Willy Russell Der Fliegenfänger

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Inhaltsangabe zu „Der Fliegenfänger“ von Willy Russell

Der Tag, an dem der elfjährige Raymond Marks in einer Schulpause per Zufall das "Fliegenfangen" erfindet, ändert alles. Das harmlose Spiel führt für Raymond zu einem tragikomischen Leben als Außenseiter und Sonderling, bis er schließlich seine ganz persönliche Unabhängigkeitserklärung entwickelt.

Man lacht, man weint, man fühlt mit.

— Cathy75

Spannend wie ein Krimi, unvorhersehbar und mit einigen unerwarteten Wendungen.

— derkleinemaulwurf

Ich bin einfach der falsche Junge ... Von der ersten bis zur letzten Seite ein ganz großartiges Buch über das Leben!

— Buchliese

<3 <3 <3

— RikeDrust

Einfach nur genial.

— Bookwolf

herzzerreißend

— Birgit-B

super, super, von der ersten bis zur letzten seite. eines meiner top ten bücher.

— wallenstein2005

Stöbern in Romane

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Eine herzzerreißende Geschichte mit einigen leisen Passagen

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Die Sprache der Autorin gefiel mir ganz gut und auch der Anfang war Ok, aber mir waren zu viele Klischees enthalten

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  • Der falsche Junge

    Der Fliegenfänger

    Buchliese

    26. July 2015 um 22:16

    Raymond ist fast 19 Jahre alt, als er sich nach Grimsby aufmacht und auf dem Weg dorthin Briefe an sein großes Idol Morrissey schreibt. In seinen Aufzeichnungen erzählt er von seiner Reise und seinem Leben. Sein Sarkasmus und sein schwarzer Humor lässt seine eigentlich traurige Geschichte in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Nichts wünscht sich seine Mutter mehr, als dass er ein ganz normaler Junge wird. Doch Raymond muss nicht nur die Schule und die Pfadfindergruppe verlassen. Er hat auch keine Freunde mehr und verschwindet einfach in der Schublade "Er war es!". Raymond ist seit dem Sprung in den Kanal der falsche Junge. Niemand hört ihm mehr zu, alle wollen nur noch sein Bestes und ihm helfen. Und so verwundert es nicht, dass er sich in eine eigene Welt verspinnt und sich mit aller Kraft gegen alles Normale wehrt. Er wird er in einen Strudel aus Missverständnissen und unglücklichen Vorfällen immer weiter an den Rand gedrängt. Bis ihn in Grimsby ein Job auf einer Baustelle erwartet ... Eine sehr sympathische Figur ist Raymonds Oma. Eine Figur, die ihm Halt gibt und die nicht nur zu ihm steht, sondern auch mit scharfer Zunge die Realität im Blick hat. Im folgenden Zitat richtet Raymonds Großmutter das Wort an seine Mutter/ihre Tochter: "Mag sein, dass wir hier im modernen Failsworth leben, Shelagh; mag sein, dass wir uns am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts befinden, wo jeder seinen Wintergarten hat und wo man seine Topfpflanzen im Gartencenter kauft und zur Andacht in die voll klimatisierten Konsumtempel läuft. Aber lass dich davon nicht täuschen. Zivilisation! Ein dünner Firniss, Shelagh! Hinter dem Einkaufswagen im Supermarkt trottet noch mancher Neandertaler. Und wenn man mal die Topfpflanzen weglässt, Shelagh, dann laufen in den Gartencentern massenweise Sadisten rum. Glaub nur nicht allzu fest an die so genannte Zivilisation, Shelagh; wenn es nur irgend ginge, würden auf den Parkplätzen vor den Einkaufscentern und Supermärkten bald wieder regelmäßig Menschen gehenkt, verprügelt und als Hexen verbrannt. Und alle wären sie da, in ihren Armani-Anzügen, mit ihren gestylten Frisuren, ihren Topfpflanzen, ihrem Perrier-Wasser und dem marinierten Tunfisch, den sie sich dann mittags auf den Holzkohlengrill legen, um ihn genüsslich im Garten zu verzehren, nachdem sie dem Henker den ganzen sonnigen Vormittag auf dem Supermarkt-Parkplatz beim Köpfen zugeschaut haben." Vielen Dank dem Autor für dieses großartige Buch! Leider ist es der bisher einzige Roman der von Willy Russell erschienen ist, aber ich warte schon jetzt auf mehr. Lesen! Lesen! Lesen! 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Wenn einer das Unglück anzieht, dann kann er was erzählen

