William Shakespeare Wie es euch gefällt

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Inhaltsangabe zu „Wie es euch gefällt “ von William Shakespeare

Die berühmte Komödie jetzt in der zweisprachigen Shakespeare-EditionWie es euch gefällt? Bruder gegen Bruder, Vater gegen Tochter, Unordnung statt Harmonie was gibt es da zu lachen? In der freien Natur so einiges: Der junge Edelmann Orlando, von seinem älteren Bruder Oliver unwürdig behandelt, flieht in den Ardenner Wald. Dort hält sich bereits der Herzog des Landes auf, da ihn sein Bruder Friedrich verbannt hat, und dorthin flüchten auch Rosalinde, die Herzogstochter, und ihre Cousine Celia, die Tochter des Usurpators. Fern vom heimischen Hof macht jeder jedem den Hof.Am Ende werden Rosalinde und Orlando ein Paar, Oliver bereut seine Bosheit und findet in Celia die richtige Frau und als Höhepunkt des Glücks hört man sogar von der Bekehrung des Usurpators, der im Kloster büßen will. Ein Stück, das vom wieder gefundenen Paradies erzählt, vom heilsamen Austoben und von einer »besseren« Kultur abseits der Zivilisation.
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  • Rezension zu "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare

    Wie es euch gefällt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. November 2012 um 16:02

