Willy Vlautin

 4.3 Sterne bei 90 Bewertungen
Autor von Motel Life, Northline und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Willy Vlautin

Notenblätter und Buchseiten: Willy Vlautin, geboren 1967 in Reno, ist ein US-amerikanischer Musiker und Schriftsteller. 1994 gründete er zusammen mit Dave Harding die Band Richmond Fontaine. Als Liedsänger der Band produzierte er insgesamt sieben Alben, einen Soundtrack für ein Buch, sowie einige Live-Recordings. 

Ausgehend von seinem Umgang mit Songtexten entschloss er sich dann sich als Schriftsteller zu versuchen. Und das mit Erfolg. Sein Debütroman „The Motel Life“ wurde bisher in über elf Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. The Independet zeichnete den Autor für sein Werk mit dem Titel „Dylan of the dislocated“ aus.

Alle Bücher von Willy Vlautin

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Buchformat:
Cover des Buches Northline (ISBN: 9783827008343)

Northline

 (25)
Erschienen am 01.02.2009
Cover des Buches Motel Life (ISBN: 9783833351129)

Motel Life

 (25)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Lean on Pete (ISBN: 9783833350511)

Lean on Pete

 (20)
Erschienen am 02.09.2010
Cover des Buches Ein feiner Typ (ISBN: 9783827013781)

Ein feiner Typ

 (12)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Die Freien (ISBN: 9783827011763)

Die Freien

 (7)
Erschienen am 05.10.2015
Cover des Buches Lean on Pete (ISBN: 9783827072702)

Lean on Pete

 (0)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Motel Life (ISBN: 9783491912823)

Motel Life

 (0)
Erschienen am 17.06.2008
Cover des Buches Northline (ISBN: 9783491912946)

Northline

 (0)
Erschienen am 15.03.2009

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Neue Rezensionen zu Willy Vlautin

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Rezension zu "Ein feiner Typ" von Willy Vlautin

Nevada
schokoloko29vor 9 Monaten

Horace ist ein guter Cowboy in Nevada. Er arbeitet auf einer Farm und kümmert sich um die Belange. Mr. Reese, dem die Farm gehört, ist schon sehr alt, sein Rücken ist krumm und er wird mit den Jahren immer gebrechlicher. Er wünscht sich, dass Horace in seine Fußstapfen tritt und seine Farm übernimmt.( Die Töchter leben in der Stadt und haben mit dieser Farm keinen Bezug mehr).


Doch Horace möchte nicht. Er möchte lieber Boxer werden und damit erfolgreich sein. er jagd also dem sog. "Amerikanischen Traum" hinterher. Doch leider ist Horace nicht erfolgreich als Boxer. Er arbeitet in ungelernten Jobs (wie Reifen wechseln) und lernt die falschen Leute kennen. Er möchte so gerne dazu gehören;


Er ist eigentlich Halb- Indianer. Seine Mutter wollte ihn nicht und er ist bei seiner Großmutter groß geworden, die ein Alkoholproblem hat.


Als Mr. Reese nichts mehr von Horace hört macht er sich Sorgen. Dann kommt so eine Art Hilferuf von Horace aus Las Vegas und Mr. Reese entscheidet sich ihn zu sich auf die Farm zu holen.




Eigene Meinung:


Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es zeigt den Heimweg von Horace nach Nevada. Die Sehnsucht nach Nevada und die falschen Verlockungen, denen Horace hinterher läuft. Es ist sehr melancholisches Buch, man muss sich darauf einlassen.


Leider hat mir das Ende nicht so sehr gefallen.

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Rezension zu "Ein feiner Typ" von Willy Vlautin

Ein junger Mann, der loszieht, um für seine Träume zu kämpfen
Dajobamavor einem Jahr

Ein feiner Typ – Willy Vlautin

 "Er war nichts. Ein Niemand. Ein Indianer, der kein richtiger Indianer war, und ein weißer Junge, der wie ein Indianer aussah." Seite 138

 Für das Ehepaar Reese ist Horace wie ein eigener Sohn. Bereits als Jugendlichen haben sie ihn aufgenommen, er gehört mittlerweile zur Familie und soll die Ranch bald übernehmen. Mr. Reeses quälen starke Rückenprobleme; er wird die Schafzucht nicht mehr lange bewältigen können. 