    Der Fliegenfänger

    The iron butterfly

    Der elfjährige Raymond Marks ist so normal oder verquer, wie jeder andere Elfjährige auch. Ohne Vater wächst er in Nordengland auf, er liebt seine Mutter Shelagh, seine Comics und Star Wars von ganzem Herzen, bewundert seine Großmutter Vera für ihr unbändiges Verständnis und ihre progressive Denkweise und ist ansonsten einfach ein Junge. Mädchen sind ihm noch suspekt und so treiben er und seine Klassenkameraden die üblichen Jungenspielchen. Dazu zählt auch das Gruppenpinkeln in den örtlichen Fluss. Gelegenheit macht Platz für "Dummheit" und so wird per Zufall das "Fliegenfangen" kreiert. Als eines Tages aus Spaß Ernst wird, weil einer der Jungs in den Fluss stürzt, kann Raymond ihn zwar retten, jedoch wird er keineswegs im Nachgang als Held gefeiert. Im Gegenteil, der neue Schulleiter sieht in Raymond schnell den Anstifter für zügelloses Verhalten und stuft ihn als obszönes Scheusal oder schlichtweg an seiner Schule unerwünschtes Subjekt ein. Für Raymond ist das der Einstieg ins Jammertal, denn nachfolgend werden er und seine Mutter gemieden und Raymond wird mit jeglichem unzüchtigem Verdachtsmoment in Verbindung gebracht. Die ach so soziale Gesellschaft sieht für Raymond ein Leben auf dem Abstellgleis vor, von Stund' an soll ihm nichts mehr gelingen. Willy Russell lässt Raymond selbst seine Jugendjahre erzählen. Auf dem Weg zum vom "Drecksonkel Jason" verordneten "Gulag Grimsby" schreibt Raymond nun als junger Erwachsener an sein Idol Morrissey zahlreiche Briefe. In diesen Briefen erfahren wir alles, wirklich alles, alles aus Raymonds Sicht, denn oft konnte Raymond seine wirklichen Gedanken und Gründe überhaupt nicht auf die Tagesordnung bringen. Seine oft irrationalen Handlungen gründen auf einem Schutzmechanismus aus Liebe zu seiner Mutter, aber leider bringt er meist erst dadurch alles in eine regelrechte Zwickmühle. Wie vertrackt das Leben sein kann, beschreibt Raymond auf eine Art mit Situationskomik, ohne jedoch die wahre Verzweiflung hinter seinem "verordneten" Schicksal zu vernachlässigen. Die wahren Irren sind oft die anderen, die sich durch gutgemeinte Ratschläge und aberwitzige Therapien nur ihren eigenen Vorteil bewahren bzw. ergaunern möchten. Raymond ist ein Unschuldslamm auf dem Weg zur Schlachtbank der genormten Gesellschaft. Russell gelingt es auf 524 Seiten den Leser an einen Außenseiter zu fesseln, ohne ihn abzustempeln. Ich schwankte ständig zwischen verzweifeltem Kopschütteln in Verbindung mit diesen "Oh Mann, Raymond!"-Gedanken und gebannter Aufmerksamkeit, da Russell absolut plakativ die Ausweglosigkeit eines einmal eingeleiteten Außenseitertums aufzeigt. Ein Buch mit einem unterschwelligen Plädoyer für mehr Sozialkompetenz, Verständnis und Akzeptanz für Individualisten. Weg mit dem Schubladendenken, Wegsehen und Ausgrenzen. Freuen wir uns wieder mal über Vielfalt und neue Impulse durch echte Persönlichkeiten. Live and let live!

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    • 4
  • Ein Junge nahe am Wahnsinn - aber sehr sympathisch

    Der Fliegenfänger

    Callso

    03. August 2013 um 11:52

    Welch ein außergewöhnlicher Roman! In Briefform wird die interessante Story erzählt. Dabei birgt das Buch eine große Bandbreite an Emotionen. Lachen und staunen, leiden und wundern, das Werk hält jede Menge Überraschungen bereit. Ein Buch über das Leben. Über große und kleine Mißveerständnisse. Und ein wundervolles Buch über das Heranwachsen von Jugendlichen. Raymond Marks ist in England auf der Suche nach dem großen Glück. Doch stattdessen landet er im Krankenhaus, in der Irrenanstalt. Dabei ist er doch nur Außenseiter, Underdog und etwas anders und kreativer als andere. Und fast immer ist der ebenso introvertierte wie extrovertierte Junge nahe am Wahnsinn... Verständnis erntet er weder bei seiner Mutter, noch bei vielen anderen Kindern. Ehe er echte Freunde findet... und noch viel mehr.. Das Buch ist ein herrlich Spaß. Sehr kreativ, sehr skurril. Unbedingt lesen...

