William Stuart Long

 3.7 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Die Verbannten, Die Siedler und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Die Verbannten" von William Stuart Long

Australien 1781
Armilleevor 2 Monaten

Knapp 400 Seiten voller Schicksal.

Die Geschichte um Jenny Taggart ist zu 95% negativ. Wenige glücklichen Momente für die Hauptperson und ihre Umgebung. Ein Unglück jagt das nächste. Mord, falsche Beschuldigung, Übergriffe von Männern und Frauen, Enteignung, Hunger und Armut, Ungerechtigkeit, Neid und Hass, Plünderung, Hitze, Dürre, Rachsucht, Insekten,  Todesstrafe, lebenslängliche Verbannung, Habgier, Falschaussagen. Es nahm immer wieder ein sehr negatives Ende. 
Das hat mich beim Lesen völlig runter gezogen. Man möchte die Protagonisten doch auch mal Zufrieden erleben. Wenigstens etwas...! Einen Halt in der Ausweglosigkeit.
Am Ende des Buches wurde schon darauf hingewiesen, dass sich mit dem neuen Gouverneur reichlich Komplikationen ergeben werden. Und ein Offizier hat es auf ihr Land abgesehen, weil es dort einen Bach gibt. Die Scheune wird abbrennen, mitsamt dem Saatgut und den Vorräten. Wieder vor dem Nichts. Und dabei stirbt einer ihrer beiden Arbeiter. Sie ist schwanger, die Hebamme ist unfreundlich,  verlangt immense Vergütung für die Geburtshilfe.
Über Australien gab es viel zu berichten, auch über die Eingeborenen. Das war informativ, aber selten positiv. 
Leider.
Ich versuche den 2. Band von 11 "Die Siedler" noch zu lesen. Mal schauen, ob es dort etwas entspannter zugeht.


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Rezension zu "Die Verbannten" von William Stuart Long

William Stuart Long - Die Verbannten - Australien-Saga 01
ChrissisFedereckevor 7 Jahren

Klapptext:
Sie verlassen ihre Heimat nicht freiwillig, sondern die Heimat hat sie verstoßen: In Australien sollen die Verbannten eine neue Kolonie gründen, im Namen seiner Majestät. Unter ihnen ist die junge Jenny Taggert, unschuldig verurteilt, die zu einer starken Frau mit unbeugsamem Lebensweillen heranwächst und dem Schicksal tapfer die Stirn bietet. Auf dem Schiff trifft sie Johnny Butcher, den Verbannten, der seine Freiheit mehr liebt als sein Leben. Gemeinsam segeln sie einer ungewissen Zukunft entgegen.
Über den Autor:
William Stuart Long ist das Pseudonym der US-Amerikanischen Autoren Vivian Stuart und Victor Sondheim. Die Australien Saga wurde von 1979 bis 1990 veröffentlicht und besteht aus 12 Bänden, wobei die letzten Bände der Reihe post mortem Veröffentlicht wurden, da die Schriftstellerin 1986 starb. Über Victor Sondheim ist nichts bekannt. Beide haben mehrere Jahre in Australien verbracht. Stuart und Sondheim waren nicht miteinander verheiratet!

