William T. Vollmann Hobo Blues

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Inhaltsangabe zu „Hobo Blues“ von William T. Vollmann

William T. Vollmann, Träger des renommierten National Book Award und in den USA längst ein Star, erforscht »in seiner ausufernden, faszinierenden Prosa« die menschliche Existenz, schonungslos, erfahrungshungrig und mit »unübertroffenem Einfühlungsvermögen« (FAZ). In seiner neuen literarischen Reportage widmet er sich nun einem nationalen Mythos: dem Hobo – Held und Opfer des American Dream. Der auf Güterzügen reisende Tramp ist spätestens seit der Great Depression, als Tausende von Wanderarbeitern durch das Land zogen, Teil des amerikanischen Imaginären. Woody Guthrie und Bob Dylan haben ihn besungen, Mark Twain, Jack London und Ernest Hemingway setzten ihm in ihren Büchern Denkmäler. Vollmann, selbst ein Getriebener, kennt die unstillbare Sehnsucht nach dem freien Leben und macht sich auf den Weg, die Realität hinter dem geschichtlichen, politischen und literarischen Vermächtnis zu erkunden. Mit seinem Kumpel Steve erklimmt er Güterwaggons und reist kreuz und quer durch den amerikanischen Westen; er beschreibt die wilde Schönheit der Landschaft und den Nervenkitzel des illegalen Reisens, interviewt Hobos und gibt sich Rechenschaft über den Wunsch, seiner bürgerlichen Existenz zu entfliehen. Aus Vollmanns Impressionen und Reflexionen entsteht so ein transitorisches Nachtbild der heutigen USA – der Träume, Alpträume und Begierden einer Nation, deren wichtigstes Gut einmal die Freiheit ihrer Bürger war.

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  • Rezension zu "Hobo Blues" von William T. Vollmann

    Hobo Blues
    damentennis

    damentennis

    16. June 2009 um 16:31

    william t. vollmann ist amerikaner und er ist das verdammt noch mal gerne! überhaupt ist bill, wie ich ihn nun kumpelhaft nenne, denn kumpelhaft ist er fürwahr, sehr vieles verdammt noch mal und mit nachdruck. aber aufatmen: auf george bush und viele entwicklungen der moderne ist bill nicht gut zu sprechen, im gegenteil, die will er bekämpfen und ausschimpfen und einsperren. weil sie ihn, den bill, ja auch ständig bekämpfen: mit vorschriften und beschränkungen. so fährt der bill illegal auf eisenbahmwagons mit, wie die echten hobos das machen. doch der bill ist schriftsteller und damit "bürger", also kein hobo, was er weiß und auch so sagt und merkt, wenn er echte hobos trifft. das macht dem bill nichts aus, einerlei ist es ihm (verdammt noch mal), hauptsache, er spürt die freiheit auf den zügen, den wind im gesicht und den blick über die amerikanische landschaft, keine polizisten und uniformen weit und breit. das ist amerika, wie der bill sich das verdammt noch mal wünscht. schön ist es dann, wenn der bill zugfährt. die landschaft rast vorbei, es gibt beobachtungen und beschreibungen, gerne zitiert er thoreau oder ähnlich große freiheitsdenker, die dem staat gerne die stirn geboten haben. schön bleibt das aber trotzdem, weil der bill verdammt noch mal schon ordentlich denken und schreiben kann. ob nun als "bürger" oder hobo oder sonstwas, ist ja fürchterlich egal - dem bill selber, mir auch. (das buch wurde von thomas melle übersetzt. thomas melle hat auch schon ein buch geschrieben, bei suhrkamp. es ist sehr gut und weit weniger verdammt noch maliger als dieses hier vom bill)

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