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    rallus

    Eine Gemeinschaftsrezi von Thursdaynext und Rallus "Meine Oma sagte immer, eine der wenigen Gewissheiten im Leben sei, dass man selbstgewisse Leute ganz gewiss meiden solle."_ Willy Russells Romandebüt, handelt von Raymond, dem sympathischen, 19 jährigen Engländer, in dessen Leben so viele unglückliche Umstände und Verkettungen zu einem katastrophalen Chaos führten und der dennoch immer weitermacht. Wir erleben sein Leben in Rückblicken, aufgeschrieben von ihm selber - in Briefen an sein großes Idol Morrissey. Raymond, anfangs ein "normaler" 10-jähriger Junge im Osten von England, geht in die Schule, spielt Fußball macht Streiche und "erfindet" das Fliegenfangen. Doch an dem Tag als sein Kumpel beim Fliegenfangen in den Kanal fällt und er ihn retten muss, wird er zum "Wrong Boy", wie das Buch im Original heißt. Und von da an läuft so einiges schief in seinem Leben. Der spießige, genormte, nur an seiner Karriere interessierte Schulleiter, zu dem er zitiert wird, macht den Anfang, um Raymond zu "normalisieren". Aus einer Fliege wird ein Elefant . Raymond wird an den Pranger gestellt, von der Schule verstoßen , danach von seinen Kumpels gemieden und praktisch wegen nichts aus seinem normalen Jungenleben katapultiert. Ray ist auch anders, hat viel Phantasie und eckt dadurch öfters an. Nur seine Oma hält zu ihm, die Oma die zu den "Progressiven Pensionären" geht und ihm zuhört und in seinem Anderssein versteht! Ohne seinen musikalischen, lebensfremden Vater, der nie Verantwortung für seine Familie übernehmen konnte, weil seine Sehnsucht nach einem anderen Leben ihn fast lebensunfähig machte, wächst er bei seiner liebevollen Mutter Shelag auf, mit Unterstützung seiner außergewöhnlichen Oma, deren Lieblingsenkel der aufgeweckte kleine Bursche ist. Diese Oma, die selbst gerne den Kopf in die Wolken steckt und in einem anderen Leben gerne Simone de Beauvoirs Leben gelebt hätte, aber erkannt hat, dass sie in diesem Leben eben versuchen muss die "Beste Vera Bradwell zu sein, die ich sein kann". Oma kämpft für ihn, auch und gerade dann, wenn seine Mutter zu erschöpft dazu ist. Sie gibt ihm Stärke und Mut und die nötige Bodenhaftung “... Selbstmitleid schält keine Kartoffeln“ auf den weiteren Weg, auf der Strasse nach Grimsby mit ........ Und diese Strasse steckt voll finsterer Gestalten wie z.B. Mutanten (die alle mit ihrem langweiligen Geschwätz töten wollen), Spießern (Der Schulleiter der seine Schule von "Unrat" säubern will), Fanatikern, sexgeilen, hoch toupierten Einzelhändlerinnen. Überhaupt Spießer!!! Die ganze Welt ist voll davon (wie im normalen Leben eben), nur Raymond ist kein Erwachsener der es gelernt hat damit umzugehen - er wächst erst auf und ist unsicher, er bezeichnet sich selbst als falscher Junge, der seiner Mutter Kummer macht. Auf seinem "roadtrip to himself" begegnet er verschiedenen Charakteren, alle eint eine gewisse Auserwähltheit, seien sie nun ausgesprochen lästig, durchgeknallt, spießig, hilfreich, derb, liebevoll oder schlicht völlig daneben. Alle zusammen sind in Rays Leben und er muss sein Anderssein in seinem Aufwachsen verteidigen und manchmal einfach nur überleben. Russel verpackt diese Begegnungen in lakonische Dialoge die ihresgleichen suchen. Abgesehen von Morrissey und den "Smiths" deren Texten und Musik, helfen ihm noch seine Freunde Twinky und Norman . Twinky, homosexuell, ein glühender Vertreter und Verehrer der Schönheit; Norman, Twinkys selbst ernannter Bewunderer und Beschützer, von seinem prügelnden Vater gezeichnet, dem er mit Twinkys Hilfe entkommt. Die Freundschaft dieser beiden rettet Ray letztendlich vor dem Scheitern seines Aufwachsens. Willy Russell, dessen Biographie ( ....verliess mit 15 die Schule, war Damenfriseur, Sockenverkäufer und fahrender Folksänger bevor er ernsthaft zu schreiben begann .....) selbst nicht geradlinig verlief, bis er anfing zu Schreiben, ist ein grandioses Buch gelungen- ein Buch welches einen zum Lachen und Weinen UND zum Nachdenken bringt. Die Vergleiche mit John Irving sind berechtigt. Mit einer klaren direkten Sprache, mit ehrlichen, auch verrückten Figuren gelingt ihm eins der wenigen Bücher die sich mit dem Inneren eines aufwachsenden "anderen" Jungen beschäftigt. Dieses Roadmovie ist, neben dem zurückgelegten Weg, wie alle Guten der Gattung Bücher, eine Reise zu Raymond Marks Ich. Es ist bezaubernd, lebensweise und herrlich witzig, schwarzhumorig, ergreifend traurig, musikalisch geschmackvoll, sonnendurchflutet, mutmachend. Wer Lust hat sich auf das volle pralle LEBEN einzulassen, liest hier richtig ! In diesem Buch steckt man bis zum Ende tief drin und taucht ungern wieder auf. Von uns alle verfügbaren Sternchen !

