Winfried Hille Slow

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Inhaltsangabe zu „Slow“ von Winfried Hille

Der neue ganzheitliche Ansatz des Slow LivingDie Sehnsucht nach Entschleunigung und Langsamkeit ist groß – gerade weil in Beruf und Öffentlichkeit Langsamkeit bei vielen als Schwäche gilt. In einer Welt, in der Millionen Transaktionen in einer Sekunde möglich sind, riecht bedächtiges Handeln nach Faulheit. Langsamkeit in einer von Computern optimierten Berufswelt ist schlicht nicht vorgesehen. Bei der täglichen Hetze bleiben immer mehr Menschen auf der Strecke: Leistungsabfall, Burnout und Depression sind häufig die Folgen. Doch die Erkenntnis setzt sich durch: Ohne innere Ruhe, ohne Muße und Zeit zum Nachdenken sind wir nur Getriebene in einem Hamsterrad. Und aus diesem Hamsterrad kommen wir nur dann heraus, wenn wir es konsequent anhalten.Winfried Hilles Buch ist eine Fürsprache für die Langsamkeit im Alltag, die Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Wiedererlangung unserer menschlichen Würde. Der Autor berichtet von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, liefert vielfältige Beispiele aus der Slow-Praxis und ordnet den neuen Trend gesellschaftlich ein. Er gibt zahlreiche Impulse dafür, wie man sein Leben mit dem Prinzip Langsamkeit wieder neu ausrichten kann.

Ein Werk für alle, die aus ihrem hektischen Leben entfliehen und einfach nur mal Faul sein wollen!

— MatthiasBreimann
MatthiasBreimann

Ein tolles Buch, das viel zum Nachdenken anregt und eine wichtige Botschaft vermittelt.

— missNaseweis
missNaseweis

das Buch ist ein Plädoyer und ein Wegweiser, ein Wegweiser zu Achtsamkeit und Konzentration auf das Wesentliche

— Buchmagie
Buchmagie

Einfach mal wieder Zeit haben und zwar für die Dinge, die wirklich zählen!!!

— Ninasan86
Ninasan86

Zeitmanagement ist nicht das Thema, sondern Zeit erlebbar zu machen. Ist dies sinnvoll in unserer optimierten Zeit?

— Wichmann
Wichmann

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  • Slow - Nehmen sie sich Zeit!

    Slow
    MatthiasBreimann

    MatthiasBreimann

    21. April 2017 um 09:05

    Slow – Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben.Ein Werk voller Weisheit und mit Liebe verfasst.Winfried Hille zeigt in zehn Kapiteln auf, wie man mit einfachen aber effektiven Mitteln, sein Leben wieder in Ruhe und mit Genuß, leben kann.Durch zahlreiche Übungen und Tipps wie, sich einfach nur einmal auf einen Stuhl zu setzen nichts zu tun und sich Bewusst langzuweilen, wird dem Leser aufgezeigt, wie einfach es ist, einmal Zeit zu „verschwenden“.Ergänzt wird das Buch mit Zitaten und Weisheiten, aber auch mit kurzen Geschichten, aus dem Altag des Verfassers selbst. Wobei das ein oder andere mal, auch der Humor nicht zu kurz kommt.Slow Loving, Slow Food und Slow Travel, sind dabei nur drei Beispiele des Slow Living – Konzepts.Ein Werk für alle, die aus ihrem hektischen Leben entfliehen und einfach nur mal Faul sein wollen!

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  • Langeweile statt Zeitmanagement

