William Powers

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William PowersEinfach abschalten: Gut leben in der digitalen Welt
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Einfach abschalten: Gut leben in der digitalen Welt
William PowersEinfach abschalten
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Einfach abschalten
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Erschienen am 14.10.2011
William PowersHamlet's Blackberry
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Hamlet's Blackberry
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Erschienen am 29.06.2010
William PowersTwelve by Twelve
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Erschienen am 04.05.2010

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Rezension zu "Einfach abschalten: Gut leben in der digitalen Welt" von William Powers

Rezension zu "Einfach abschalten: Gut leben in der digitalen Welt" von William Powers
emeraldeyevor 6 Jahren

Der Verlag: Mit "Einfach abschalten" liefert William Powers eine überzeugende Antwort auf die Frage, die sich wohl jeder stellt, der Tag für Tag mit E-Mails, Handy und den zahlreichen Möglichkeiten des Internets zu tun hat: Wo ist eigentlich der Rest meines Lebens? In einer Zeit, in der jeder permanent vernetzt ist, eröffnet dieses Buch eine neue Sichtweise auf das digitale Zeitalter und versucht, das moderne Dilemma der ständigen Erreichbarkeit zu lösen. Dazu blickt Powers zunächst in die Vergangenheit und wendet sich verschiedenen großen Denkern zu -von Platon über Shakespeare bis McLuhan. Er verdeutlicht nicht nur, dass neue Technologien die Menschen immer schon vor Herausforderungen gestellt haben, sondern zeigt auch, wie wir mit diesem Wissen die richtige Balance finden für ein erfülltes Leben in der digitalen Welt. Denn die digitalen Errungenschaften nützen uns dann am meisten, wenn wir sie hin und wieder durch ihr Gegenteil ersetzen und einfach mal abschalten.
Wohltuend einfach geschrieben und hervorragend strukturiert ist dieses Buch ein perfekter Einstieg für alle mehr oder weniger Onlinesüchtigen, die wenigstens zeitweilig Abstand von der digitalen Welt bekommen wollen. DerAuto schreibt über seine eigenen Probleme mit dem ständigen Onlinesein, seine manchmal fruchtlosen Versuche, sich davon zu lösen und wie er es letzendlich doch geschafft hat, sich wieder Freiräume für ein Leben im Hier und Jetzt zu schaffen. Dabei verteufelt er die digitalen Medien überhaupt nicht, er hält sie im Gegenteil für unverzichtbar. Doch er plädiert dafür, sie so zu nutzen, dass sie nicht zum Mittelpunkt des Lebens werden. Dass sie nicht den direkten menschlichen Kontakt, dass Erleben der Natur, den Moment ersetzen, sondern das tun, wofür sie ursprünglich geschaffen worden sind: Das Alltagsleben zu erleichtern.
Spannend fand ich wie William Powers aufzeigt, dass die Menschen schon immer Probleme mit bahnbrechenden, in ihren Folgen unberechenbaren, Erfindungen hatten. Da wäre z.B. die Erfindung der Schrift, die Sokrates für das Ende des mündlichen Austauschs und der menschlichen Nähe hielt. Oder die Erfindung des gedruckten Wortes, die die Macht der katholischen Kirche gebrochen hat, die bis dahin das Monopol auf Bücher hatte und die dafür sorgte, dass Menschen sich beim Lesen in ihr Inneres zurückziehen und sich ihre eigenen Meinungen bilden können. Wie es zu diesen vollkommen selbstverständlichen Tätigkeiten wie dem Lesen und dem Schreiben gekommen ist, darüber macht sich heutzutage wohl kaum jemand noch Gedanken.
Wird es mit den digitalen Medien auch irgendwann so sein? Wird das gedruckte Buch irgendwann doch verschwinden? Wird es irgendwann nur noch vernetztes Leben geben? Wird jeder, der darauf besteht, soweit wie möglich privat zu bleiben, zum verschrobenen Aussenseiter abgestempelt werden? Das sind Ängste, die viele umtreiben und die auch schon Platon und Thoreau umgetrieben haben.
Wenn man William Powers glauben kann, dann wird sich alles über kurz oder lang in geordneten, nutzbringenden Bahnen bewegen. Allerdings nur, wenn der Mensch sich für den Menschen entscheidet und nicht für die Technik.
" Die Technik gibt einem das Gefühl, die Welt sei kleiner als sie wirklich ist. Es gibt alle möglichen Räume an allen möglichen Orten. Jeder Raum ist das, was man daraus macht. Aber am Ende geht es bei einem erfüllten Leben nicht darum, wo man ist. Es geht darum, wie man sich zu denken und zu leben entscheidet. Legen Sie den Zeigefinger an Ihre Schläfe und tippen Sie zweimal. Dort ist alles drin."

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