälligkeit des Todes und sein eigenes Gefühl der Schuld, der Verantwortung und des Verlustes. Der herrliche Abschluss einer großartigen Trilogie eines erstklassigen Schriftstellers. Durch seinen literarischen Wert, seine Kreativität und seine Intelligenz, durch seine Themen und dramatischen Handlungen hat die Laidlaw Trilogie schon jetzt den Status eines Klassikers. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Antje Kunstmann Verlages http://www.kunstmann.de/titel-0-0/fremde_treue-992/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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