    Slow
    missNaseweis

    missNaseweis

    01. January 2017 um 15:47

    Dieses Buch wurde mir vom Gütersloher Verlagshaus kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Zum Inhalt: Wer kennt das nicht, endlose To-Do-Listen warten darauf abgearbeitet zu werden, man hetzt von einem Termin zum anderen, checkt immerzu sein Handy und hat das Gefühl, als würde einem die Zeit entgleiten. Winfried Hille sagt der Ökonomisierung von Zeit den Kampf an und plädiert für Langeweile und das Trödeln, um uns selbst wieder näher zu kommen. Es ist schon irre, wie die eigenen Eltern früher immer davon sprachen, dass Kinder ja so schnell Erwachsen werden und die Zeit immer schneller vergeht und man selbst jetzt manchmal genau das Gleiche empfindet. Man geht seinen Verpflichtungen nach, versucht an einem Tag so viel wie nur möglich zu schaffen – Arbeit, Sport, Uni, zwischendurch noch ein Buch lesen, die Social-Media-Kanäle abklappern, endlich mal abwaschen und die Wäsche sortieren, die To-do-Liste nimmt nie ein Ende – und es fühlt sich an, als würde einem die Zeit wie Sand durch die Finger rinnen. Genau diese Empfindungen thematisiert der Autor, wobei sein Anliegen nicht darin besteht, unser Zeitmanagement zu optimieren, sondern genau gegenteilig zu agieren. Zunächst einmal führt Hille in das Thema Zeit an sich ein, formuliert was wir in der Regel mit ihr verbinden, warum wir denken, dass sie uns davonläuft und wieso das ein Irrglaube ist. Er untermauert seine Anschauungen dabei stets mit unheimlich treffenden Zitaten, die seine Aussagen noch einmal anders auf den Punkt bringen, und bedient sich auch persönlichen Erlebnissen, um zu verdeutlichen, worauf es ihm ankommt. Jeder zweite Satz war für mich eine Offenbarung und am liebsten hätte ich alle markiert (Gott bewahre, das habe ich natürlich nicht gemacht). Das mag jetzt vielleicht blöd klingen, aber ich würde euch insgesamt auch raten, das Buch nicht unbedingt auf dem Weg zur Arbeit oder Uni zu lesen, sondern euch einen ruhigen Ort zu suchen, an dem ihr nicht ständig gestört werdet. Nehmt euch Zeit, vor allem für die ersten beiden Kapitel, um richtig in das Thema einzutauchen und das Gelesene auf euch wirken zu lassen. Ich habe das Buch während eines kurzen Wellnesstrips mit meiner Mama an der Ostsee begonnen und damit den perfekten Zeitpunkt abgepasst. „Wenn wir die Zeit verlangsamen wollen, dann sollten wir uns demnach immer wieder darum bemühen, dass wir Neues in unser Leben einbauen, dass wir uns von der Routine möglichst fernhalten und unser Leben lebendig gestalten.“ (S. 33) Nach den eher theoretischen Einführungskapiteln stellt der Autor konkrete Maßnahmen vor, die dabei helfen sollen, uns selbst zu entschleunigen. Und zwar in allen Lebensbereichen. Egal, ob auf der Arbeit, auf Reisen oder beim Essen, es sind oft kleine Veränderungen, die der uns inne wohnende Rastlosigkeit entgegenwirken. Kleine Einschübe innerhalb der Kapitel, fordern den Leser dabei direkt dazu auf, sich über bestimmte Fragen Gedanken zu machen oder beinhalten genaue Anleitungen für Übungen, die in den Alltag integriert werden können. Man wird also ständig dazu angehalten, sich über den eigenen Umgang mit der Zeit Gedanken zu machen. Natürlich habe ich mich hier und da ertappt gefühlt und bin stark ins Grübeln gekommen. Wir wissen in der Regel ja selbst, dass wir uns insgesamt in allen Bereichen zu viel Druck machen und dabei vergessen, auch mal vollkommen abzuschalten, trotzdem machen wir so weiter und verdrängen das. Beim Lesen ist allerdings Schluss mit Verdrängung und man kommt nicht drumherum, sich damit einmal wirklich auseinanderzusetzen und für sich selbst Konsequenzen zu ziehen. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor am Ende des Buches noch einmal all seine Tipps und Übungen zusammenfasst. So kann man in regelmäßigen Abständen immer noch einmal reinschauen und sich die Punkte ins Gedächtnis rufen, die man für sich auch wirklich umsetzen möchte. Zudem stellt er seine eigenen Entschleunigungsrituale vor, wobei er so ehrlich ist und zugibt, dass er sich noch immer in einem Lernprozess befindet und auch in alte Muster zurückfällt. Das verdeutlicht einfach, wie schwierig eine solche Umstellung ist. Uns wurde immer eingetrichtert, unsere Zeit optimal aufzuteilen, um möglichst viel zu schaffen, wir sind immer erreichbar, verschieben Pausen und das schöne Nichtstun auf den nächsten Tag und auf den darauf und so weiter, da braucht es Übung, um aus dieser Vorlage auch mal auszubrechen. Wenn auch ihr euch manchmal von eurem Alltag überrollt fühlt und merkt, dass die Zahnräder in eurem Kopf einfach nicht still stehen wollen, dann solltet ihr euch Slow einmal genauer anschauen. Mir hat es wirklich geholfen, meinen Umgang mit Zeit zu überdenken und mir auch ins Bewusstsein zu rufen, wie die Prioritäten gesetzt werden sollten. Natürlich sind die hier beschriebenen Maßnahmen auch nur eine Anregung und sollten nicht einfach panisch übernommen werden. Wichtiger ist es meiner Meinung nach, abzuwägen, was man in seinen Alltag integrieren kann und an welchen Verhaltensmustern man arbeiten möchte, um innerlich Ruhe zu finden. Dafür solltet ihr euch aber auch auf das Buch einlassen. Für wen die Geschwindigkeit der Seele nach Mumpitz klingt, ist das Buch eher nichts.