    Shakespeare – Wem es denn gefällt Shakespeares „As You Like It“ („Wie es euch gefällt“) – ist eine verquerte Komödie. Ein Tyrann verbannt alles, was ihm in den Blick kommt, und kassiert die Vermögen. Die Verbannten treffen sich nach und nach in den Wäldern von Arden und machen, was Verbannte im Wald in Höhlen lebend und ohne Vermögen so machen: Hirsche jagen und Feste feiern, in Melancholie zerfließen, dumme Sprüche klopfen, Liebesgedichte in Bäume hänge, mit Schafhirten/innen fraternisieren, „Verkleiden“ spielen .... Rosalind, die Tochter des verbannten Herzogs, dem älteren Bruder des Tyrannen, muss schließlich auch in die Wälder fliehen und verkleidet sich dazu als Mann, gibt sich jedoch niemandem in den Wäldern zu erkennen (warum auch!). Orlando ist verliebt in Rosalind und sie liebt Orlando, der alsbald auch verbannt wird und in die Wälder von Arden flieht. Dort erkennt er Rosalind jedoch nicht (der Depp!), was Rosalind nutzt, um die Ernsthaftigkeit seiner Liebe zu prüfen, in dem sie ihn bittet, sie - also Rosalind in der Rolle als Mann - mit „Rosalind“ anzusprechen und ihr – also Rosalind in der Rolle als Mann in der Rolle der Rosalind – die Liebe zu erklären und so sich selbst zu prüfen. Orlanda geht darauf ein (der Depp!). Letztlich wird alles gut, wie in einer Komödie zu erwarten. Der Tyrann bereut und wird Eremit. Seine Verbündeten bereuen ebenfalls, werden aber nicht Eremit. Die Verbannten bekommen ihre Vermögen zurück und alle Liebenden finden sich. In dieser Komödie kann so jeder etwas für sich finden – as you like it: Liebe - „Love is merely a madness, and I tell you, deserves as well a dark house and a whip as madmen do“ („Liebe ist nichts als ein Wahnsinn, und glauben sie mir, verdient Zwangsjacke und Dunkelhaft so gut wie andere Wahnsinnige“) Weltschmerz - „More, I prithee more. I can suck melancholy out of a song, as a weasel sucks eggs.“ („Mehr, ich bitte um mehr. Ich kann Melancholie aus einem Lied saugen wie ein Wiesel aus Eiern die Dotter.“) Freude - „O wonderful, wonderful! And most wonderful wonderful! And yet again wonderful! And after that out of whooping.“ („O wundervoll! Wundervoll! Und ganz wundervollstens wundervoll! Und dann noch voller wundervoller! Und dann fehlen mir die Worte.“) Schlüpfrige Verse - „If a cat will after kind, So be sure will Rosalind.“ („Wie die Katze kommt zum Kind, So macht's die Jungfrau Rosalind.“) Klischees - „Do you not know I am woman? When I think, I must speak.“ („Wohl vergessen, daß ich eine Frau bin? Wenn ich denke, muß ich reden.“) In „As You Like It“ herrscht zunächst Unordnung und Chaos; Herrschaftsverhältnisse sind falsch, Menschen leben nicht ihrer gesellschaftlichen Position gemäß, Frauen- und Männerrollen sind unklar und die Gesellschaftsschichten sind durchmischt. Am Ende aber ist wieder alles, wie es die Ordnung im elisabethanischen England vorsieht. Die Herrschaftsordnung und Hierarchien wurde wieder hergestellt, jeder weiß was er ist und wo er hingehört. Die Frauen aber, die zuvor Handelnde waren, das Geschehen bestimmten, selber dachten ohne Vater oder Mann, nun sind sie verheiratet und wieder der männlichen Ordnung untergeordnet – as men like it. Zitate (Übersetzungen: Frank Günther, dtv, München 1996) Touchstone, Act I, Scene II, 82 „The more pity that fools may not speak wisely what wiseman do foolishly“ („Um so schlimmer, wenn Narren nicht mehr weise sagen dürfen, was weise Leute närrisch tun“) Touchstone, Act II, Scene IV, 51 „We that are true lovers run into strange capers; but as all is mortal in nature, so is all nature in love mortal in folly.“ („Ja, wir empfindsam Liebenden, wir schließen oft die merkwürdigsten Blöcke; aber wie alles von Natur sterblich ist, sind alle unsterblich Verliebten natürliche Narren.“) Rosalind, Act III, Scene II, 381. „Love is merely a madness, and I tell you, deserves as well a dark house and a whip as madmen do; and the reason why they are not so punished and cured is that the lunacy is so ordinary that the whippers are in love too.“ („Liebe ist nichts als ein Wahnsinn, und glauben sie mir, verdient Zwangsjacke und Dunkelhaft so gut wie andere Wahnsinnige; und sie werden nur deshalb nicht genauso bestraft und kuriert, weil diese Mondsucht so weit verbreitet ist, daß selbst die Irrenwärter daran kranken.“) Touchstone, Act III, Scene II, 96 „If a hart do lack a hind, Let hin seek out Rosalind. If a cat will after kind, So be sure will Rosalind. … He that sweestest rose will find Must find love's prick, and Rosalind.“ („Braucht der Stier ein weiblich Rind, Schickt ihn nur zur Rosalind. Wie die Katze kommt zum Kind, So macht's die Jungfrau Rosalind. … Wer ihr Röslein pflückt, der find Die scharfe Dorne Rosalind.“) Jaques; Act II, Scene V, 11 „More, I prithee more. I can suck melancholy out of a song, as a weasel sucks eggs. More I prithee more.“ („Mehr, ich bitte um mehr. Ich kann Melancholie aus einem Lied saugen wie ein Wiesel aus Eiern die Dotter. Mehr, ich bitte um mehr.“) Celia; Act III, Scene II, 185 „O wonderful, wonderful! And most wonderful wonderful! And yet again wonderful! And after that out of whooping.“ („O wundervoll! Wundervoll! Und ganz wundervollstens wundervoll! Und dann noch voller wundervoller! Und dann fehlen mir die Worte.“) Rosalind; Act III, Scene II, 240 „Do you not know I am woman? When I think, I must speak.“ („Wohl vergessen, daß ich eine Frau bin? Wenn ich denke, muß ich reden.“) Touchstone; Act III, Scene III, 72 „As the ox hath his bow sir, the horse his curb, and the falcon her bells, so man hath his desires, and as pigeons bill, so wedlock would be nibbling.“ („Wie der Ochse sein Joch hat, Herr, das Pferd seinen Sattel und der Esel seinen Sack, so hat der Mensch seine Bedürfnisse, und wie die Tauben schnäbeln, so will der Ehestand knabbern.“ ) Celia; Act I, Scene III, 134. „Now go we in content To liberty, not to banishment“ („Und hochzufrieden dann Fliehn wir zur Freiheit, nicht doch in den Bann!“)

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