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    • 2

    Karin1970

    05. August 2012 um 23:04
  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. April 2012 um 11:07

    Inhalt: Raymond geht auf eine Grundschule in England und erfährt die Macht der Gesellschaft (Sündenböcke zu brauchen) am eigenen Leib, als er eines Tage mit Mitschülern am Kanal eine besondere Technik des Fliegenfangens entdeckt. Hierfür wird er - damit der Rektor der Schule eine saubere Weste behalten kann - zum Sündenbock ernannt. Und ab sofort muss er erfahren, was es bedeutet von uns Menschen verurteilt zu sein. Der Abstieg in den Wahnsinn nimmt seinen Gang. *** *** *** *** *** *** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. *** *** *** *** *** *** *** Quintessenz: Ein Jugendlicher Schreibt seinem Musik-Idol Briefe. Sie beginnen i.d.R. mit Situationen aus der Gegenwart, um anhand dieser Situationen dann in die Vergangenheit des Jugendlichen zu reisen. Es hat etwas von Billiy Elliot. Es ist verrückt und abstrus. Manchmal zum lachen. Je weiter die Geschichte voran schreitet, desto verrückter wird nicht nur sie, sondern auch der Protagonist. Die Zeitspanne der Gegenwart: Nur wenige Tage. Die Zeitspanne der Vergangenheit: Kindheit und Jugend. *** *** *** *** *** *** ***