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  • das Buch ist ein Plädoyer und ein Wegweiser

    Slow
    Buchmagie

    Buchmagie

    29. September 2016 um 11:55

    Rezi zu „Slow Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben“ Autor: Winfried Hille Genre: Sachbuch Sonstiges: Entschleunigung Verlag: Gütersloher Verlaghaus „Wir sind gestresst, arbeiten viel zu viel, und alles um uns herum dreht sich immer schneller. Multitasking und immerzu online sind die Gebote der Stunde. Unser Alltag gleicht der rasanten Schnittfolge eines Actionfilms...“ Da stellt sich die Frage, wann haben wir eigentlich einmal Zeit zum Luftholen, zum bewussten Innehalten? Bei der täglichen Hetze bleiben leider immer mehr Menschen auf der Strecke: Leistungsabfall, Burnout und Depression sind nur einige der Folgen. Mit SlowLiving hat der Autor Winfried Hille einen ganzheitlichen Ansatz zur Entschleunigung und Langsamkeit geschaffen, eine Fürsprache für Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Wiedererlangung unserer menschlichen Würde. In seinem Buch berichtet der Autor von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen und liefert vielfältige Beispiel aus der Slow-Praxis, dabei gibt er zahlreiche Impulse, wie man sein Leben mit dem „Prinzip Langsamkeit“ wieder neu ausrichten kann. Mann kann schon sagen, das Buch ist ein Plädoyer und ein Wegweiser, ein Wegweiser zu Achtsamkeit und Konzentration auf das Wesentliche. Sehr überzeugend stellt der Autor sein Konzept vor und lädt den Leser dabei zu einem bewussten und positiven Neustart ein. Dabei gibt er zahlreiche Beispiele und geht Schritt für Schritt die wesentlichen Lebensbereiche durch. Sehr schön finde ich dabei seine Herangehensweise, dabei zeigt er den jeweiligen Gewinn für den Leser in der jeweiligen Situation auf. Mich hat das Konzept des Autoren sehr überzeugt, vieles hat mich dabei nachdenklich gemacht und zum Umdenken gebracht. Meine Empfehlung für dieses Buch ist es sich Zeit zu lassen, Zeit zum Nachdenken und sich Notizen zu machen, dann wird dieses Buch zu einer wertvollen Hilfe werden.

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  • Slow - Entschleunige dein Leben und finde zu dir selbst!