Ein wenig mehr zum Inhalt:
Das gesamte Buch von genau 400 Seiten zieht sich durch eine Zeitspanne von 12 Jahren am Ende des 18. Jahrhunderts. Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf dem Leben der zu Beginn des Buches noch 10-jährigen Jenny Taggert. Familie Taggert, bestehend aus Jenny und ihren Eltern leben zunächst in Yorkshire. Der Vater betreibt Pferdezucht. Dem neuen Besitzer des Landes dort in der Gegend ist Mr. Taggert jedoch ein Dorn im Auge, er legt seinem Pächter schwere Auflagen zur Aufrechterhaltung des Pachtvertrages auf. Doch die Taggerts erweisen sich als schwer in die Knie zu zwingen und so wird eines Nachts der Pferdestall angezündet. Bei dem Feuer kommt Mr. Taggerts ums Leben. Mutter und Tochter werden vom Besitz verwiesen und suchen neue Heimat in London.
Nach ersten zusammentreffen mit Kriminellen kommen Jenny und ihre Mutter in einem Wirtshaus unter. Während die Mutter dort putzt wird Jenny sehr schnell der Liebling eines des Amtes enthobenen Doktors, der ihr Lesen, Schreiben und Rechnen beibringt. Etwa vier Jahre geht das so gut, dann werden Mutter und Tochter nacheinander unschuldig verurteilt. Sie landen auf zwei Schiffen die nach Australien reisen um dort eine neue Kolonie zu gründen. Jennys Mutter verstirbt im Verlauf der Überfahrt.
Jenny zeigt trotz allem großen Lebenswillen und möchte nicht mit dem Gesetzt in Konflikt kommen, wird aber trotzdem im Verlaufe des Buches immer wieder in irgendwelche Machenschaften verwickelt, was ihr ärger einbringt.
Meine abschließende Meinung: Zu meinem bedauern musste ich erstmal hinnehmen, dass sich die komplette erste Hälfte des Buches mit die Situation in London und der Überfahrt nach Australien beschäftigte. Das hatte ich so nicht erwartet. Trotzdem wurde ich nicht vollkommen enttäuscht. Die Entwicklung der jungen Jenny Taggert wurde so von Kindesbeinen durch die Pubertät hindurch begleitet. Die Protagonisten ließ sich selten einschüchtern, auch wenn ihr im Verlauf dieses Buches immer wieder sehr schreckliche Dinge wiederfuhren. Mit Jenny Taggert wurde eine sehr charakterstarke Persönlichkeit erschaffen, die mir von den ersten Seiten an direkt ans Herz gewachsen war. Sie trat der gesamten Situation in Australien mit einem großen Optimismus entgegen, denn sie war der vollsten Überzeugung davon, dass dies ihre zweite Chance war. Eine Rückkehr nach England, wie es für andere Charaktere im Buch immer priorität war, kam für sie überhaupt nicht in Frage. Denn im Gegensatz zu anderen Charakteren hatte sie nichts in England zurückgelassen. Ich muss sagen, dass dieser Buchreihe leider viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das Buch ließ sich flüssig lesen und auch die Geschichte war sehr einfach zu verfolgen.  Sehr interessant fand ich es den Aufbau der neuen Kolonie von Beginn an mitzuverfolgen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für eine sehr abenteuerliche und gut durchdachte Geschichte.

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Rezension zu "Auf den Spuren der Väter" von William Stuart Long

Rezension zu "Auf den Spuren der Väter" von William Stuart Long
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

"Auf den Spuren der Väter" ist der vierte Teil der Australien-Saga von William Stuart Long. Der Originaltitel ist "The Explorers", was ein wesentlich passenderer Name ist. Es ist mir schleierhaft, warum der Roman so einen unpassenden deutschen Titel erhalten hat, aber leider fügt sich das in das Bild, das die gesamte deutsche Reihe abgibt: Unpassende Klappentexte, Übersetzungsfehler, sowie Interpunktions- und Grammatikfehler in beinahe jedem Kapitel. Ich hoffe, dass sich nur aufgrund dessen niemand davon abhalten lassen wird, diese Bücher zu lesen!
Band 4 hat mir wieder sehr gut gefallen, obwohl ich auch einige Kritikpunkte habe. Vor allem gefiel mir, dass Justin Broome, Jennys Sohn, nun sehr im Vordergrund steht. Er ist meine Lieblingsfigur der Geschichte. In Band 4 strebt er eine Karriere bei der Königlichen Marine an und stößt dabei auf starken Widerstand, da er der Sohn ehemaliger Sträflinge ist...
Schließlich nimmt Justin an den beiden Expeditionen in die Blue Mountains teil. Diese riesige Bergkette umschließt die Gegend um Sydney, und die Siedler hoffen, dahinter neues, fruchtbares Weideland zu finden, wovon die Zukunft der Kolonie abhängt. Etwas über diese Expeditionen zu lesen, fand ich sehr spannend. Leider wurden sie aber doch eher kurz abgehandelt, was ich sehr schade fand.
Neue Charaktere in diesem Buch sind der neue Gouverneur Lachlan Macquarie, mit dessen Ankunft eine neue, bessere Zeit in der Kolonie anbricht. Mit dabei ist seine sympathische Frau und ihre Zofe Jessica, die bald den jungen Justin kennenlernt, und die im Roman teilweise die Hauptfigur ist. Insgesamt wird gezeigt, wie die Kolonie nun immer selbstbewusster wird. Der Name "Australien" breitet sich immer mehr aus, Sträflinge haben nun ein höheres Ansehen, und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation wendet sich immer mehr zum Guten.
Jessicas Charakter mochte an sich sehr gern, allerdings ist sie nach Jenny und Abigail schon der dritte Charakter des Typs "Mutiges, junges Mädchen mit schwieriger Geschichte kommt nach Australien und beginnt durch glückliche Zufälle ein neues Leben", so dass mir diese Geschichte doch etwas zu klischeehaft war. Auch hätte man die Liebesgeschichte zwischen Justin und ihr sehr viel weiter ausbauen können. Insgesamt zeigt sich also wieder Problem, dass es zu viele Zeitsprünge gibt und manches leider nur schemenhaft erzählt wird.
Trotzdem fand ich den Roman sehr spannend und das Lesen hat mir großen Spaß gemacht.

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