William Sutcliffe

 3.5 Sterne bei 103 Bewertungen
Autor von Meine Freundin, der Guru und ich, Are You Experienced? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von William Sutcliffe

Mit Witz, Charme und Melone: Zum Schreiben inspiriert wurde der Brite William Sutcliffe bereits mit sechzehn Jahren von Ian McEwan, dessen Roman „Zementgarten“ einen bleibenden Eindruck bei dem jungen Mann hinterließ. Mit dem Ziel Schriftsteller zu werden studierte Sutcliffe Englisch an der Cambridge Universität und veröffentlichte bald nach seinem Abschluss seinen ersten Roman „Der Gott unter der Dusch“, der 2000 in Deutschland erschien.

Seitdem ist er ein vielbeschäftigter Autor, der nicht nur seine eigenen Romane, sondern unter anderem auch für die Zeitschrift „The Guardian“ schreibt.

Sein Werk wurde in mittlerweile 25 Sprachen übersetzt und 2014 für die renommierte Carnegie Medal nominiert.

Sutcliffe lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern in Edinburgh.

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Wir sehen alles

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Neu erschienen am 19.11.2019 als Hardcover bei ROWOHLT Taschenbuch.

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Cover des Buches Sexeck (ISBN:9783795117542)

Sexeck

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Cover des Buches Concentr8 (ISBN:9783499217395)

Concentr8

 (8)
Erschienen am 21.09.2016
Cover des Buches Auf der richtigen Seite (ISBN:9783499212314)

Auf der richtigen Seite

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Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Achtung, Mama ante portas (ISBN:9783442369560)

Achtung, Mama ante portas

 (6)
Erschienen am 13.10.2008
Cover des Buches Wir sehen alles (ISBN:9783499218316)

Wir sehen alles

 (4)
Erschienen am 19.11.2019

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Neue Rezensionen zu William Sutcliffe

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Rezension zu "Wir sehen alles" von William Sutcliffe

Sehr gut
Sandra1978vor 8 Tagen


       William Sutcliffe zeigt mit "Wir sehen alles" eine sehr beklemmende und deprimierende, aber auch nervenzerreissend fesselnde Zukunftsvision eines zerstörten Londons.

Diese zwei Schicksale, die in dem recht kurzen, aber gerade dadurch so prägnanten Roman beschrieben werden, haben mich aufgewühlt und so mitgerissen, dass ich die Geschichte in einem Rutsch gelesen habe.

Es kommt gar nicht so richtig raus, wie die aktuelle Kriegssituation zustande gekommen ist und wer sich da eigentlich bekämpft, aber darauf kommt es auch gar nicht an.
Ich fand den Moment, als ich als Leser die Zusammenhänge begriffen habe, unglaublich dramatisch. Obwohl es "nur" eine Geschichte ist, habe ich mit angehaltenem Atem gelesen.

Sowohl von den Protagonisten als auch von der Szenerie her lebt das Buch von sehr bildhaften und krassen Gegensätzen:
Lex lebt trotz sehr ärmlicher Verhältnisse in einer liebevollen Familie, sein Vater wohl im Widerstand gegen die regierende Streitmacht. Er macht sich Sorgen um seinen Vater, genau wie seine Mutter und seine kleinen Geschwister. Trotzdem versucht er sein Leben zu leben, und als er Zoe kennenlernt, sogar Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft zu schöpfen.

Alan, der zweite Strang der Geschichte, ist ein "Schreibtischsoldat" - er steuert eine der Drohnen, die den Widerstand, dem auch Lex`Vater angehört, überwacht und notfalls auch vernichtet. Beide kennen sich nicht. Irgendwie ist es total unheimlich als Leser, wenn man immer wieder von Lex' Perspektive zu Alans Perspektive switcht und das Leben von Lex Familie quasi aus der Sicht des Drohnenpiloten beobachtet. Dadurch überschneiden sich auch Erzählstränge und man liest sie aus unterschiedlichen Perspektiven, das ist ein richtig krasser Effekt.