Doch Horace, halb Indianer, halb Ire, aber im Herzen nur ein zurückgelassenes Kind, verlässt schweren Herzens die abgelegene Ranch der Reeses und geht nach Tucson, Mexiko, um Profi-Boxer zu werden. Er ist sich sicher, irgendwann zurückzukommen, doch erst will er sich selbst finden, sich selbst beweisen, dass er es schaffen kann. Ein junger Mann, der loszieht, um für seine Träume zu kämpfen.

 Man sollte schon dem Boxsport nicht ganz abgeneigt sein, denn es werden etliche Kämpfe beschrieben. Läuft es anfangs noch gut für Horace, lernt er schon bald die Schattenseiten des Profisports kennen. Mr. Reese verfolgt die Nachrichten über seinen Schützling aus der Ferne. Als er länger nichts mehr von ihm hört, fährt er los um ihn zu suchen.

 Es geht hier nicht um eine Männerfreundschaft zwischen zwei etwa gleichaltrigen Männern. Nein, dies ist eher die Beziehung zwischen Vater und Sohn, auch wenn die beiden nicht verwandt sind. Vlautin zeichnet seine Figuren mit liebevollem Respekt. Hart ist das Leben in den Bergen von Nevada und man ist aufeinander angewiesen. 

 Wunderbare Landschaftsbeschreibungen, die auch ganz toll rüberkommen und dem Leser Bilder wie aus einem Western vermitteln. Erwähnenswert finde ich hierzu auch noch das absolut passende und wunderschöne Cover. Die gesamte Stimmung ist wunderbar melancholisch und traurig.

 Dieser Roman erinnerte mich beim Lesen relativ stark an die Werke von Kent Haruf. Die Warmherzigkeit und Wortkargheit der einfachen Landbevölkerung,  die spürbare Einsamkeit, die die Geschichte und ihre Figuren prägt.

Ich habe diese wirklich lesenswerte Lektüre sehr genossen. 

 

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Rezension zu "Ein feiner Typ" von Willy Vlautin

Ein feiner Typ
buecherwurm1310vor einem Jahr

Horace Hopper ist Anfang 20 und arbeitet auf der Farm der Reese. Mr. Reese ist nicht mehr der Jüngste und er spürt seinen Rücken. Seine Töchter sind längst weggezogen, er betrachtet Horace als seinen Sohn und will ihm die Farm einmal überlassen. Aber Horace will Box-Champignon werden und macht sich eines Tages auf den Weg nach nach Tucson, Arizona.

Dies ist mein erstes Buch von Willy Vlautin. Inzwischen weiß ich, warum der Autor das Milieu in der Gosse so gut beschreibt, denn er kennt es aus eigener Erfahrung. Der Schreibstil dieses Buches ist sehr ruhig und lässt sich gut lesen. Der Autor erzählt die Geschichte eines Jungen, der sich etwas beweisen will und daher einen Weg beschreitet, der ihn zum Ruhm bringen soll, aber im Elend endet.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben.

Mr. und Mrs. Reese haben kein leichtes Leben in den Bergen von Nevada. Daher kommt ihnen die Hilfe von Horace gelegen. Aber es ist nicht nur das, sie mögen dieses Halbblut, von dem die Mutter nichts wissen wollte. Horace mag die beiden auch und er mag auch seine Arbeit, aber er hat sich nun einmal in den Kopf gesetzt, Box-Champ zu werden. Dafür trainiert er und nennt sich Hector Hidalgo. Aber das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. Er gerät an die falschen Leute und eigentlich hat er auch Angst. Schon bald bleiben die Siege aus, körperlich ist er angegriffen und so gerät er immer mehr ins Elend. Er ist einsam. Doch statt wieder zu den Reese zu gehen, hält ihn seine Scham zurück. Als er nichts von Horace hört, macht sich Mr. Rees auf die Suche nach ihm.

Ich bin kein Freund vom Boxsport und es ist gut beschrieben, wie hart der Sport und das ganze Umfeld ist.

Es ist ein sehr melancholischer Roman über einen Menschen, der vor sich selbst davonrennt und einem Traum hinterher, statt das kleine Glück festzuhalten.  

Es ist ein trauriges und berührendes Buch, das mich von Anfang an gepackt hat.

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