William Stuart Long Die Siedler

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Inhaltsangabe zu „Die Siedler“ von William Stuart Long

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  • Rezension zu "Die Siedler" von William Stuart Long

    Die Siedler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. September 2011 um 17:58

    Den ersten Teil der zwölfbändigen Australien-Saga, "Die Verbannten" habe ich sehr begeistert rezensiert. Der zweite Band, "Die Siedler" hat mir leider etwas weniger gefallen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass ein Manko, das auch schon im ersten Band vorlag, hier noch stärker zum Vorschein kam. In diesem Buch hetzt die Handlung unwahrscheinlich. Ich hatte teilweise fast schon das Gefühl, eine Inhaltsangabe zu lesen statt einen wirklichen Roman. Es kann manchmal schön sein, einen Roman mit schnellem Erzähltempo zu lesen, bei dem es nicht seitenlange Beschreibungen gibt. Da finde ich es auch ok, wenn unwichtigere Szenen nur kurz nacherzählt oder angedeutet werden. Aber in diesem Fall finde ich es einfach zu weit getrieben. Die Hochzeit der Heldin mit ihrer großen Liebe? Unterschlagen. Einer ihrer besten Freunde kommt ins Gefängnis, glaubt zu sterben, ist untröstlich, seine Freundin nie wieder zu sehen - kommt dann doch frei und eilt nach Sydney. Ich war zu Tränen gerührt. Aber bekam ich das Wiedersehen zu lesen? Nein, in der nächsten Szene ist der Freund schon wieder seit drei Monaten da und der Alltag ist eingekehrt. Und so geht es immer weiter. Das hat mir manchmal gehörig die Lust verdorben. Das New South Wales Corps hat sich inzwischen zum allgemeinen Bösewicht des Kolonie gemausert (was im ersten Band ja schon angedeutet wird), und natürlich ist dies auch historisch korrekt, aber trotzdem wurden die ewigen Dialoge der wechselnden Gouverneure und ihrer Vertrauensleute darüber mit der Zeit nervig. Ständig ging es wieder darum, dass das NSW Corps ja so böse ist, man aber ja nichts machen kann, die Hände sind einem gebunden usw... Ich hatte das Gefühl, den selben Dialog immer und immer wieder zu lesen. Trotzdem bekommt das Buch drei Sterne aus den Gründen, aus denen mir auch der erste Band so gut gefallen hat: Die realistische und historisch korrekte Beschreibung, die sympathischen Charaktere, und die Spannung. Auch in diesem Buch wird das Leben in der Kolonie sehr realistisch geschildert, die Charaktere (alte wie neue) lagen mir am Herzen, und wieder habe ich das Buch fast in einem Rutsch ausgelesen.

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