    Slow
    Ninasan86

    Ninasan86

    04. September 2016 um 13:55

    Zum Inhalt:Der neue ganzheitliche Ansatz des Slow LivingDie Sehnsucht nach Entschleunigung und Langsamkeit ist groß – gerade weil in Beruf und Öffentlichkeit Langsamkeit bei vielen als Schwäche gilt. In einer Welt, in der Millionen Transaktionen in einer Sekunde möglich sind, riecht bedächtiges Handeln nach Faulheit. Langsamkeit in einer von Computern optimierten Berufswelt ist schlicht nicht vorgesehen. Bei der täglichen Hetze bleiben immer mehr Menschen auf der Strecke: Leistungsabfall, Burnout und Depression sind häufig die Folgen. Doch die Erkenntnis setzt sich durch: Ohne innere Ruhe, ohne Muße und Zeit zum Nachdenken sind wir nur Getriebene in einem Hamsterrad. Und aus diesem Hamsterrad kommen wir nur dann heraus, wenn wir es konsequent anhalten.Winfried Hilles Buch ist eine Fürsprache für die Langsamkeit im Alltag, die Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Wiedererlangung unserer menschlichen Würde. Der Autor berichtet von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, liefert vielfältige Beispiele aus der Slow-Praxis und ordnet den neuen Trend gesellschaftlich ein. Er gibt zahlreiche Impulse dafür, wie man sein Leben mit dem Prinzip Langsamkeit wieder neu ausrichten kann.Das Buch für den neuen ZeitgeistEin Plädoyer und ein Wegweiser zu einer Konzentration auf das WesentlicheDie Motivation für einen bewussten und positiven NeustartÜber den Autor: Winfried Hille, geboren 1956, absolvierte eine Banklehre, studierte Germanistik und Erziehungswissenschaften und war viele Jahre in diversen Verlagen in verantwortlichen Positionen tätig. 1998 gründete er die Zeitschrift "bewusster leben", eine der führenden Zeitschriften für Lebenskunst, die alle zwei Monate in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheint. Seit 2014 publiziert er zusätzlich das Magazin "vegetarisch glücklich". Hille hat drei Töchter und lebt in Freiburg im Breisgau.Mein Fazit und meine Rezension:Zeit - das ist ein Wort, welches ich in den letzten Tagen sehr oft gebraucht habe. Insbesondere im folgenden Zusammenhang: "Ich habe keine Zeit".Doch was genau heißt eigentlich "Zeit haben"? Zeit ist ein bedeutsames und gehaltvolles Wort und wird oft missverstanden. Zeit haben, sich Zeit nehmen, einfach Zeit für sich haben ... es gibt viele Aspekte, die man im Zusammenhang mit der Zeit untersuchen kann. In meinem Fall war es das "nicht Zeit haben". Ich kam mir gehetzt vor, eilte immer von einem Termin zum nächsten, mein gesamter Tag - jede Stunde, jede Minute sogar jede Sekunde! - schien für mich durchgetaktet zu sein; doch die Taktung kam noch nicht einmal immer von mir selbst! Vielmehr wurde ich oftmals von anderen verplant! Man hat mir meine Zeit in gewisser Weise geraubt. Doch was kann ich dagegen tun? Wie kann ich damit umgehen? Und wie schaffe ich es, dass ich wieder etwas mehr Zeit in mein Leben bringe und diese auch sinnvoll nutze?Das Buch von Winfried Hille hat mir einen sehr guten Ansatz gezeigt, denn zunächst einmal führt er auf, was Zeit eigentlich ist und wer oder durch was und diese oftmals geraubt wird! Denn tatsächlich haben wir jeden Tag immer dieselbe Anzahl von Stunden, Minuten und Sekunden zur Verfügung, um sie auch für uns zu und unsere Vorhaben zu nutzen. Doch genau da liegt die Krux: Zeit nutzen!Wenn wir die Zeit einfach so verstreichen lassen, dann ist es für uns "verplemperte" Zeit - nicht genutzte Zeit! Immerhin hätten wir doch "so vieles erledigen können". Und genau das ist das Problem in unserer heutigen Zeit: wir bekommen vorgelebt und teilweise sogar vordiktiert, dass wir unsere