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    thursdaynext

    Eine Gemeinschaftsrezi von Thursdaynext und Rallus "Meine Oma sagte immer, eine der wenigen Gewissheiten im Leben sei, dass man selbstgewisse Leute ganz gewiss meiden solle."_ Willy Russells Romandebüt, handelt von Raymond, dem sympathischen, 19 jährigen Engländer, in dessen Leben so viele unglückliche Umstände und Verkettungen zu einem katastrophalen Chaos führten und der dennoch immer weitermacht. Wir erleben sein Leben in Rückblicken, aufgeschrieben von ihm selber - in Briefen an sein großes Idol Morrissey. Raymond, anfangs ein "normaler" 10-jähriger Junge im Osten von England, geht in die Schule, spielt Fußball macht Streiche und "erfindet" das Fliegenfangen. Doch an dem Tag als sein Kumpel beim Fliegenfangen in den Kanal fällt und er ihn retten muss, wird er zum "Wrong Boy", wie das Buch im Original heißt. Und von da an läuft so einiges schief in seinem Leben. Der spießige, genormte, nur an seiner Karriere interessierte Schulleiter, zu dem er zitiert wird, macht den Anfang, um Raymond zu "normalisieren". Aus einer Fliege wird ein Elefant . Raymond wird an den Pranger gestellt, von der Schule verstoßen , danach von seinen Kumpels gemieden und praktisch wegen nichts aus seinem normalen Jungenleben katapultiert. Ray ist auch anders, hat viel Phantasie und eckt dadurch öfters an. Nur seine Oma hält zu ihm, die Oma die zu den "Progressiven Pensionären" geht und ihm zuhört und in seinem Anderssein versteht! Ohne seinen musikalischen, lebensfremden Vater, der nie Verantwortung für seine Familie übernehmen konnte, weil seine Sehnsucht nach einem anderen Leben ihn fast lebensunfähig machte, wächst er bei seiner liebevollen Mutter Shelag auf, mit Unterstützung seiner außergewöhnlichen Oma, deren Lieblingsenkel der aufgeweckte kleine Bursche ist. Diese Oma, die selbst gerne den Kopf in die Wolken steckt und in einem anderen Leben gerne Simone de Beauvoirs Leben gelebt hätte, aber erkannt hat, dass sie in diesem Leben eben versuchen muss die "Beste Vera Bradwell zu sein, die ich sein kann". Oma kämpft für ihn, auch und gerade dann, wenn seine Mutter zu erschöpft dazu ist. Sie gibt ihm Stärke und Mut und die nötige Bodenhaftung “... Selbstmitleid schält keine Kartoffeln“ auf den weiteren Weg, auf der Strasse nach Grimsby mit ........ Und diese Strasse steckt voll finsterer Gestalten wie z.B. Mutanten (die alle mit ihrem langweiligen Geschwätz töten wollen), Spießern (Der Schulleiter der seine Schule von "Unrat" säubern will), Fanatikern, sexgeilen, hoch toupierten Einzelhändlerinnen. Überhaupt Spießer!!! Die ganze Welt ist voll davon (wie im normalen Leben eben), nur Raymond ist kein Erwachsener der es gelernt hat damit umzugehen - er wächst erst auf und ist unsicher, er bezeichnet sich selbst als falscher Junge, der seiner Mutter Kummer macht. Auf seinem "roadtrip to himself" begegnet er verschiedenen Charakteren, alle eint eine gewisse Auserwähltheit, seien sie nun ausgesprochen lästig, durchgeknallt, spießig, hilfreich, derb, liebevoll oder schlicht völlig daneben. Alle zusammen sind in Rays Leben und er muss sein Anderssein in seinem Aufwachsen verteidigen und manchmal einfach nur überleben. Russel verpackt diese Begegnungen in lakonische Dialoge die ihresgleichen suchen. Abgesehen von Morrissey und den "Smiths" deren Texten und Musik, helfen ihm noch seine Freunde Twinky und Norman . Twinky, homosexuell, ein glühender Vertreter und Verehrer der Schönheit; Norman, Twinkys selbst ernannter Bewunderer und Beschützer, von seinem prügelnden Vater gezeichnet, dem er mit Twinkys Hilfe entkommt. Die Freundschaft dieser beiden rettet Ray letztendlich vor dem Scheitern seines Aufwachsens. Willy Russell, dessen Biographie ( ....verliess mit 15 die Schule, war Damenfriseur, Sockenverkäufer und fahrender Folksänger bevor er ernsthaft zu schreiben begann .....) selbst nicht geradlinig verlief, bis er anfing zu Schreiben, ist ein grandioses Buch gelungen- ein Buch welches einen zum Lachen und Weinen UND zum Nachdenken bringt. Die Vergleiche mit John Irving sind berechtigt. Mit einer klaren direkten Sprache, mit ehrlichen, auch verrückten Figuren gelingt ihm eins der wenigen Bücher die sich mit dem Inneren eines aufwachsenden "anderen" Jungen beschäftigt. Dieses Roadmovie ist, neben dem zurückgelegten Weg, wie alle Guten der Gattung, eine Reise zu Raymond Marks Ich. Es ist bezaubernd, lebensweise und herrlich witzig, schwarzhumorig, ergreifend traurig, musikalisch geschmackvoll, sonnendurchflutet, mutmachend. Wer Lust hat sich auf das volle pralle LEBEN einzulassen, liest hier richtig ! In diesem Buch steckt man bis zum Ende tief drin und taucht ungern wieder auf. Von uns alle verfügbaren Sternchen !

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Elocin

    29. January 2012 um 13:26

    Der 19jährige Raymond Marks erzählt in Briefen an sein Idol Morrissey die Höhen und Tiefen seines jungen Lebens. Letztere überwiegen leider und auf Grund vieler unglücklicher Umstände führt er das Leben eines Aussenseiters. Immer wieder gelingt es ihm, sich aus einem tiefen Tal zu kämpfen um sich direkt das nächste, noch tiefere Loch zu graben. Man leidet und freut sich mit Raymond und hofft immer mehr, dass endlich mal ein bisschen dauerhaftes Glück bei diesen Jungen hängen bleibt. Ein toller Roman, in ungewöhnlichem Format, den man unbedingt lesen sollte!!