Was mir persönlich durch diese Geschichte richtig bewusst geworden ist ist die Tatsache, wo uns die zu erwartenden technischen Weiterentwicklungen im negativen Sinn hinführen können. Technischer Fortschritt ist toll, aber er isoliert und entfremdet. Krieg ist immer etwas Schlechtes - doch leider wird es einfacher, andere Menschen gedankenlos zu vernichten, weil man ihnen dafür nicht mehr Auge in Auge gegenüberstehen muss. Ein "Feind" wird zu einem bedeutungslosen Punkt auf einem Bildschirm.

Diese Gegenüberstellung der grausamen Kriegsverhältnisse, der zerbombten Stadt, der gewissenlosen Gewalt, die hier ausgeübt wird, ohne viel zu hinterfragen, die Mächtigen gesichtslos, steuern die Handlungen der Soldaten über Bildschirme, auf der anderen Seite kommt trotzdem immer noch das Leben und die Menschlichkeit durch und lässt sich auch durch die schlimmsten Zustände nicht unterdrücken.

Betrachtet man die komplette Geschichte, scheint es wie ein willkürlicher Ausschnitt, eine zufällig beleuchtete Szene vor einem großen und kriegsgebeutelten zukünftigen London - aus dem großen Heuhaufen der menschlichen Schicksale ein Leben herausgegriffen und über einige Wochen als Exempel für viele andere betrachtet. Für mich hat der Autor auf den Punkt eine einmalige Atmosphäre und Bildwelt geschaffen und durch die Kürze und die in großen Schritten verlaufende Handlung noch intensiver geprägt.

Mein Fazit: Eine schlimme, aufpeitschende Geschichte, die traurig und nachdenklich macht, aber auf eine gute Weise. Sie ist beklemmend, extrem spannnend und doch auch ein Gedenken an die Liebe und die Menschlichkeit, die in jedem von uns steckt. Eine Zukunftsvision, die ich nicht wahrwerden sehen will, obwohl wir alle nur noch wenige Mausklicks davon entfernt sein könnten.
Sehr toll umgesetzt und geschrieben - von mir gibt es 5/5 Sterne.  

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Rezension zu "Wir sehen alles" von William Sutcliffe

Wir sehen alles
DisasterRecoveryvor einem Monat

Das Buch spielt in einem zerbombten London und wechselt in der Erzählung immer zwischen zwei Perspektiven.

Die Stadt-Perspektive:
Hier geht es um den jungen Lex, der immer auf der Hut sein muss und der ganz genau weiß, dass er von einer Drohne beobachtet und verfolgt wird. Das hat weniger mit ihm selbst, sondern eher mit seinem Vater zu tun. Sein Vater ist Anhänger einer Organisation, die Widerstand leistet und im Geheimen operiert. Vom Militär wird er als Zielperson K622 bezeichnet.

Die Basis-Perspektive:
Hier verfolgen wir die Geschichte aus Sicht des jungen Alan. Dieser wurde auf Grund seiner Gaming Skills vom Milität rekrutiert. Alan hat die Aufgabe festgelegte Zielpersonen mit Hilfe einer Drohne zu überwachen. Nach einigen erfolgreichen Tests, wird er auf Zielperson K622 angesetzt. K622 ist angeblich ein Terrorist, jedenfalls lässt man Alan das glauben.


Alan hat nicht unbedingt das größte Selbstbewusstsein. Er ist im wahren Leben eher ein Loser und völlig unzufrieden. Er lächzt geradezu nach Anerkennung und hat das Bedürfnis sich beweisen zu müssen. Damit ist er die perfekte kleine Marionette für die Aufträge des Militärs. Alan war mir in seinem Verhalten völlig unsympathisch und trotzdem habe ich sehr gerne seine PErspektive verfolgt.

Lex nimmt die bestehenden Gefahren nicht wirklich ernst. Immer wieder wirkt er unüberlegt rebellisch und versucht sich damit ein wenig gegen seinen Vater zu behaupten.

Beide lernen ein Mädchen kennen und damit wird mit den dystopischen Begebenheiten eine seltsame Art von Romanze verknüpft. Diese Frauengeschichten hatten aus meiner Sicht für diese Story überhaupt keinen Mehrwert und sie haben mich eher gestört.

