Winfried Georg Sebald

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Lebenslauf von Winfried Georg Sebald

Sebald wuchs in Wertach als mittleres von drei Kindern seiner Eltern Rosa, geb. Egelhofer, und Georg Sebald auf. Er hat eine ältere Schwester Gertrud, geboren 1941 und eine jüngere, Beate, geb. 1951.[1] Der Vater Georg, Sohn eines Eisenbahners, stammte aus dem Bayerischen Wald, lernte Schlosser und trat 1929 in die Reichswehr ein. Er blieb auch in der Wehrmacht Soldat und stieg bis zum Hauptmann auf. Bis 1947 war er in französischer Kriegsgefangenschaft. Von Mitte der fünfziger Jahre bis 1971 diente er in der Bundeswehr (zuletzt als Oberstleutnant). Die wichtigste männliche Bezugsperson für Sebald war der Großvater mütterlicherseits, ein Dorfgendarm. Ab 1954 besuchte Sebald zunächst das Realgymnasium „Maria Stern“ in Immenstadt, dann ab 1955 die Oberrealschule in Oberstdorf, wo er 1963 das Abitur ablegte. Aus gesundheitlichen Gründen vom Wehrdienst befreit, schaffte er schon nach zwei Jahren Studium der Literaturwissenschaft 1966 an der Universität Fribourg den Studienabschluss mit der Licence ès lettres. Im selben Jahr wanderte er nach England aus, wo er 1967 seine Freundin aus der späten Schulzeit heiratete. 1976 bezog er mit Frau und Tochter ein viktorianisches Pfarrhaus (The Old Rectory). Dort gewann er der gestrüppartigen Wildnis eine weitläufige Gartenanlage ab, so entstand ein ostenglischer Blumengarten. 1968 reichte er seine Magisterarbeit über Carl Sternheim ein. Anschließend arbeitete Sebald zunächst als Lektor an der Universität Manchester; ein Jahr unterrichtete er auch an der privaten Internatsschule Institut auf dem Rosenberg in St. Gallen. Seit 1970 lehrte er an der University of East Anglia in Norwich und promovierte 1973 über Alfred Döblin. 1986 habilitierte sich Sebald an der Universität Hamburg mit Die Beschreibung des Unglücks. 1988 wurde er Professor für Neuere Deutsche Literatur an der University of East Anglia. Sebald starb am 14. Dezember 2001 infolge eines Herzinfarktes bei einem Autounfall. Seine Grabstätte befindet sich auf dem St. Andrew’s Churchyard (Framingham Earl, Norfolk NR14) nahe Poringland bei Norwich, Norfolk. Seine Vornamen Winfried und Georg lehnte Sebald ab. Winfried war für ihn ein „richtiger Nazi-Name“; für seine Familie, seine Schwester und seine Freunde erfand er den Namen "Max".[2] Eine enge Freundschaft verband ihn mit dem Schriftsteller Michael Hamburger. Dieser übertrug mehrere von Sebalds Werken ins Englische.

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  • Rezension zu "Austerlitz" von Winfried Georg Sebald

    Austerlitz
    Boris

    Boris

    02. June 2010 um 16:16 Rezension zu "Austerlitz" von Winfried Georg Sebald

    Ich habe das Buch nach 9 Jahren wiedergelesen und war erstaunt wie schnell er mich wieder gepackt hat, der "Sebald-Sound".Die Geschichte eines Mannes der im 20.Jahrhundert lebt,dieses Jahrhundert aber nicht wahrnimmt, wahrnehmen will, bis er beginnt seine Vergangenheit zu erforschen. Nach der Lektüre von Büchern von W.G.Sebald sieht genauer auf die Welt. Man lernt neu zu beobachten, zu staunen über ganz einfache und die ganz großen Dinge.

  • Rezension zu "Die Ringe Des Saturn" von Winfried Georg Sebald

    Die Ringe des Saturn
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    17. December 2009 um 12:01 Rezension zu "Die Ringe des Saturn" von W.G. Sebald

    Nur mal angenommen, ich würde fragen: „Wer will mal ein richtig deprimierendes Buch lesen?“, würden sich wahrscheinlich nicht viele Hände heben. Für mich war die Lektüre dieses Buches eine derart deprimierende Erfahrung, dass ich es eilig hatte, es wieder in die Bibliothek zurückzuverfrachten. Kriege, Massenmorde, Ausbeutung. Einzelne, die aus der Masse der plündernden Horden heraustreten, um den Schwachen beizustehen, werden einen Kopf kürzer gemacht. Das ist die Menschheitsgeschichte – und damit auch die Kolonisationsgeschichte ...

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  • Rezension zu "Die Ringe Des Saturn" von Winfried Georg Sebald

    Die Ringe des Saturn
    atlas

    atlas

    08. January 2008 um 10:23 Rezension zu "Die Ringe des Saturn" von W.G. Sebald

    Diese Wanderung durch Suffolk kann man an der Seite Sebalds betreiten - welch ein Glück! Jedes Kapitel ein neuer Griff in die Vergangenheit. Sebald versteht es, Geschichte fühlbar zu machen. Und seine Sprache ist unvergleichlich.

  • Rezension zu "Die Ringe Des Saturn" von Winfried Georg Sebald

    Die Ringe des Saturn
    rudithewanderer

    rudithewanderer

    09. December 2007 um 14:31 Rezension zu "Die Ringe des Saturn" von W.G. Sebald

    Eine Meditation entlang von Spaziergängen von Sebald und von Blicken aus seinem Arbeitszimmer in East Anglia. Eines der faszinierendsten Bücher, die ich in Jahren gelesen habe, fesselnd, selbst wenn man oft über viele Seiten nicht festmachen kann, wovon uns Sebald eigentlich erzählt - er nimmt uns einfach, ohne lange zu fragen auf seine Wege mit.