Zeit sinnvoll nutzen sollen, um diese effizient einzusetzen. Heute, im Zeitalter der digitalen Welt und der Social Media ist jeder immer überall und auch immer überall erreichbar und vernetzt. Wie schön waren doch die Zeiten ohne Handy? Ohne dieses Gefühl ständig dabei sein zu müssen und erreichbar sein zu müssen? Heute geht man nicht mehr ohne aus dem Haus. Ständig huscht der Blick zum Smartphone, man könnte ja was "verpassen". Dabei findet das Leben genau JETZT statt und zwar vor mir oder in mir und nicht nur in meinem Handy oder im Internet.Winfried Hille zeigt uns Mittel und Wege, wie wir es schaffen, unsere Zeit auch tatsächlich für das zu nutzen un, für das es auch tatsächlich gebraucht wird: für uns selbst! Einmal Zeit für mich bitte! Einmal mit mir selbst allein sein, mit mir selbst warten und die Zeit tatsächlich mal einfach mit Nichtstun verbringen, mir mal selbst wieder klar werden, was wirklich zählt: nämlich ich selbst!Dolce Far Niente ! Das süße Nichtstun!Nur, weil ich meine Zeit nicht damit verbringe, mehrere Dinge auf einmal zu tun und - während ich diese tue - bereits an zehn weitere Dinge zu denken, die ich jetzt noch tun könnte oder gleich tun werde, also alles durchplane, heißt es nicht, dass diese Zeit vertan ist! Im Gegenteil, komme zurück ins Hier und Jetzt, erlebe den Moment, genieße ihn und lausche darauf, was du jetzt brauchst. Vielleicht möchtest du mal nicht immer für alle und jeden erreichbar sein, vielleicht möchtest du einfach mal für dich selbst sein. Alles ausschalten, keinem Radio oder Fernseher lauschen, keine Nachrichten lesen oder schreiben und einfach nur mal alles weglegen. Vielleicht auch kein Buch lesen, sondern nur im Moment verweilen, auf der Couch liegen und das wars. Denn auch diese Zeit ist eine gute Zeit und niemals vertan, denn in eben dieser Zeit hast du dich wieder auf das besonnen, was für dich wichtig ist und das bist DU!Mich hat dieses Buch nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch zum Innehalten und horchen. Ja, auch ich habe während den ersten Seiten meine Gedanken schweifen lassen. Meist kamen solche Gedanken wie "Ich muss noch" oder "daran muss ich denken" ... und irgendwann hat mich dann der Text wirklich gefasst und ich habe ihn erfasst und tatsächlich wahrgenommen und auch umgesetzt. Ich habe nicht weniger Zeit als an anderen Tagen, die Zeitspanne ist immer dieselbe, es kommt nur darauf an, wie ich sie wahrnehme. Auch eine Wartezeit inmitten einer Menschenschlange an der Kasse kann ich nutzen und einfach mal mich selbst warten, anstatt mich aufzuregen und mich stressen zu lassen.Mit vielen kleinen Geschichten und "Slow-Stopps" zeigt Winfried Hille auf, wie sehr wir doch schon an dieses beschleunigte Leben angeschlossen sind und dass es nicht viel kostet, uns aus eben diesem wieder zu befreien. Es kostet meist nur einen Knopfdruck, einfach alle Geräte auszuschalten und sich mal nicht von allem unter (Zeit-)Druck setzen zu lassen, sondern nur ich selbst zu sein.Ihr seht also, wir alle können unsere Zeit nutzen und einteilen, wie wir es möchten. Wir alle haben die Kraft dazu!Und vielleicht habe ich euch mit meinem Text auch zum Nachdenken und Neustrukturieren angeregt ... und vielleicht legt auch ihr jetzt einfach das Handy weg, macht den Fernseher aus und das Radio auch und legt euch genüsslich auf die Couch, genießt eure Tasse Kaffee und tut einfach mal ... nichts.Im Übrigen: sicherlich habt ihr auch gemerkt, dass es in diesem Text ebenfalls um die Achtsamkeit geht! Das Thema beschäftigt mich nach wie vor und ist überall zu finden ;)Und ja, jetzt werde ich mich auch mit meiner Tasse Kaffee zurückziehen!

