William Wharton Birdy

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Inhaltsangabe zu „Birdy“ von William Wharton

Roman. 350 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.07.1989')
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  • Spread your wings and fly away, Birdy

    Birdy
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    03. August 2017 um 12:39

    Al und Birdy wären vielleicht nie Freunde geworden, wäre da nicht das Messer gewesen und die Frage, wem es denn nun rechtmäßig zusteht. Al’s kleiner Bruder bittet  um seine Unterstützung und so machen sich beide auf den Weg zu dem dünnen Jungen aus der Nachbarschaft, den sie nur als Einzelgänger kennen und deswegen nicht wirklich einschätzen können, welche Auseinandersetzung ihnen bevorsteht. Aber bereits nach einem kurzen Hin- und Her bemerkt Al, dass der Nachbarjunge zwar mächtig flink und gewandt ist, aber mit Sicherheit nicht gefährlich. Er überlässt ihnen das Messer sogar. Und irgendwie werden Al und „Birdy“ Freunde, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Al, Alfonso Columbato, der Sproß italienischer Auswanderer, Sohn eines gewälttätigen Vaters, Sportskanone und Mädchenschwarm. „Birdy“, dessen Familie sich mit dem Hausmeistergehalt seines ruhigen Vaters über Wasser hält, dessen Mutter all die Basebälle, die auf ihrem Grundstück landen in einem Geheimversteck bunkert, der sein Fahrrad über alles liebt, weil es ihm ein Gefühl von Freiheit gibt, Birdy, dessen echten Namen wohl niemand mehr kennt, denn alle sagen nur noch Birdy zu ihm, weil er Vögel und das Fliegen über alles liebt. William Wharton beginnt seine Geschichte dieser ungewöhnlichen Freundschaft als beide bereits erwachsene junge Männer sind. Junge Männer, die im 2. Weltkrieg an ganz unterschiedlichen Orten zu Schaden gekommen sind. Al wurde in Deutschland schwer verwundet und kurz vor Kriegsende in die Heimat zurückgeflogen, um dort versorgt und operiert zu werden. Birdy hat es auf ganz andere Weise erwischt, denn er hat sich in seine Vorstellung vom „frei wie ein Vogel zu sein“ geflüchtet. So trifft Al auf seinen Freund, der völlig unzugänglich in einer Zelle kauert und vom Zivildienstleistenden Renaldi wie ein Vogelkind gefüttert werden muss. Al’s Aufgabe ist es nun Birdy zurückzuholen und dies versucht er zuerst ruppig auf seine draufgängerische Weise, aber ganz schnell merkt er, dass er viel eher zu seinem Freund durchdringt, wenn er mit ihm in die Zeit der gemeinsamen Kindheit zurückkehrt und so wird Stück um Stück die Geschichte von Al’s und Birdy’s Freundschaft erzählt. Aber auch Birdy kommt zu Wort und verleiht der Geschichte seine sensible Note. Nachdem das Projekt der Taubenzucht nämlich als gescheitert erklärt werden muss, konzentriert sich Birdy darauf Kanarienvögel zu züchten und das betreibt er auf eine ganz und gar feinsinnige Art und Weise. Es erstaunt den Leser nicht, dass er sich nicht nur in seinem Traum vom Fliegen verliert, sondern regelrecht in eine Parallelwelt abdriftet. Feine Geschichte, Mr. Wharton Auch für die, die vor Jahrzehnten die Verfilmung gesehen haben, lohnt die Lektüre.

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