William Shaw History of Murder

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „History of Murder“ von William Shaw

1969. Helen Tozer hat ihren Job bei der Polizei aufgegeben und kehrt gemeinsam mit dem schwer verletzten Detective Sergeant Cathal Breen auf die Farm ihrer Familie in Südengland zurück. Ein Ort mit einer furchtbaren Vorgeschichte: Fünf Jahre zuvor wurde Alexandra Tozer, Helens Schwester, hier ermordet. Breen, dem ursprünglich Nichtstun und Erholung verordnet wurden, verbeißt sich in den ungelösten Fall, und er entdeckt schnell, dass die Tozers nie die ganze Wahrheit über Alexandras Tod erfahren haben … William Shaws packender Krimi führt uns ins England der 60er Jahre. Eigentlich sucht das Ermittlerduo Helen Tozer und Cathal Breen Ruhe auf dem Land, doch als Breen einen alten Mordfall wieder aufrollt, stört er damit den Täter von damals auf. Der schreckt vor nichts zurück, und schon bald ist Helen spurlos verschwunden …

Der Mord an Helen Tozers Schwester beschäftigt Cathal Breen während seiner Auszeit als Polizist

— Matzbach

Melancholische Zeitreise in die 60er Jahre

— Felice

Stöbern in Krimi & Thriller

The Girl Before

Sehr starker, interessanter Anfang, zum Schluss einfach nur abstrus und an den Haaren herbeigezogen.

Anni_im_Leseland

Woman in Cabin 10

Ein wenig crazy, aber aufregend;)

Tine13

Der Zerberus-Schlüssel

Nervenkitzel und grandiose Spannung garantiert !!

Ladybella911

Flugangst 7A

Unterhaltsamer Thriller - leider konnte er mich nicht so ganz überzeugen wie andere Fitzek Bücher.

Passionfruit

In ewiger Schuld

Abgesehen von ein paar Schwachstellen und unrealistischen Handlungen liest sich der Thriller sehr gut.

tinstamp

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Ungewöhnlich, aber spannend

tardy

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine Zeitreise in die 60er und die Demaskierung des Flower Power Mythos