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  • Beschleunigen oder Genießen?

    Slow
    Wichmann

    Wichmann

    31. August 2016 um 21:13

    Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.Inhalt und Aufteilung des BuchesWas ist Zeit eigentlich? Kann Zeit gespart werden? Warum vergeht Zeit mal schnell, mal langsam? Woher kommt diese totale Erschöpfung? Diese Fragen mag sich ein jeder stellen, der durch seine Zeit hetzt und irgendwann nach dem Sinn des Ganzen fragt. Das Buch bietet genau diese Themen als Überschriften. Weitere Zwischentitel gehen dann auf Glück, auf aktive Ziellosigkeit und Forschergeist ein. So enthalten viele Überschriften das Wörtchen ‚slow‘ und viele Aktivitäten, wie: Walken, Liebe, Familie und Freunde, Essen, Arbeiten und Reisen. Es endet in Ritualen, die in den Alltag eingebaut werden können.Besonders gefiel mir die Aufzählung wie lange wir im Internet surfen, Mails löschen und im Gegensatz dazu ernsthafte Dinge tun. Eine Beziehungs-App spricht gar vom ‚Match‘, statt von ‚Beziehungszeit‘ oder vom ‚Flirt‘. Was das mit einer Entschleunigung zu tun hat, weiß das Buch und vermittelt es sachlich differenziert. Die Gegenwart ist das Hauptthema. So weist der Autor auf die wesentlichen Dinge und Sehnsüchte hin, hält uns den Spiegel vor und leitet uns hilfreich aus unserer Not.Interessanterweise wird aufgezeigt, wie dies Thema früher aufgegriffen wurde, es geht ein auf die Parabel ‚Momo‘ und zitiert Reinhold Messner. Es zeigt auf, wo und wie wir Glück finden, bringt Beispiele und spricht von der Paradoxität des hektischen Seins. Wo Briefe um die ganze Welt nur noch Sekunden brauchen versuchen wir mitzuhalten, haben nur noch Chronos im Blick und nicht mehr Kairos!Wer sich jetzt fragt, wer oder was Kairos ist, dem empfehle ich das Buch!FazitDer Autor hat beobachtet, Lehren gezogen, die er dem Leser nahebringt, um ihn zu ermuntern im Genießen zu agieren. Aus meiner Sicht gelungen!Rezension von Wichmann-Reviews.de

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  • Die Kunst der langen Weile

    Slow
    YukBook

    YukBook

    26. July 2016 um 07:57

    „Wie die Zeit vergeht“ ist so ein Spruch, der einem schnell auf der Zunge liegt, wenn man nach langer Zeit seiner Freunde wieder trifft oder feststellt, dass das Jahr schon wieder vorbei ist. Aber warum eigentlich? Die Zeit vergeht doch immer im gleichen Tempo. Winfried Hille hat für diese und ähnliche Fragen Antworten, die man in seinem aktuellen Buch „Slow – Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben“ nachlesen kann. Die alten Griechen, so erfahren wir, hatten genau aus dem Grund zwei Begriffe für Zeit. ‚Chronos‘ stand für die äußere, physikalische Zeit, während ‚Kairos‘ die innere, von eigenem Erleben geprägte Zeit beschrieb. Der Autor zeigt uns, wie wir Letzteres, also Kairos wieder neu für uns entdecken und uns auf das Wesentliche zurückbesinnen können. Er untersucht das Phänomen Zeit und Zeitgefühl aus verschiedenen Blickwinkeln, in dem er Schriftsteller und Zeitforscher, Ärzte und Philosophen zu Wort kommen lässt. Sehr gut gefiel mir, dass der Autor jedes Kapitel mit einer Reihe von Fragen abschließt, die dazu anregen, einen Bezug zum eigenen Alltag herzustellen und unsere eigenen Gewohnheiten zu prüfen. Wie oft ertappe ich mich tatsächlich dabei, dass ich besinnungslos „To-Do-Listen“ abarbeite und dabei Genuss und Lebensfreude auf der Strecke bleiben. Zielorientiert und effizient zu arbeiten steckt so tief in mir, dass ich vermutlich andere neue Chancen, die sich auftun, schlichtweg übersehe. Winfried Hille führt dies darauf zurück, dass wir in der heutigen Gesellschaft ständig auf ökonomische Effizienz und Selbstoptimierung getrimmt sind. Statt Eile und Multitasking empfiehlt er uns, mehr Müßiggang und Erlebnistiefe zuzulassen. Nichts tun kann nämlich entgegen unserem Verständnis durchaus produktiv sein, weil es den Geisteszustand schärft. Winfried Hille, der in Freiburg lebt, war mir bisher als Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "bewusster leben" bekannt. Sein ganzheitliches Konzept des Slow Living, das verschiedene Bereiche wie Familie, Beruf, Ernährung und Reisen umfasst, überzeugt auch deshalb, weil er den Leser mit Bedacht und in ruhigem Ton an das Thema heranführt und ihn Stück für Stück dazu ermutigt, öfters innezuhalten und der Laune des Augenblicks zu folgen. Damit scheint er den Nerv der Zeit zu treffen: Erst vor einigen Tagen las ich, dass immer mehr Slow Reading Clubs entstehen, die sich der konzentrierten Buchlektüre widmen.