Ich habe diese Geschichte mit Spannung verfolgt. Das Buch bietet wirklich sehr interessante Ansätze und ein aufregendes Szenario. Leider liefert der Autor keine Informationen über Hintergründe und bestehende Machtstrukturen. Stattdessen liefert der Autor verwirrende Frauengeschichten. Am Ende weiß ich nicht, was er damit bezwecken möchte. Es hat auf mich den Eindruck, als könnte er sich nicht entscheiden, was für eine Art Geschichte das eigentlich werden soll.
Der Abschluss des Buches erfolgt aus einer Sicht der benannten Frauen und hat mich noch verwirrter zurückgelassen als alles andere zuvor.  

Fazit:

Der Autor liefert hier ein sehr spannendes Szenario mit sehr interessanten dystopischen Ansätzen. Leider lässt der Autor seine Protagonisten in Frauengeschichten rennen und führt diese Zusammentreffen aus, ohne dass dies irgendeinen Mehrwert für die Geschichte hat. Mehr Hintergrundinformationen hätten dem Buch gut getan. Mit dem Protagonisten Alan hat er allerdings einen sehr faszinierenden, wenn auch recht unsympathischen Charakter erschaffen. Fazit:


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Rezension zu "Achtung, Mama ante portas" von William Sutcliffe

Wenn die Mütter endlich Oma werden wollen
Bluesky_13vor 2 Jahren

<><><>Meine Meinung<><><>

Dieses Buch ist wie ein Werk aus dem wahren Leben. Drei Mütter kamen zusammen, weil sie Nachbarn waren und die Kinder im selben Alter waren. So konnten sich die Frauen austauschen und Erziehungsfragen klären. Auch ich hatte solche Freundinnen, die man hat, wenn man Kinder hat. Es tut gut, mit jemanden über die Problemchen und Sorgen der Kids mit andern Müttern reden zu können. Da sieht man doch, dass alle Kinder doch irgendwie gleich sind und jeder diverse Problemchen mit dem Nachwuchs hat. Man sieht dass man nicht alleine ist und dass man doch nicht alles falsch macht, wie man immer annimmt.

Doch diese Mütter in dem Buch nahmen ihre Mutterrolle dann doch etwas zu ernst. ©Bluesky_13

Als ihre Jungs das dreißigste Lebensjahr überschritten hatten und sich noch keine Enkelkinder ankündigten, da hatten die Mütter einen seltsamen Plan. Sie wollten ihren Söhnen helfen.


Dieses ganze Vorhaben, macht das Buch zu dem, was es ist, es ist lustig. Schon die erste Begegnung mit ihren Müttern, lies mich schmunzeln. Die Idee von den Muttis war einfach zu komisch. Aber Muttis sind halt nun mal so, dass sie irgendwann mal ihr Enkelkind in den Armen halten wollen.


Da hatte die Mütter sich ja was vorgenommen. Bei jeder Mutter lief es anders. Die Söhne fühlten sich wie Kinder, der der am meisten rebellierte, war Daniel.

Das ist so eine Geschichte, wie sie das wahre Leben wieder spiegelt.


Mein Sohn ist auch schon erwachsen, er ist dreiundzwanzig und hat auch seine eigene Wohnung. Das was die Mütter da abziehen, würde mir ja im Traum nicht einfallen. Es ist sehr lustig geschrieben und ich musste doch auch lachen. Ich habe mir überlegt, wie mein Sohn reagiert hätte, wenn ich das so machen würde. Ja, ich könnte mir vorstellen, dass das sehr witzig wäre. Na ja, bis er dreißig wird, hab ich ja noch ein bisschen Zeit, mal sehen, was mir dann da so einfällt.

Ich denke mal mein Sohnemann würde da auch rebellieren, denn er kann schon auch sehr aufbrausend sein.


Ich kann das Buch auf jeden Fall allen Muttis empfehlen, die die Sehnsucht nach einem Enkelkind haben. Hier finden sie die Anleitung, wie sie es auf keine Fall machen sollten *fg*

Aber es ist nichts desto Trotz ein gutes Buch. Die Geschichte ist nicht so überzogen und voll mit purer Fantasie, sondern so, wie es im Leben tatsächlich ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hätte auch nichts gegen ein Enkelkind, aber im Prinzip müssen das die Kinder wissen, wann sie bereit sind für so eine verantwortungsvolle Aufgabe. Und mein Junior ist ja erst dreiundzwanzig und da hat er schon noch Zeit.



Bis bald

Eure Bluesky_13

Rosi


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