Willy Russell

 4.1 Sterne bei 279 Bewertungen
Autor von Der Fliegenfänger, Educating Rita und weiteren Büchern.

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Der Fliegenfänger

Der Fliegenfänger

 (185)
Erschienen am 01.12.2002
Educating Rita

Educating Rita

 (67)
Erschienen am 01.07.1997
Educating Rita

Educating Rita

 (20)
Erschienen am 31.08.2000
The Wrong Boy

The Wrong Boy

 (4)
Erschienen am 01.07.2001
Shirley Valentine

Shirley Valentine

 (2)
Erschienen am 01.03.2000
Blood Brothers

Blood Brothers

 (1)
Erschienen am 01.08.1995

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Sonja_Lachers avatar

Rezension zu "Educating Rita" von Willy Russell

Humorvoll und interessant gestaltet
Sonja_Lachervor 2 Jahren

Ursprünglich musste ich dieses Buch in der Oberstufe lesen, anfangs war ich durchaus misstrauisch, aber am Ende konnte ich dieses Buch definitiv ins Herz schließen. Ich liebe englische Bücher, ich habe Rita und Frank gemocht und auch den Handlungsverlauf empfand ich als sehr interessant.

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suse9s avatar

Rezension zu "The Wrong Boy" von Willy Russell

Wenn man nur richtig zuhören würde
suse9vor 3 Jahren

Der Roman „The Wrong Boy“ ist ein Brief oder mehrere Briefe und Notizen, die Raymond an Morrissey richtet. In ihnen beschreibt und erzählt er alles, was ihn bewegt, was ihm widerfährt und widerfahren ist, jetzt und in der Vergangenheit. Ob er die Briefe jemals abschicken wird, weiß selbst Raymond nicht, denn darum geht es auch nicht vordergründig. Er weiß, dass Morrissey ihn verstehen würde, auch ohne die Briefe persönlich gelesen zu haben.  Der Sänger der Band Smith nimmt einen großen Platz im Herzen Raymonds ein. Seine Texte geben ihm Halt und Kraft. Kraft braucht Raymond auch und nicht zu wenig. Denn was er alles erlebt, ist schon für mich als Leser oft an der Grenze des Erträglichen. In Rückblenden erfahren wir von Zufällen, Begebenheiten und Missverständnissen, die dazu führen das der Weg, den der Junge gehen muss, alles andere als geradlinig ist.

Obwohl Raymonds Geschichte traurig ist, musste ich oft aufgrund des schwerelosen Humors schmunzeln. Beim Lesen wechselten meine Gefühle ständig. Vom Weinen über Lachen bis hin zur Wut – war alles vertreten. Stellenweise ahnte ich nahendes Unheil schon voraus und wollte nicht weiterlesen. Aber alleine lassen konnte ich Ray auch nicht. Lautloses Mitleiden war in diesem Fall nicht möglich, ich musste meinen Emotionen freien Lauf lassen und war nur froh, dass ich den Roman nicht im Zug gelesen hatte. Ach, wenn ich ihn doch nur einmal richtig in den Arm hätte nehmen können!

„The Wrong Boy“ ist eine locker leichte Geschichte mit Tiefgang über die Auswirkungen, die Intoleranz, Arroganz und Egoismus haben können. Der Humor bleibt nicht auf der Strecke, das Lachen dem Leser jedoch manchmal im Halse stecken. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Handlung erst nach und nach, nur stückchenweise zu einem Ganzen zusammensetzt. Dadurch bleibt genug Spielraum für eigene Gedanken.

Und jetzt feuchte ich das Stempelkissen an und verpasse dem Roman ein „Besonders Wertvoll“.

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Buchlieses avatar

Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

Ich bin der falsche Junge
Buchliesevor 3 Jahren

Raymond ist fast 19 Jahre alt, als er sich nach Grimsby aufmacht und auf dem Weg dorthin Briefe an sein großes Idol Morrissey schreibt. In seinen Aufzeichnungen erzählt er von seiner Reise und seinem Leben. Sein Sarkasmus und sein schwarzer Humor lässt seine eigentlich traurige Geschichte in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Nichts wünscht sich seine Mutter mehr, als dass er ein ganz normaler Junge wird. Doch Raymond muss nicht nur die Schule und die Pfadfindergruppe verlassen. Er hat auch keine Freunde mehr und verschwindet einfach in der Schublade "Er war es!". Raymond ist seit dem Sprung in den Kanal der falsche Junge. Niemand hört ihm mehr zu, alle wollen nur noch sein Bestes und ihm helfen. Und so verwundert es nicht, dass er sich in eine eigene Welt verspinnt und sich mit aller Kraft gegen alles Normale wehrt. Er wird er in einen Strudel aus Missverständnissen und unglücklichen Vorfällen immer weiter an den Rand gedrängt. Bis ihn in Grimsby ein Job auf einer Baustelle erwartet ...

Eine sehr sympathische Figur ist Raymonds Oma. Eine Figur, die ihm Halt gibt und die nicht nur zu ihm steht, sondern auch mit scharfer Zunge die Realität im Blick hat. Im folgenden Zitat richtet Raymonds Großmutter das Wort an seine Mutter/ihre Tochter: "Mag sein, dass wir hier im modernen Failsworth leben, Shelagh; mag sein, dass wir uns am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts befinden, wo jeder seinen Wintergarten hat und wo man seine Topfpflanzen im Gartencenter kauft und zur Andacht in die voll klimatisierten Konsumtempel läuft. Aber lass dich davon nicht täuschen. Zivilisation! Ein dünner Firniss, Shelagh! Hinter dem Einkaufswagen im Supermarkt trottet noch mancher Neandertaler. Und wenn man mal die Topfpflanzen weglässt, Shelagh, dann laufen in den Gartencentern massenweise Sadisten rum. Glaub nur nicht allzu fest an die so genannte Zivilisation, Shelagh; wenn es nur irgend ginge, würden auf den Parkplätzen vor den Einkaufscentern und Supermärkten bald wieder regelmäßig Menschen gehenkt, verprügelt und als Hexen verbrannt. Und alle wären sie da, in ihren Armani-Anzügen, mit ihren gestylten Frisuren, ihren Topfpflanzen, ihrem Perrier-Wasser und dem marinierten Tunfisch, den sie sich dann mittags auf den Holzkohlengrill legen, um ihn genüsslich im Garten zu verzehren, nachdem sie dem Henker den ganzen sonnigen Vormittag auf dem Supermarkt-Parkplatz beim Köpfen zugeschaut haben."

Vielen Dank dem Autor für dieses großartige Buch! Leider ist es der bisher einzige Roman der von Willy Russell erschienen ist, aber ich warte schon jetzt auf mehr. Lesen! Lesen! Lesen! 

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