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  • Sehr verständlicher Überblick und fundierte Einführung in das Thema

    Slow
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. June 2016 um 13:48

    Sehr verständlicher Überblick und fundierte Einführung in das Thema„Downsizing“ oder eben „Ent-Schleunigen“, also es „Slow“ angehen, das ist seit Jahren und zu Recht ein wichtiges Thema. Nicht nur in der intellektuellen Diskussion, sondern ganz handfest und praktisch.Verdichtung der Arbeitszeit, Reduzierung der Jahre der Schulausbildung, Erwartung hoher Mobilität und Fähigkeiten zum Multitasking, auch in der Freizeit eine Anhäufung vielfacher Angebote, gepaart mit dem immer höheren Interesse der „Selbstoptimierung“. Da ist, wenn schon vielleicht nicht der althergebrachte „Streß“, aber doch eine hohe Füllung der eigenen Zeit mit vielen Interessen an der Tagesordnung.Für manche mag das unabdingbar sein, viele aber spüren durchaus sich steigernde negative Folgen dieser ständigen Aktivität. Was die Statistik an Steigerung des Verbrauchs von Schlaftabletten, Antidepressiva, Burnout und sonstigem aufzeigt zeigt, dass eine ständige „Be-Schleunigung“ nicht unbedingt gesunde Folgen hat.Eine „Entschleunigung“ aber bedarf, da hat Winfried Hille recht, in der heutigen Zeit tatsächlich zunächst eine echte, persönliche Entscheidung für einen gewissen „Ausstieg“ aus dem Hamsterrad und dann eine andere Ausrichtung des eigenen Lebens auf eine gewisse „Entschleunigung“ hin.Denn zunächst, so formuliert Hille, hat man ja einfach „keine Zeit“, um mal „mehr Zeit für sich zu haben“.Mit folgen, denn letztendlich stimmt auch die Folgerung, die Hille zieht.„Wir hetzen von uns weg“.Beides stellt Hille überzeugend und sehr verständlich im Buch dar und bietet ebenso vielfache Hilfestellung für die eigenen Überlegungen und für die eigene, daraus folgende, Praxis.Was es mit dem subjektiven Gefühl für „Zeit“ und mit deren „Nutzung“ auf sich hat, wie man der „ökonomischen Falle“ der Zeit, zunächst ein stückweit, entkommen kann, damit legt Hille im ersten Kapitel des Buches die Grundalge für „den Weg aus dem erschöpften Ich heraus“.Und geht dann wesentliche Lebensbereiche Schritt für Schritt durch. Nie mit mahnendem Zeigefinger oder ideologischer Überhöhung, sondern grundsätzlich auf den jeweiligen Gewinn hinweisend, der in einer langsamen Herangehensweise zu finden sein wird.Sei es beim Slow Walking, bei geplanter Langeweile (und wie man die nicht nur aushält, sondern sogar genießen lernt), sei es bei der Wiederentdeckung, dass „Liebe Zeit braucht“ und wie man diese Geduld findet, sei es „Zeit für Beziehungen“ oder aktuelle auch Moden wie „Slow Food“.Mit Empathie, mit eigenen Anekdoten mit einem Aufruf zur eigenen Entscheidung am Ende des Buches bietet Hille in ruhigem und sachlichem Ton einen breiten Überblick über die „Entschleunigung“ wichtiger Lebensbereiche und ebenfalls eine tiefe Motivation zu derselben samt praktischer Ratschläge für den Leser.Das Ganze zudem graphisch in den wichtigen Merkteilen gut gestaltet und eine Zusammenfassung von Regeln ganz zum Schluss führen zu einem gut möglichen Arbeiten mit dem Buch.

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