    History of Murder

    Havers

    15. February 2017 um 09:58

    Es sind ungewöhnliche Kriminalromane, die der Brite William Shaw schreibt, denn er setzt seine Leser in eine Zeitmaschine, die sie direkt mitten hinein in die Swinging Sixties katapultiert. Flower Power, Hippies, Joints und Afghanenmäntel kennzeichnen diese Ära, und Shaws Verweise auf Popmusik und -musiker dieser Zeit bringen zusätzlich das entsprechende Flair in die Krimis der Breen und Tozer-Reihe, die mit dem vorliegenden „History of Murder“ mittlerweile auf drei Bände angewachsen ist. Aber es wären keine Kriminalromane, wenn der Autor nicht auch zeigen würde, dass neben „Love and Peace“ jede Menge Platz für das Verbrechen ist. 1969: Cathal „Paddy“ Breen, der zurückhaltende, besonnene, irischstämmige DS und seine Kollegin Helen Tozer haben der Londoner Polizei den Rücken gekehrt. Sie hat den Dienst quittiert und ist in Begleitung des rekonvaleszenten Paddy Breen, der eine Schussverletzung auskurieren muss, auf die elterliche Farm in Devon zurückgekehrt. Aber auch das Leben dort ist alles andere als beschaulich, denn Helens Vater vernachlässigt die Farm und ist dringend auf Hilfe angewiesen, da er noch immer um seine ermordete Tochter Alexandra trauert. Glücklicherweise gibt es Hibou, ein Hippiemädchen aus London, das Breen und Tozer aus den Fängen eines Sektengurus befreit (vgl. hierzu „Kings of London“, Bd. 2) und mit nach Devon gebracht haben. Sie gibt Helens Vater neuen Lebensmut, aber dennoch liegt der Mord wie ein Schatten auf der Familie. Als Breen wieder einigermaßen auf dem Damm ist, schaut er sich den fünf Jahre zurückliegenden Mordfall etwas genauer an und beginnt heimlich zu ermitteln. Das Ergebnis seiner Recherche ist erschreckend und verstörend, denn Alexandra war nicht das einzige Opfer. Die Spur führt in die unmittelbare Nachbarschaft und letztendlich zu einem unrühmlichen Kapitel britischer Kolonialvergangenheit, das noch immer totgeschwiegen wird. „A book of scars“, so der Originaltitel und dieser trifft den Kern dieses Kriminalromans weit besser als das eher unverbindlich klingende „History of Murder“, denn vergangene Ereignisse haben bei allen Akteuren, unabhängig ob gut oder böse, Narben hinterlassen. Der Mordfall, natürlich, aber auch verratene Ideale, persönliche Verluste und falsche Entscheidungen. William Shaw demaskiert in seinen Romanen den Flower Power Mythos und zeigt dessen hässliches Gesicht. Sexismus, Rassismus, Diskriminierung, Korruption und Gewalt gegen Schwache – die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Er schafft Atmosphäre durch ein stimmiges Setting und porträtiert eine Gesellschaft im Wandel, deren unverarbeitete Traumata bis in die Gegenwart wirken. Ergänzt werden diese „historischen“ Details durch überzeugende Charaktere und einen wohl durchdachten Plot, der fesselt und unterhält. Nicht unerwähnt bleiben soll die Übersetzung von Conny Lösch, wie immer genial! Eine Bemerkung zum Schluss: Ich empfehle nachdrücklich die bisherigen Bände („Abbey Road Murder Song“, „Kings of London“ und „History of Murder“) in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da immer wieder Bezüge zu vorangegangenen Ereignissen und Entwicklungen hergestellt werden. Band 4 der Reihe (Sympathy for the devil) ist im Original für Anfang Mai 2017 angekündigt und wird sehnsüchtig erwartet. In der Zwischenzeit können wir uns mit „Der gute Mörder“, einem Kriminalroman außerhalb dieser Reihe trösten, der im Juli 2017 im Suhrkamp Verlag erscheinen wird. Und hier noch ein Musiktipp, passend zur Lektüre: „Judy Blue Eyes“ von Crosby, Stills & Nash (veröffentlicht 1969).

    Mehr
  • Mord mit Vorgeschiche

    History of Murder

    Matzbach

    04. December 2016 um 09:58

    Cathal "Paddy" Breen kuriert die Schussverletzung, die er im letzten Roman erlitten hat, auf der Farm der Eltern seiner Ex-Kollegin Helen Tozer aus. Auf deren Bitten sichtet er noch einmal die Unterlagen zum Mord an ihrer Schwester, der sich fünf Jahre zuvor ereignet hat und der ihre Familie noch immer belastet. Eher aus Langeweile denn aus Pflichtgefühl kommt Breen dieser Aufforderung nach und kann zunächst keine übersehene Spur entdecken, offensichtlich hat die zuständige Polizeistelle sorgfältig, aber eben auch erfolglos ermittelt. Doch eine Ungereimtheit fällt Breen auf. Bei den durchnummerierten Verhörprotokollen fehlt eins. Dadurch gerät Breen auf die Fährte eines Adligen, der damals der Liebhaber der Getöteten war. Zwar hat dieser ein Alibi, doch warum hat ein befreundeter Polizist die Akte anschließend verschwinden lassen? Als Breen diesen in London dazu befragen möchte, kommt ihm der Mörder von damals zuvor. Der Polizist wird ebenso gefoltert und verstümmelt aufgefunden wie Jahre zuvor Tozers Schwester. Hin und her pendelnd zwischen der Tozer-Farm und London stößt Breen auf die Vorgeschichte dieser beiden Morde, die bis weit in die koloniale Vergangenheit Großbritanniens zurückweist und ihn selbst in höchste Lebensgefahr bringt. Erneut gelingt es dem Autoren William Shaw neben einer spannenden Kriminalhandlung die Stimmung Swinging Sixties zu vergegenwärtigen. Darüber hinaus erfährt auch die Beziehung Breens zur spröden Helen eine Fortentwicklung, die neugierig auf weitere Romane macht.  

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks