Willinger Markus

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Adelsblut und 1919.

Lebenslauf

Markus Willinger ist Verleger, Übersetzer und Schriftsteller. Nach seinem Studium arbeitete er in einem Londoner Verlag, ehe er das Medienunternehmen Zaptos Media gründete. Seine Arbeit findet vor allem auf dem Laptop statt, weswegen er quer durch die Welt reist und alle sechs Kontinente besucht hat. (Lieblingsland: Die Philippinen. Lieblingstrip: Der Jakobsweg). Als Autor ist es sein Ziel mehr historische Romane über die deutsche Geschichte in den Handel zu bringen. Markus lebt mit seiner Verlobten in der Altstadt von Riga.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Willinger Markus

Cover des Buches Adelsblut (ISBN: 9783950438116)

Adelsblut

 (4)
Erschienen am 28.11.2017
Cover des Buches 1919 (ISBN: 9783950438123)

1919

 (1)
Erschienen am 20.11.2018

Neue Rezensionen zu Willinger Markus

Cover des Buches Adelsblut (ISBN: 9783950438116)
RamonaFroeses avatar

Rezension zu "Adelsblut" von Willinger Markus

Sehr gut
RamonaFroesevor einem Jahr

Das ist das erste mal, dass ich etwas über den Deutschen Bürgerkrieg gelesen habe. Ich war von der Art wie das Buch aufgebaut ist und wie der Schreibstiel war echt begeistert.

Cover des Buches Adelsblut (ISBN: 9783950438116)
Michael_Grays avatar

Rezension zu "Adelsblut" von Willinger Markus

Bürgerkriegs-Saga 1
Michael_Grayvor einem Jahr

Der Beginn des 30jährigem Krieges aus der Sicht verschiedener Protagonisten.  Das Buch ist spannend und der Autor hat einen tollen Schreibstil. Was mir nicht so gefällt sind die größeren Zeitsprünge. Aber alles in allem ein tolles Buch und ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

Cover des Buches Adelsblut (ISBN: 9783950438116)
T

Rezension zu "Adelsblut" von Willinger Markus

Epos mit Abstrichen
Thomas3010vor 4 Jahren

Die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, eines der blutigsten und folgenreichsten Konflikte der deutschen Geschichte ist gerade durch ihre Vielschichtigkeit besonders interessant als Vorlage für einen historischen Roman. Dementsprechend verwundernd ist es, dass wenige Autoren sich diesem Mahnmal deutscher Geschichte gewidmet haben.

Einer dieser wenigen ist Markus Willinger mit seiner vierteiligen Reihe, um den böhmischen Adeligen Richard, der in die Ränkespiele der Großen gerät und selbst das Spiel um Throne zu beherrschen versucht. 

Adelsblut spielt dabei in der sog. ersten Phase, der regionalen Auseinandersetzung zwischen Böhmen und Österreich und zeigt die Bestrebungen der Konfliktparteien auf. 

Dabei steht auf der einen Seite Kaiser Ferdinand II., der das von regionalen Fürsten beherrschte Heilige Römische Reich wieder unter das Banner der Habsburger führen will und den die Militarisierung der Adeligen infolge der Reformation ein Dorn im Auge ist. Auf der anderen dagegen steht Böhmen, geführt von dem Freiherrn von Thurn, einem charamistischen Sympathisanten mit der böhmischen Unabhängigkeit.

Dieses Stigma haftet leider dabei auch den Rollen vielerlei an. Die Vielschichtigkeit des Krieges durch häufige Perspektivwechsel zwischen den verfeindeten Parteien differenziert dabei nur vordergründig. In Wahrheit wird ein Gut-Böse-Konflikt in neuem historischen Gewand aufgezogen. Die freiheitsliebenden, unterlegenden Böhmen müssen gegen die machthungrige, expandierende Kriegsmaschine der Österreicher bestehen. 

Ebenso ordnen sich die Nebencharaktere ihren zugeteilten Fraktionen an; so lernen wir Marie von Brandenburg kennen, die in einem von Vorurteilen geplagten, heruntergewirtschafteten Brandenburg gegen den Willen des Vaters den jungen, starken Gustav-Adolf verführt und im Alleingang die Rebellion gegen den Kaiser im Norden arrangiert.

Die kaiserliche Seite hat dagegen Martin aufzubieten, der dem Schrecken des Krieges in Form von Intoleranz, Fanatismus und Grausamkeit ein menschliches Gefäß bietet. 

Es mag also nicht überraschen, dass der Leser aufseiten der Protestanten dem nicht in die Gänge kommenden Richard und seiner Geliebten ein entnervtes "get on with it" zurufen möchte, wird der Hauptcharakter doch zu einem Instrument seiner Umgebung. Unbeholfen und untrainiert geht der Krieg an ihm vorbei, da er nur seine Liebe im Kopf hat und nur durch Glück endet er nicht mit den anderen böhmischen Adeligen vor dem Schafott, sondern kann sich retten und weiterhin in die Intrigen klügerer Menschen eingewickelt werden.

Auch ansonsten strotzt dieser Konflikt gerade vor Naivität, mit der an die Charaktere herangegangen wird. Reduziert sind sie auf die wenigen Eigenschaften, mit denen sie auch eingeführt werden. Fehlerlos führt Marie die Schweden zu ihrem Ziel und ebenso wandelt Richard auf dem gerechten Pfad, während die kaiserlichen Truppen geleitet vom feigen Ferdinand und fanatischen Jesuiten-Priester Martin Deutschland in Schutt und Asche legen wollen.

Passend dazu ist der Schreibstil, modern ist leider nur ein Euphemismus für einen Wortsalat aus Neologismen, Anglizismen, die gerundet mit vielfältigen Rechtschreibfehlern zu einem angestrengten Lesegenuss beitragen. 

Insgesamt bietet die Geschichte einen heldenhaften Hauptcharakter, einen hasserfüllten und auf Rache sinnenden Bösewicht und dazwischen wenige Schattierungen. 

Der Begriff Drei-Groschen-Roman liegt hier nahe und ist durchaus angebracht. Ein kurzweiliges Vergnügen für zwischendurch ohne wirklichen Tiefgang.




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