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    LiesaB

    23. January 2012 um 19:04

    Raymond Marks ist 11 Jahre alt und ein ganz normaler Junge, der Freunde in der Schule hat und seine Freizeit bei den Pfadfindern verbringt. Der Junge hat einen besten Freund. Sie haben sich ewige Freundschaft geschworen und es schriftlich besiegelt. Er ist ein glücklicher Junge bis zu dem Tag im Sommer, als seine ganze Welt zusammenbrach. Raymond ist unschuldig, der Schuldirektor braucht aber einen Schuldigen und Raymond muss es sein. Sein ganzes bisheriges Leben wird von einer Sekunde auf die andere vernichtet und es hat Auswirkung auf sein gesamtes Leben....... "Der Fliegenfänger" ist das beste Buch, welches in den letzten Jahren gelesen habe. Hier geht es um wahre Gefühle, um die Kindheit, um die Arroganz und die Selbstgerechtigkeit der Erwachsenen, um große Menschlichkeit und vollkommenes Versagen von Menschen, denen Kinder anvertraut werden. Raymond ist ein Junge, den der Leser am liebsten in den Arm nehmen möchte, um ihn zu trösten. Das Gleiche gilt für seine Mutter. Beide kämpfen einen ungerechten Kampf gegen ihre Mitmenschen, den sie nicht gewinnen können. Der Junge findet Halt bei seiner Oma. Sie ist der starke Charakter mit philosophischen Ansichten, auch Lebensweisheit genannt. Alle Protagonisten sind Menschen, die wir uns in der realen Welt sofort vorstellen können. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet mit all ihren Stärken, aber auch Schwächen. Willy Russel lässt seinen Hauptdarsteller Briefe an Di Morrissey, Sänger der Gruppe „The Smiths“, schreiben, dessen Held und großes Vorbild er ist. So tief traurig die Geschichte auch ist, so liebevoll komisch und warmherzig wird sie erzählt. Dieser Roman erweitert den Horizont des Lesers. Eigentlich möchte ich mehr als fünf Punkte vergeben. Der Schriftsteller hat etwas zu erzählen und wir sollten genau zuhören. Fazit: "Der Fliegenfänger" ist ein großartiger Roman und muss gelesen werden.

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Karin1970

    Vom Helden zum abgestempelten Perversling, in nur einem Tag. Ein Loser ist man nicht, zum Loser wird man gemacht! Raymund ist nicht anders als andere Jungs in seinem Alter. Er ist 11, als er am Kanal das harmlose Spiel „Fliegenfangen“ erfindet. Das hat keinesfalls mit dem Angeln kleiner Fische zu tun. Die fünfzehn Jungs, die es in den Schulpausen an den verbotenen Kanal verschlägt, fangen die Fliegen auf eine etwas skurrile – dennoch harmlose Art und Weise. Einer der Jungen wird von einer Wespe in seine Männlichkeit gestochen und fällt in den Kanal. Raymund rettet seinen Freund und fischt ihn aus dem Kanal und wird trotz des Verbotes als Held gefeiert. Aber nur bis der Direktor davon erfährt und aus diesem harmlosen Spiel eine riesen Perversion macht. Raymund fliegt von der Schule und eine Odyssee, die sein weiteres Leben wesentlich bestimmen wird, nimmt seinen Lauf. Als er scheinbar nicht mal mehr von seiner Mutter geliebt wird kommt ihm eine Idee. Er vermutet, dass er „Der falsche Junge“ ist, der richtige ist seit der Rettung seines Freundes immer noch im Kanal und er, er ist der böse Junge. Er wird bei seinem Sprung in den Kanal beobachtet und von 2 Polizisten gerettet. Doch man unterstellt ihm einen Selbstmordversuch und nur die Psychologin glaubt ihm. Diese kann auch Raymunds Mutter überzeugen und die beiden finden wieder zusammen und verbringen einen wunderschönen Tag und alles scheint wieder normal zu sein. Bis sie nach Hause kommen und die Polizei schon wartet, denn am Kanal ist noch etwas ganz anderes passiert. Der 19jährige Ich-Erzähler Raymund, erzählt in diesem Roman seine Lebensgeschichte in Form von längeren Briefen an sein Idol Morrissey. Er ist auf dem Weg nach Grimsby und soll dort auf dem Bau arbeiten. Wir erfahren aus kurzen Passagen wie sich das Leben mit elf plötzlich änderte und warum er so verbittert ist. Selbst in den traurigsten Passagen bringt uns der Autor zum Schmunzeln. Und mir drängt sich der Eindruck auf, das der Autor Willy Russel hier mit der Mentalität des Lynch-Mobs abrechnet. Eine Zivilisation, die voller Hass auf alles reagiert was nicht der Norm entspricht. Dieser Mob nämlich hat Raymund zu dem gemacht was er ist, ein Außenseiter der keinen Platz in diesem angepassten Leben mehr findet. Ohne zu hinterfragen, warum manche Dinge so verkehrt laufen. Warum er zum Beispiel in der Kunsttherapie nur mit schwarzer Farbe malt. Ich habe bei mir gemerkt, dass ich schon nach dem zweiten Schicksalsschlag nichts mehr auf das gab, was erzählt wurde und Raymund nicht mehr in die Schublade des schwer Erziehbaren steckte. Vielmehr dachte ich, was läuft den nun schon wieder verkehrt und so traurig es auch jedes Mal ist, muss man einfach dasitzen und fast anfangen laut zu lachen. Und dann denkt man „das kann doch nicht sein“, doch genauso ist es. Der Mensch packt eben gerne andere in Schubladen und gibt Schuldzuweisungen. Der Schreibstil ist wunderbar melancholisch und voller Ironie, dabei aber nie oberflächlich. Mit jedem Brief an Morrissey denkt man, wie kann einem einzigen Menschen so viel Missgunst, Leid und Pech widerfahren. Unweigerlich darauf folgt die Frage, wie geht ein Junge damit um, schon mit 11 Jahren keine Freunde mehr zu haben, eine Mutter von der man gehasst wird und ein Schicksalsschlag den Nächsten jagt? Lest das Buch, dann werdet ihr es erfahren. Mich hat dieses über 500 Seiten starke Buch gefangen genommen und sehr gefesselt – verrückt – herzzerreißend – außergewöhnlich. Eine Unabhängigkeitserklärung!

