Die Geschichte der Lucy Gault

von William Trevor 
4,3 Sterne bei7 Bewertungen
Die Geschichte der Lucy Gault
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Inhaltsangabe zu "Die Geschichte der Lucy Gault"

Heloise und Everard Gault führen eine harmonische Ehe, die neunjährige Lucy macht ihr Glück vollkommen. Das Gut am Meer in Süd-Irland ist ein Ort der Schönheit. Doch die Hunde werden vergiftet und eines Tages kann Captain Gault nur in letzter Sekunde einen Brandanschlag auf das Anwesen verhindern, und damit verdichtet sich das Gefühl einer untergründig seit langem schwelenden Bedrohung zur Gewissheit: Heloise, die aus England stammt, wird in Lahardane nicht geduldet, der Familie bleibt – wie bereits vielen anderen Familien in den zwanziger Jahren – nur die Flucht.

Doch Lucy widersetzt sich, am Abend vor der Abreise verschwindet sie, und eine nasse, zwischen den Felsen gefundene Sandale wird zum Symbol ihres Todes. Und so verlassen die verzweifelten Eltern schließlich – wie geplant – das Land und, unwissentlich, auch ihr Kind. Das Telegramm mit den Worten Lucy lebend im Wald gefunden erreicht sie nicht. Lucy wächst in der Obhut des Pförtnerpaares zu einer jungen Frau heran und wartet, von Schuldgefühlen gequält, auf die einstige Rückkehr der Eltern. Doch Lucys Eltern kehren nicht zurück.

Dreißig Jahre sind vergangen, als Lucys Vater nach dem Tod seiner Frau endlich nach Irland heimkehrt. Vater und Tochter bleiben zunächst in ihrer je eigenen und unauflösbaren Wahrheit gefangen: Die Eltern hatten die Ängste eines Kindes ungeduldig beiseite geschoben, und Lucy hatte geglaubt, sie hätte erst ein Recht zu lieben, wenn man ihr vergab…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423134729
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.07.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    So ohne Hoffnung und dennoch so schön

    Irland in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Familie der neunjährigen Lucy plant ihre Ausreise. Lucys Mutter ist Engländerin und die Sicherheit der Familie daher nicht mehr gewährleistet. Lucy, die ihre Heimat, das Gut Lahardane, über alles liebt, reißt aus. Nach wochenlanger Suche verlassen die Eltern Irland. Das totgeglaubte Kind bleibt verletzt im Wald zurück.

    Um den Ablauf des Romans zu verstehen,muß man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, wie die technische Entwicklung um 1920 herum aussah. Daß es eben nicht möglich war mal eben zu mailen oder anzurufen. Daß Menschen tatsächlich unerreichbar sein konnten, wenn sie die Landesgrenze überschritten hatten.

    Selten habe ich ein Buch gelesen, das so schön ist und dabei dennoch so hoffnungslos. Lucy setzt mit ihrem Ausriss die Weichen für ein weitgehend sinnloses Leben, nur dem Warten und Hoffen gewidmet. Es ist, als ob das Schicksal ihren Tod vorgesehen hätte und ihr deshalb kein wirkliches Leben mehr ermöglicht.  William Trevor hat eine wunderbar treffende und elegante Art zu schreiben, Bilder und Stimmungen zu erschaffen, eine Art, die diesen Roman in jeder Sekunde zu einem Lesevergnügen machen. Trotz der melancholischen Stimmung und der mehrheitlich traurigen Abläufe möchte man das Buch nicht aus der Hand legen. Wie wunderbar, daß solche Bücher noch geschrieben werden, daß es noch Autoren gibt, die so poetisch ein Leben erzählen können, das eben weder glücklich verläuft noch glücklich endet...

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    Kuriles avatar
    Kurilevor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Geschichte der Lucy Gault" von William Trevor

    Erst dachte ich, das Buch sei sehr traurig. Was es auch ist. Aber nicht nur und nicht mal in erster Linie - vielleicht. Lucy Gault darf alles, was wir nicht dürfen: Stillstehen, nichts ändern, alles so lassen, wie es schon war. Alles Leid ist, wie es ist - hinzunehmen. Veränderung tritt nur ein durch das Vergehen der Zeit. Und weit und breit kein Freud, der analysiert und repariert.

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    Bellastella
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    ude
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    LESE-ESELvor 8 Jahren
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    beatevor 8 Jahren
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    Bikivor 9 Jahren

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