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    kabischnabi

    28. March 2011 um 23:28

    Mir wurde das Buch von einem guten Freund empfohlen. Und ich bin ihm noch immer sehr dankbar dafür, dass ich diesen Lesegenuss erfahren habe. Anfangs wollte ich es schon bei seite legen, da es sich - wie ich finde - schwer einliest. Aber, hat man erst einmal den "Fuß in der Tür", kann man gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Die besondere Schreibweise - tragische Begebenheiten oder Momente duch eine Art naive Erzählung ins Witzige zu ziehen ist unwahrscheinlich fesselnd. Auf der einen Seite Lacht oder Lächelt man über eine Begebenheit, auf der anderen treibt einen diese schier Tränen in die Augen und man denkt "nein, das kann doch nicht auch noch schief gehen...". Es regt auf jeden Fall auch zum Denken an, denn wie weit die Verstrickung unglücklicher Umstände ein Leben beeinflussen, ja wie weit sie den Beteiligten sogar führen, mag man sich oft nicht ausmalen. Für mich ein absolut lesenwerter Roman, den ich auf jeden Fall noch einmal zur Hand (und unter die Augen) nehme!!!

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Sterrenhemel

    09. November 2010 um 14:01

    Das Buch ist anfangs irgendwie gewöhnungsbedürftig, ich hab auch nicht gedacht, dass man SO Fliegen fängt o.O, aber eigentlich wird das Buch mit jeder Seite besser, zumal mir der Protagonist leid tut, weil er immer in die unmöglichsten GEschichten verwickelt wird. Aber andererseits gerät man auch ins Grübeln...ist er nun wirklich etwas verrückt, oder sind das die Umstände? Ich kann das Buch eigentlich nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Bibipiano

    19. September 2010 um 12:31

    Das Buch sollte wirklich jeder mal gelesen haben. Es verändert die Sicht auf viele Dinge, weil es Einblick in Gedanken gibt, welche wir meistens sonst nicht verstehen! Eine tolle Geschichte, die lange nachschwingt...

  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    cookiedough

    Mit einem Mal ist alles anders. Seit dem Tag vor den Sommerferien, als er mit den anderen Jungs unten am Kanal steht und versucht, mit der Vorhaut Fliegen zu fangen. Seitdem ist der elfjährige Raymond Marks aus dem englischen Failsworth ein frühreifer Perversling und fliegt von der Schule. Weder seine Freunde noch die Pfadfinder dürfen und wollen sich danach mit ihm abgeben. „Manche Dinge passieren eben einfach, und so sehr man sich anstrengt sie zu ändern und alles besser zu machen, es klappt einfach nicht.“ Den Sommer über verbringt er allein mit seiner heißgeliebten Oma und seiner Mam, die ihn erzieht, seit sein Vater die Familie verlassen hat. Als er beim Spielen seiner kleinen Kusine erzählt, dass Prinzessin Leia aus Star Wars sterben musste, weil sie eine Prostituierte war, beginnt auch seine Mutter mehr und mehr zu zweifeln, ob Raymond eigentlich normal im Kopf ist. An dem Tag vor den Sommerferien, weiß der Elfjährige, ist der wahre Raymond im Kanal versunken. Seitdem sieht ihn sogar seine eigene Mutter mit anderen Augen an. Sie zieht einen Psychiater zu Rate, doch auch der setzt nur Ereignisse zusammen, ohne dem Jungen eine Chance zu lassen, sich zu erklären. Die Einzige, die ihn wirklich versteht und bedingungslos zu ihm hält, ist seine Oma. Und Dr. Janice, eine Psychologin, die ihn nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch im Kanal im Krankenhaus besucht. An diesem Tag wurde in der Nähe ein kleines Mädchen missbraucht aufgefunden – und wieder scheint für die Bewohner von Failsworth und nun sogar die Polizei der Verdächtige klar zu sein. So verkauft seine Mutter das Haus und flieht mit Raymond in eine andere Stadt, doch sogar bis hierhin verfolgt ihn sein Ruf. Erst einige Zeit später, auf der Sonderschule, findet er Anschluss und in Norman und Twinky zum ersten Mal wirklich wahre Freunde. Gewaltätig und homosexuell – genau wie er, sind die beiden aus Sicht der Gesellschaft verdrehte Sonderlinge. Und auch wenn seine Mutter nichts mit den neuen Kameraden seines Sohnes anfangen kann, beginnt doch die seit langem glücklichste Zeit für Raymond. Irgendwann jedoch fliehen die beiden vor Normans prügelndem Vater nach London – und lassen Raymond zurück, aus Fürsorge, weil er noch nicht alt genug ist. Und während es seiner Oma immer schlechter geht drückt sich der Stempel des verrückten Perverslings immer tiefer in Raymonds Stirn. Schließlich landet er in der geschlossenen Abteilung der Klinik. Unter dem lähmenden Einfluss der Medikamente wird ihm alles egal, er träumt sich weit weg von all dem, selbst weit weg von seiner Mutter, die mittlerweile mit einem Pädagogen zusammenwohnt, der seine Laienphychologie-Kenntnisse an ihm ausprobiert. Ja selbst der Tod seiner Oma kann ihn nicht aus seinem dumpfen Egal-Zustand reißen. Erst bei der Beerdigung, als er aus einer Trotzreaktion heimlich seine Tablette in den Abfluss gleiten lässt, wird Raymond erstmals nach Monaten wieder klar im Kopf. Am Grab dann kommt es zum Desaster – mit gutem Ende. Seine Mutter stellt sich endlich wieder hinter ihn und auch seine Freunde Norman und Twink tauchen plötzlich auf, um von der Großmutter Abschied zu nehmen. Eine kurze Zeit später wird bekannt, dass das kleine Mädchen in Failsworth von ihrem eigenen Vater missbraucht worden war, daraufhin machen sich Raymond und seine Mutter zurück auf den Weg in ihre alte Heimat. Unterdessen hat Raymond die Liebe zum Gitarrespielen entdeckt, die Seelenverbundenheit zum The Smiths Sänger Morrissey, dem er fortan Briefe schreibt. Raymond beginnt langsam wieder glücklich zu sein, auch wenn er zurückgezogen in seinem Zimmer nichts anderes tut, als seine Gitarre zu spielen und Ideen für Songtexte in sein Heft zu kritzeln. So langsam solle er nun erwachsen werden, wünschte sich alsbald seine Mam, und so willigt Raymond ein, sich auf einer Baustelle in Grimbsy ein Stück Normalität zu erarbeiten. Doch normal, das merkt er dort schnell, ist er trotz allem nicht. Ein Amerikaner, der ihn auf der Reise nach Grimsby ein Stück mitgenommen hatte, liest schließlich durch einen Zufall seine Songtexte und nimmt sich seiner an. Er ermutigt ihn, an seinem Autorenlehrgang teilzunehmen und endlich das zu tun, was er einfach tun muss: Schreiben. Hier trifft er auch das Mädchen mit den Kastanienaugen wieder und hat endlich das Gefühl, wieder der wahre Raymond zu sein. In seinem Roman „Der Fliegenfänger“ verknüpft Willy Russel Raymonds Briefe an Morrissey geschickt mit den Ereignissen der Vergangenheit und lässt am Ende die beiden Erzählstränge ineinander aufgehen. Eine melancholische Stimmung bleibt zurück, denn auch wenn Raymond am Ende glücklich wird, so steckt in der traurigen und gleichzeitig urkomischen Erzählung eine Wahrheit, die den Leser nachdenklich zurück lässt.

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    • 2

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2010 um 19:27
  • Rezension zu "Der Fliegenfänger" von Willy Russell

    Der Fliegenfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2010 um 17:32

    Eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.

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